Was kann man noch gegen Depressionen versuchen, wenn Medikamente und Therapie nicht wirklich helfen?

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12 Antworten

Ich gebe dir nun eine etwas medizinische und weniger sozialtechnische Antwort, denn ich glaube das ist deine Frage:

  • Versuche immer wieder neue Medikamente aus. Ich probierte 14 Antidepressiva (zum Teil in ganzen Kombinationen mit mood-stabilizers und Neuroleptika) bis ich eines fand das half. Es ist jedes Mal ein Rückschlag, doch aufgeben darf man nicht. Eine Übersicht über alle Medikamente die bei Depressionen eingesetzt werden findest du hier: http://deprimed.de/home/
  • Bedenke, dass eine Psychotherapie viel Zeit braucht bis sie wirkt (Monate, wenn nicht Jahre). Zudem ist es wichtig eine Psychotherapie mit einem Konzept zum machen (z.B. Psychoanalyse). Ein oberflächliches Gespräch bringt nicht viel.
  • Nun zum Kern deiner Frage: Bei sogenannt therapieresitenten Patienten kommt auch eine Elektro-Krampf-Therapie (EKT), in Frage. Sie ist die wirksamste Methode um Depressionen zu behandeln, jedoch auch ein brachiales Vorgehen. Rund 50-70% der auf Pharmako- und Psychotherapie resistenten Personen sprechen auf eine EKT an. EKT wird nur bei schwer depressiven volljährigen Patienten gemacht. Mehr Infos dazu findest du hier: http://deprimed.de/ekt/

Wenn du also volljährig bist, schwere und lang anhaltende Depressionen hast, würde ich mir unbedingt einmal Gedanken über eine EKT machen.

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Hey, 

Was hat dich früher besonders glücklich gemacht? Was hast du Schönes gesehen in der Welt? Klar kann man diese schönen Dinge in den Depressionen so nicht genau erfassen, aber sie können helfen wieder den Kontakt zu sich selbst herzustellen. 

Ich bin früher viel geritten. Mein Ruhepol und Rückzug war damals immer mein Pferd. Also habe ich mir Pferdekontakt gesucht. Immer wenn ich mit den Fingern durch das Fell fahre, überkommt mich ein wohliger Schauer.

Oder ich gehe Schwimmen. Aber unter Wasser. Dort finde ich die absolute Stille.

Welcher Ort gibt dir Ruhe und Geborgenheit? Wo könntest du Kraft schöpfen?

Manchmal helfen auch verrückte Ideen? Letztens hab ich auf Rollschuhen die Wohnung geputzt ;)

Probier dich aus. Nur nicht vergraben:)

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft und Mut:)

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Autogenes Training wäre eine gute Hilfe.

Das könntest du erlernen und dich so intensiv damit beschäftigen, dass du deine Depression zumindest vorübergehend vergisst.

Es könnte auch jedes andere Gebiet sein, in das du dich wirklich vertiefst.

Nur nicht an der viel zu schnelllebigen Oberfläche bleiben, denn gerade ein depressiver Mensch braucht stabile emotionale Beziehungen.

Die stabilste Beziehung wäre allerdings eine, die sich mit deiner Geborgenheit in Gott oder dem Kosmos befasst und demnach einen spirituellen Hintergrund braucht.

Und die Beziehungen zu wirklich interessierenden Dingen können eine heilende und wunderbare Ergänzung zu den sonstigen zwischenmenschlichen Beziehungen sein.

Zu all den Vorschlägen brauchst du Mut und Motivation, um herauszufinden, was wirklich zu dir passt.

Ich wünsche dir den Mut, etwas zu experimentieren..

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Kommentar von Goodnight
07.03.2017, 23:05

Autogenes Training ist gefährlich bei Depression! Wenn überhaupt darf das nur ein Psychiater mit einem Patienten machen.

Mit AT kann sich jeder Depressive in die Versenkung vergraben. 

Ich habe gelernt AT zu unterrichten, und ich hab auch gelernt, dass bei Depression AT verboten ist.

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24h wach bleiben.

Lichtbehandlung

Wenn möglich an die frische Luft gehen.

Stricken, Malen, Werken, wenn das möglich ist.

Freunde um Beistand bitten.

Die Möglichkeit Elektroschock unter Narkose gibt es. Hängt natürlich davon ab wie schwer die Depression ist

Medikamentenwechsel oder gar einen Therapeutenwechsel.

Schwierig etwas beizutragen, wenn man keine Details kennt.

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Familienaufstellung machen. Ist eine sehr interessante Arbeit, hab ich schon oft dran mitgearbeitet. Die nachfolgenden Generationen tragen oft an den Lasten ihrer Vorfahren. Verstrickungen, Spannungen und Lasten können damit aufgedeckt werden, von denen man oft nicht einmal etwas weiß. Kann ich sehr empfehlen, sich darüber zu informieren, vielleicht auch mal selber aufzustellen.

Buch: Ohne Wurzeln keine Flügel - Bertold Ulsamer

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Selbst wäre es schwierig, aber wenn von außen (anderer Mensch) eine Provokation, die noch vorhandene Restaggressivität erweckt, könnte ein Ansatz gelingen.

Hängt aber wieder davon ab, um welche Form von Depression es sich handelt.

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Wenn Medikamente und Therapie nicht helfen kann auch nur ein Eisenmangel, Magnesiummangel oder Vitamin D-Mangel dahinterstecken. Genaueres findest Du hier.

http://www.eisenmangel.de/was-ist-eisenmangel/eisenmangel-symptome/depressionen-und-aengstlichkeit

http://www.dr-neidert.de/index.php/biomed/304-magnesiummangel-symptome-und-ursachen

http://www.vitamindmangel.net/depression

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Bei meinem Bruder hilft es wenn er mit seinem Kumpel was zsm macht, weil ihn das von den depris ablenkt. Vllt hast du ja auch eine person, die dich ablenken kann oder für dich da ist und deinen Schmerz versteht/nachempfinden kann.

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Kommentar von nikotinbooost
07.03.2017, 22:43

Ablenken ist gut löst aber nicht die Depression.

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Andere medis, andere therapie, äussere umstände verändern

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Liebe Menschen gewinnen, die zu dir halten und dir Rückhalt geben?

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Möchtest du die Ursache für deine Depression sagen?

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Leberenergie stabilisieren.

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