Was kann man gegen Angst vor der Psychiatrie tun?

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18 Antworten

Heyho Emabella,

das klingt wesentlich vernünftiger als gestern. Große Dinge brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Ich glaube, du bist auf einem guten Weg. Deine Kommentare hier sind ja schon ziemlich differenziert.

Deine Angst vor der Psychiatrie kann ich gut verstehen. Ich gebe dir mal ein paar Fakten an die Hand.

Du wärest übrigens Patientin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) und nicht in einer normalen Psychiatrie, wo auch Erwachsene behandelt werden.

Der Alltag einer KJP ist so ähnlich aufgebaut, wie in einem Schullandheim. Die Betreuer dort sind alle Pädagogen. Darunter gibt es viele verschiedene Fachrichtungen. Natürlich sind da auch Psychologen und Psychiater (Fachärzte für Psychiatrie), aber mit denen hast du nicht den ganzen Tag zu tun.

In einer KJP wird niemand fixiert. Das ist zwar theoretisch erlaubt, aber es ist nur in extrem wenigen Fällen notwendig und immer das allerletzte Mittel. So wie du dich hier artikulierst, gehörst du ganz bestimmt nicht zu den schwierigsten Patienten. Du bist ja reflektiert und scheinbar auch zu einer großen Portion vernunft fähig.

Dass du große Probleme mit dem Essen hast und eine Essstörung entwickelst oder vielleicht schon mitten drin steckst, ist wirklich übel. Eine KJP wird dir diesbezüglich sehr helfen. Die Zeit ist gerade am Anfang nicht einfach, aber für die Pädagogen und Psychologen dort, ist das Alltag. Alle Patienten haben am Anfang Angst davor und machen sich große Sorgen.

Meiner Erfahrung nach, sind die Betreuer dort total nett. Die Ärzte auch. Sind übrigens überwiegend Frauen. Keine Ahnung, warum so wenig männliche Ärzte KJP machen.

Was macht man da den ganzen Tag?

In erster Linie hast du ziemlich viel Freizeit, in der du tun kannst, was du willst. Handys und Tablets sind meistens am Anfang nicht erlaubt, weil man erstmal nicht so viel Input von außen haben will. Dann gibt es meistens Kurse in Musik, Kunst, Sport. Es gibt regelmäßig Gespräche mit Psychologen, in denen du am Anfang erstmal überhaupt erzählen kannst, wer du bist und was du machst. Wenn du nix erzählen willst, dann ist das auch ok. Ist aber ziemlich langweilig und nervig, wenn immer nur der Psychologe irgendwas plaudert. Meistens kann man sich mit den Leuten ziemlich gut unterhalten.

Außerdem gibt es für verschiedene Sachen Gruppengespräche. Da muss man sich am Anfang eigentlich nur vorstellen und wenn man nix mehr erzählen will, dann ist das ok. Da sind immer welche bei, die ständig viel erzählen.

Bei Essstörungen geht es natürlich auch ums Essen. Also die Frage, was man essen kann und sollte, wieviel eigentlich notwendig ist und es gibt gemeinsame Mahlzeiten. Das ist am Anfang ziemlich schwierig und die Patienten haben oft davor am meisten Angst, aber bei denen, die früh genug in die KJP gekommen sind und wo die Eltern nicht lange die Augen verschlossen haben, funktioniert das in der Regel in kurzer Zeit schon ziemlich normal.

Der Vorteil einer stationären KJP gegenüber irgendwelchen ambulanten Sachen ist, dass du dich als Patientin dort komplett neu organisieren kannst. Du musst dich um nix kümmern, was dich zu Hause normalerweise ablenkt. Ein psychisches Problem wird nicht besser, wenn es nicht bearbeitet wird. In einem stationären Aufenthalt ist man aus Mangel an Alternativen dazu gezwungen, viel nachzudenken. Auch über viele Dinge, die man lieber wegschieben will. Zu Beginn ist das total ätzend, aber wir Menschen gewöhnen uns sehr schnell an neue Umstände.

Ich glaube dein Vater und dein Arzt machen das richtige. Gib dem Ganzen eine Chance. Die Patienten, mit denen ich in der KJP gesprochen habe, waren alle ziemlich entspannt und nett. Und sie meinten, dass sie es zwar doof fänden, dort zu sein, aber so schlimm wäre es auch nicht.

Angst davor, dass du Heimweh bekommst und dich nicht wohl fühlst, das kann ich verstehen und das finde ich auch berechtigt. Das hatte jeder von uns schon mal. Und die Betreuer kennen das auch. Sowohl von den Kindern, als auch von sich selbst. Die waren ja auch mal jung. Solange du dort nicht herumpöbelst, sind alle Leute dort genauso nett wie in der Schule. Manche Lehrer sind super, andere normal, und manche sind ätzend. Das ist in der KJP auch so.

Davor, dass du dort fixiert würdest oder zwangsweise Medikamente bekommst, brauchst du wirklich keine Angst zu haben. Das macht man nicht. Diese Zwangsernährung macht man total selten und auch nur in einem Krankenhaus, wenn Lebensgefahr besteht. Davon bist du ja noch sehr weit entfernt.

Alles Gute, Kopf hoch.

Zumindest scheinst Du Dich langsam mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass es höchste Zeit ist zu handeln und dass Du etwas tun musst. Das ist schon mal seeeeeehr wichtig und wenn Du weiter kleine Schritte in Richtung Einsicht und Kooperation machst, wirst Du vieles verhindern können. 

Das mit dem Fesseln ist das allerletzte Mittel der Wahl in der Psychiatrie. Wer in eine Psychiatrie muss,wird nicht automatisch angebunden.

Die ganzen Punkte, wie viel Ruhe Du brauchst, ob Du Hobbys weiter ausführen kannst etc., das wird sich vor Ort klären. Ob Du Tierprodukte zu Dir nehmen musst, weiß ich nicht, das kann nur der Arzt entscheiden. Kann mir aber eher nicht vorstellen, dass ein Vegetarier zum Fleischessen gezwungen wird, auch wenn eine Essstörung vorliegt.

Du wirst zunehmen müssen. Das ist der Grund, warum Du in dieser Bredouille gerade steckst. Aber um da raus zu kommen, wirst Du reden müssen. Wenn Du kooperativ genug bist, kann evt. auch eine ambulante Therapie genügen, aber die erfordert sehr viel aktive Mitarbeit von Deiner Seite. Und ohne psychotherapeutische Betreuung wird es nicht gehen. 

Ich kann bis zu einem gewissen Punkt verstehen, wie Du Dich fühlst. Ich hatte zwar keine Essstörung, aber schwere Depressionen mit Selbstmordtendenz. Und die Vorstellung, mit einem Psychologen reden zu müssen, war die Hölle, weil ich Angst hatte, mich meinen Problemen zu stellen und weil ich dachte, niemand kann ertragen zu sehen, wie kaputt ich tatsächlich bin. 

