Was kann man tun, damit es weniger Prostitution gibt?

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7 Antworten

Whow - das sind ja eine ganze Menge Fragen auf einmal!

Zunächst mal zu Deiner Überschrift: Gegenfrage - Warum SOLLTE man dagegen tun, dass es (so viele) Prostituierte gibt?

Fragen wie diese basieren oft aus einem bunten Strauß aus Vorurteilen - eventuell gepaart mit einem flüchtigen Blick in die Randbereiche der Branche. Die traurigen Gestalten auf dem Drogen-Straßenstrich sind nicht repräsentativ für den Beruf der Sexworkerin.

Tatsächlich gibt es Frauen, die schon als Kind/Teenager von diesem Beruf fasziniert waren, der ja in manchem Spielfilm als durchaus glamourös dargestellt wird. So hat es mir jedenfalls eine Frau erzählt, die inzwischen einem "seriösen" Beruf nachgeht, aber doch noch hin und wieder wehmütig an ihre "andere Karriere" zurückdenkt. Aber auf die Top-10 der Berufswünsche dürfte es "Prostituierte" trotzdem nicht schaffen.

Wie man in die Branche kommt? Aktuell stammt die Mehrzahl der Sexworkerinnen aus Rumänien. Dabei handelt es sich meiner Erfahrung nach allerdings nicht um die häufig zitierten "Armutsprostituierten", die angeblich ja "gar keine andere Wahl haben", sondern eher um Bequemlichkeitsprostituierte. Der Durchschnitts-Monatslohn in Rumänien beträgt laut statistischem Bundesamt weniger als 400 Euro - da verdient eine Frau in einem FKK-Club an einem einzigen Tag meist mehr und Einige kommen durchaus auf ein 5stelliges Monatsgehalt, was in Rumänien ein kleines Vermögen darstellt. "Warum soll ich für 50 Euro pro Woche in Rumänien als Krankenschwester arbeiten, wenn ich das hier in einer halben Stunde verdienen kann?" habe ich mehr als einmal gehört...

Wenn ein solches Mädel beim Heimaturlaub dann mit Markenklamotten, Designer-Schuhen, teurem Schmuck, iPhone und Laptop auftaucht, den Eltern ein Apartment kauft und Bilder vom letzten Luxusurlaub zeigt, wird die eine oder andere Freundin schnell neugierig und fragt, ob sie denn nicht auch in Deutschland arbeiten könnte. Die Mädels, die ich kennengelernt habe (und das sind ein paar hundert) wussten auch konkret, wie diese "Arbeit in Deutschland" aussieht - "glaubst Du wir sind doof in Rumänien und haben dort kein Internet?!" bekommt man auf Nachfrage schnell um die Ohren... .

Dabei braucht es auch keine Zuhälter und Menschenschmuggler, denn als EU-Bürger brauchen sie keinen Schleuser und dürfen hier arbeiten. Ihre Arbeit ist in Deutschland (und anderen EU-Ländern) legal und darf beworben werden, daher brauchen sie auch keinen "Beschützer" oder jemand der sie "versteckt" und "Kunden besorgt". Gefährlicher sind da die sog. "Loverboys", die einem Mädel die große Liebe vorgaukeln, aber "leider" einen "Berg Schulden" haben, die sie helfen soll abzutragen damit man endlich heiraten kann... . Wenn solchen Typen ein Mädel mal ein paar Jahre ihr Geld anvertraut hat, lässt dieser sie fallen und sucht sich das nächste Opfer...

Wenn Dich das Thema wirklich interessiert und Du Dich nicht nur mit Hilfe von medienwirksam in Szene gesetzten Leidensgeschichten informieren möchtest, dann lies mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) - da werden all Deine Fragen ausführlich behandelt.

