Was kann man beim ARGE beantragen?

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6 Antworten

Wenn sie zu dieser Unterschrift gedrängt wurde, ist das sittenwidrig. Sie kann dagegen klagen. Das wird die Arge auch verlangen, und Leistungen nur vorläufig bewilligen.

Wenn ihr noch nicht länger als ein Jahr zusammenlebt, spielt dein Einkommen vorerst keine Rolle. Erst wenn das Kind da ist, bildet ihr auf jeden Fall eine Bedarfsgemeinschaft.

Ohne anspruch auf Leistungen vom Jobcenter muss sie sich selbst krankenversichern, kostet ca 160,--€/ Monat. Stellt das für euch beide eine soziale Härte dar, kann sie zum Sozialamt gehen und um Übernahme der Krankenversicherungsbeiträge bitten. Nicht zahlen, wie einer empfohlen hat, würde ich nicht machen, damit baut sie einen Riesenschuldenberg auf, der verjährt nicht so schnell und arbeitet sie irgendwann mal, dann muss sie diesen erst abbauen- kein guter Start in eine gemeinsame Zukunft. Eine Möglichkeit wäre auch heiraten, dann kann sie kostenfrei bei dir mitversichert werden.

dann seid ihr eben nicht zusammen, sondern habt eine WG und seid nur mitbewohner. heißt, ihr bildet keine bedarfsgemeinschaft und sie wird völlig unabhängig von dir behandelt, außerdem wird damit dein geld nicht angerechnet. nachdem sie die ablehnung von alg1 hat, kann sie beim jobcenter dann alg2 beantragen und das wird dann auch bewilligt.

Florian86 27.06.2014, 23:55

Würde dass auch gehen wenn wir nur eine 2 Zimmerwohnung haben und sie ist ja schwanger von mir wie verhält es sich da dann ?

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floppydisk 28.06.2014, 00:01
@Florian86

hm ok, 2 zimmer ist dann vielleicht etwas ungünstig. die schwangerschaft sollte dabei egal sein, solang das kind nicht da ist, bist du nicht unterhaltspflichtig und damit kann man ihr nichts anrechnen. ich würde mich nach einer größeren wohnung umschauen, die als wg durchgeht - braucht ihr sowieso, wenn das kind kommt. bis dahin sollte die arge ihren teil der miete übernehmen, wenn das kind da ist, sollte sowas durch kindergeld zu decken sein - mehrkosten wirst du also vermutlich keine haben. also so würde ich es vermutlich probieren.

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Florian86 28.06.2014, 00:03
@floppydisk

Wollen im Jannuar/ Februar in eine grössere Wohnung ziehen da diese noch umgebaut wird ( ist bei meinen Eltern im Haus)

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DerHans 28.06.2014, 12:30
@Florian86

Erst nachdem das Kind da ist, seid ihr zwingend eine Bedarfsgemeinschaft. Oder wenn ihr bereits länger als ein Jahr zusammen lebt.

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Tja, mit dem Aufhebungsvertrag ist ein fataler Fehler begangen worden; grundsätzlich kann man diesen nicht mehr rückgängig machen.

Nur in Ausnahamefällen kann man ihn anfechten; das wäre z. B. der Fall, wenn der Chef ihr eine Kündigung angedroht hätte, die aber bei einer Schwangerschaft überhaupt nicht möglich wäre.

Auch bei einer arglistigen Täuschung kann man anfechten.

Ob ALG-2 möglich ist, müsste man erst einmal ermitteln lassen; man kann aber zumindest einen Antrag stellen (im Internet gibt es ALG-2 Rechner, die eine erste Orientierung geben können).

Das ALG-2 würde allerdings für 3 Monate um 30% gekürzt, da man seine Stelle vorsätzlich ohne zwingenden Grund aufgegeben hat.

Florian86 27.06.2014, 23:59

Ja das war es aber ihr Chef und der Berzirksleiter haben sie so bearbeitet dass sie es trozdem gemacht hat nur waren sie dabei so schlau dass sie sich nichts zu schulden kommen lassen haben haben es schon mit dem Anwalt besprochen haben aber trozdem eine Anfechtung gemacht

ALG 2 wäre laut ARGE nicht möglich da ich zu viel verdiene.....

