Was kann man machen, wenn ein Mitarbeiter zu oft krank ist?

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17 Antworten

Ich würde mir den Mitarbeiter mal in einem vertraulichen Gesprüch zur Brust nehmen und nachfragen, was los ist. Und zwar ganz direkt. Ob Probleme herrschen, ob er unzufrieden ist, ob ihm etwas an seinem Job liegt ... und dass du dir nicht erklären kannst, warum er so häufig krank wird. Sage ihm (sofern das wahr ist), dass man ihn im Betrieb schätzt und für eine wertvolle Ergänzung hält, die aber als Auszubildender eben noch einiges zu lernen hat. Teile ihm mit, dass ein Betrieb in der Gesamtheit auf die Konstanz und Zuverlässigkeit seiner Mitarbeiter aufbaut, die du bei dem Azubi nicht gegeben siehst. Daher wärst du besorgt, denn wenn betrieblich und zwischenmenschlich alles in Ordnung wäre - und der Mitarbeiter sich keiner ungewöhnlich schlechten Gesundheit erfreut - dann müsste man sich doch Gedanken machen, ob hier unter Umständen die Motivation fehlt. Ich würde halt versuchen, ihn bei seinem Ehrgefühl zu packen.

Vergleiche seine Fehlzeiten mit Gleichaltrigen (sofern vorhanden) - und gib ihm das zu verstehen. Monatlich zwei Tage, das ist ganz schön viel. Plötzliches Fieber mag üblich bei Kleinkindern sein, bei Erwachsenen ist das doch eher ungewöhnlich.

Viel Glück.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 09:36

Danke, das muss ich dem Chef mal vorschlagen.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 11:06

ich verweise auf die Aufstellung der Fehltage weiter unten!

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Also ich denke dass sich das Problem inzwischen gelöst haben wird, aber ich könnte mir vorstellen dass Leute die oft krank sind vielleicht im Privatleben wenig Kontakt zu anderen Menschen haben und deshalb dann oft krank werden. Also ich bin leider jeden Monat mindestens einmal krank, ich arbeite aber auch im einer KiTa und da wimmelt es nur so von Bakterien. Ich würde auf jeden Fall immer mit solchen Mitarbeitern sprechen, bevor ich mir vorschnell ein Urteil bilde.

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Kinder kommen wie ein unbeschriebenes Blatt auf die Welt. Ihre Umwelt, also wir Erwachsenen, beschreiben dieses Blatt in den ersten prägenden Jahren hauptsächlich bis ein Mensch in der Lage ist selbst Entscheidungen zu treffen. Das mal vorweg.

Weiter vorweg:

Ich hörte heute morgen eine Sendung zu Schulschwänzern. Was mir auffiel waren zwei Punkte die ich als wesentlich ansehe:

  1. Scheinen Eltern keine Rolle zu spielen in Bezug auf ihre Kinder.

  2. Immer mehr Kinder haben so große Probleme zuhause dass sie beim besten Willen dem Unterricht nicht folgen können.

Daraus folgt, dass bei so häufigen Fehltagen das persönliche Gespräch zu suchen ist. Denn bricht so ein schon arg belasteter Mensch seine Ausbildung ab werden wir wahrscheinlich alle bis an sein Lebensende den Unterhalt zahlen. Über die Steuern.

Du schreibst nun, Du fixierst seine Fehltage seit einem halben Jahr. Über die angebotenen sozialen Kompetenzen Eures Unternehmens führst Du aber nicht Buch. Ein Mensch, vor allen Dingen ein heranwachsender, ist aber keine Maschine. Lehrjahre sind auch bezüglich Freizeitgestaltung keine Herrenjahre. Viele Jugendliche kennen nämlich schlicht und ergreifend heute keine Alternative zu Drogenkonsum. Dazu zähle ich auch PC und TV. Im normalen Pausengespräch kann ein Jugendlicher einfach durch zuhören Alternativen kennen lernen. Ich habe noch niemand kennen gelernt der sich einen Ast abgebrochen hat mal einen Jugendlichen mit zum Fußballplatz zu nehmen oder einzuladen, beim Herumfrickeln am Motorrad der Auto dabei zu sein. Um nur einige Beispiele zu nennen. Du magst argumentieren, dies sei nicht üblich. Es gab Zeiten, da war das üblich in unserer Gesellschaft. Letztes Jahr aber konnten 75.000 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden wegen mangelnder sozialer Kompetenzen der Jugend. Woher sollen sie das bekommen wenn das Elternhaus versagt?

Davon abgesehen kann es durchaus vorkommen, dass Menschen aus körperlichen Gründen immer mal wieder krank werden. Das zuhause angebotene Essen kann krank machen, Allergien mögen einen Menschen plagen auf welche das Umfeld nicht eingeht.