Prostitution abzuschaffen funktioniert nicht. Der Handel "Sex gegen irgendetwas" gehört zu den ältesten Geschäftsmodellen der Welt - egal ob die Gegenleistung aus Geld, Vorteilen, Adelstitel, Ansehen, Essen, Schutz, Unterkunft, Sicherheit, Karriere oder sonstwas besteht. Wenn ein junge Mädel einen Mann "aus gutem Hause" oder mit ein paar Millionen auf der Bank oder einer erfolgreichen Filmkarriere usw. in ihr Bett zerrt - müsste man das dann auch verbieten? Wo soll man die Grenze ziehen? Nur weil es Zwangsehen gibt verbietet man ja auch nicht die Ehe - oder? Warum soll man dann selbstbestimmt arbeitenden Prostituierten ihren Beruf verbieten - nur weil es auch Zwangsprostituierte gibt?

Viele Männer nutzen Prostitution gerade WEIL es ein Geschäft mit klar definierten Regeln ist. Sex gegen Geld - Punkt. Frauen die Hucke vollzulügen um sie zu einem One-Night-Stand zu überreden ("natürlich bin ich Single", "ich suche etwas festes", "mir geht es nicht nur um Sex - ich suche eine Seelenverwandte" usw.) ist ihnen zuwider. Man kann es auch so sehen: Im Bordell bezahlt man nicht für Sex - sondern dafür, dass einen die Mädels hinterher in Ruhe lassen, nicht bei einem einziehen wollen, die Wohnung umräumen und zukünftig Rechenschaft über den Verbleib fordern!

Männer sind von der Natur darauf programmiert ihr Erbgut möglichst breit zu streuen und viele haben daher früher oder später Lust auf fremde Haut - möchten ihre Partnerin aber nicht durch eine Neue ersetzen. Hier ist eine bezahlte Session für viele eine Alternative, da die Geliebte auf Zeit keine Exklusivität fordert und ihm die Frau ausreden möchte. In mancher Beziehung haben sich die Beteiligten auch darauf verständigt, dass diese Form des außerehelichen Vergnügens nicht als Betrug gewertet und daher geduldet wird.

Eine Frau, die sich nach fremder Haut sehnt, braucht kein Geld auszugeben. Entweder zieht sie sich etwas Schickes an und lässt sich in der nächsten Bar oder Disco abschleppen - oder geht einfach in einen Swingerclub, wo sie also Solo-Frau meist nicht einmal Eintritt bezahlt, Essen und Getränke frei sind, sie anonym bleibt, Infrastruktur und Sicherheit stimmen - und vernascht dort so viele Männer, wie sie Lust hat. Daher gibt es auch keine Bordelle für Frauen.

So - das war jetzt eine ganze Menge Text - weitere Antworten gibt's gerne zu konkreteren Fragen... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 11:28

Danke für deine ausführliche Antwort.

Gegenfrage - Warum SOLLTE man dagegen tun, dass es (so viele) Prostituierte gibt?

Weil ich es gut finden würde, wenn Menschen freiwillig und gerne Sex miteinander haben und nicht in diese Branche hineinschlittern, weil sie sonst keine Alternativen mehr haben. Wenn man diesen Beruf aber wirklich ausüben will - immerhin kommt man so wirklich schnell an viel Geld - so soll man das ruhig machen können. Nur in dem Fall, wo man es nicht machen will, einem aber sonst keinerlei Optionen mehr offen stehen - sollte man das nicht tun müssen.

Wie siehst du das?

Aber auf die Top-10 der Berufswünsche dürfte es "Prostituierte" trotzdem nicht schaffen.

Nun ja - ich glaube ja, dass man vor allem deshalb Prostituierte wird, weil man so schnell an viel Geld kommen kann - was bei vielen anderen Berufen weniger leicht möglich ist. Wenn diverse andere Berufe bessere Arbeitsbedingungen hätten, würden vermutlich weniger Leute in diesem Business arbeiten wollen. Ich kann mich da aber auch irren. Zumindest mir sind andere Tätigkeiten lieber als dieser Bereich - Sex schön und gut aber dann doch lieber mit jemanden, den ich kenne und mag... und wenn ich keinen passenden Partner finde, dann masturbier ich lieber als mir einen Toyboy für sexuelle Dienste zu leisten.