Ende vom Lied war, dass ich die Therapie Jahr um Jahr aufgeschoben habe, viel gelitten habe, Freunde belastet und einige Freundschaften auch verloren habe. Als ich mir endlich helfen ließ, war es zwar nicht einfach, aber nach einigen Wochen spürte ich eine leichte Besserung. Mit Ende 20 hab ich dann zum ersten Mal in meinem Leben als Erwachsene ein Leben ohne Depression führen können und war einfach nur traurig zu sehen, wieviel kostbare Zeit ich verschenkt und mit Leiden vergeudet hatte, nur, weil ich Angst vor der Behandlung hatte. 

Du bist noch jung, Du hast noch viele Jahre vor Dir. Und Du solltest die Chance jetzt nutzen, Dich Deinen Ängsten und Probleme zu stellen und sie aufzuarbeiten. Ich mach Dir nichts vor, das wird hart, das wird unschön und man lernt viele unschöne Dinge über sich selbst  - aber es wird Dir in den nächsten Jahren viel Freiheit schenken! 

ich weiß auch nicht was ich irgendjemanden erzählen sollte. warum sollte es jemanden wirklich interessieren, was hunderte Menschen durchgemacht haben. Das wirkt einfach schon falsche.

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@emabella

Sieh es mal unter dem ärztlichen Aspekt: ein Arzt hört ja auch nicht auf, einen Menschen mit Diabetes zu behandeln, nur weil andere Menschen auch schon Diabetes hatten. 

Ärzte und Psychotherapeuten sind dafür da, Menschen zu helfen, die Hilfe brauchen. Und da immer wieder neue Menschen geboren werden, kommen natürlich auch immer wieder ähnliche Fälle - trotzdem ist jeder Mensch individuell. Und wenn es Dir schlecht geht und Du krank bist - ob seelisch oder körperlich - dann ist es absolut legitim und richtig, die angebotene Hilfe auch anzunehmen.

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da hast du mich nicht verstanden. ich würde ja mit jemanden reden, der sich interessiert. nicht mit jemanden, der berufliches interesse zeigen muss.

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Ich glaube, deine Ängste vor der "Klapse" sind übertrieben und irrational.

Dem kann man abhelfen, indem ihr euch (dein Vater und du) eine geeignete Klinik raussucht, in die du dann überwiesen werden kannst.

Klar arbeiten in einer Klinik auch nur Menschen, die Fehler machen können, aber Fixieren, Essen reinzwingen und blöde Gespräche führen sollte in den meisten Kliniken kein Standard mehr sein.

Du erkennst ja selber deine Not mit deiner Essstörung und weißt ganz genau, dass du Hilfe brauchst. Setzt euch wirklich gemeinsam hin und sucht die passende Klinik für dein "Krankheitsbild" aus und sorgt dann für eine Überweisung dorthin.

Du musst deswegen auch deine Hobbys nicht aufgeben, sonde allenfalls für eine gewisse Zeit auf Eis legen. Dann kannst du gerade das chöne Tanzen wieder mit richtig Energie und Kraft weitermachen.

Gönne dir diese Gesundheit und gönne dir und deinem Papa die Aussicht darauf, dass du wieder ins Lot kommst.

ich werde in die Psychiatrie hier in der Nähe kommen.

Und wenn ich mit dem Tanzen aufhöre, muss ich für immer aufhören, weil ich dann zu viel verpasse.

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@emabella

Auch das professionellste Ensemble studiert wieder neue Stücke und Choreografien ein, wo du wieder einsteigen kannst. Mal ganz im Ernst: Kannst du nicht zur Ensembleleiterin gehen und ihr von deinem längeren Krankenhausaufenthalt erzählen und sie fragen, wann und wie du wieder einsteigen kannst?

Irendwann klappst du sowieso zusammen, wenn du nicht mehr richtig essen kannst und dann ist es mit dem Tanzen wegen Kraftlosigkeit eh vorbei.

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@Altersweise

ich will niemanden sagen, dass ich in die Klapse muss. Vielleicht kann ich dann erst nächstes Jahr wieder mitmachen und falle bei vielen Vorstellungen raus. Eigentich sollte ich jetzt bald sogar einen Soloteil bekommen. Das ist richtig mies, wenn das alles wegfällt.

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@emabella

Du musst niemandem sagen, dass du in eine Psychiatrie gehst. Viele sagen einfach "Krankenhausaufenthalt" oder Reha wäre auch eine Möglichkeit!

Frag einfach nach, wann du womöglich wieder einsteigen könntest. Deinen Soloteil wirst du auch später bekommen, sobald du entlassen wurdest und wieder mitmachst.

Mach dir nicht so viele Gedanken. Jetzt steht erstmal deine Genesung an, der Rest kann warten

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@emabella

Liebe emabella, kann es sein, dass du auch deswegen krank bist, weil du dich selber so immens unter Druck setzt? Ehrgeiz ist gut, weil er zu großen Leistungen befähigt, aber wenn die Grenzen überschritten werden, ist das nicht so gesund.

Nur so ne Vermutung.

Das Leben hat dir mehr zu bieten als nur die Primaballerina zu sein.

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@Altersweise

Hallo Alterweise,

denke der Ehrgeiz ist besser bei der Primaballerina investiert als in das minimale Gewicht. Aber ich denke Du bist auf dem richtigen Weg, der Ehrgeiz scheint da eine Rolle zu spielen.

LG

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Du hast eine Angststörung. In jedem Absatz kommt mindestens einmal das Wort Angst vor.

Solange du niemanden körperlich angreifst wirst du nicht gefesselt. Keiner wird dich zwingen tierische Produkte zu essen. Wenn du gar nichts sagst ist das ganze halt für die Tonne und die werden dich innerhalb kurzer Zeit zu deinem Vater zurück schicken und ihm sagen, dass sie akut nichts machen können, weil du jegliche Mitarbeit verweigerst. Dein Vater wird darüber nicht glücklich sein, aber die in der Klinik werden dir nicht den Kopf ab reißen.

ich habe keine Angststörung ich habe nur Angst vor der Psychiatrie!

und ich habe auch schon gehört, dass man bei wenig Mitarbeit einfach auf die gschlossene kommt und dort gefesselt wird.

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Keine Sorge, so schnell wirst du dort nicht gefesselt :)
Ich hab in der Psych gearbeitet und kann dir versichern, dass es wirklich halb so schlimm ist. Das sind auch nur Menschen dort. Die zwingen dich auch zu nichts! Schließlich gehst du freiwillig dort hin. Du machst das für dich und sonst für niemanden.

ich gehe nur bedingt freiwillig darein und ich mache es für meinen Papa.

Wenn die mich zu nichts zwingen, was machen sie denn dann, wenn ich einfach nichts esse?

