Was kann man in solch einer Situation machen(Arbeitsamt, Sozialhilfe)?

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4 Antworten

Wenn sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung hatte und nach deiner Aussage sollte sie dann die Anwartschaftszeiten für das ALG - 1 von der Agentur für Arbeit erfüllt haben,ist mir nicht klar warum sie dann ALG - 2 beim Jobcenter beantragen musste,dass könnte sich dann ja nur um eine Aufstockung gehandelt haben,weil das ALG - 1 den Bedarf nicht gedeckt hat!

Außerdem ist dann von Anfang an etwas schief gelaufen,denn wenn man seine Beschäftigung nachweislich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann,dann darf hier weder eine Sperre von 12 Wochen beim ALG - 1,noch eine Sanktion von 3 Monaten beim ALG - 2 verhängt werden.

Sie hätte damals schon in Widerspruch gehen müssen.

Ich würde mir beim Amtsgericht einen Beratungsschein für einen Anwalt besorgen und mir einen Fachanwalt für Sozialrecht besorgen.

Hat sie denn diesen 450 € Job beim Amt gemeldet ?

Selbst wenn sie keinen Anspruch auf ALG - 1 gehabt hätte,dürfte bei einer Eigenkündigung ohne wichtigen Grund ( den hatte sie aber nach deiner Aussage ) keine Sanktion von 100 % über 3 Monate verhängt werden,sondern nur 30 % der maßgeblichen Regelleistung und genau so sieht es bei der ersten Ablehnung einer zumutbaren Beschäftigung aus,aber nach deinen Angaben zu folge war diese ja gar nicht zumutbar.

Bei der zweiten Ablehnung hätte sie dann noch einmal 30 % Sanktion über 3 Monate bekommen und dann hätte man ihr Lebensmittelgutscheine anbieten müssen und die Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung hätten auch weiter gezahlt werden müssen.

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Mir ist nicht ganz klar, warum Deine Mutter ALG 2 bekommt. Wenn sie gearbeitet hat, müsste sie doch erst mal ALG 1 erhalten.

Ein Anwalt ist hier sicher angebracht, selbst eine Beschwerde von Euch beim Vorgesetzten wird wahrscheinlich im Augenblick nicht weiterhelfen. Dieser wird Euch wahrscheinlich bezahlt werden

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Wenn Deine Mutter kein Geld für einen Anwalt hat soll sie sich mal beim örtlichen Amtsgericht nach einem Beratungsschein erkundigen.
Damit müsste sie zumindest zunächst mal eine Beratung bei einem Anwalt bekommen.
Der kann dann prüfen in wie weit Prozesskostenhilfe bewilligt wird.

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Ja, ein Anwalt ist notwendig! Das Amt verhält sich nach deiner Schilderung schon von Anfang an vollkommen willkürlich und rechtswidrig. Ob man rückwirkend noch was machen kann, muss der Anwalt entscheiden. Jedenfalls ist Rechtsbeistand unbedingt notwendig, sonst wird deine Mutter durch dumme, unfähige Sachbearbeiter fertiggemacht.

Kinder, Kinder, Deutschland ist ein Rechtsstaat, da braucht man sich solche Schikanen von Ämtern nicht gefallen zu lassen!

MfG

Arnold

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