Bequemlichkeitsprostituierte. Der Durchschnitts-Monatslohn in Rumänien beträgt laut statistischem Bundesamt weniger als 400 Euro - da verdient eine Frau in einem FKK-Club an einem einzigen Tag meist mehr und Einige kommen durchaus auf ein 5stelliges Monatsgehalt, was in Rumänien ein kleines Vermögen darstellt.

Das klingt dann doch wieder mehr nach Armutsprostitution und Alternativlosigkeit als nach Bequemlichkeit. Wenn nun faire Arbeitsbedingungen vorhanden wären und man dabei auch eine leistungsgerechte Entlohnung bekommt - ob viele von diesen Leuten trotzdem dieser Tätigkeit nachgehen wollen würden? Diese Rumäninnen tun es wegen dem Geld... weil man doppelt und dreimal so viel verdienen kann, wie mit anderen Arbeiten und weniger anstrengend ist es oft auch - die Aufnahmebedingungen sind wohl auch leichter.

medienwirksam in Szene gesetzten Leidensgeschichten

Es wird vielleicht nicht alles davon stimmen - doch ich habe den Eindruck, dass Alternativlosigkeit und Armut die Hauptgründe dafür sind....und viele es nicht machen würden, wenn es gut bezahlte menschen- und lebensfreundliche Alternativen geben würde.

Wenn der Beruf so toll ist, würden die Leute es werden wollen, weil es ihnen gefällt und nicht nur weil es überdurchschnittlich gut bezahlt wird. Es gibt Menschen, die einen schlechter bezahlten Beruf vorziehen - sofern sie können. Zumindest die Möglichkeit einer "normalen" Tätigkeit nachgehen zu können, mit der man auch genug Geld verdient um gut über die Runden zu kommen - sollte vorhanden sein - und dort sollte man auch faire Bedingungen antreffen, damit man nicht fremdverschuldet rausgeekelt wird. Klare Aufgabenverteilung. Wenn das und das gemacht wird (hat einen positiven Effekt auf das allgemeine Wohl), dann passt alles. Gespräche auf Augenhöhe sind möglich. Professionelle Vorgangsweise - in der Freizeit kann man sich treffen, mit wem man will - aber im Beruf sollte es kein Vitamin B geben - da zählt nur die erbrachte Leistung. Wenn die Arbeit, wie festgelegt, getan wird, sollte es passen.

Wenn ein junge Mädel einen Mann "aus gutem Hause" oder mit ein paar Millionen auf der Bank oder einer erfolgreichen Filmkarriere usw. in ihr Bett zerrt - müsste man das dann auch verbieten?

Ich spreche nicht von verbieten. Wenn der Mann/ die Frau sich gerne und freiwillig prostituieren wollen - ist es kein Problem. Wenn zwei Leute Sex haben wollen, passt alles. Nur wenn es einer macht, weil er sonst keine Alternativen hat - gezwungen wird - in dieses Business gedrängt wurde, ist es mies... Und da muss man etwas unternehmen - denn das ist nicht in Ordnung... Man muss hier auch hinter die Kulissen schauen - denn falls Gewalt und Zwang im Spiel sind, wird man versuchen es zu vertuschen...  Es steht auch immer die Frage im Raum: "Warum wurde Gewalt angewendet?" - das Gespräch suchen - versuchen zu verstehen. Analyse... prüfen...

Wo soll man die Grenze ziehen? Nur weil es Zwangsehen gibt verbietet man ja auch nicht die Ehe - oder? Warum soll man dann selbstbestimmt arbeitenden Prostituierten ihren Beruf verbieten - nur weil es auch Zwangsprostituierte gibt?