Du magst argumentieren, dies sei schon Einiges verlangt. In einem Land, welches über die Politik schimpft bei jeder sich bietenden Gelegenheit, ist hier eine Möglichkeit aufzuzeigen, dass wir BürgerInnen es besser können. Denn diese 75.000 Ausbildungsunfähigen sind auf Steuergelder in Maßnahmen abgeparkt um die Statistik zu schönen. Dafür zahlen wir dann Alle.

Was AG auch manchen können und vielleicht sinnvoll erscheint:

Es gibt Arztbewertungsportale. Wenn ein Arzt immer wieder krank schreibt dann sollte das dort auch erwähnt werden. Immerhin steht zumindest hinter Einem eine Krankenkasse. Die wird sich durchaus um die Verwendung ihrer Gelder kümmern wird sowas auch veröffentlicht.

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Kommentar von einGast2012
22.03.2012, 08:23

Was heißt hier, ich würde seine Fehlzeiten "fixieren"? Ich muss mir das doch notieren. Wenn wir von ihm keine AU vom Arzt bekommen, können wir den Fehltag nicht bei der Krankenkasse geltend machen. Dann müssen wirs vom Urlaub abziehen, denn wir können ihn ja nicht für einen Tag bezahlen, an dem er nicht gearbeitet hat (grob gesprochen - natürlich hat er Anspruch auf bezahlten Urlaub, von dem haben wir die unentschuldigten Fehltage ja auch abgezogen).

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PS: Wir hatten schon mal einen Azubi, der häufig krank war. Da haben wir den Medinischen Dienst in Anspruch genommen. Leider konnten die auch nicht mehr tun, als uns zu sagen, dass er eben krank ist!

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Du solltest erst mal mit ihm darüber sprechen, möglicherweise gibt es ja wirklich einen Grund z.B. Allergie o.ä. Falls du dir sicher bist, dass er nur simuliert, kannst du einen Privatdetektiv beauftragen die Wahrheit herauszufinden.

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Bist Du der verantwortliche Ausbilder ? wenn ja nimm ihn zur Seite und rede mit ihm. Vielleicht gibt es private Probleme, die dazu führe, dass er krank feiert. Mach ihm klar, dass seine Ausbildung eventuell gefährdet ist wenn er so weiter macht. Je nachdem was da raus kommt, könnt ihr nach einer Lösung suchen.

Es gibt aber auch Menschen die werden eben schnell krank, ob das bei ihm der Fall ist musst Du rausfinden. Ich bin selten krank ( max 1x im Jahr) und wenn, geht es mir um 18h im Büro super und über Nacht bekomm ich Fieber und die üblichen Grippe Anzeichen. Damit lieg ich dann aber auch ne Woche flach... Soviel dazu.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 09:27

Ich glaube, er gehört zu den "Null-Bock-Kandidaten"!

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 11:07

ich verweise auf die Aufstellung der Fehltage!

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Das ist wirklich auffällig. Aber wenn er jedesmal vom Arzt ein Attest bringt kannst du nicht viel tun. Als Unternehmer wirst du doch einen Anwalt haben, frage mal nach ob du irgendwelche Möglichkeiten hast. Vielleicht Abmahnung oder ähnliches.

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in unserer firma gibt es tankgutscheine, wenn man 1/4 jahr nicht krank war. vielleicht ist das ein anreiz, wenn er schon ein auto hat. ansonsten vielleicht eine ausdauerprämie für weicheier. ( tschuldigung ) erwachsene schleppen sich manchmal mit echt schwerwiegenden krankheiten zur arbeit. ich hab dafür kein verständnis.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 10:34

Auch ne Idee, vielen Dank.

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Nochmal auf die Menge der Fehltage: Er hat im September angefangen. Ab Oktober habe ich mit einer Aufstellung der Fehltage begonnen:

September: laut Schule 1 Fehltag (den er uns nicht mitgeteilt hat, weil er dachte, er könne in der Schule seine Entschuldigungen selber schreiben)

Oktober: 1 Fehltag ohne Krankmeldung, weil er das nicht wusste. Wurde vom Urlaub abgezogen. Außerdem 4 Fehltage in der Schule. Krankmeldung kam erst nach mehrmaligen Nachfragen.

November: insgesamt 7 Fehltage im Betrieb (einmal 3 und einmal 4, Krankmeldung ging nur über 3 statt 4 Tage, wieder vom Urlaub abgezogen), 2 weitere in der Schule. 1 weiterer Fehltag wegen Trauerfall in der Familie, ist ja in Ordnung. (Die Krankheitstage waren davor.)

Dezember: 1 Tag Fieber, 3 weitere Fehltage zwischen den Jahren und 1 weiterer Fehltag in der Schule.

Am 28.12. erfolgte die erste Abmahnung, da wir uns ernste Sorgen machen, ob er das Ausbildungsziel erreicht.