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Dann sagen sie dir, dass du wieder gehen sollst. Für was bist du denn da, wenn du dich nicht an die Regeln hälst? Die Plätze dort sind begehrt und die Leute die dort rein gehen, wollen in der Regel geholfen kriegen. Wenn du gesund werden möchtest, musst du etwas dafür tun.. so läuft das nun mal. Ich bin sicher du kriegst das hin. :)

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@ApfelTea

oder sie schieben mich auf die geschlossene ab und zwingen mich dort eben doch.

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So einfach ist das nicht. Zumindest nicht bei uns in Deutschland. Um dich zu etwas zwingen zu können, müsstest du wirklich schon halb tot gehungert sein und sie bräuchten ein richterliches Einverständnis usw.. Also das ist sehr unwahrscheinlich. Wie gesagt, wenn du dort auf freiwilliger Basis drin bist, kommst du genauso auch auf freiwilliger Basis wieder raus. Oder sie werfen dich raus, wenn du dich nicht an die Regeln hälst

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na wenn es keine zwangseinweisung ist mit polizei und allem, ist es freiwillig.

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@ApfelTea

oder mein Papa und mein Arzt zwingen mich dazu. Da habe ich auch ohne Polizei nicht viel zu melden.

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Wie ich schon sagte, so einfach läuft das nicht.

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Du kannst dich trauen.
Man sagt doch so oft "Mut ist nicht die Awesenheit von Angst.".

Manchmal muss eine Angst erst überwunden werden.

Du wirst in der Psychiatrie nicht gequält.
Auch nicht, wenn MAL (einmal) etwas nicht funktioniert. Wenn du mal die ganze Menge nicht schaffst oder mal nicht reden willst, ist das kein Problem.

Das wird erst ein Problem, wenn du immer nicht sprechen willst und nie alles schaffst.

Im Grunde arbeiten dort Menschen, die dir helfen wollen.

Du scheinst ernsthafte Probleme zu haben und gehörst in Behandlung. Du solltest erstmal aufhören dich so abfällig gegenüber einer Psychiatrie zu äußern, "Klapse" ist echt kein angemessener Ausdruck. Dort wurde schon vielen Menschen geholfen.

Die Problem mit Menschen sollte definitiv behandelt werden und da ist eine Psychiatrie genau der richtige Ort. Die haben Erfahrung mit solchen Problemen und können Stück für Stück daran arbeiten.

Tanzen kannst du in der Psychiatrie sicher in deiner Freizeit. Damit kannst du dich fit halten. Vielleicht könnt ihr auch vereinbaren, dass deine Freundinnen dir Videos der Choreo schicken. Dann kannst du für dich alleine üben.

Es ist sicher nicht Sinn der Behandlung deine Verbindung zu Freunden und Hobbys zu unterbinden, es gibt für alles Mittel und Wege.

Wenn du eine Essstörung hast, muss man auch dagegen etwas unternehmen. Dir werden die Portionen wahrscheinlich zu groß vorkommen und du wirst jedes Gramm an dir sehen, aber das liegt daran, dass du eine ungesunde Wahrnehmung hast. Auch das wird sich nach und nach bessern.

Du musst einfach mitarbeiten und deine Sorgen und Ängste äußern, man will dir helfen und dafür sorgen dass du gesund willst. Das soll keine Strafe sein.

wieso sollte man das mit den Menschen ändern? Das ist einfach ein Teil meiner Persönlichkeit. Nicht alles an einem Menschen ist gestört!

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@emabella

Auszurasten nachdem man aus der Schule gibt ist nicht normal. Für ein solches Verhalten gibt es Therapiemöglichkeiten, danach wirst du es vielleicht trotzdem nicht lieben unter Menschen zu sein aber du kannst es aushalten ohne danach auszurasten. Ich sehe das nicht als Teil der Persönlichkeit sondern als Störung. Wenn du das anders siehst, kannst du natürlich mit den Ärzten darüber reden.

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@LKZUM

ich raste ja nicht grundsätzlich aus. und mein Artz will mich wegen meines Gewichtes einweisen, nicht weil ich selten ausraste.

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@emabella

Dann ist doch alles in Ordnung. Vielleicht kannst du es trotzdem ansprechen und er kann dir helfen damit umzugehen. Wenn du das nicht möchtest, lass es bleiben, ist deine Entscheidung.

 

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@LKZUM

wenn ich es nicht ansprechen muss, werde ich es sein lassen.

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Das Wort Klapse finde ich absolut schrecklich und abwertend.

Deine Angst kann ich zwar nachvollziehen dir aber größtenteils nehmen. Also als erstes musst du dorten normalerweise nichts essen was du nicht willst sondern kriegst zur Not Vegetarisches essen. Zum anderen wird dich dort wenn du nicht aggressiv wirst auch keiner fesseln. Die Angst wegen den anderen Leuten kann ich dir aber nicht nehmen, da du darum nicht rum kommen wirst. In der Zeit in der ich dort war habe ich auch anfangs nicht gesprochen und das wurde auch akzeptiert.
Wegen dem Heimweh, man gewöhnt sich dran und nach einer gewissen Zeit darf dich deiner Vater auch besuchen kommen.

gibt es da auch veganes Essen? und was heißt nach einer gewissen Zeit?

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Normalerweise wenn du das möchtest denke ich bekommst du auch was veganes, aber genau wissen tu ich es nicht. Und bei mir waren es nur 2 1/2 Wochen bis meine Eltern das erste Mal kommen durften aber ich war auch aus anderen Gründen dort, wegen einem Selbstmordversuch und selbstverletzung Und ich durfte nach drei Monaten das erste Mal ein Wochenende nach Hause.

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okay, also kann es sein, dass er mich eher besuchen darf?

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Kann sein weiß ich aber nicht

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Hallo emabella,

der erste Schritt gegen die Angst wäre schon einmal, wenn Du die Psychiatrie als hilfreich bezeichnen würdest, und sie nicht als Klapse abwerten würdest. Denn die wollen Dir dort helfen, auch Deine anderen Ängste in den Griff zu bekommen.

Der Hintergrund, dass Du dort hin sollst ist wahrscheinlich ganz einfach, verständlich und einleuchtend: Du schreibst hier in Deiner Frage selbst von sehr schwerwiegenden Problemen, und die wollen Dir helfen. Um Dir aber wirklich helfen zu können, müssen die Dich erst einmal ein bisschen kennenlernen und sehen, wie Du Dich verhältst und wie Du reagierst. Nur dann kann Dir wirklich individuell geholfen werden. Bei all den Vorurteilen, die so verbreitet werden, kann ich sehr gut verstehen, dass Du da Angst hast. Und ja, das ist eine neue Umgebung, und das macht Dir Angst. Je schneller Du Dich entspannen kannst, und je früher Du bereit bist mitzuarbeiten, um so kürzer wird Dein Aufenthalt dort. Dann kannst Du Dich auch wieder Deiner Leidenschaft, dem Tanzen widmen.

