Was kann man tun, wenn der Arzt eine Diagnose stellt, von der man selbst nicht überzeugt ist?

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16 Antworten

Machen kannst du viel. Du kannst die Diagnose ignorieren, du kannst zu einem anderen Arzt gehen und eine zweite Meinung einholen. 

Nur solltest du dir mal die Frage stellen, wer hier der Fachmann ist und wer der Laie. 

Gerade bei psychischen Problemen ist das Vertrauensverhältnis zum Arzt besonders wichtig. Vertraust du deinem Arzt nicht, hat das sowieso keinen Sinn. 

Es macht aber auch nicht viel Sinn, von einem Arzt zum anderen zu ziehen, solange bis du einen findest, der deine Ansichten bestätigt und dir einfach nach dem Mund redet. 

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Naja diese Diagnose darf eigentlich nur ein Psychiater stellen.

Eine zweite Meinung kannst du dir jederzeit holen.

Kenne einen Arzt, der eine generalisierte Angststörung bei einer Patientin gestellt hatte. Die Patientin hatte aber nur eine Angststörung. 

Die Patientin hat erfolgreich geklagt und der Arzt musste seine Diagnose zurücknehmen und die Prozesskosten übernehmen.

Für die Patientin hätte die Diagnose berufliche Konsequenzen gehabt. Das Gericht befand, dass nur ein Psychiater eine solche Diagnose stellen könne.

Das erfreuliche an der Geschichte, der Arzt geht offen damit um und findet er habe wieder etwas gelernt. Deshalb kenne ich die Geschichte.

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Du hast das Recht , eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einzuholen. Dazu müsstest du einen anderen Psychologen aufsuchen und dich von ihm untersuchen und befragen lassen.

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Sicher du kannst zu einem Psychiater gehen und dich testen lassen.

Ein Hausarzt darf die Diagnose verbindlich gar nicht stellen.

Kenne persönlich einen Neurologen, der vor Gericht eine Diagnose zurücknehmen musste.

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Willst Du den Arzt überzeugen vom Gegenteil? Wenn Du es  nicht glaubst, gehe zu einem anderen. So läuft das ständig, andauernd rennen die Menschen zum Arzt, weil sie einem anderen Arzt nicht glauben.

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Kommentar von ettchen
03.07.2016, 00:59

Genau. Arzt-Hopping. Nervt.

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Grundsätzlich kannst du dir immer weitere Meinungen von anderen Ärzten einholen.

Das ist im Hinblick auf verschiedene Versicherungen, die Gesundheitsfragen stellen, sicher auch wichtig und richtig. Ansonsten lohnt sich bestimmt auch ein Anruf bei deiner Krankenkasse. Die haben mit solchen Vorgängen sicher Erfahrung.

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Du kannst zu einem anderen Arzt gehen. 
Du kannst dir im Internet Erfahrungen durchlesen und dann entscheiden, ob es nicht doch zu dir passt. Letztlich ist es nur eine Diagnose, du entscheidest was du damit machst.

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Ich habe momentan eine ähnliche Situation. War im KH wegen eines resistenten Keim, wurde mit Antibiotiker behandelt. Meine 10-monatige Beschwerden sind  verschwunden. Und am Ende meinte der Arzt bei Entlassung, ich hätte mich eventuell in die Krankheit "verfahren" und es wäre psychosomatisch bedingt. Ich habe ihm meine Meinung gesagt und pfeife drauf, zumal er nicht mal ein Psychologe ist. Wüsste nicht, dass bei psychosomatischen Problemen Antibiotiker helfen :-))) Hat mich geärgert, aber irgendwas machen würde ich nicht dagegen, zumal ich gar nicht abstreiten will, dass ich durchaus Probleme mit der Psyche habe, aber anderweitige.

Wichtig ist nur, wie es dir geht! Warst du 1 Jahr stationär in Behandlung gegen Borderline und es hat nichts gebracht? Wenn dem so ist, dann hol dir eine andere Meinung. Hast du den selbst Gedanken, was du haben könntest? 

Wenn Borderline noch nicht behandelt worden ist, würde ich dir empfehlen es zu versuchen. Wenn es hilft, dann ist es im Grunde egal "wie was" bezeichnet wird.

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Kommentar von LotusBlossom13
04.07.2016, 10:43

Habe noch was gefunden:

"Wer das Gefühl hat: “Bei mir läuft etwas schief!” Oder wer im Zweifel ist, ob in Behandlung, Therapie oder bei einer sozialpsychiatrischen Hilfeleistung alles normal gelaufen ist, kann sich an eine unabhängige psychiatrische Beschwerdestelle wenden."

http://www.ospe-ev.de/index.php?id=beschwerdestellen

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Ja, einen anderen Arzt aufsuchen oder die Diagnose selber nicht anerkennen. Sie ändert ja schließlich erstmal nichts im Leben

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Man holt sich eine zweite Meinung von einem anderen Arzt ein

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Wechsel den Arzt aber verletzten tust du dich nicht selbst

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Kommentar von Jules394
03.07.2016, 00:58

Doch schon, aber das muss ja nicht gleich auf Borderline hinweisen.

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Kommentar von amchen1993
03.07.2016, 01:01

eigentlich schon bei selbst Verletzung . vielleicht holst du dir zur Sicherheit Ei Psychologen anscheinend belastet dich was

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Kommentar von amchen1993
03.07.2016, 01:13

kannst dir eine zweite Meinung einholen. aber hole dir diesbezüglich mit dem selbst verletzten noch mal Hilfe damit du damit aufhören kannst .denk an dich wird wieder

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Vlt holst du dir eine 2. Meinung?!

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Nun, da hilft nur eines - den Arzt wechseln.

