Was kann man tun, wenn der kleine Bruder die Große beißt und zwickt?

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4 Antworten

Ich finde es richtig was 2kiba rät. Natürlich wird nicht fest zugebissen, aber jedoch so das der Kleine merkt, es schmerzt dem anderen. Man sollte ihm dabei auch erklären warum man dies nicht macht, so bekommen sie auch dieses Mitgefühl für andere. Bei meinem Sohn war dies auch so, der hat nie wieder jemanden gebissen. Das daraus gewalttätige Kinder werden finde ich für Unsinn. Im Gegenteil, unser Sohn ist heute 25Jahre und es hat im nicht geschadet.

Danke für deine Meinung. Ich denke auch, dass es, wenn es nur bei dem einem Mal bleibt, niemandem schadet. Und meinem Sohn hat es weder geschadet noch ist er gewalttätig geworden. Im Gegenteil: er versucht Streit und Gewalt mit Worten zu schlichten, genau so, wie ich es ihm beigebracht habe.

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Hallo, wie reagiert eigentlich die Große darauf? Und was macht dann der Kleine? Findet er irgendwie Bestätigung, wenn er beißt (dazu gehört auch, dass die Mutter vielleicht mit im schimpft und er dadurch mehr Zuwendung - auch negative Zuwendung ist Zuwendung - bekommt oder bekommt er dann seinen Willen erfüllt)? Also mein Tipp ist, vielleicht mit der Großen sprechen, dass sie sich nach dem Beißen ihres Bruders zurückziehen soll und eine kleine Weile (ca. 5 min.)nicht mehr mit ihm spielt. Dies sollte ihm erklärt werden mit einfachen Worten, z.B. beißen tut weh, Deine Schwester möchte nicht mehr mit Dir spielen...... dieses Verhalten muss allerdings konsequent durchgezogen werden. Andernsfalls wird er immerwieder ausprobieren, wie gerade heute reagiert wird. Das "nicht mehr mit ihm spielen wollen" wird ihm nicht so gut gefallen und es bald mit seinem Beißen verbinden. Folge => er lässt es bleiben und seine Schwester spielt wieder mit ihm........ Da ihr Kleiner vielleicht auch in Situationen beißt in denen er sich nicht entsprechend gegenüber seiner Schwester "ausdrücken" kann, ist dieses Verhalten auch nur eine vorübergehende Phase, in der er aber lernen muss, dass seine Reaktion nicht richtig ist. Also nicht verzweifeln und auf keinen Fall Beißen oder Gegenbeißen tollerieren. Gewalt ist immer Gewalt, auch wenn es zur Verteidigung ist.... es gibt immer auch andere Möglichkeiten........ da ist dann halt Phantasie gefragt. Gruß, Evaundlilith

Vielleicht sollte die Grosse einfach einmal zurückbeissen? Kann Wunder wirken.

Ohje, niemals machen siehe Beitrag unten!!!

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Die Große sollte zurückbeißen und zwicken. Dann merkt der Kleine sehr schnell, dass das wehtut. Mein Sohnemann biss mich auch mal in den Arm, ich hab zurückgebissen und er ließ es von da an sein. LG 2kiba

Nette Anwort, wenn im Kindergarten geschlagen wird, darf das Kind auch zurückschlagen... die Mama macht es ja vor. In der Schule dann ebenso usw. usw. usw. NEIN Gewalt mit Gegengewalt beantworten ist grundsätzlich falsch, Kinder lernen daraus, wenn ich mich nicht wehren kann, dann darf ich das und bevor mir ein anderer zuvor kommt fang ich damit an!!!--------Kind aus der Situation heraus nehmen und erklären, auch 18 Monate alte Kinder können Regeln lernen. Zwar nicht unbedingt sofort... aber mit Geduld klappt es. Immer wieder handeln und es nicht durchgehen lassen.

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@Capuccino

Ich nenne das nicht Gewalt, das ist Erziehung. Mein Sohn ist deswegen nicht gewalttätig geworden. Er ist jetzt 11 Jahre, und mein Biss hat ihm keineswegs geschadet oder anderen geschadet.Es hat ihm gezeigt, welche Folgen es haben kann, wenn er beißt. Ihn darüber mit Worten aufzuklären, wenn er behindert ist, ist schwierig. Im übrigen entsteht die Gewalt durch das äußerliche Umfeld und nicht zu Hause. Die Regeln, die zu Hause gelten, gelten im Kindergarten oder in der Schule noch lange nicht. Dort herrschen unter den Kindern eigene Regeln, die selbst die ErzieherInnen sprachlos werden lassen.

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@2kiba

Du kannst es nennen wie Du möchtest es ist trotzdem ein Freibrief um in Sitiuationen in denen Kind sich nicht wehren kann, sich mit Beißen, Schubsen oder dergleichn zur Wehr zu setzen. Das Regeln die Zuhause gelten nicht im Kindergarten greifen ist jedem bekannt, trotzalledem sind Kinder die ein Maß an Erziehung haben auch im Kindergarten zugänglicher. Kinder lernen auch durch Mitleid anderen nicht ""weh zutun"" und mit 18 Monaten wissen Kinder noch nicht was das ist. Auch behinderte Kinder können lernen!!!

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@2kiba

...außerdem entsteht Gewalt sehr wohl auch zu Hause - wenn sie dort praktiziert wird. Auch wenn ich nicht unterschreiben würde (und capuccino sicher auch nicht), daß dieses einmalige Zurückbeißen einen gewalttätigen Menschen aus deinem Kind macht, ist die Einstellung "Aug um Auge - Zahn um Zahn" Gott sei Dank überholt (schau nur, wohin sie im allgemeinen geführt hat)und sollte eben nicht durch solche Praktiken weiter gegeben werden.

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@alivea

Jeder hat halt seine eigene Meinung dazu und das ist auch gut so. Kinder lernen nur aus Erfahrungen. Ich kann meinem Kind sagen, es soll nicht auf die heiße Platte oder ans heiße Bügeleisen fassen. Und trotzdem tut es das irgendwann, weil das Kind es besser wissen will und ausprobieren will. Mein Sohn hat sich zwei Jahre damit Zeit gelassen. Seit er sprechen kann, wusste er, dass er es nicht darf. Als er vier Jahre alt war, hat er trotzdem auf die heiße Platte gefasst.

Und in der Tierwelt ist es auch nicht anders...

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