Wenn zwei Leute heiraten wollen, passt alles. Wenn Zwang im Spiel ist nicht. Die Zwangsprostituierten muss man da draus holen - hier handelt es sich um Verbrechen. Wenn es wirklich jemand machen will und auch geprüft wurde, ob sie sich die Wahrheit sagen trauen kann, oder ob sie unter Druck gesetzt worden ist und da alles ok ist - dann passt es eh. Aber die Grenzen sind schmal - macht sie es wirklich gerne oder sagt sie es nur, weil ihr jemand gedroht hat, sie sonst umzubringen?

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 11:29

Danke für deine ausführliche Antwort.

Gegenfrage - Warum SOLLTE man dagegen tun, dass es (so viele) Prostituierte gibt?

Weil ich es gut finden würde, wenn Menschen freiwillig und gerne Sex miteinander haben und nicht in diese Branche hineinschlittern, weil sie sonst keine Alternativen mehr haben. Wenn man diesen Beruf aber wirklich ausüben will - immerhin kommt man so wirklich schnell an viel Geld - so soll man das ruhig machen können. Nur in dem Fall, wo man es nicht machen will, einem aber sonst keinerlei Optionen mehr offen stehen - sollte man das nicht tun müssen.

Wie siehst du das?

Aber auf die Top-10 der Berufswünsche dürfte es "Prostituierte" trotzdem nicht schaffen.

Nun ja - ich glaube ja, dass man vor allem deshalb Prostituierte wird, weil man so schnell an viel Geld kommen kann - was bei vielen anderen Berufen weniger leicht möglich ist. Wenn diverse andere Berufe bessere Arbeitsbedingungen hätten, würden vermutlich weniger Leute in diesem Business arbeiten wollen. Ich kann mich da aber auch irren. Zumindest mir sind andere Tätigkeiten lieber als dieser Bereich - Sex schön und gut aber dann doch lieber mit jemanden, den ich kenne und mag... und wenn ich keinen passenden Partner finde, dann masturbier ich lieber als mir einen Toyboy für sexuelle Dienste zu leisten.

Bequemlichkeitsprostituierte. Der Durchschnitts-Monatslohn in Rumänien beträgt laut statistischem Bundesamt weniger als 400 Euro - da verdient eine Frau in einem FKK-Club an einem einzigen Tag meist mehr und Einige kommen durchaus auf ein 5stelliges Monatsgehalt, was in Rumänien ein kleines Vermögen darstellt.

Das klingt dann doch wieder mehr nach Armutsprostitution und Alternativlosigkeit als nach Bequemlichkeit. Wenn nun faire Arbeitsbedingungen vorhanden wären und man dabei auch eine leistungsgerechte Entlohnung bekommt - ob viele von diesen Leuten trotzdem dieser Tätigkeit nachgehen wollen würden? Diese Rumäninnen tun es wegen dem Geld... weil man doppelt und dreimal so viel verdienen kann, wie mit anderen Arbeiten und weniger anstrengend ist es oft auch - die Aufnahmebedingungen sind wohl auch leichter.

medienwirksam in Szene gesetzten Leidensgeschichten

Es wird vielleicht nicht alles davon stimmen - doch ich habe den Eindruck, dass Alternativlosigkeit und Armut die Hauptgründe dafür sind....und viele es nicht machen würden, wenn es gut bezahlte menschen- und lebensfreundliche Alternativen geben würde.

Wenn der Beruf so toll ist, würden die Leute es werden wollen, weil es ihnen gefällt und nicht nur weil es überdurchschnittlich gut bezahlt wird. Es gibt Menschen, die einen schlechter bezahlten Beruf vorziehen - sofern sie können. Zumindest die Möglichkeit einer "normalen" Tätigkeit nachgehen zu können, mit der man auch genug Geld verdient um gut über die Runden zu kommen - sollte vorhanden sein - und dort sollte man auch faire Bedingungen antreffen, damit man nicht fremdverschuldet rausgeekelt wird. Klare Aufgabenverteilung. Wenn das und das gemacht wird (hat einen positiven Effekt auf das allgemeine Wohl), dann passt alles. Gespräche auf Augenhöhe sind möglich. Professionelle Vorgangsweise - in der Freizeit kann man sich treffen, mit wem man will - aber im Beruf sollte es kein Vitamin B geben - da zählt nur die erbrachte Leistung. Wenn die Arbeit, wie festgelegt, getan wird, sollte es passen.

