Was kann man mit Germanistik und Philosophie anfangen?

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3 Antworten

Ein Germanistikstudium könnte eventuell hilfreich sein, um etwa als Literaturkritiker bei einer Zeitung unterzukommen, wobei da ein literaturwissenschaftlicher Schwerpunkt natürlich vorteilhaft wäre (studiere selbst neben dem Beruf Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft und habe eine Mitstudentin, die dasselbe macht, und zwar weil sie später Journalistin werden möchte). Jedenfalls werden Fachressorts wie etwa Kultur, Politik, etc. gerne mit Personen besetzt, die etwas in der entsprechenden Richtung studiert haben, weil da das Fachwissen da ist. Du könntest Sachbücher verfassen, wobei der Buchmarkt natürlich kein leichtes Pflaster ist. Aber es gibt auch Institute für Sprach- oder Kulturförderung, etc. wo ein solches Studium durchaus nützlich sein kann, es gibt die Möglichkeit, Kurse an einer Volkshochschule anzubieten, und es gibt Berufsfelder, an die man vielleicht gar nicht so direkt denken würde - manche Philosophieabsolventen arbeiten etwa in der Unternehmensberatung. Es gibt auch so etwas wie philosophische Lebensberatung, etc. Und natürlich Tätigkeiten an der Universität, etwa als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Man muss ich eben seine Nische suchen und etwas flexibel sein, dann findet sich bestimmt ein Tätigkeitsfeld, wichtig ist eben, dass man die Fähigkeiten aus dem Studium entsprechend verkaufen kann, denn in den Stellenanzeigen wird ganz selten stehen, dass ein Philosoph oder ein Germanist gesucht wird. Aber in einem Philosophiestudium lernt man, zu hinterfragen, zu reflektieren und sich in andere Denkweisen einzudenken - deshalb auch Unternehmensberatung, da ist so etwas natürlich durchaus hilfreich.

Literaturkritiker bei der Zeitung? (wie einer meinte) Theoretisch ja, heute aber rate ich dringend ab. Die Verkaufszahlen der Zeitungen rauschen in den Keller (sogar die FAZ stöhnt); die Stellenanzeigen, früher das Geschäft der Zeitungen, schrumpfen immer mehr, auch gute Redakteure müssen gehen, ständig machen Zeitungen pleite. Nein, auf keinen Fall die Zeitungsbranche. Was bleibt? Nur das Lehramt! (Fächerverbindung Deutsch, Philosophie), aber auch nur, wenn du im Uni-Examen und im Referendarexamen hervorragend abschneidest, sprich: ein talentierter Lehrer bist. Dann lockt die Verbeamtung. Ansonsten: Zeitarbeitsverträge (bis zum Beginn der großen Ferien), wenn überhaupt!

Wenn keine Probleme mit deiner Dissertation bestehen kannst du immer noch Politiker werden.

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