Und Du brauchst keine Angst haben, dass die Dich dort fesseln. Das kommt nur in Extremfällen vor, wenn jemand ausrastet und Schaden droht. Die wollen Dir dort helfen und wissen ganz genau, wenn sie Dich fesseln und Dir Gewalt antun, dann wirst Du nicht mitarbeiten und dann können sie Dir auch gar nicht helfen. Deshalb werden sie das eher nicht machen. Ich kann mir vorstellen, dass Du gegen Deine Angst erst einmal ein Medikamt bekommst, eben weil die wollen, dass Du nicht leidest.

Wegen dem Essen brauchst Du Dir auch keine Sorgen zu machen. Es gibt Heute recht viele Vegetarier und Krankenhäuser (und die Psychiatrie ist ein Krankenhaus) bieten Heute doch recht schmackhafte, abwechslungsreiche vegetarische Kost an. Da wirst Du auch bei der Aufnahme danach gefragt. Du brauchst auch keine Angst zu haben, dass die Dich dort mästen wollen, allerdings findet durchaus regelmäßig eine Gewichtskontrolle statt, weil sie wissen wollen, wie es Dir geht, und das Gewicht ist da auch ein Maßstab. Solange Du nicht unter einer Essstörung leidest, brauchst Du da keine Angst zu haben, und auch wenn Du eine Essstörung hast, wissen sie, wie Dir geholfen werden kann.

Ich habe den Eindruck, dass Du eine völlig falsche Vorstellung davon hast, was auf Dich zukommt. Grundsätzlich wissen die, dass nichts gegen Dich geht. Aber sie haben auch die Verantwortung für Dich und die anderen Patienten, und müssen sich um Dich kümmern. Du musst davon ausgehen, dass sie wollen, dass Du möglichst bald wieder entlassen werden kannst und dann Dein Leben in den Griff bekommen kannst. Dazu ist es einfach nötig, dass Du bestimmte Dinge lernst. Und es wird wohl nicht an Dir vorübergehen, ohne dass Du in einigen Punkten umdenkst. Welche das im Einzelnen sind, kann ich Dir hier nicht sagen, aber wenn Du keine Probleme hättest, müsstest Du nicht dorthin. Du musst Dir einfach klarmachen, dass Du die Welt nicht ändern kannst, Du kannst nur dich selbst und Deine Einstellungen ändern. Aber das braucht Zeit und ganz wichtig -- eine gewissen Offenheit, Dich auf Neues einzulassen und neue Wege auszuprobieren. Dabei wird wohl Deine Angst Dein größstes Problem werden, denn es erfordert Mut, neue Wege zu gehen. Aber nur mit etwas Mut wirst Du neue Erfahrungen machen können. Deshalb glaube ich, wirst Du erst einmal Medikamente gegen Deine Angst bekommen, damit Du etwas Mut fassen kannst, um Neue Wege auszuprobieren, damit Du gute Erfahrungen mit neuen Einstellungen und neuem Verhalten machen kannst. Verstehst Du? Es geht darum, dass Du gute Erfahrungen machst. Nur dann wirst Du neue Wege gehen. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass nicht alles, was Du ausprobierst schon gleich der Weisheit letzter Schluss ist. Aber es geht vor Allem darum, auch einmal Neues auszuprobieren um die Chancen zu bekommen, mit neuem Verhalten und neuen Einstellungen auch bessere Erfahrungen zu machen.

Ich hoffe ich konnte Deine Angst ein klein wenig verringern und wünsche Dir alles erdenklich Gute.

PS: habe auch Erfahrungen mit der Psychiatrie, und kann Dir aus Erfahrung sagen, Du brauchst da keine Angst zu haben.

LG

was meinst du denn mit schwerwiegenden Problemen? Eigentlich habe ich nur ein großes Problem und was sind das für Medikamente?

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@emabella

Hallo emabella,

ohne große Probleme muss niemand in die Psychiatrie, das ist klar. Ob nun schwerwiegend oder groß, ich will da nicht wortklaubern. Ich kenne nur die Medikamente, die ich selbst einnehmen musste. Die, die ich am Anfang einnehmen musste, hatten ziemliche Nebenwirkungen, aber ich würde sie wieder nehmen, haben letzten Endes ja geholfen. Die Nebenwirkungen sind auch von Patient zu Patient unterschiedlich, da kannst Du also auch nix davon ableiten. Es würde Dir nicht helfen, wenn ich darüber berichten würde. Das Medikamt, das ich am Schluss nehmen musste, hat mich nur früher müde gemacht, und ich konnte die Einnahme einfach kurz vors Schlafengehen legen, damit wars erledigt.

Wie ich so mitbekommen habe, hast Du ein Problem mit dem Essen. Der Patenonkel meines Sohnes ist Pädagoge in einem Krankenhaus und betreut dort Magersüchtige Kinder. Auch seine Frau arbeitet dort als Krankenschwester. Von Fixierungen und Zwangsmedikamenten haben die noch nix erzählt, sind beide ganz nett, und ich kann Dir solche Betreuer nur wünschen. Und denk daran: tanzen ist Hochleistungssport, da musst Du gut ernährt sein, wenn Du auch nicht übergewichtig sein darfst. Da achten die schon auf Dich.

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kann ich denn auch vegan essen?

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@emabella

Hallo emabella,

ich kann mir nicht vorstellen, dass die Art Deiner Ernährung da eine Rolle spielt, allerdings ist eine reine vegane Ernährung ohne künstliche Zusatzprodukte nicht möglich, da fehlen Dir für eine gesunde Ernährung ein paar Vitamine. Der Mensch ist für vegane Ernährung nicht geschaffen. Trotzdem sollte das meiner Meinung nach kein Problem darstellen, vegane Kost wird jedenfalls in den meisten Krankenhäusern angeboten. Meiner Meinung nach solltest Du das vegan in vegetarisch ändern. Aber das ist meine Meinung, die spielt da letzten Endes keine Rolle. Ist auch nur oberflächlich, denke Dein Problem ist grundsätzlicher Natur und da ist vegan/vegetarisch nur ein kosmetisches Problem.

LG

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okay Danke. ich hoffe, dass ich weiterhin vegan leben darf. vegetarisch alleine bringt nicht viel. vor allem, wenn man dann so ersatzprodukte mit Ei/Käse erhält.