Januar: ein Wunder, kein Fehltag bekannt! Dafür kam er einmal eine Stunde zu spät.

Februar: 3 Fehltage.

März: schon wieder 1 Fehltag und der Monat ist noch nicht ganz rum.

Was haltet ihr davon???

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Kommentar von egl2091
21.03.2012, 13:15

Das ist sogar deutlich mehr als 1-2 Tage. Er hat sich nach der ersten Abmahung "gebessert" würde ich sagen. Wenn er seine Fehltage jedoch nicht weiter reduziert, sehe ich es als nicht mehr tragbar. Schließlich schadet er dem Betrieb, erstens durch Fehlzeiten, zweitens wird sein Abschluss dadurch schlechter. Ich würde nocheinmal ein Gespräch suchen, in dem ihm richtig klar werden muss, das es ernst ist.

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Kommentar von IRENEBOA
21.03.2012, 19:52

Das ist eindeutig zu viel. Viel zu viel sogar.

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Kommentar von MEDINA22
19.04.2012, 10:27

also ich finde, man sieht eine Besserung!

Es gibt halt Menschen, die schneller krank werden. Und andere nur selten..

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Bei der Firma für die ich jetzt schon 11 Jahre arbeite,kam mein Chef persönlich am Ende des Jahres vorbei.Er hielt mir meine Krankheitstage vor und sagte mir,sollte es dabei bleiben,wäre eine Kündigung fällig.Dazu muß ich sagen,ich hatte einen Bandscheibenvorfall und war wirklich krank.Danach bin ich monatelang mit einem Fersensporn rumgelaufen,bis es gar nicht mehr ging.Das ist nur ein Beispiel,daß man in einem mündlichen Gespräch mal darauf aufmerksam machen soll,daß viele Fehltage aufgetreten sind,die negativ bewertet werden.Bei 1 bis 2 Tage krank ist man nicht wirklich krank sondern hat vieleicht Kopfweh oder ein sonstiges Wehwehchen,aber nichts gravierendes.Sage dem Azubi,daß er sich darüber im klaren ist,nicht übernommen zu werden und mal ein halbes Jahr am Stück ohne Fehltage sein sollte.Ansonsten ist ihm nicht mehr zu helfen.Bei mir war es eine andere Sache.Weil ich nachweislich einen Wirbelsäulenschaden habe und somit die Krankmeldungen nicht wegen Lapalien ausgestellt wurden.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 11:06

ich verweise auf die Aufstellung der Fehltage weiter unten!

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Bei Azubis sind zu viel Fehltage bis zur Prüfung ein Grund, warum er7sie nicht zur Prüfung zugelassen werden dürfen.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 11:07

ich verweise auf die Aufstellung der Fehltage!

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Bist du der Vorgesetzte/Chef?

Ein Gespräch wäre vor einer Entlassung sicher sinnvoller. Hier sollte aber nicht nur über die Einstellung (Blaumachen?) gesprochen werden, sondern auch darüber, wie er sich in seiner Ausbildung sieht und wie ihr ihn seht. Ein ganz normales Personalgespräch also.

Und zudem kann es schon sein, dass man von heute auf morgen Fieber bekommt.

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 09:35

Wir haben schon mal mit ihm über seine häufigen Fehltage gesprochen. "Naja, ich war halt krank", war dann seine Aussage, mit Begründung Fieber, oder sonstwas. Und so lange er die Krankmeldungen vom Arzt bringt, können wir ihm ja auch nichts unterstellen. Er hat versprochen, sich bessern zu wollen. Und grade jetzt, wo wir in der "heißen Phase" und auf ihn angewiesen sind, ist er wieder krank! Aber immer nur 1-2 Tage am Stück, maximal 3 Tage (wobei seine Krankmeldung dann merkwürdigerweise nur für die ersten beiden Tage galt und nicht für den dritten Fehltag), länger hat er noch nicht gefehlt. Klingt eher nach so "kleinen Wehwehchen, bei jedem Scheiß zuhause bleiben" und keiner ernsthaften Krankheit!

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ein personalgespraech ist da wohl noetig.....

und in diesem muss dem auszubildenden klar gemacht werden, dass sein

ausbildungsverhaeltnis am "seidenen faden" haengt.....

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Bringt er für deine Fehlzeiten Krankschreibungen vom Arzt?

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 09:26

Ja, das macht er. Aber auch erst, seitdem ich ihm klar gemacht habe, dass wir die brauchen. Vorher hat er seine Krankmeldungen, wenn er Berufsschule hatte, selber geschrieben und wir haben überhaupt nicht mitbekommen, wenn er in der Schule gefehlt hat.

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vielleicht mal mit ihm reden

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Kommentar von einGast2012
21.03.2012, 09:26

Haben wir schon versucht!

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