Wenn ein junge Mädel einen Mann "aus gutem Hause" oder mit ein paar Millionen auf der Bank oder einer erfolgreichen Filmkarriere usw. in ihr Bett zerrt - müsste man das dann auch verbieten?

Ich spreche nicht von verbieten. Wenn der Mann/ die Frau sich gerne und freiwillig prostituieren wollen - ist es kein Problem. Wenn zwei Leute Sex haben wollen, passt alles. Nur wenn es einer macht, weil er sonst keine Alternativen hat - gezwungen wird - in dieses Business gedrängt wurde, ist es mies... Und da muss man etwas unternehmen - denn das ist nicht in Ordnung... Man muss hier auch hinter die Kulissen schauen - denn falls Gewalt und Zwang im Spiel sind, wird man versuchen es zu vertuschen...  Es steht auch immer die Frage im Raum: "Warum wurde Gewalt angewendet?" - das Gespräch suchen - versuchen zu verstehen. Analyse... prüfen...

Wo soll man die Grenze ziehen? Nur weil es Zwangsehen gibt verbietet man ja auch nicht die Ehe - oder? Warum soll man dann selbstbestimmt arbeitenden Prostituierten ihren Beruf verbieten - nur weil es auch Zwangsprostituierte gibt?

Wenn zwei Leute heiraten wollen, passt alles. Wenn Zwang im Spiel ist nicht. Die Zwangsprostituierten muss man da draus holen - hier handelt es sich um Verbrechen. Wenn es wirklich jemand machen will und auch geprüft wurde, ob sie sich die Wahrheit sagen trauen kann, oder ob sie unter Druck gesetzt worden ist und da alles ok ist - dann passt es eh. Aber die Grenzen sind schmal - macht sie es wirklich gerne oder sagt sie es nur, weil ihr jemand gedroht hat, sie sonst umzubringen?

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 11:37

Man kann es auch so sehen: Im Bordell bezahlt man nicht für Sex - sondern dafür, dass einen die Mädels hinterher in Ruhe lassen, nicht bei einem einziehen wollen, die Wohnung umräumen und zukünftig Rechenschaft über den Verbleib fordern!

Das sehe ich nicht so. Man bezahlt deshalb für Sex, weil diese Männer sonst keine Frau finden, die freiwillig mit ihnen Sex haben will. Außerdem ist es eh arm, wenn ein Mann eine Frau anlügen muss, um sie rumzukriegen. Ein Mann, der etwas drauf hat - für etwas steht, braucht nicht zu lügen - dem fallen die Frauen auch so in die Hände.

Männer sind von der Natur darauf programmiert ihr Erbgut möglichst breit zu streuen

Männer = Quantität

Frauen = Qualität

Oder wie ist das dann? Das ist wirklich sehr animalisch. Wenn die Frau nicht will, dann hat der Mann das zu akzeptieren - genau so, wie die Frau den Mann auch nicht vergewaltigen sollte. Wer will das schon? Im Beruf soll es professionell zu gehen - ohne Vitamin B - aber im Privatleben kann man es sich aussuchen, mit wem man sich treffen möchte und mit wem nicht.

Eine Frau, die sich nach fremder Haut sehnt, braucht kein Geld auszugeben. Entweder zieht sie sich etwas Schickes an und lässt sich in der nächsten Bar oder Disco abschleppen - oder geht einfach in einen Swingerclub, wo sie also Solo-Frau meist nicht einmal Eintritt bezahlt, Essen und Getränke frei sind, sie anonym bleibt, Infrastruktur und Sicherheit stimmen - und vernascht dort so viele Männer, wie sie Lust hat. Daher gibt es auch keine Bordelle für Frauen.