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DerSchopenhauer 28.06.2014, 00:12

Leider könnten auch die Voraussetzungen für eine Übernahme der Krankenversicherung durch das Jobcenter nicht gegeben sein; daher müsstest ggf. Du den Krankenkassenbeitrag übernehmen; ggf. kannst Du dann einen Zuschuß beantragen, sofern durch die Übernahme der Beiträge Hilfebedürftigkeit eintritt.

Es empfiehlt sich daher dringend das Jobcenter aufzusuchen und die Krankenkasse zu kontaktieren um alle Möglichkeiten auszuloten

Deine Freundin bleibt allerdings einen Monat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch nachversichert.

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DerSchopenhauer 28.06.2014, 00:22
@DerSchopenhauer

Wenn alle Stricke reißen:

Sie sollte aber auf jeden Fall eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung beantragen; wenn die Beiträge nicht gezahlt werden können, macht das zunächst nichts - die Krankenkasse kann ihr nicht kündigen - Basisleistungen (Notfallbehandlungen) aber auch ärztliche Leistungen in Bezug auf die Schwangerschaft müssen weiter durch die Krankenkasse bezahlt werden.

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DerHans 28.06.2014, 12:27

Gegen den "Aufhebungsvertrag" kann man selbstverständlich etwas unternehmen, wenn er ihr aufgedrängt wurde. Dann muss man eben zum Arbeitsgericht. Niemand würde das unterschreiben, und dann den Mutterschutz verlieren, wenn er NICHT unter Druck gesetzt wird.

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Beim Amt melden, damit sie wenigsten Krankenversichert ist. Wenn du zuviel verdienst, steht ihr gar nichts zu.

Florian86 27.06.2014, 23:41

Laut Amt würde sie nicht mal Krankenversichert werden....

Kann dass sein ?

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Florian86 27.06.2014, 23:47
@Heidrun1962a

das hat sie gemacht. Ich mach mir halt nur sorgen um die Krankenversicherung. Wenn etwas wäre oder schon allein die vorsorgeuntersuchenen und so...

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Heidrun1962a 28.06.2014, 00:03
@Florian86

Dann ist sie auch krankenversichert. Bei der Krankenversicherung wo sie auch vorher war. Da ändert sich nichts dran.

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Florian86 28.06.2014, 00:05
@Heidrun1962a

Haben vorsorglich eine Freiwillige selbstversichung gemacht dass sie auf jedenfall was hat

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Heidrun1962a 28.06.2014, 00:07
@Florian86

Was ist das denn für eine Versicherung?

Meinst du Private Krankenversicherung? Die wird bei der Schwangerschaft nicht zahlen, da der "Fall" ja bereits bei Abschluss der Versicherung vor lag

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Florian86 28.06.2014, 00:10
@Heidrun1962a

Bosch Krankenkasse.

Die BKK sagt dass sie für die Weiterversicherung zu kurz dabei war und zu bei den Eltern kann sie auch nicht mitversichert werden da sie in Spanien wohnen.

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Auch wenn ihr keinerlei Zahlungen zustehen, das Amt übernimmt auf jeden Fall die Krankenversicherung. Und das ohne Wenn und Aber!

Also sofort als arbeitssuchend melden.

Florian86 28.06.2014, 00:01

Hat sie heute schon gemacht. Muss sie dafür irgendwas bestimmtes ausfüllen haben vorsorglich bei der Kankenkasse einen Vertrag zur selbstversicherung gemacht

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HerrHoeltchen 28.06.2014, 00:16
@Florian86

Es ist so, dass sie ab dem Tag der Arbeitslosmeldung automatisch über die ARGE versichert ist. Alle nötigen Angaben findet ihr in den entsprechenden Anträgen die Ihr von der Arge bekommt und auszufüllen habt. Im Zweifelsfall wendet sich auch die Krankenkasse an sie und verlangt die "Kundennummer" unter der sie bei der ARGE registriert ist.

Also locker bleiben... versicherungstechnisch besteht kein Grund zur Panik und eine freiwillige Versicherung ist vorerst nicht nötig.

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