was kann man machen wenn man mit den schlechten Ereignissen die man bis jetzt hatte nicht klar kommt?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ich würde dir empfehlen dich an einen Psychologen zu wenden. Das ist überhaupt nicht schlimm oder ungewöhnlich. Es wird dir helfen das Erlebte zu verarbeiten und gestärkt aus der Situation hervor zu gehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das sind schon sehr schlimme Sachen, die Du bisher verkraften musstest. Natürlich leidet da auch die Gesundheit und die Schule (oder der Job), denn ohne einen gesunden Geist kann der Körper auch nicht gesund und leistungsfähig sein.

Ich schlage Dir vor, das ganze mit einem "anderen Hut auf dem Kopf" zu betrachten, d.h., mit etwas Abstand. Das ist sehr schwer, vor allem bei Menschen, die man gern hat/hatte oder liebt/liebte.

Dein Opa - ja, das ist sehr traurig, dass ihm niemand helfen konnte (oder er sich nicht helfen lassen wollte, sowas gibt's ja auch). Depressionen müssen schlimm sein, wenn man sie hat. ABER - trotz dieses Schicksals Deines Opas ist das nicht Dein Schicksal. Er hat den Weg des Selbstmords gewählt, es war für ihn die einzige Möglichkeit, damit umzugehen. Aber auch wenn wir es für traurig halten, hat er es für sich als Lösung gesehen. Das muss man akzeptieren. Ich bin der Meinung, dass unser Weg im Leben ohnehin vorbestimmt ist - insofern sieh es so, dass Du es als Lehre annimmst, um Dein Leben besser zu gestalten, nicht zu warten, bis schlimme Dinge Dich in Depressionen bringen.

Dein Vater - Alkoholismus ist eine Krankheit, eine scheußliche Krankheit. Man kann (stets mit Rückfallgefahr) und sollte sie behandeln lassen, wenn es noch geht. Du schreibst, Dein Vater "war" Alkoholiker. Wenn er zwischenzeitlich trocken ist - feiere! Wenn er zwischenzeitlich verstorben ist - mein Beileid. Es ist für den Gestorbenen freilich weitaus weniger schlimm (tot ist man schnell und bleibt es), die Hinterbliebenen aber haben ihr Päckchen damit zu tragen. Lerne aus der Lektion Deines Vaters, denn Alkoholismus ist auch vererbbar, d.h. nicht, dass Du Alkoholikerin wirst, aber die Anlage zur Abhängigkeit ist bei Dir ggf. stärker ausgeprägt, als bei anderen Menschen, die niemand abhängigen in der Familie haben. Also, trinke wenig und mit Bedacht, nutze Alkohol als Genussmittel (und nicht als "Lebens"mittel, denn das ist es nicht).

Deine beste Freundin ist weggezogen - ja das kommt vor und Du bist nicht die Einzige, der das im Leben passiert. Aber schau mal, was es heute für Möglichkeiten gibt: Skypen, Telefon, SMS, E-Mails, Insta, Facebook ... wir sind in derart einer vernetzten Welt, dass selbst die weggezogene Freundin doch immer noch eine Freundin ist. Es gibt so viele Menschen, die ihre Liebsten, ihre Familienmitglieder, ihre Freunde am anderen Ende der Erde wissen müssen - und trotzdem bleiben sie verbunden, Dank Internet und Co. Natürlich ist es schöner, wenn man sich umarmen kann, sich gegenübersitzen und in die Augen sehen kann - geht aber nicht immer. Trotzdem kann man weiter seine Geheimnisse und Sorgen teilen.

Nun zum letzten Punkt: Dein bester Freund hat den Kontakt abgebrochen. Hm, da wäre nun interessant zu wissen, warum. Es muss ja etwas vorgefallen sein. Entweder, Du hast Mist gebaut, Du hast ihn enttäuscht oder verraten - dann entschuldige Dich. Klingt einfach, ist es eigentlich auch. Es ist nicht unmöglich, sich bei jemandem für eine Sache zu entschuldigen. Auch wenn die Beziehung dann vielleicht trotzdem erstmal noch belastet ist. Das Vertrauen einer Person zurückzugewinnen, die man enttäuscht hat, ist schwer - aber nichts ist unmöglich. Das als grober Rat, da ich nicht mehr über die Hintergründe weiß.

