Was kann man in der Therapie gegen verbale Dyspraxie tun?

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1 Antwort

Wäre das nicht eher ein Fall für den Logopäden, statt für den Ergotherapeuten?

Eine Sprachentwicklungsstörung kann in erster Linie durch einen entsprechenden Experten behandelt werden. Bewegung und Sprache hängen zwar zusammen, vor allem wenn man sie erlernt, aber eher im unterstützenden Sinn.

Bei der Logopädie werden kleine Spiele gespielt. Individuell vom Kind und dessen medizinischem Hintergrund abhängig. Kleine Tischspiele bei denen es darum geht Bilder und Laute zuzuordnen, Farben/ Formen zu benennen. Allgemein, je nach Fall, Übungen für die Zungenmotorik und die Lippenbewegungen. Unterstützen kann dabei die entsprechende Handbewegung um sich eingeübte Lautformulierungen ins Gedächnis zu rufen. Beispielsweise  der Laut "sch" wie das "sch-sch-sch-sch"-Geräusch eines Zuges und dazu die Hand vor den Lippen zu einem Ring formen wenn man das Wort Schule ausspricht.

Kommentar von Rockige
18.12.2015, 11:44

Oha warte, es hängt ja wirklich je nach Fall, miteinander zusammen.

Wenn die Motorik dadurch mit betroffen ist, wird eine Ergotherapie je nach Fall wirklich sinnvoll sein. Wobei dieses dann durch den Kinderarzt, das betreunende SPZ angeraten würde wenn es als sinnvoll erachtet wird.

Welche Spiele werden da gespielt? Ahem Spiele die an das Kind (den aktuellen Ist-Stand und das Alter) individuell angepasst sind. Dinge einräumen, ausräumen, sortieren, zuordnen, bewegen. Bewegung der Gliedmaßen. Einfach Übungen der Bewegungsabläufe in kleine "Spiele" verpackt.

Mein Nachwuchs hat/ hatte zwar keine verbale Dysplaxie... aber ähnliche Probleme (allerdings nie Probleme bei der Feinmotorik oder Grobmotorik). "I uer Hau ehe ann" hieß es beispielsweise noch im Alter von 3 bis 4 Jahren wenn es eigentlich hieß "Ich kann unser Haus sehen". Diesen Satzbau haben wir ganz intuitiv und mit ganz viel Geduld richtig herum gedreht (auch viel Lob und dadurch positive Verstärkung). Hilfreich dabei war auch die Logopädie. Die fehlenden Buchstaben wurden (und werden noch immer) durch die Logopädie (und natürlich uns) durch viel Übung und Lautunterstützende Gesten herausgekitzelt. 

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