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@emabella

Hallo emabella,

also wenn Du zu mir mit einer Essstörung kommen würdest, würde ich Dir so weit entgegenkommen, dass wir das eigentliche >Problem lösen können, und da denke ich ist eine durch Ersatzprodukte angereicherte vegane Ernährung ausreichend. Man kann Heute übrigens Käse und Eiweisprodukte rein aus Pflanzen herstellen, auch Ersatzwurstund Fleischwaren, Tofu ist das Zauberwort. Fette gibt es genügend pflanzliche, die man da verwenden kann. Bleiben die Vitamine. Die werden dann halt in der Retorte (Chemiefabrik) hergestellt und entweder unter die Ersatzprodukte gemischt oder als Tabletten dazugegessen. Also alles kein Problem. Die wissen auch ganz genau, dass sie sich einen Bärendinst tun, wenn sie Dich hintergehen. Deshalb reden die ehrlich mit Dir. Ist bei denen die Grundlage, dass ihre Therapie überhaupt eine Chance hat. Nennt sich Echtheit.

Also noch einmal genau: Wenn die sagen, Du darfst Dich vegan ernähren, dann ist der Käse aus pflanzlichem Fett und Eiweis hergestellt, ist übrigens billiger als tierische Produkte. Wird Heute wegen dem Kostendrucks sogar auf Fertigpizzas verwendet aus der Tiefkühltheke und von manchen Pizzalieferdiensten verwendet. Tofu habe ich ja schon erwähnt, wird aus Sojabohnen gewonnen. Sollte also kein Problem darstellen. Bei einer vegetarischen Ernährung wären echter Käse und echte Eier dabei. Das ist der Unterschied.

Hoffe ich konnte Dir helfen

LG

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und weißt du ob mein Papa mich jeder Zeit besuchen kann?

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@emabella

Hallo emabelle,

genau kann ich Dir das nicht sagen. Aber die Einschränkungen des Besuchs gehen darum, dass die Therapie nicht gestört wird, und die Patienten einen Kontakt zu den Betreuern aufbauen. Auch besteht manchmal die Gefahr, dass der Besuch einen schlechten Einfluss auf die Patienten ausübt.

So wie Du das bisher geschildert hast, kann ich mir das bei Deinem Vater nicht vorstellen, aber wirklich beurteilen kann ich das natürlich nicht. Wenn es um Einschränkungen des Besuchsrechts geht, dann ist das in der Regel auch immer nur am Anfang, mit der Zeit wird das gelockert, die Patienten sollen ja nicht isoliert werden, sonder möglichst schnell, gerade bei Kindern und Jugendlichen wieder zurück nach Hause. Deshalb denke ich nicht, dass das Besuchsrecht Deines Vaters eingeschränkt wird, kann das aber nicht genau sagen, bin kein Psychiater. Aber so jetzt was ich von Dir gelesen habe, würde mich das wundern, weil ich keinen Grund erkennen kann. Und ohne Grund wüsste ich nicht, warum die das machen sollten.

hilfreich bei solchen Problemen ist immer, wenn Du mit denen zusammenarbeitest und ganz ehrlich sagst was los ist, dann können die Dich am einfachsten kennenlernen und merken auch, ob sie einen Einfluss auf Dich haben, schließlich wollen sie Dir ja dabei helfen, dass Deine Probleme weniger werden. Wie das im Einzelnen geht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber zumindest in diesem Fall ist eine gute Zusammenarbeit die beste Voraussetzung, dass Du da mit möglichst wenig Unannehmlichkeiten durchkommst. Ist ja der Aufenthalt dort schon unangenehm.

LG

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ja ich weiß, dass es auch veganen Käse und so gibt. mir geht es halt nur darum, dass eine vegetarische Ernährung für mich keinen Sinn ergibt, wenn man dann statt fleisch echten Käse ist und so.

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@emabella

Hallo emabella,

also das letzte mal, als ich im Krankenhaus war, stand da auf der Speisekarte "Tofuschnitzel" "veganer Käse" usw. Das war also klar erkennbar. Nur bei der Marmelade stand nicht dabei, ob sie aus versehen eine Made mitgekocht haben. Die hätten sie aber wahrscheinlich aus ausgesammelt ;-). Und wie geschrieben, Vertrauen ist deren Kapital. Wegen so einer Scheibe Käse würde ich das nie aufs Spiel setzen, Und die sind ja nicht blöd.

LG

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also meinst du ich sollte direkt sagen, dass ich meinen Papa dringend sehen möchte, weil ich sonst totales Heimweh bekomme?

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@emabella

Hallo emabella,

ja, da würde ich mit denen drüber reden, denn ich denke es ist eines Deiner Probleme, dass Du so auf Deinen Vater fixiert bist. Und reden kann da eine Lösung bringen. Wahrscheinlich steckt da auch eine große Angst dahinter, genau sagen kann ich das jetzt nicht. Und dann wäre es ein Kunstfehler, wenn Du Deinen Papa nicht sehen darfst. Da ist der Weg wie bei der Spinnenphobie: erst mal im Terrarium im Zoo ansehen, und dann langsam immer näherkommen, irgendwann einmal den Deckel öffenen und am Schluss auf die Hand nehmen. Das alles passiert nicht an einem Tag, sondern dauert. Damit die einschätzen können, ob Du Angst um Deinen Vater hast, musst Du darüber reden. Nur dann können die eine sinnvolle Therapie einleiten. Also am besten gleich beim Erstgespräch ansprechen. Aber die kriegen ja auch informationen von dem Arzt der Die dorthin überweist. Trotzdem, reden ist eine gute Sache, da können die meisten Probleme dann mit der Zeit angegangen und eine Lösung gefunden werden.

LG

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wieso ist es ein Problem, dass ich meinen Papa vermissen würde?

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@emabella

Hallo emabella,

Also wenn ich eine Woche geschäftlich unterwegs bin, vermisse ich meine Frau auch, aber ich halte das aus und freue mich um so mehr, wenn ich sie wiedersehe. Du hast große Angst und bekommst furchtbares Heimweh, wenn  Du Deinen Papa nicht siehst. Erkennst Du den Unterschied?

Und dann ist es halt so, je älter Kinder werden, um so selbstständiger sollten sie werden. In der Pubertät führt das dazu, dass die Kinder mit ihren Eltern richtig streiten, wenn die Kinder nicht den Freiraum bekommen, den sie möchten. Und wenn das bei Dir anders ist, dann gibt es da einen Hintergrund, den ich nicht kenne, und Du wahrscheinlich auch nicht. Aber Du sollst ja lernen, mit dem Leben umzugehen. Du wirst Deinen Papa auch noch vermissen, wenn Du 40 bist, aber Du wirst ohne ihn auskommen und Dich dann freuen, wenn ihr Euch wiederseht. Verstehst Du? Du musst lernen erwachsen und selbstständig zu werden. Dass Du Deinen Papa vermisst ist in Ordnung. Dass Du es ohne ihn kaum aushältst ist das Problem. Du leidest unter einer völlig normalen Situation. Es ist völlig normal, die Eltern mal eine Woche nicht zu sehen.

