Was kann man machen, damit sich die zwei Rüden nicht aufreiten in Abwesenheit von dem Besitzer?

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5 Antworten

Hallo

Ich kann nur berichten wie es kürzlich bei uns war. Vor ca.2 Wochen stellte ich fest das mein " Großer" 5,5 Jahre den" Kleinen " 6,5 Mo. aufritt und zwar immer wieder.(seitlich und von hinten ). Er stellte sich auch immer wieder über ihn und machte 3-4 " Beckenbewegungen" und ging dann wieder weg.

Die Hundetrainerin die ich kontaktierte meinte ,ich solle die Hunde freundlich

" splitten " also das aufreiten nicht zulassen.

Aus einem Bauchgefühl heraus machte ich es aber anders und lies das aufreiten zu, ohne mich einzumischen. Bzw. ich hätte mich nur dann eingemischt wenn ich gesehen hätte das der Kleine sich dabei unwohl fühlt oder der Große zu grob wird.

Der Kleine blieb allerdings  während des Aufreitens , das auch immer nur kurz war, ganz ruhig und entspannt.Es war auch von keinem der Beiden ein Bellen oder Knurren zu hören.

Ich sah das dass Aufreiten immer dann auftrat ,wenn ihm der Kleine  vorher im Spiel zu aufdringlich war oder ihn ziemlich penetrant in der Wohnung verfolgte.

Nach 3 Tagen war das Aufreiten dann vorbei und ist bis Dato auch nicht mehr vorgekommen.

Der Kleine benimmt sich seitdem auch  etwas ruhiger gegenüber dem Großen. Der Große läßt ihn näher bei sich liegen und beide pflegen sich gegenseitig das Fell.

Eine andere Hundetrainerin , die eher noch Konservative ( im positiven Sinne) Ansichten vertritt rief mich eine Woche später zurück  .

Sie war auch der Meinung das es mit der Rangordnung der Hunde zu tun hatte

und das jetzt wohl geklärt ist.

Allerdings "beissen "sich meine  Hunde nur spielerisch und sanft z.B. beim Maulhakeln.Es wird aber heftig ( Spiel)geknurrt.

 Der Altersunterschied euerer Rüden ist relativ gering und sie sind erst seit kurzem zu Zweit .Deshalb denke ich das es da auch um die Rangordnung geht.Anscheinend will der jüngere ( mit der Größe hat es nichts zu tun )den anderen unterordnen und das "sagen " haben.

Bei uns ist die Situation ja anders , der Große/ Ältere erzieht den Kleinen.

Die sinnvollste Lösung wäre m.E. einen Hundetrainer der sich mit Mehrhundehaltung auskennt ins Haus zu holen ,der die Interaktion der 2 Hunde

bewertet und euch dann Tipps geben kann.Der dann auch sieht ob sich ernstere Konflikte anbahnen könnten.

So am PC  ist sowas schlecht zu beurteilen.

LG

Sissy

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Aufreiten ist eine Geste, den anderen unterzuordnen, wenn sich das der andere jedoch nicht gefallen läßt, kann es schnell "knallen". Dein Hund wird sich das aber vom Rüden deines Vaters nicht gefallen lassen - warum sollte er auch. Es ist sein Haus, seine Familie, und der andere kam erst kürzlich dazu.

Wenn eure Hunde sonst ganz gut miteinander können, würde ich nicht riskieren, dass sie sich durch so eine Situation derart in die Wolle kriegen, dass ihr sie dann dauerhaft trennen müßtet.

Ich an eurer Stelle würde die Hunde nicht unbeaufsichtigt in einem Zimmer lassen, sondern wenn ihr nicht da seid, räumlich trennen (den Hund deines Vaters beispielsweise in sein Schlafzimmer bringen.

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Sternfunzel 29.03.2016, 13:28

Nein, ich lasse sie auch nicht mehr unbeaufsichtigt ,   beide sind so  total freundliche und ausgeglichene Hunde.  Wir sind auch gleich dazwischen gegangen.    wir dulden sowas nicht .   Bei  mir sind auch die Hunde nicht  auf der Couch , sondern jeder hat wirklich seinen Platz  und   insgesamt weiß ich wie man sich als Rudelführer verhält.   Sie sehen keine Rudelführer, wenn ich aus dem Raum gehen und  mach dann ihr eignes Ding .  Und das wird unterbunden.  Liebe Grüße vielen Dank

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Berni74 29.03.2016, 13:31
@Sternfunzel

sondern jeder hat wirklich seinen Platz 

Sehr gut. Eine klare Struktur ist in so einem Fall extrem wichtig.

