Was kann man machen, wenn der Antrag auf Pflegegeld abgelehnt wurde?

8 Antworten

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Hallo idealum. Warum bitte sollten Sie sich damit abfinden? Und nochnmal versuchen ist am Anfang auch nicht der Weg, den Sie unbedingt gehen sollten. Gehen Sie einfach folgendermaßen vor:

  1. Binnen 30 Tagen Widerspruch einlegen (geht aber erst wenn Sie den sogen. "rechtsmittelfähigen Bescheid" haben, also etwas schriftliches in der Hand). Einfach ein recht formloses Schreiben. Etwa: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit lege ich Widerspruch ein gegen die Ablehnung meiner Pflegestufe. Eine ausführliche Begründung folgt. Senden Sie mir bitte zu diesem Zweck das Ihrer Entscheidung zu Grunde liegende Gutachten des MDK zu. Mit freundlichen Grüßen, ihr/e..." Natürlich Namen, Adresse und Versicherten-Nr. nicht vergessen.

Das Gutachten MUSS Ihnen zugesandt werden, das ergibt sich aus den § 25 Abs 1 SGB X sowie §276 Abs 3 SGB V. Die beiden § können Sie noch mit anführen, muss aber nicht sein, Ihre Kasse kennt die schon.

ERST wenn Sie das Gutachten haben, können Sie wirklich detailliert eine Begründung des Widerspruches liefern. Warum? Weil Sie erst damit wissen, was tatsächlich gewertet wurde und was nicht. Erst dann WISSEN Sie, ob evtl. etwas vergessen wurde. Sie können mit dem Gutachten in der Hand Punkt für Punkt durchgehen und klären, ob eine korrekte Entscheidung vorlag oder nicht. Es kann ja durchaus auch sein, dass der oder die Antragsteller/in tatsächlich nicht im Sinne des Gesetzes pflegebedürftig ist, dann kommt natürlich auch keine Pflegestufe zustande.

Erst wenn das nicht geklappt hat, versuchen Sie es einfach wieder. Oder Sie halten den Widerspruch aufrecht und gehen vor den Widerpsruchsausschuß der Kasse, respektive im nächsten Schritt vors Gericht. Das ist aber sehr aufwändig und langwierig. Einfacher dürfte es sein, Sie eigenen sich entsprechendes Hintergrundwissen an und sind bei der nächsten Begutachtung auf gleicher Augenhöhe mit den Gutachtern. Das macht viel mehr "Spaß" und geht schneller.

Damit Sie sich einen kleinen Überblick verschaffen können, sende ich Ihnen gerne meinen KOSTENLOSEN Pflegestufen-Report "Die schlimmsten Fehler auf dem Weg zur gerechten Pflegestufe - und wie Sie sie umgehen können" zu. Den können Sie auf http://www.faire-pflegestufe.de/gratiskurs.html ganz einfach anfordern.

In der Hoffnung, dass ich Ihnen etwas wieterhelfen konnte wünsche ich IHnen viel Erfolg bei Ihrem "Unternehmen Pflegestufe! Frank Seidel, Krankenpfleger, Pflegeberater

Widerspruch einlegen,denn die versuchen sich immer zu drücken!In einem Fall den ich kenne wurde es abgelehnt,obwohl diejenige praktisch nix mehr ohne Hilfe machen konnte!Diese Unverschämtheit kann man nicht hinnehmen,Sparmassnahmen hin oder her,die MENSCHENWÜRDE ist unantastbar(Grundgesetz),nur wo bleibt die in solchen Fällen!?

Abfinden sollte man sich damit nicht. Zuerst einmal überprüfen, ob man selber der Meinung ist, dass der Antrag zu recht abgelehnt wurde. Hat man das Gefühl, dass hier eine Ungerechtigkeit vorliegt, würde ich die Ablehnung nicht akzeptieren und es wiederum versuchen. Diese Sachbearbeiter sind auch nur Menschen!

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