Was kann man gegen eine Mathephobie tun?

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5 Antworten

Hallo Silberblick,

Informationen über Rechenschwäche, Diagnostik und Therapie findest Du in dem Artikel:

http://www.rechenschwaecheinstitut-volxheim.de/resi.html

Aber der Begriff Mathephobie "verlangt" nach einer kritischen Würdigung! Hier ist sie:

In der Schule ist das Fach Mathe (die schulische Drangsalierung der Schüler damit) ein Mittel der Schule um Schüler zu vergleichen. Der Schüler spürt das unmittelbar, weil er bei schlechten Noten entweder nicht versetzt wird oder zumindest mit moralischen Bewertungen wie, faul, dumm oder "Versager" von allen Seiten zu rechnen hat. Manche Lehrer halten sich da sogar eher zurück, wissen nichts über Gründe für das "Versagen" in Mathe, nutzen aber die Unterschiede, die sie mit ihrem Unterricht produziert haben schlicht für die anstehende Schülerauslese, was ihr Beruf ist!

Schüler die sich nun diesen Schuh anziehen- und das sind die meisten - werden in vielen Fällen Angst vor dem Fach entwickeln, denn das Fach spielt eine entscheidende Rolle in ihrer weiteren Schulkarriere und auch für einen späteren Beruf. Zugleich verstärken die Schüler dadurch, dass sie sich auch subjektiv dem Urteil ein Versager zu sein (oder auch mal nicht) unterwerfen, die immer wieder aufkommende und sich vergrößernde Angst vor Mathe. In Wirklichkeit wird in der Schule gar nicht konsequent Mathe gelehrt, sondern eben nur so viel, dass man dann mit den Schülern klassenweise Prüfungen veranstalten kann, bei denen viele eben nicht mitkommen und schlicht überfordert werden. Das Versagen wird den Schülern dann als ihr Mangel ausgelegt und in Noten manifestiert. So geht Auslese! Die Angst ist also einerseits berechtigt und hat einen realen Hintergrund in der Ausleseveranstaltung Schule, andererseits wird sie auf der Grundlage, dass der Schüler sich die Urteile der Schule über sich bedingungslos zu eigen macht, zu einer Art Selbstläufer - der Schüler unterwirft sich der Konkurrenz und teilt jedes Urteil, das beim konkurrieren herauskommt im Sinne seiner Schuld und Verantwortung, ohne sich jemals nach den sich hierarchisch bedingenden Inhalten des Mathe-Lernens und seinen persönlichen Wissensvoraussetzungen überhaupt richtig gefragt zu haben. Dadurch wird bei jeder weiteren Befassung mit dem Fach Mathe Angst produziert und gesteigert. Die Befassung mit dem Fach wird selbst in einen Grund für des miese Gefühl das damit verbunden ist, statt eine Kritik an der Schule (ihrem Zweck Auslese), die das so systematisch ins Werk gesetzt hat, vorzunehmen! (siehe auch das Buch von Sabine Czerny: Was wir unseren Kindern in der Schule antun... - Vortrag auf der Homepage mit dem anderen Link)

Gruß yacofred

Danke. die seite schaue ich mir in Ruhe mal morgen früh an!

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Dieses Problem ist nicht ganz unbekannt, aber habe in einem Blog vor kurzem gelesen das doch einige es schafften, sich von den Zahlen und Formeln,Diagrammen... zu lösen - und die ganze Sache von der Realitätssache angingen. Sprich nicht c²=a²+b² zB sondern begannen sich die Quadrate über den Seiten vorzustellen, und die Flächen verglichen. Dabei kam heraus, das viele traumatisierende Ereignisse mit den Zahlen und co verbanden. Oftmals verschwand dann auch das Bild des Lehrenden. Ob es Dir hilft weiß ich nicht, aber es ist ein Weg. Alles Gute

danke für den Tipp-aber noch nicht mal das was du grad schreibst verstehe ich . hast du den link zu diesen Blog?

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uiii :-( ich wär das krasse Gegenteil von dir o.O

vielleicht kannst du ja so aufgaben aus dem täglichen leben berechnen. Zb im Supermarkt

( Achtung es folgt eine Sachaufgabe ) 1l kostet 3€ und 1,5 l sind in der Flasche :D ?

Das ist ja nicht wirklich " ne AUfgabe" aber vielleicht gewöhnst du dich dran. Oder rechnest Preisnachlässe.

ja, das sind Aufgaben die gehen ja noch(in kleinen Zahlbereichen). Das macht man so oder so beim Einkaufen. Bei größeren Sachen nimmt man ja einen Taschenrechner. Ich kann Formeln usw. nicht sehen...ich frage mich, ob es Nachhilfetherapeuten gibt für Erwachsene mit Rechenschwäche-so eine Art individueller Förderunterricht für Erwachsene. (da wo Lehrer mal schauen, wo es bei den einzelnen hapert und auch genau dort methodisch ansätzt und nicht gleich "ausrastet" weil er ggf. 5-10 mal erklären muss. :) vielleicht mit anderen Erklärungsmethoden usw....Unterricht für "mathematisch Untalentierte" :)

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Trifft völlig auf mich zu ich bin eine Mathe null :[ !

Dann geht es nicht nur mir so: Ich bin ein extremfall :). Danke für deine Hilfe.

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So blöd es gibt, aber das wäre dann der Psychologe :-)

Ansonsten naja...erinnert mich das an meine Freundin...ihr gehts auch so und ich bin dann der der verzweifelt.

Ein Psychologe wird deke ich nicht mit mir rechnen und nach der Ursache suchen. Ich meine richtige Mathetherapeuten-die schauen wo der Haken ist und dieses Problem dann therapeutisch in den Griff mit mir kriegen und individuell ansetzen: Mathe für "dumme".

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