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Sternfunzel 29.03.2016, 13:43
@Berni74

Ich weiß sehr viel über Hunde.Sie können Fuß, Platz, Bleib,  kein Betteln , kein Spielen im Haus, sie sind freundlich .Bei uns steht auch kein Futter rum, aber immer frisches Wasser . Ich nehm Eure Tips an , weil mir  es sehr wichtig ist , dass Harmonie wie es vorher war , auch so bleibt. Ich selbst bin eine ruhige und geduldige Person. Der Rüde meines Paps  , wird sich anpassen  müssen, der Tip mit der Transportkiste,  den finde ich sehr gut.   Da hätte ich  draufkommen müssen . :-)  liebe Grüße

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Berni74 hat es bereits beschrieben:

Der Jungspund versucht Euren Hund unterzuordnen und dass wird sich Euer Hund (als äterer mit "Hausrecht") nicht gefallen lassen. Bei zwei gleichgeschlechtlichen und unkastrierten Rüden können solche Situationen auf Vertreibungskämpfe hinauslaufen. Und wenn keine Möglichkeit besteht, den anderen Rüden unterzuordnen oder zu vertreiben, auch auf Tötungsabsicht.

Ich halte überhaupt nichts von der "die Regeln das unter sich"- Einstellung, weil solche Konflikte sich sehr schnell verselbstständigen können. Hunde können mit der Verantwortung für die Klärung solcher Konflikte schnell überfordert sein und sich eine Lösung suchen, die nicht in Eurem Sinne ist. Das Zusammenleben mit zwei konkurrierenden Rüden ist möglich, aber nur, wenn Ihr die Regeln aufstellt und sie konsequent durchsetzt.

In Eurer Anwesenheit solltet Ihr sie (wie Ihr es bereits macht) sofort unterbinden und die Hunde in Eurer Abwesenheit strikt trennen. Mir wäre es viel zu riskant, die Hunde alleine zu lassen. Das kann böse enden.

Falls Ihr keine Möglichkeit zur räumlichen Trennung habt, besorgt Euch eine Box und baut sie auf (im Rahmen des Trainings muss die Box positiv belegt und vom Hund als sicherer Rückzugsort verstanden werden). Die Boxen sollten so stehen, dass die Hunde keinen Sichtkontakt haben. Eine Box hat den Vorteil, dass Ihr die Hunde schnell trennen und runterfahren könnt, wenn es zu Konflikten kommt. Die Hunde sollten natürlich nicht über Stunden alleine in der Box gelassen werden, aber um Ruhe in die Situation zu bringen, finde ich die Lösung am geeignetsten.

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Sternfunzel 29.03.2016, 13:31

das mit der Box , das werden wir machen . Die Idee finde ich Klasse . Ich hatte das bei meinem ersten Tierheimhund vor 20 Jahren gemacht. dieser konnte nicht alleinbleiben. Dann bekam er eine Hundebox hingestellt, wo er rund um die Uhr reindurfte und rauskonnte wie er wollte.  Da fühlt er sich sicher, wenn wir mit ihm das Allein bleiben  übten. Das werden wir umsetzen . Vielen Dank.

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Sternfunzel 29.03.2016, 13:33

Rückzugsmöglichkeit.., das richtig .. Du hast mir wirklich sehr geholfen .  

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Naninja 29.03.2016, 15:36
@Sternfunzel

Gerne!

Noch ein Tipp: Bindung zwischen den Hunden und Stressabbau funktioniert gut über gemeinsames Laufen.

Wenn es zwischen den Hunden knallt, würde ich mit beiden eine Runde laufen (an der Leine, einer rechts, einer links und so, dass sie nicht weiter aufdrehen, sondern runterkommen).

Generell kannst Du über solche Spaziergänge dafür sorgen, dass die Hunde auch positive und entspannte Momente zusammen erleben. Ich würde auch dafür sorgen, dass die Hunde (einzeln) gut ausgelastet sind. Kopfarbeit/ Suchspiele machen müde und entspannen die Situation zusätzlich.

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Jedes mal verbieten und die Hunde trennen wenn ihr nicht da seid...

Sowas kann ganz schnell eskalieren. 

Dann solltet euch einen guten Hundetrainier zu euch holen

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vielen Dank für Eure Antworten. Liebe Grüße Euch 

Ich denke auch  hier geht es um die Rangordnung, wenn der Mensch  nicht da ist . Und auch ich gestatte kein Aufreiten, kein Pöbeln ... Eure Tips haben mir sehr geholfen und ich werde das auch umsetzen.   

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