Was kann man nach den punischen Kriegen für die Zukunft lernen?

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1 Antwort

Wer ist "man"?

Schon die Menschen damals dürften daraus unterschiedliche Schlüssse gezogen haben.  Von Vorteil ist es sicher, einen Krieg zu gewinnen und ihn zu überleben. Nach dem ersten gab es noch den zweiten und den dritten
Punischen Krieg. Man sollte meinen, dass zumindest diejenigen, die über diese Kriege zu entscheiden hatten, sich einen Nutzen versprachen, denn sie kannten ja die Ergebnisse des ersten bzw. des zweiten. Es wäre zu ermitteln (und entsprechende historische Untersuchen gibt es ja), wie groß im Weiteren die Nutzenstreuung in der römischen Gesellschaft gewesen ist.

Dass die gracchische Revolution nur ganz wenige Jahrzehnte nach Ende des 3. Punischen Krieges beginnt, erlaubt die Hypothese, dass der Nutzen
zumindest für den römischen Bauern, also die Mehrheit der Landbevölkerung, nicht groß gewesen sein kann.

Am Ende kann natürlich jeder, entsprechend seiner Voreingenommenheit,
"Lehren" aus diesen Ereignissen ziehen. Ihr neigt wohl zu der Auffassung,
Kriege brächten nur Leid, aber 200 Jahre später gab es - möglicherweise als Langzeitwirkung der militärischen Erfolge gegen die Katharger - die "pax romana"  des Kaiserreichs des 1. und 2. Jahrhunderts - woraus "man" ebenso den Schluss ziehen könnte, es sollte am besten (und sei es um den Preis zuvor erfolgreicher Kriege) nur eine Supermacht und "Weltpolizei" geben.

M. a. W.: Ich glaube, mit euren friedensapostolischen Absichten verhebt ihr euch bei dem Thema. Vielleicht solltet ihr erst einmal solide Ursachen und Folgen ermitteln, und wenn ihr dann unbedingt noch einen großen Bogen spannen wollt, versucht euch an einer Parallele zu Deutschland/ England vor dem 1. Weltkrieg oder (noch schiefer) zum Ost-West-Gegensatz (USA/ SU)
während des Kalten Krieges.

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