Was kann man machen wenn sich Vermieter weigert eine Zwischenablesung zu machen?

4 Antworten

Welche Art von Messgeräten hast Du denn an Deinen Heizkörpern? Die veralteten Röhrchen oder die elektronischen Messgeräte mit Digitalanzeige.

Bei letzteren ist es überhaupt nicht notwendig, dass eine Zwischenablesung gemacht wird. Von Techem weiß ich, dass zwei Messwerte pro Monat über einen längeren Zeitraum gespeichert werden. Monatsanfang und Monatsmitte. Somit läßt sich fast jeder Stand bei Ein- und Auszug fast taggenau auch noch nach über einem Jahr feststellen.

Also, wie wird bei Dir gemessen?

Hallo bwhoch2,

danke für diese wertvolle Information. Leider handelte es sich in der Wohnung um die Röhrchen.

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@AndyLima

Dann wird Dein Vermieter nicht in der Lage sein, eine korrekte Heizkostenabrechnung zu erstellen. Ein paar Tage Toleranz muss man in so einem Fall zugestehen. Da man in der Regel nicht von heute auf morgen auszieht, sondern eine Kündigungsfrist voraus geht, hätte der Vermieter wohl lange genug Zeit gehabt, eine Zwischenablesung durch die Abrechnungsfirma zu veranlassen. Diese kostet zwar auch Geld, aber nur damit wäre es möglich gewesen, eine korrekte Abrechnung zu machen.

Damit hast Du zumindest das Recht, Dir von den Heizkosten 15 % abzuziehen. Lt. Heizkostenverordnung (§12) steht Dir dieses Recht zu. Wenn Du darüber hinaus der Meinung bist, dass das immer noch zu wenig ist, müßtest Du ggf. klagen. Umgekehrt übrigens genauso, wenn der Vermieter meint, dass der Abzug nicht gerechtfertigt ist.

Am Ende kann es darauf hinaus laufen, dass Dein Verbrauchsanteil geschätzt wird und man sich dann bei einem vernünftigen Betrag einigen wird.

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Hallo  AndyLima

Vermieter wollen nicht auf den Kosten sitzen bleiben die Mieter verursachen.

Darum werden bei Umzug die Abschlagzahlungen vom Mieter genommen.

Das hat zur Folge das der Nachmieter bereits mit beispielsweise 3000€ Nebenkosten in die Miese geht,die vom Vormieter stammen.

Da gibt es eine ganz einfache Lösung.

Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung des Vormieters vorlegen zum Vergleich.

Bei Wohnraum lässt sich ausrechnen wie viel Strom,verbraucht wird.

Für ein Einfamilienhaus wird 3500kw Stromverbrauch kalkuliert.Danach richtet sich die Höhe der monatlichen Zahlung.

Zum Vergleich:Wir zahlen maximal für 2000kw Stromverbrauch bei 125qm.

Letztes Jahr lagen wir nur bei 1800kw. 2 Personen.

Zu unterscheiden ist jetzt noch Fernwärme,Ölheizung,Gasheizung.

Die Kosten für Fernwärme sind fast gleich so hoch wie Kaltmiete.

In Exposé̱s werden weitere Kosten verschleiert.

Zu finden unter Sonstige Kosten.

Das einfachste ist das die Nebenkostenabrechnung der alten Wohnung vorgelegt werden und eine Anpassung vorgenommen werden muss.

Das spart dem Mieter eine Menge Geld.

Gruß Ralf

Hallo Ralf,

zuallererst möchte ich mich für die ausführliche Antwort bedanken. Das der Vermieter kosten sparen möchte ist für mich völlig nachvollziehbar. Dennoch handelt es sich  den Heizkosten nicht unbedingt um geringe Beträge.

Leider vermag ich das Beispiel der Stromrechnung nicht auf mein Heizkostenproblem zu adaptieren. Denn die Stromzähler wurden Tagesgenau abgelesen, vom Stromanbierter bekam ich sogar eine Rückzahlung. Was mit den Energieverbrauchsanzeigern der Heizung nicht ohne weiteres möglich ist. Ebenso verstehe ich auch nicht wie mir die Abrechnung des Vormieters diesbezüglich weiterhelfen sollte, da es schließlich auf den Verbrauch ankommt, der jetzt im nachhinein nicht mehr rekonstruierbar ist.

