Was kann man gegen Schimmel auf der Wand tun?

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5 Antworten

Entfernen ;-)

Wenn die Stellen nicht allzu groß sind, dann am besten mit hochprozentigem Alkohol (Spiritus, Bio-Ethanol) einsprühen und wegwischen. Noch wichtiger ist aber, die Ursache zu finden und abzustellen, sonst kommt der Schimmel ganz schnell wieder. Entweder ist es ein Baumangel oder ein Lüftungsproblem. In 90% aller Fälle ist es Letzteres.

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Kommentar von pharao1961
30.08.2015, 16:08

Ich danke schön!

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Der Schimmel sollte mit Ethanol/Isopropanol eingesprüht und oberflächlich abgewischt werden. Eine Staubschutzmaske schützt vor Schimmelsporen bei den Arbeiten. Bei stärkerem Schimmelbefall sollte auch die Putzschicht erneuert werden. Für den Neuverputz bietet sich Kalkputz an, der zur Festigkeitserhöhung einen geringen Zementzuschlag erhält. Spezialputze sind unnötig.

In der Folge muss die Ursache für den Schimmelbefall abgestellt werden. Da Schimmel in Wohnräumen in der Regel durch ein Überangebot an Feuchte entsteht, muss die Feuchteursache beseitigt werden. Es kann beispielsweise Niederschlagswasser eindringen. Das sorgt für ganzjährige Befeuchtung und Schimmelwuchs. Auch eine undichte Wasserinstallation kann ursächlich sein. Hier ist die Ursache in der Regel jedoch schnell gefunden.

Sofern das Schimmelproblem nur im Winter auftritt, ist die Ursache in der Feuchteanreicherung aus der Raumluft an kühler Wandoberfläche zu sehen.

Kühlt Luft ab, so steigt die rel. Luftfeuchtigkeit, weil sich das Wasserdampfaufnahmevermögen der Luft veringert. Die Heizung erzeugt nun viel Warmluft, die zur Decke steigt und unter Auskühlung an der Aussenwand vor dieser wieder nach unten fällt, wobei sich die Luftschicht dicht vor der Wandoberfläche immer weiter auskühlt und damit die rel. Luftfeuchte immer weiter ansteigt. In den unteren Wandbereichen kann die rel. Luftfeuchte so weit angestigen sein, dass sich an der Wand durch das ausreichende Feuchteangebot Schimmel bildet. Eine gute Lüftung senkt die allgemeine Raumluftfeuchte, was dazu führt, dass die relative Luftfeuchte in der sich auskühlenden Luft nicht mehr so stark ansteigt und ausreichen kann, um die Schimmelbildung zu verhindern. Ist die Wandoberfläche aber bereits durch Auffeuchtung und Dämmwertverlust so sehr runter gekühlt, dass sich trotz dem Lüften sehr hohe Luftfeuchten bilden, so hilft nur noch eine Steigerung des Wärmeangebots an der Wandoberfläche. Wird die Lüftung dann noch weiter intensiviert, führt das nur zu einem weiteren Auskühlen des unteren Wandbereiches (in Höhe der Scheuerleiste). Die kalte (und damit schrere) Frischluft sammelt sich als "Kaltluftsee" auf den Fußboden und wird erst ab der Unterkante des Heizkörpers erwärmt und nach oben befördert. Ausgekühlt und mit Feuchte angereichert fällt die (Heizungs-) Luft dann wieder an der Aussenwand nach unten und lagert dort die Feuchte ab. Die Wandoberfläche wird dort nicht mehr erwärmt.

Erwärmt sich Luft, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, weil sich das Wasserdampfaufnahmevermögen der Luft erhöht. Diese wärmer werdene Luft hat die Eigenschaft die Wand zu trocknen und trocken zu halten. Somit hilft ein gutes Wärmeangebot auf der Wandoberfläche Feuchtigkeitsablagerungen zu verhindern.

Es ist also in der Schimmelbekämpfung nicht entscheidend, dass geheizt wird, sondern wie geheizt wird. Wird die Raumluft erwärmt, steigt die Schimmelgefahr durch Auskühlung der Raumluft und Steigerung der rel. Luftfeuchte vor der kühleren Aussenwand.

Wird die Wandoberfläche direkt erwärmt, woran sich zweitrangig die Raumluft unter Verminderung der rel. Luftfeuchte erwärmt, bleibt die Wand trocken, dämmfähig und schimmelfrei.

Eine Verbesserung der direkten Erwärmung der Wand wird durch eine Erhöhung des Anteils an Wärmestrahlung der Heizung erreicht (Heizkörper Typ 10 statt Typ 22 oder 33). Jede Steigerung des Anteils an Wärmestrahlung wirkt direkt der Schimmelbildung entgegen, Vermindert die erforderliche Luftwechselrate zur Vermeidung von Schimmel, hebt durch Austrocknung den Dämmwert der Wände, beruhigt durch einen gute Wärmeverteilung im Raum die Raumluft, was Zuglufterscheinungen und Staubaufwirbelungen mindert.

Hilfreich sind auch Heizrohrschleifen in Sockelleistenhöhe vor allen Aussenwänden, weil dadurch die Wärme direkt an die Wandoberfläche gebracht wird. Eine wirksame Steigerung der Heizrohrschleife stellt die hydraulische Heizleiste dar (mal googlen).

In leichten Fällen von Schimmelbildung hilft auch die Entnahme von etwas Dichtgummi oben aus dem Fensterflügel (Kontrolle auf Zugluft durch Kerzenflamme) , was einer leichten permanenten Entfeuchtung der Wohnung dienlich ist. Dadurch wird die allgemeine Raumluftfeuchte gesenkt. Man muss bedenken, dass beim Stoßlüften zwar die Raumluftfeuchte nach draussen entsorgt wurde und nun nachfolgend die Feuchte aus Wänden und Möbeln in die Raumluft wieder abgegeben werden kann - aber vor dem Lüften reicherte sich die Feuchte auch über einen längeren Zeitraum in den Wänden und Möbeln an. Diese Anreicherung wird durch die permanente Entfeuchtung der Wohnung vermieden. Eine Befeuchtung von Baustoffen geht immer schneller von statten, als eine Trocknung, daher sollte z.B. schön während des Kochens gelüftet werden und nicht erst danach, um die Einlagerung von Überschußfeuchte zu vermeiden.

Welche Maßnahmen nun ergriffen werden hängt von der Stärke und der Örtlichkeit des Schimmelbefalls ab und der welche Kosten in eine Sanierung investiert werden können.

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Wenn du in einer Mietwohnung wohnst dann ist der Vermieter dafür zuständig sonst wenn es noch nicht so viel ist abwischen und neu streichen. Wenn es eine alte Wohnung/Haus ist, ist wahrscheinlich die Isolation schuld oder man hat zu wenig gelüftet.

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Kommentar von Supercharge
28.08.2015, 14:15

Was denn nun?

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Wenn du auf Miete wohnst dann kannst du nur dem Vermieter darüber in Kenntnis setzen und wenn er nicht handelt kannst du eine Mietminderung beantragen.

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Kommentar von Supercharge
28.08.2015, 14:13

Damit ist die Frage nicht beantwortet. Bitte lese sie dir nochmal durch!

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Vermieter verständigen und ausreichend lüften

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