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Der Arzt kann das besser einschätzen als du

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Kommentar von Rosy19747
03.06.2017, 09:20

Das Problem ist, dass einem der Arzt nur für die wenigen Momente kennt, bei denen man mit ihm im Behandlungszimmer sitzt. Oft haben Menschen mit psychischen Störungen ein ganz anderes Selbstbild als das Umfeld (falsche Selbstwahrnehmung).

Wie wird eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert? Der Arzt hat einen Fragebogen und geht diesen mit dem Patienten durch. Dort muss der Patient (aus seiner Sicht!!!) die Fragen beantworten, wie er in bestimmten Situationen reagiert.

Da viele Kranke (wie schon gesagt) ein völlig falsches Selbstbild haben, oder vielleicht einfach nur die Fragen falsch verstehen, nicht wissen, was genau gemeint ist, kann es zu einer fehlerhaften Diagnose kommen.

Mir hat mal eine Dame erzählt, bei ihr hätte der Arzt eine Schizotypische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Ich als Außenstehende, die über einen längeren Zeitraum mit ihr zu tun hatte, konnte jedoch nichts Schizotypisches (byzarre Sprechweise, Glauben an höhere Mächte, Kontaktstörung!!!) feststellen.

Ganz im Gegenteil: Mir fiel auf das die Dame extrem extrovertiert war (das Gegenteil von Kontaktstörung), sich immer in den Mittelpunkt  setzen musste,  Beziehungen viel enger waren, als sie in Wirklichkeit war (sie behauptete, ihre Ärztin ginge es persönlich um sie, nicht aus beruflichen Gründen, was kein normaler Arzt machen würden, sonst würde dieser nämlich selbst verrückt werden) in Kombination mit einer extremen Selbstüberschätzung ihrer beruflichen Fähigkeiten (behauptete, verhandlungssicher Englisch zu können, dabei wusste sie nicht mal, was Rindfleisch auf Englisch heißt), die Fähigkeiten, andere extrem ausnutzen (lud sich selbst zum Kaffee ein, und erwartete neben Kaffee und Kuchen noch ein Abendessen, machte selbst aber so eine Aktion nie). Einmal fiel mir auf, dass da ihre erste Amtshandlung war, meine Küche zu betreten, um zu sehen, ob ich ausreichend aufgetischt hatte, bei Verabredungen musste alles nach ihrem Zeitplan gehen, nahm keine Rücksicht auf die Zeitpläne von anderen. War auch nicht bereit, bei einem Ausflug ein Spritgeld zu geben. Als ich tankte und mir ein Getränk kaufte, trank sie wie selbstverständlich aus meiner Flasche, was ich sehr eigenen und befremdlich fand.

Sie würdigte mich stets herab und gleichzeitig bezeichnete sie sich als "attraktiv". Sie hat nicht mal kapiert, dass sie einen eher kleinen Busen hat (Größe A - höchstens, wenn nicht AA) und behauptete, sie trage Größe C. Das tat sie in der Tat, allerdings hängte der BH ganz weit von ihrer Brust weg. Diese Gelegenheit nahm ich wieder um zum Anlass und meinte, sie soll sich doch einen passenden Push-Up-BH in Größe A kaufen, damit es wenigstens so aussehe, als hätte sie einen Busen. Darauf hin schränkte sie den Kontakt zu mir ein und meldete sich ca. 2 Monate später wieder bei mir, um sich auf eine "Saunaparty", wie sie es nannte, bei mir zu Hause einzuladen. Ich muss nicht extra erwähnen, dass sie von mir nicht nur die kostenlose Nutzung meiner beiden Saunen inkl. Whirlpool verlangt hätte, sondern auch Bewirtung (Essen und Trinken). Darauf hin sagte ich dankend ab. 

Als sie mal ein Praktikum in einer Anwaltskanzlei machte, meinte sie, sich den Chef schnappten zu können. Aber der wollte ihr nicht mal einen Arbeitsvertrag geben, wegen der Unfähigkeit sich ins Team zu intigrieren und der Unfähigkeit Aktenordner richtig zu beschriften.

Natürlich lag es nicht an ihr, sondern an der Kollegin und an der Betreuerin dieser Maßnahme, die sie während des Praktikums begleitet hat. Sie wäre super gut gewesen und dem Anwalt tut es sicher leid, dass sie nicht mehr hier ist, hat sie gesagt.

Eine schizotypische Persönlichkeitsstörung, die kontaktscheu introvertiert ist und eine byzarre Sprechweise hat, konnte ich nicht feststellen. Ebenso konnte ich kein magisches Denken sehen, dafür aber die Hystrionische und die Narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Ich gehe stark davon aus, dass es zu dieser Fehldiagnose gekommen ist, weil der Arzt nicht über einen längeren Zeitraum im Alltag mit ihr zusammen war und diese Dame unter einer kompletten falschen Selbstwahrnehmung litt.

Deshalb halte ich es für gut möglich, dass die Fragestellerin keine  Boderlinestörung, sondern eine völlig andere hat.

Ihr wäre gut beraten, beim nächsten Mal einen Bekannten, der sie gut kennt, mitzunehmen und ihn zu bitten, die Fragen zu beantworten. Dann kann unter Umständen ein ganz anderes Ergebnis rauskommen.

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du hast das recht eine zweite einzuholen

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Du könntest zwar einen weiteren Arzt aufsuchen, doch wird der dir nichts anderes sagen, denke ich mal.

Machst du das bei Autoreparaturen auch so? Wenn der Mechaniker dir sagt, dass die Bremsen nicht funktionieren, einfach mal sagen "och nö, das glaube ich mal nicht"?

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