Als ich ca. 8 Jahre alt war, besuchte ich in den Ferien für acht Wochen meine Tante. Das habe ich ausgehalten. Und ich habe mich gefreut, sie danach wiederzusehen. Das war zu einer Zeit, da hatte meine Tante noch nicht einmal Telefon, ich konnte also nicht einfach Zuhause anrufen. Mit 12 Jahren habe ich mit meinem Schulfreund zusammen einen Fahrradausflug 100 km wiet weg gemacht. Kein Problem. Und ich war stolz, nachdem ich wieder heil heimgekommen bin. Wenn Du da mit Deinem Vater ein Problem hast, dann ist da irgendetwas schiefgelaufen. Keine Ahnung was. Aber stell Dir einmal vor, Dein Vater müsste aus irgendwelchen Gründen beruflich für eine Woche weg. Das wäre doch die Hölle für Dich. Es geht darum, dass Du unter einer derart alltätlichen Situation nicht mehr leiden musst. Das Problem ist, dass Du unter einer völlig alltäglichen Situation leiden musst, und wenn Du nicht leidest, leidet Dein Vater, denn er muss wegen dir Rücksicht nehmen und sich einschränken. Euch soll es beiden mit der Zeit besser gehen. Das ist das Ziel.

Verstehst Du?

LG

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das verstehe ich nicht so wirklich. ich verstehe mich einfach gut mit meinem Papa. wir streiten uns auch total oft. aber dann vertragen wir uns wieder. Das ist schon völlig normal und ich finde es nicht so normal, wenn ich einfach mal eine Woche alleine wäre. ich glaube das wäre nicht einmal erlaubt.

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@emabella

Hallo emabella,

Wie alt bist Du denn?

wie geschrieben, es ist normal, dass Du Deinen Papa vermisst. Aber im Krankenhaus (Psychiatrie) wird fachmännsich (fachfrauisch) für Dich gesorgt, das ist schon erlaubt. Ich hatte damals mit 12 eine wasserdicht verpackte schriftliche Erlaubnis meiner Eltern dabei, falls mich die Polizei aufgreifen würde oder ir etwas zustoßen würde.

LG

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ich bin 14. im Krankenhaus ist es ja auch noch etwas anders. aber du meintest ja es sei alltäglich, dass mein Papa mich mal 'ne Woche zu Hause lässt. ich hänge auch nicht immer an ihm. jetzt habe ich Ferien und er arbeitet fast den ganzen Tag.

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@emabella

Hallo emabella,

Also wenn mit 14 immer jemand erreichbar ist, an den Du Dich bei Problemen wenden kannst, dann wüsste ich jetzt nicht, warum Du da nicht eine Woche alleine sein dürftest. Ist natürlich von Kind zu Kind /Jugendlichem zu Jugendlichem unterschiedlich, die Einen sind so reif, die Anderen nicht.

Aber wir können zusammenfassen, Du würdest das schon hinkriegen können. Nun ist die Frage, warum das Heimweh so stark wird, dass Du es nicht mehr aushalten kannst, aber da begebe ich mich auf Terrain, das ich lieber Deinen Therapeuten vorbehalten würde. Denke, da begeben wir uns dann auch auf ein Gebiet, das hier in der Öffentlichkeit nichts zu suchen hat. Wir können uns gerne weiter unterhalten, aber da möchte ich jetzt nicht tiefer nachbohren -- ok?

LG

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ich glaube da müssen wir eigentlich gar nicht mehr näher drüber sprechen. ich finde es ja gar nicht so falsch, dass ich meinen Papa vermisse.

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@emabella

Natürlich emabelle,

wenn man einen Menschen liebt, dann vermisst man ihn. Das ist völlig normal. Habe ich Dir ja auch schon mehrmals geschrieben. Das ist auch nicht das Problem.

Das Problem ist, dass Du zu sehr darunter leidest und es nicht aushalten kannst, wenn er nicht da ist (wie im Krankenhaus). Niemand würde Dich ins Krankenhaus schicken, wenn es da nicht ein großes Problem gäbe. Und ein Teilproblem scheint zu sein, dass Du sehr starkes Heimweh nach Deinem Vater und Deinem Zuhause entwickelst. Das ist in Deinem Alter eher aussergewöhnlich, denn andere Kinder wollen da von den Eltern eher nichts mehr wissen, sondern eigentlich nur noch ihre Freiheit. Was dieses Aussergewöhnliche für einen Grund hat, ist die Frage, aber das gehört hier wieder nicht in die Öffentlichkeit. Da müssen sich Deine Therapeuten drum kümmern. Bin ich auch nicht geschult drin.

Ausgangspunkt Deiner Frage war Deine Angst vor der Psychiatrie. Und da kann ich Dich beruhigen. Die wollen Dir nichts böses, die wollen Dir helfen. Und das geht nur, wenn sie Dich anständig behandeln. Deshalb werden die Dich auch anständig behandeln. Da bin ich mir sicher.

LG

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Hallo emabella, 

deine Gedanken kann ich zerstreuen. So, wie du dir das vorstellst, ist es da nicht. 

Ich selbst war in der Psychiatrie. Und das zählte zu meinen guten Erfahrungen. 

Du wirst zu nichts gezwungen, was du nicht selber möchtest. Du wirst auch nicht gefesselt, wenn du keine Gefahr für dich selber darstellst. 

Es gibt vegetarisches Essen. 

Wenn du essgestört bist, wird sicher darauf geachtet, dass du genügend zu dir nimmst. Aber du wirst nicht zu Riesenportionen gezwungen. 

Du bekommst die Möglichkeit, dich zurückzuziehen, wenn du das willst. Bist also nicht ständig unter Kontrolle. 

Alles Gute

Virginia

gibt es auch veganes Essen? und kann ich wirklich ganz alleine sein? wenn ich ein zimmer mit 2-3 anderen habe, bin ich ja nicht wirklich allein.

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@emabella

Es gibt auch veganes Essen. 

Wir hatten einen sehr schönen großen Park,. Da konnte ich immer allein meine Runden drehen, ohne dass mich jemand angequatscht hätte. 

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also kein zimmer in das man sich zurück ziehen kann? verstehe mich nicht falsch ich bin nicht so ein arroganter Asi oder so. ich brauche nur manchmal einfach einen Platz, wo ich mich absolut zurück ziehen kann ohne jemanden sehen zu müssen und ohne gesehen zu werden.

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Du brauchst davor absolut keine Angst zu haben. Ich hatte bereits einen Termin gehabt und es war viel weniger schlimmer als gedacht. Ein Psychologe unterhält sich nur mit dir, nichts weiter.

wenn ich in die Klapse muss, muss ich da bleiben, da spricht nichr nur mal eben einer mit mir.

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Ich war bisher nur einmal 5 Tage von meinem Papa getrennt. Das war schon ganz schreklich.

Papa wird nicht ewig leben ... früher oder später musst Du dich diesem Problem stellen !

wow was eine Antwort auf die Frage! Ich ewiß, dass MEIN Papa nicht ewig leben wird.