Und WARUM ist das so? Warum tun sich so viele Frauen so leicht jemanden zu finden, der sie ansticht? Warum sind die Männer nicht auf der Flucht vor den Frauen, weil diese immer nur das EINE wollen aber die Männer Wert auf ein niveauvolleres Dasein legen... in dem es um mehr geht als nur Sex? Und wenn schon Sex - dann guten Sex und nicht solchen, wo wieder einmal nur die Frau kommt - auch noch zu früh - während der Mann mehr Orgasmen durch Selbstbefriedung erlangen kann.

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Absolut berechtigte Frage. Wo ich aber nur zum Teil antworten kann.

1. Prostitution ist so alt wie die Menschheit. Nicht umsonst sagt man das es das älteste Gewerbe der Welt. Und ich denk es wird es erst nicht mehr geben wenn es die Menschheit nicht mehr gibt

2. Frauen rutschen aus verschiedenen Gründen in dieses Gewerbe.

Es kann aus Finanzielle Not heraus erwachsen oder auch als Beschaffung für Drogen.

Leider gibt es auch die Form der Zwangsprostitution. Frauen werden geschickt in ein anders Land gelockt mit Finanziellen Versprechungen. Dann wird ihnen der Pass abgenommen, und eingesperrt. Dann müssen sie den Männern zu willen sein, auch oft mit Gewaltandrohung. Ist zum Glück verboten aber auch sehr schwer diese Art von Prostitution auszumerzen.

Manche Frauen haben allerdings auch Spaß am Sex wie die meisten Männer, und denken warum soll ich damit kein Geld verdienen wenn Mann bereit ist dafür zu bezahlen.

3. Warum es mehr Frauen als Männer als Prostituierte gibt, kann ich nur vermuten. Ich denke weil es viel mehr Männer gibt die bereit sind dafür zu bezahlen. Frauen sind und, da kommen wir auch gleich zu letzten Teil deiner Frage, weniger bereit für schnellen Sex zu bezahlen. Sie haben ja auch ihre Reize die sie gegen das "Ach so starke Geschlecht" Einsetzen können, um das zu erreichen was sie wollen. Männliche Prostituierte beidienen auch in der Regel meist Homosexuelle Männer. Und die sind in gegenüber den Hetros in der Minderheit.

Allerdings glaube ich nicht das mit verschwinden der Prostitution die Vergewaltigungen zu nehmen würden. Jedenfalls nicht wirklich erheblich. (Jede einzelne Vergewaltigung ist eine zu viel). 

Männer mit der Kriminellen Energie Sexuelle Befriedigung bei der Frau zu holen machen das auch so ob es nun ein Bordell in seiner nähe gibt oder nicht. Er würde es auch nicht machen wenn er das Geld dafür hätte.

Es gibt ja leider auch Männer den es dabei nicht in erster Linie darum Verkehr im herkömmlichen Sinne zu haben, sondern sie finden ihre Befriedigung   in der Gewalt die sie der Frau an tun und deren Erniedrigung. Kranke Menschen halt.

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 03:21

Um die Prostitution abzuschaffen, müsste es nur so weit kommen, dass die Menschen gerne und freiwillig miteinander Sex haben. Die Leute masturbieren, wenn sie sonst keinen Sex kriegen können und sonst haben sie Sex mit einer anderen Person, die das auch haben möchte. Was mir persönlich auch lieber ist, als jemandem Geld zu geben, damit er sich auf mich einlässt...

Frauen werden teilweise durch die Gesellschaft in dieses Gewerbe gedrängt... Alternativlosigkeit... und das fällt unter verbrecherische Machenschaften...

Wenn eine Frau und ein Mann Spaß am Sex haben, ist eine Bezahlung nicht notwendig - da kommen dann eh beide auf ihre Kosten.

