Was kann man gegen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Behinderter Menschen unternehmen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

in dem man z.B. seine Freizeit ehrenamtlich zum Einsatz bringt. In dem man Menschen mit Behinderungen bei Ausflügen begleitet. In dem man sich auch einfach mal so in die Innenstadt stellt und für mehr Respekt wirbt - vielleicht auch mal mit Augenbinden... "So ist es, blind zu sein". Oder mal selbst im Rollstuhl sitzen... Es darf niemals ein Ende geben immer wieder auf das MITEINANDER hinzuweisen. Die meisten Menschen werden leider erst dann wach, wenn sie selbst betroffen sind. Frag mich mal... ;)

Hey, danke für deine Vorschläge. Meine Mutter ist ist behindert, man sieht es ihr nicht an, trotzdem ist sie eingeschränkt. Mich trifft es immer sehr, wenn jemand sagt, dass etwas z.B. behindert ist und weise ihn darauf hin, dass man das Wort nicht missbrauchen sollte und behindert sein nichts schlimmes ist. Letztens hat eine Mitschülerin von mir zu mir gemeint, dass ich einfach nur dumm sei und behindert und dass man Behinderte auf einen anderen Planeten schicken sollte. Ich kann sie nicht verstehen und finde es furchtbar, wie sie über Menschen urteilt. Jeder hat Recht auf leben, aber das ist ihr irgendwie nicht klar. 

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@Tulpenregen

Also, ich kenne Dein Alter nicht und nicht das der Mitschülerin. Aber: Aus der Mitschülerin spricht mit Sicherheit keine ÜBERZEUGUNG sondern eher ein EINFLUSS, ein UMFELD. Und ich würde mich dem stellen im dem ich frage: "Warum sollten den Deine Meinung nach Menschen mit Behinderungen auf einen eigenen Planeten, hast Du Angst vor ihnen?" Und lerne, dass Du manche Menschen niemals ändern wirst und auch nicht kannst. Ignoranz und Intoleranz sind wohl die größten Behinderungen unserer Zeit - im WAHRSTEN Sinne des Wortes...

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@user892344

Ich habe versucht mit ihr zureden, aber sie hat total abgeblockt. Wenn man ihren Einfluss nicht ändern kann und somit ihre Meinung, wird es zur Überzeugung und sie ist nicht die einzige, die so etwas betrifft

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@Tulpenregen

Nun, Du schreibst sehr intelligent und mitfühlend für Dein Alter. Aber ich kann Dir mit 40 den Rat geben: Versuche nicht mit Druck und zu viel Energie vom Gegenteil zu überzeugen. Druck erzeugt Gegendruck. Schlage doch mal vor, dass im Unterricht (Geschichte) mal das Thema "Behinderungen im Laufe der Zeit" durchgenommen wird... und zwar mit Bildern... die für das Alter geeignet aber drastisch sind. Bildern von brennenden Hexen, von "Pfählungen", von eingesperrten und gegen Geld zur Schau gestellten, missgebildeten Menschen. Manchmal muss man DRASTISCH provozieren um zumindest ein erstes NACHDENKEN anzuregen - gerade bei der Reizüberflutung die heute bei vielen Kindern und Jugendlichen herrscht, Stichwort Facebook, Smartphone, Twitter, WhatsApp und YouTube...

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@user892344

Vielen Dank, werde ich auf jedem Fall meiner Lehrerin vorschlagen.

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Übrigens:

Mann sollte (ob man will oder nicht) das ganze auch mal zeitgeschichtlich betrachten. Es ist erst ein paar hundert Jahre her, da wurden Frauen verbrannt, die von der Kirche als "Hexen" betitelt wurden. Wider bessern Wissens, aus purer Angst. Menschen mit Behinderungen wurden oft weggesperrt oder getötet. Dann kam die NS-Zeit, reden wir gar nicht erst davon was da alles schlimmes passiert ist.

Menschen, die vor 200 Jahren ihrer Zeit einfach WEIT voraus waren: Galten als Spinner. Wenn man das alles mal in einem Zeitstrang betrachten: Ist unsere heutige Gesellschaft noch gar nicht so lange "aktiv" - das heißt: Der Prozess der "Annahme" hat gerade mal im Ansatz angefangen und braucht noch sehr, sehr, sehr viel Zeit sich zu entwickeln. Allerdings leiden immer mehr Menschen an Depressionen und Angststörungen - ein Zeichen der Zeit in der wir leben. Auch das sind aus meiner Sicht Behinderungen - die man nur nicht immer auf den ersten Blick sieht.