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Wenn man deinen letzten Fragen so ließt:

Du redest dir ein dass du "Normal"-Gewichtig bist, bist aber laut dem BMI "Untergewichtig".

Ich gehe sehr stark davon aus, dass du auch keine Kraft- bzw. Leistungssportlerin bist, da hier eine gesunde Ernährung sehr wichtig ist. Bei diesen wäre der BMI dann nämlich nicht wirklich aussagekräftig.

Du trinkst Unmengen an Wasser vor dem Arztbesuch, um dein Gewicht kurzfristig zu erhöhen, damit du Ansatzweise das "Normalgewicht" erreichst.

Du versuchst jetzt dich (wahrscheinlich) als Veganerin zu verkaufen, um weniger Kalorien zu dir zu nehmen.

Du suchst nach Ausreden, um nicht in die Therapie zu müssen -> Tanzen, plötzliche "Soloauftritte", Sozialphobien etc.

Jedoch ist die Therapie / Stationäre Behandlung die beste Möglichkeit für Dich, dein Problem in den Griff zu kriegen. Dort wird der Grund für dein Problem behoben (z.B. Geringes Selbstbewusstsein o. Fehlende Anerkennung). Des Weiteren wird deine Ernährung auf ein gesundes (normales) Maß gebracht.

Erzähle von deinen Problem, öffne dich und vertraue dich den Personen an, sonst kann dir nicht geholfen werden.

ich gebe mich nicht als Veganerin aus. ich esse vegan seid ich 10 bin! und ich habe auch keine Sozialphobie oder so etwas und zu guter letzt ist das Tanzen auch keine Ausrede. weißt du wie viel ich dafür tun musste? weißt du wie wütend und traurig ich bin, dass ich das Solo erstmal vergessen kann?

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Erst einmal solltest Du den Begriff "Klappse" schnell vergessen. Eine Psychatrie ist eher mit einem Krankenhaus zu vergleichen. Du musst aber nicht den ganzen Tag im Bett liegen, sondern kannst Dich dort frei bewegen. Du lernst Menschen kennen, die die gleichen Probleme haben. Es gibt einzelne Gespräche mit dem Therapeuten und vielleicht in einer kleinen Runde mit anderen Patienten. Du wirst zu nichts gezwungen und wenn es Dir zuviel wird, sagst Du Bescheid und kannst dann raus gehen. Eventuell wird Dich ein Mitarbeiter begleiten, damit Du mit Deinen Gefühlen nicht alleine bist. Es gibt Sport und Du kannst in der Ergotherapie basteln oder malen. Und beim Essen kannst Du natürlich auch wählen und auf Fleisch verzichten. Wenn Du keine Ess-Störung hast, kannst Du auch bei der Menge selbst bestimmen. Bei einer Ess-Störung wird mit Dir gemeinsam ein Ernährungsplan aufgestellt. Hab keine Angst, es wird nicht schlimm. 

Da ist es nicht so schlimm und du wirst nicht "gefesselt", wenn du nicht extrem ausrastest und um dich herum schlägst. Und das Essen ist nicht mega cool und man muss eigentlich immer was essen aber im Normalfallbestimmst du die menge selbst, außer du bist magersüchtig, dann wird es dir abgewogen. Du musst auch nicht ständig bei den anderen sein sondern kannst auch in dein Zimmer gehen, aber du wirst sehen, dass die anderen ganz Nett sund und wirst dort sicher Freunde finden. Deine Hobbys musst du dort wohl oder übel für eine Zeit aufgeben müssen, jedoch kannst du ja auch dort tanzen und dich mit paar zusammen tun. Du wirst sehen ist nicht so schlimm wie man denkt.

hat man dort ein Einzelzimmer? Und was bringt es, wenn ich mit anderen tanze? Ich muss die Choreos meiner Gruppe lernen und können.

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@emabella

Kommt drauf an es gibt Einzelzimmer, aber auch 2er oder 3er Zimmer, wirst du dann schon sehen. Dann tanze halt nicht mit anderen, war nur rein vorschlag, trotzdem wirst du erstmal nicht zum Tanztrainig gehen dürfen. Trotzdem kannst du mal nachfragen ob du doch darfst, musst dich dann aber auch an alle Regeln halten.

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@xSallyx1234

wenn es kein Einzelzimmer gibt, habe ich dann irgendwo anders die Möglichkeit ALLEIN zu sein?

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@emabella

Wenn es dir in einem Zimmer mit anderen nicht gut geht kannst du das sagen und du wirst dann wahrscheinlich ein Einzelzimmer kriegen.

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Hey emabella irgendwie halten mich alles für dich -.- kannst du denen bitte sagen das ich nicht du bin?

Ich weiss ja immerhin, dass du es nicht bist :)

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hä?

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Hallo,

es kommt ganz darauf an wie du damit umgehst. Deine Art Weise damit umzugehen gibt dir Kraft oder nimmt sie dir.

Alles Gute!

Hey meine Liebe. Deine Sorgen kann ich ganz klar verstehen. Wie alt bist du denn?
Vermutlich noch sehr jung.
Was dein Vater da macht ist nicht sehr schön.
Er macht es sich sehr leicht, einfach das Kind "abzuschieben".
Ich hoffe du glaubst mir wenn ich sage, dass nicht du das Problem bist.
Dich in die Klaose zu stecken ist nicht grad der beste Weg deine Probleme zu lösen.
Eine gute Therapie wäre um einiges besser, auch wenn sie eigentlich deine Eltern nötiger hätten.
Rede doch noch mal mit ihm und sag ihm, dass du auch etwas ändern willst, aber nicht auf diese Art und Weise.
Mehr kann ich dir leider auch nicht raten.
LG

das ist eine ganz blöde Idee, wieso sollte mein Vater eine Therapie nötig haben?

Er sitzt nicht ständig vor seinem Teller essen und fängt an zu heulen, weil er es nicht runter bekommt.

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Ich finde die Beurteilung der Entscheidung ihrer Eltern nicht richtig. Das Mädchen hat eine Essensstörung und brauch Hilfe. Wie und in welcher Form wissen die Eltern und die Ärzte mit Sicherheit am besten. Man kann jemanden nicht mal so einfach "in die Klapse abschieben". Schon allein, dass du dieses Wort gebrauchst ist daneben.

Du stachelst hier ein Kind, das Hilfe braucht, auf gegen die Meinung der Ärzte und Eltern zu rebellieren. Ich bezweifle, dass das der richtige Weg ist.

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Ich sage nicht, dass sie rebellieren soll. Diese Essstörung hat aber einen Ursprung. Ist dieser eindeutig festgestellt?

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@Cruzix1902

Ursprünge interessieren in dem in Deutschland allein herrschenden Ansatz der Verhaltenstherapie nicht, Cruzix.

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Was denn sonst?

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@Cruzix1902

auf der Welt gibt es so viele Menschen, Ereignisse, Möglichkeiten, wieso sollte da ausgerechnet mein Papa schuld sein?