Die Heizungsart ist mir nicht bekannt. 

Gruß Andreas

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@AndyLima

Bei Heizkörpern gibt es einmal die veraltete Messmethode die anhand von Röhrchen an den Heizkörpern zu finden ist.Mittlerweile gibt es digitale Messgeräte für Heizkörper die wesentlich effizientere Angaben machen was den Verbrauch angeht.Rekonstruierbar ist das immer noch.Der Vergleich der Nebenkostenabrechnung des Vormieters der letzten 3 Monate.

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@rallytour2008

Es handelt sich um die zwei Röhrchen Messmethode.

Was ich allerdings immer noch nicht verstehe, die Abrechnung der Nebenkosten Position "Heizung/Warm-/Kalt/Abwasser" bezieht sich auf ein Wirtschaftsjahr. In diesem Fall von April - März. Dabei wird doch keine monatliche Abrechnung erstellt. Wie soll ich denn bitte herausfinden was der Vormieter in den letzten drei Monaten verbraucht hat. Ich kann lediglich seine Jahresabrechnung mit meiner vergleichen und feststellen, dass er mehr oder weniger verbraucht hat in diesem Wirtschaftsjahr. 

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@AndyLima

Die Jahresabrechnung ist eine Möglichkeit.Legt der Vermieter für 3 Monate den Verbrauch des Vormieters vor lässt sich errechnen wie hoch die tatsächlichen Nebenkosten sind.

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Zunächst Folgendes: Der Vermieter ist verpflichtet, sowohl bei Mietbeginn als auch zum Mietende die Meßgeräte abzulesen und zu protokollieren. Wenn er das nicht tut und deshalb nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden kann, darf der Mieter seine Heizkostenrechnung um 15% kürzen.

Natürlich darf der Mieter selbst (auch) ablesen, protokollieren und das von einem Zeugen (man sollte grundsätzlich einen Zeugen dabei haben) gegenzeichnen lassen.

Natürlich darf niemand verlangen, dass du für den Folgemieter Heizkosten löhnst. Um realistisch bei nicht erfolgter Ablesung deinen Verbrauch annähernd zu ermitteln, ist mit dem Vorjahr zu vergleichen und dessen Verbrauchswerte ersatzweise anzusetzen. Keinesfalls ist eine Schätzung zulässig.

Du solltest bezüglich meinen Hinweisen schriftlich per Einwurfeinschreiben gegen die Abrechnung Einspruch einlegen und Korrektur fordern.

Hallo und ein Dank auch zunächst dir albatros,

das mit dem ablesen der verdampften Flüssigkeit in Röhrchen, in denen der Verbrauch relativ zu dem im Vorjahr steht, halte ich mit dem bloßen Auge für schwierig. Hätte man selbstverständlich machen können aber dies wurde letztendlich meinerseits nicht gemacht. Dennoch bat ich den Vermieter mehrfach diese Zwischenablesung machen zu lassen, er hat es einfach ignoriert. Aus meiner Sicht eine ziemliche Unverschämtheit.

Habe die Kurzfassung des Urteils des BGH's bereits gelesen, daher ist mir das mit der 15% Stundung nicht ganz neu. Was ich allerdings nicht verstanden habe, beiziehen sich die 15% auf die Gesamtabrechnung des Wirtschaftsjahres? Denn würden diese 15% nur anteilig auf die Zeit in der ich in der Wohnung wohnte berechnet werden, wäre das immer noch zu meinem Nachteil.

15% hin oder her, er scheint von seiner Sturheit, die Ablesung nicht machen zu lassen, zu profitieren. Ärgerlich!

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@AndyLima

Da die Abrechnung sich auf den Nutzungszeitraum bezieht, ist die Abrechnung auch nur für diesen erfolgt. Demzufolge gilt der Rechnungsbetrag der Heizkosten als Basis für die 15%ige Kürzung.

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