Gegen Sadomaso-Spielchen ist nichts einzuwenden... nur Bedarf es eben immer der beiderseitigen Einwilligung. Wenn die nicht da ist, ist das wirklich krankhaft...

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Das sind doch Sachen, die kann doch jeder für sich selbst entscheiden. Wenn du nichts von Prostitution hälst, mußt du es nicht. Nicht einmal das Arbeitsamt kann dich dazu zwingen, so einem Beruf nachzugehen. Und auch als Kunde mußt du das nicht. Andere machen das gern, sei es, weil man damit gut Geld verdient (aus Sicht des Dienstleisters) oder weil man so das kriegt, was man anders nicht in der Form bekommt (aus Sicht des Kunden). Direkt etwas tun zu müssen, damit es weniger Prostitution gibt, ist eigentich nicht der Fall. Solange niemand dazu gezwungen wird und es auch erst ab 18 erlaubt ist (also wenn die geistige Reife auch sicher vorhanden ist, daß man auch wirklich weiß, worauf man sich einläßt und dies verantworten kann), spricht ja nichts dagegen.

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 02:35

Solange kein Zwang vorhanden ist. Solange es Alternativen gibt und man nicht in diese Branche gedrängt wird, spricht nichts dagegen. So gut ist das Image dieses Gewerbe aber nicht...

Außerdem ist freiwilliger Sex - den man gerne betreibt und für den man nicht bezahlt - doch wohl tausend mal besser, als wenn sich jemand nur mit einem einlässt, damit er über die Runden kommen kann (Notlösung).

Damit Sex auf positivere Weise angegangen wird, sollte man es fördern, dass sich Leute besser kennen lernen können.... Flirt-Cafes... Love-Hotels...

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Gegenfrage: Warum willst du überhaupt was gegen Prostitution tun?

Frauen, die dieses Gewerbe freiwillig und gern ausüben sollen doch ruhig ihr Geld damit verdienen.

Es gibt viele Männer und auch eine Anzahl Frauen, die keinen Partner finden oder keine Beziehung wollen, aber trotzdem nicht auf die Lust und Entspannung durch Sex verzichten wollen.

Der eine kocht zu Hause, der andere geht ins Restaurant.

Wichtig wäre, die Branche noch mehr von ihrem Schmuddelimage zu befreien und nicht nur Steuern zu kassieren, sondern effektiv gegen Zwangsprostitution und Zuhälterei vorzugehen.

Wenn Prostituierte ihren gesamten Erlös behalten dürfen - damit lediglich die genutzten Räumlichkeiten, ihre Krankenversicherung etc. bezahlen müssen - dann können sie sich nach einigen Jahren aus dem Gewerbe zurückziehen und eine auskömmliche (vorher angesparte) Pension genießen.

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 02:31

Frauen, die dieses Gewerbe freiwillig und gern ausüben sollen doch ruhig ihr Geld damit verdienen.

Das stimmt wohl. Sehe ich auch so. Wenn man es machen möchte, ist kein Problem vorhanden. Aber wenn eine Gesellschaft Frauen in dieses Gewerbe drängt, ist es ein Armutszeugnis. Alternativen sollten auf jeden Fall vorhanden sein, so dass man sich bewusst dagegen oder für die Prostitution entscheidet.

Wichtig wäre, die Branche noch mehr von ihrem Schmuddelimage zu befreien und nicht nur Steuern zu kassieren, sondern effektiv gegen Zwangsprostitution und Zuhälterei vorzugehen.

Ohja - das würde das Image schon einmal ein Stück verbessern.


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Ich denke bessere Hilfe für Frauen mit wenig Geld und vllt bessere Jobs

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Gäbe es das nicht, gäbe es viel mehr Vergewaltigungen. 

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 02:19

Das ist eh voll arg. Wenn sich zwei Leute mögen, können die auch freiwillig miteinander Sex haben und sonst gibt es noch immer die Möglichkeit der Masturbation.