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Weil es in ca 98% der Fälle von gestörten Kindern die Eltern sind, die das Problem sind.

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Wenn du meinst, dass du das Problem bist ist das deine Sache. Das dachte ich bei mir auch immer... Du musst deine eigenen Erfahrungen machen. Dann viel Spaß in der Klapse

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@Cruzix1902

hast du schon einmal soweit gedacht, dass weder ich noch mein Vater das Problem SIND?

ICH sehe auf jeden Fall weder mich noch ihn alsProblem.

Es GIBT lediglich eins.

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@Cruzix1902

Cruzix1902 tut mir leid, dass du so Probleme mit deinen Eltern hattest aber das ist kein Grund die Leute hier so anzugehen. Das bringt wirklich keinen weiter.

Emabella, lass dir nichts einreden. Was der Grund für dein Problem ist geht hier keinen etwas an. Die Ärzte werden dir helfen der Sache auf den Grund zu gehen.

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Cruzix, das ist alles andere als hilfreich.

In eine entsprechende Klinik zur Behandlung von Magersucht kommt man nicht einfach so. Wenn sie dort rein kommt, dann nur mit einer dementsprechenden Voruntersuchung durch den Arzt. Wie in ihren anderen Fragen zu lesen war sie schon mal bei einer Psychologin und ist derzeit in ärztlicher Behandlung. Da ist kein Vater der sein Kind abschieben will.

Eltern von Magersüchtigen sind in einer sehr bescheidenden Position. Sie sehen Tag für Tag wie ihr Kind mehr sich selbst kaputt macht. Alles was sie sagen ist falsch, hat keinen Wert, auch das schönste Essen bringt nichts, rein stopfen bringt nichts, dem Kind Freiraum geben bringt nichts. Eltern sind damit schlicht überfordert. Wenn dann schon eine Therapie scheiterte und sich die Lage zuspitzt ist manchmal die Klinik der beste Weg. Das machen sich Eltern auch nicht leicht ihr Kind in Fremde Hände zu geben, aber was soll der Vater tun um sie zu heilen? Da sitzen Eltern eh zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite wollen sie ihre Kinder glücklich machen und sie zu nichts zwingen, auf der anderen Seite sehen sie dieses knochige Häufchen Elend das ihr Kind darstellt vor sich, wissen mehr und mehr das sie machtlos sind und jedes Kilo weniger die Lebensgefahr erhöht, die Krankheit antreibt und das Kind nicht mehr allein da raus kommt. Da riskieren Eltern lieber, dass sie ihr Kind für diese entscheidung hasst, als dieses für immer an die Krankheit zu verlieren. Das leichtfertige Äßerungen kommen ist da nicht schön aber verständlich. Wenn ich mir vorstelle ich hätte ein Kind das diese Probleme hat und alle Logik, alle Rationalität, jedes Verständnis etc. hilft nichts und ich habe jeden tag Angst einen Knoch mehr zu sehen, ehe wie das Kind am Esstisch nur an wenigen Brocken rumkaut, vielleicht sogar weint weil es an dem Tag mehr als einen Apfel essen soll oder generell mehr als Nichts. Ich würde alles tun damit mein Kind gesund würde. Es könnte mich dafür für alle Ewigkeiten hassen, dass ich es gegen seinen Willen dazu  gebracht habe, hauptsache es wird gesund.

Natürlich ist eine Klinik ein harter Schritt aber manchmal nötig statt rumzudoktern bis zum geht nicht mehr. Eine Klinik ist in der Regel kein schlechter Ort, gerade für Magersüchtige ist das bei richtiger Behandlung ein schwerer Weg, aber kein unmenschlicher.

Wo das Problem liegt oder lag muss man dann sehen, das können manchmal ganz marginale Punkte sein. Die Scheidung und Verlustängste, ein Zustand der Machtlosigkeir auslöste und im Essen Halt gab. Es entsteht eine Kontrolle, wenn alles zusammenbricht aber das Essen kann man kontrollieren. Druck durch fremde oder eigene, zu hohe Anforderungen wie bei Models, im Ballett etc. wo eben das Gewicht ein entscheidender Punkt ist. Prominentes Beispiel Sven Hannawald und diverse auch gestorbene Models. Die zurückweisung durch einen Jungen, Mobbing uvm. manchmal ist es eine Kleinigkeit die den Schalter umlegt.

Am Rande, nach der Trotzreaktion gestern bin ich ehrlich gesagt, wenn es denn ehrlich gemeint ist, positiv von der Fragestellerin überrascht. Nach kompletter Verweigerung kommen jetzt Fragen zum Thema, Interesse wie es weiter geht, interesse an den Gefühlen des Vaters und der eigenen Situation. Ob das alles so stimmt möchte ich nicht bewerten müssen, aber wenn ist es vielleicht der erste richtige Schritt nicht gesund werden zu MÜSSEN sondern gesund werden zu WOLLEN.

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Ich habe in den Beiträgen der Userin auch längst erkannt, wo das Problem liegt. Und das wird mit einem Klapsenaufenthalt der Kleinen tatsächlich nicht gelöst werden.

Aber was soll's?

Sie will nicht mit Menschen reden, die ihr tatsächlich mehr helfen wollen als mit "geh in die Klapse".

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@NetzBeratung

Und das wäre? Dann kläre die Fragestellerin doch auf. "Geh in die Klapse" sagt eh keiner, denn das ist eine Klinik und kein Hollywood Ort in dem Sadisten mit Riesenspritzen und buten Pilleneimern durch die Gänge ziehen.

Es geht nur darum, dass sie Hilfe bekommt. Wenn sie einen Theraupt ablehnt (zu sehen in einer anderen Frage) braucht sie anderweitig Hilfe. Das muss keine Einweisung sein, ich bin aber auch nicht der behandelnde Arzt um die Notwendigkeit bewerten zu können. Es geht auf jeden Fall nicht, dass sie hilflos so weiter macht und da solltest du konform gehen. Eltern sind keine Spezialisten, nur der Vater kann da wenig ändern, zumal wir nicht wissen was er schon gemacht hat seit Ausbruch der Krankheit, vor und nach der behandlung durch die Psychologin etc. Eine Ferndiagnose deinerseits anhand ein paar Beiträgen ist aber auch recht freigwürdig.

Wenn du dem Berufsstand angehörst wäre es wohl am besten sie mal per PN anzuleiten wo sie außerhalb einer Klinik Hilfe bekommt die sie auch mitmachen würde, denn wie sie sagt, eine "Psychotante" hatte sie schon und ist aktuell weniger dazu zu bekommen jemand anderen eine Chance zu geben. Ein anderer Weg wäre natürlich wünschenswerter, da stimme ich mit dir überein, so lang er ebenso oder noch besser helfen kann ein normales Essverhalten herzustellen und die Krankheit zu "besiegen".

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