Was kann man machen, wenn man der Lehrerin die Gefühle gebeichtet hat?

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Hallo Rose07709,

mit Gefühlen verbinden wir Verliebtheit, damit Liebe - und mit Liebe landläufig auch Beziehung und Partnerschaft. Zentral in all dem steht die Liebe - und aus der heraus dürfen wir die ganze Situation betrachten.

Allgemein lässt sich Liebe als etwas beschreiben, was immer von uns Menschen ausgeht und andere Menschen inkl. uns selbst erreichen darf. Dabei gibt es keine Erwartungshaltung oder irgend ein Wollen. Es gibt nur ein Geben und Schenken. In dem Zuge lässt sich Liebe auch als etwas beschreiben, was Menschen eint.

Verlieben wir uns, erkennen wir die Liebe zu einem Menschen. Dabei ist es unerheblich, ob der Mensch sich auch in uns verliebt hat oder nicht. Und letztlich darf Liebe die Grundlage für eine Partnerschaft sein.

Von der Lehrerin kam etwas zu Dir rüber: das ganze Fachliche, aber auch das Persönliche, ihre Art und Weise, so, wie sie ist. Das darfst Du für Dich und aus Deiner Warte schon als einen Moment von Liebe betrachten - auch wenn die Lehrerin das anders sehen würde.

Diese Momente haben Dich Deine Liebe zu ihr erkennen lassen. Wenn Du sagst, Du hast Deine Gefühle gebeichtet, hast Du die Lehrerin an Deiner Liebe schon teilhaben lassen. Dabei ist der Begriff Beichten sicherlich nicht gerechtfertigt, denn es geht ja um Liebe.

Jetzt kann sich die Frage stellen, wie sie sich in dem Moment gefühlt hatte: ob sie es als ein Kompliment gesehen hat, sich gefreut hatte - oder ob sie an Beziehung und ein NoGo eher gedacht hatte. Wir stellen diese Frage zurück und schauen dafür, wir Du Deine Liebe am geschicktesten und für die Lehrerin als Person und in ihrem Amt ausdrücken kannst.

Zunächst darfst Du Dich freuen, dass Ihr Euch wiederseht und sie Dich wieder unterrichtet. Drücke diese Freude Ihr gerne mit einfachen Worten aus. Damit schenkst Du ihr bereits etwas von Dir und machst ihr ein Kompliment.

Folge gerne dem Unterricht - und das Fachliche wird unter Deiner Liebe noch mehr Zugang zu Dir finden, da Du Dich von ihr ja gerne beschenken lässt. Reflektiere das Fachliche, denn das eint Euch beide in der Situation des Unterrichts. Mache im Unterricht mit, bringe Deine Gedanken ein, mache die Übungen, zeige ihr, dass Du es lernst und gelernt hast, freue Dich auch darüber.

Jetzt mag sich über ein fachliches Thema, das Du gerne mir ihr näher noch besprechen möchtest, ein persönliches Gespräch ergeben. Das Gespräch darf zunächst auf der fachlichen Ebene verbleiben. Doch erzeugt es eine Nähe, die über den Unterricht schon etwas hinausgeht.

Wenn die Lehrerin wirklich an Beziehung oder so was gedacht hatte, mag das Gespräch auch auf dieses Thema kommen. Dann kannst Du von Liebe sprechen - und dass es etwas Wundervolles in Deinen Augen ist, sich in einen Menschen zu verlieben - dass dies nichts mit Beziehung oder Partnerschaft zu tun hat. Du kannst dabei die ganze Theorie, wie ich sie angerissen habe, anführen. Somit kann sie Dich besser verstehen - und ihren Eindruck revidieren. Sie kann selbst erkennen, dass sie mit ihrem Unterricht allen etwas gibt, was ein Moment der Liebe in dem genannten Sinne ist.

Es ist möglich, dass Ihr Amt die Nähe zwischen Euch beschränkt - und damit auch den Ausdruck von Liebe auf das Fachliche und ein bisschen Persönliches beschränkt. Die Lehrerin verbleibt auf jeden Fall in Deinem Herzen - und das darf sie auch gerne wissen.

Wenn Du sie siehst und sie in Deiner Nähe ist, darf es immer wieder und gerne in Deinem Bauch kribbeln. Und vielleicht mag sie dann auch verstehen, dass es einfach kribbeln darf, weil sie einfach da ist, dass ihr dabei nichts abgeht oder verlustig wird. Und mit dem Kribbeln und auch sonst, darfs Du ihr ein strahlendes Lächeln schenken - auch einfach so, weil Du genauso da bist.

Und so wünsche ich Dir und Ihr und der ganzen Klassengemeinschaft einen wunderbaren und auch erfolgreichen Start in das neue Halbjahr.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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