Nun schau Dir jeden Punkt einzeln an - und bitte einzeln, nicht alles zusammen als großer "negativer" Haufen nach dem Motto: Oh Mann, mein Leben ist schrecklich - denn nein, Dein Leben ist nicht schrecklich. Dein Leben gestaltest Du selbst, jeden Tag hast Du immer wieder aufs Neue alle Möglichkeiten dieser Welt, um DEIN Leben lebenswert und schön zu gestalten. Dein Opa, Dein Vater, Dein Freund und Deine Freundin sind alles Menschen, die Dein Leben - für eine kurze oder lange Zeit - begleiten. Aber sie SIND NICHT Dein Leben, sie sind nur ein (kleiner oder größerer) Teil davon. Der ganze Rest Deines Lebens, und das ist da, worin Du aufgehst, was Du liebst, was Dich lächeln lässt, was Dir Freude bereitet, womit Du Dein Geld verdienst oder was Du lernst, was für Ziele Du hast und so weiter ... das alles ist das, was DU gestaltest - so, wie Du es magst. Du bist der Kreateur Deines Lebens, es verläuft in die Richtung, in die Du es täglich ausrichtest. Wenn es einmal die falsche Richtung war - keine Panik, Du kannst jeden Tag neu beginnen und Fehler wieder ausbügeln oder lernen, mit Dingen zu leben, die Du nicht ändern kannst.

Lerne aus dem Leben und Tod Deines Opas - lass keine Depressionen zu. Wenn Du denkst, Du bist kurz davor, dann suche Dir auf www.jameda.de in Deiner Nähe eine gute Psychologin und mach mal einen Termin, einfach zum Reden. Psychologen sind nicht für "Bekloppte" da, sondern um einem eine Hilfestellung zu geben, wenn man manchmal mit Dingen (im Leben oder im Kopf) nicht weiterkommt.

Lerne aus dem Leben Deines Vaters - genieße Alkohol wenn, dann nur in Maßen und lasse niemals zu, dass Dir dieses Schicksal widerfährt. Du hast an Deinem Vater gesehen, wie schlimm das für ihn und seine Umwelt ist.

Bleibe dran am Kontakt mit Deiner besten Freundin. Ein Wegzug ist nicht das Ende der Welt und mit den heutigen Medien ist es ein Leichtes, Kontakt zu halten und zu pflegen, besucht euch im Sommer oder halt, wenn es mal geht und wenn es zu weit ist, plant mal einen gemeinsamen Urlaub, ein paar Tage in diesem oder nächstem Jahr. Daran kann man sich "festhalten" und sich drauf freuen.

So Du Schuld warst, versöhne Dich mit Deinem besten Freund. Bedenke allerdings, dass Du niemanden zwingen kannst, Dich auf die Art und Weise gern zu haben, wie Du es gern hättest. Vielleicht braucht er Zeit für sich und erstmal Abstand. Akzeptiere es, ohne zu fordern oder dumm zu tun.

Und zu guter Letzt - mach Dir Dein Leben schön. Erfreue Dich täglich, an kleinen Dingen, an einer guten Leistung, an einem netten Lächeln eines fremden Menschen. Und wenn Dich niemand anlächelt - dann fange DU damit an, lächle die Menschen an, atme tief die Frühlingsluft ein, hilf einer alten Omi beim Überqueren der Straße oder oder oder. Alles Positive, was Du aussendest, kommt zu Dir zurück.

Ich wünsche Dir alles Gute+

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Liebe Lena,

stöbere mal auf den Webseiten Al-Anon.de und Nacoa.de. Dort könntest du Hilfreiches finden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?