Ergo werden in kurzer Zeit immer mehr Menschen selbst betroffen sein, sich leer, ausgebrannt, überfordert fühlen. Bis das System irgendwann einmal zusammen bricht und ERST DANN (wie immer) anfängt nachzudenken: "WAS könnte da falsch gelaufen sein!"?

Wir müssen jetzt handeln bevor es zu spät ist und nicht bevor alles zu spät ist, genauso ein Thema ist Rassismus. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen nicht mehr gläubig sind, trotzdem sollte man seinen nächsten Lieben wie sich selbst. 

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@Tulpenregen

Man muss nicht an einen Gott glauben (wie auch immer er heißen mag) um Gutes zu tun. Übrigens: Was ist mit Rassismus innerhalb der Kirche, Stichwort Schwule und Lesben? Wo wie gerade bei Moral und Handeln sind...?

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@user892344

Schwule und Lesben sollten meiner Meinung nach die gleichen Rechte haben und es sollte ihnen nicht verboten werden zu heiraten oder Kinder zu adoptieren. Für mich hat es etwas mit freier Meinung zu tun und wir leben in einem Land, in dem jeder seine Meinung frei äußern darf. 

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@Tulpenregen

Ja... theoretisch darf jeder seine Meinung frei äussern - solange sie niemanden beleidigt oder in seiner Freiheit beschneidet... aber in der Praxis: Ist das was ganz, ganz, ganz anderes...

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@user892344

Leider, ich glaube, den meisten fehlt es an Verständnis und Einfühlungsvermögen. Man kann nicht ändern, was man ist und wie man fühlt.

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@Tulpenregen

Doch, oh doch, das kann man... bis bei mir vor 5 Jahren eine Angsterkrankung ausbrach (es kann nur ausbrechen was vorher eingesperrt war): Habe ich über derartige "Krankheiten" gelascht und als "Spinnerei" abgetan. HEUTE? Begegnen mir immer mehr Menschen, die "einfach so" mit mir reden und offen zugeben, das sie unter Ängsten und Depressionen leiden... ich "fühle mehr hin" als früher...

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Dazu müsste ein Umdenken in der breiten Masse stattfinden. Und die breite Masse ist dafür, gelinde gesagt, einfach zu eigensüchtig und dumm.

Als Einzelner kann man natürlich an allen Stellen helfen, sofern es möglich ist, und so vielleicht als Vorbild für jüngere Menschen wirken.

Ich glaube DUMMHEIT ist es nicht. Eher Ignoranz und zu viele, eigene Sorgen und Probleme... da will man sich mit "anderen" nicht auch noch belasten...

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@user892344

Das auch. Aber ich denke, auch Dummheit. Eine andere Art von Dummheit, nicht das bloße Nicht-Wissen. Schwer zu erklären.

Und Stolz.

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Ich selbst bin 15, kleinen Kindern ist es egal, mit wem sie spielen, ob die Freunde Ausländer, Flüchtlinge, Kinder von Verbrechern oder Behindert sind. Die Probleme kommen, wenn man älter wird, wenn in der Schule vermittelt wird, was richtig ist und die Vorurteile anfangen. Ich glaube mit der Zeit wird man immer selbstsüchtiger und ist auf Erfolg aus, Menschen- und Nächstenliebe rückt immer weiter in den Hintergrund. Die Meisten vergessen, dass wir alle Menschen sind, die den gleichen Respekt verdienen und Rechte haben. 

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@Tulpenregen

Nun, dazu könnte ich aufgrund meiner Geschichte ganze Romane schreiben. Weißt Du, wo man diese kindliche Unbefangenheit sehr schön im Kontrast erlebt? Ikea! Spieleparadies. Setzt Dich einfach mal dahin und beobachte die Schlange vorm Eingang... die Kinder freuen sich, mustern sich nicht gegenseitig, wollen einfach nur Spielen. Und die Eltern? Checken ab, was welche Mama für Klamotten trägt, welches Kind wie wirkt. Ich finde: Nirgends besser wird das vermittelt.

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