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Kommentar von RFahren
01.02.2016, 08:59

Das liest man zwar häufig - damit wird es allerdings nicht zutreffender.... .

Vergewaltigern geht es in erster Linie um MACHT! Eine Prostituierte liefert allerdings Sex und Zärtlichkeit - das sind völlig unterschiedliche Dinge!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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1. Nein ich denke nicht das es solche Menschen gibt
2. Viele rutschen da durch finanzielle Notlagen, Drogenkonsum und ähnliches rein.
3.Sie sollte erhalten werden. Es ist besser als jemanden zu vergewaltigen und so kriegen hässliche Menschen wie ich auch mal wen ab ;-P
4. Es ist für Frauen deutlich einfacher einen Partner zu finden. Die müssen dafür nicht bezahlen. Die meisten männlichen Nutten werden auch von Männern "benutzt"
5. Sie sind bereit dafür zu bezahlen weil es ein unglaublich gutes Gefühl ist. Damit meine ich nicht nur den Höhepunkt sondern auch das Gefühl einem Menschen nah zu sein.
6. Die Menschheit ist viel zu oberflächlich als das jeder der Sex haben will ne Beziehung oder nen On-Night-Stand kriegt.

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Kommentar von DBKai
01.02.2016, 03:35

Es ist besser als jemanden zu vergewaltigen... Sicher... Vergewaltiger brauchen sich aber nicht zu wundern, wenn sie aufgrund von Notwehr auf einmal ein Messer in der Brust stecken haben oder vergiftet, etc. werden... Außerdem wird bei uns zum Glück schon immer mehr gegen Vergewaltigung vorgegangen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für den Täter so toll ist, wenn er mit jemanden Sex hat, der ihn abstoßend findet und sich auch noch heftig zu wehren versucht...

Da kann ich mir angenehmeres vorstellen...  Lieber masturbieren als so was...

Ja - für Frauen ist es leicht einen Partner für Sex zu finden... sie werden häufig in ein unerwünschtes Abhängigkeitsverhältnis gebracht... das ist nicht gut. Es wäre besser, wenn unsere Männer so vorbildlich und anziehen werden würden, dass auch immer mehr Frauen den Männern hinterherlaufen und sie um ein Date etc. bitten. Das kann  zwischen den Geschlechtern ruhig mal in Balance kommen. Gleichberechtigung.

Bezahlen, damit man einem Menschen nahe sein kann? Das geht auch, wenn man sich anfreundet... besser kennen lernt... Dazu müssten die Leute nur mal lernen, wie man ins Gespräch kommt... und wenn sie klar sagen, was sie gerne hätten...  "Dies und das gefällt mir - das mache ich gerne. Magst du das auch? Können wir das mal machen?" Bei einem Ja- ist es super - bei einem Nein eben nicht. Nicht jeder Mensch will die gleichen Dinge. Man kann auch nachfragen, warum die Person es nicht will..

Statt Sex kann man masturbieren - und wenn ein Mann und eine Frau nichts gegen One-Night-Stands haben, können sie das auch so kriegen... Frauen viel leichter als Männer, was aber an den patriarchalen Verhältnissen liegt... Wäre es 50/50 wäre es für die Männer auch leichter eine Frau zu finden, die gerade geil ist und "ihn" sucht...  Aber so wie es derzeit noch läuft, muss man als Frau vor vielen Männern ja wegrennen... Die wollen einen oft nur anbumsen und ausbeuten und als Gegenleistung ist der Sex für die Frau nicht genau so "geil"... der Partner ist in der Regel weniger attraktiv als die Frau... und eine Beziehung auf Augenhöhe ist oft auch nicht möglich... Natürlich will man da lieber weg, als hin. Damit eine Beziehung klappen kann, müssen beide daran arbeiten. Was will ich? Was willst du? Was finden wir für Kompromisse?

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