Was kann man als Therapie Ziel setzten?

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13 Antworten

Hallo,

wenn du eine Depression hast, weißt du selbst am besten wie schlecht es dir geht.

Also überleg doch kurz, womit es dir besser gehen würde.... mögliche Ziele...

  • mehr Bewegung
  • ich möchte mehr lachen
  • mich gesünder ernähren
  • positiver in die Welt schauen
  • leistungsfähiger zu sein
  • etc., etc., etc....

Da würden mir noch tausend andere kleine, sowie große Ziele ein.

Ich wünsch dir einen tollen Tag,
Tremsi

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Die Ziele hängen stark vom Individum und der Form der Krankheit ab. Hier einige Ideen...

Der erste Schritt ist jeweils zu lernen, mit der Krankheit umzugehen. Dies bedeutet z.B., wie man sein Leben gestalten kann damit die Krankheit nicht alles im Alltag bestimmt.

Depressionen verlaufen in den allermeisten Fällen nicht Linear was soviel heisst, dass es bessere und weniger gute Momente gibt. Ein nächstes Ziel wäre also, erneute grosse Tiefs auffangen zu können.

Da eine Therapie Zeit braucht, bis sie wirkt, wäre ein längerfristiges Ziel, dass die Therapie auch Einfluss auf den Krankheitsverlauf bzw. den Genesungsprozess hat. Konkret, dass es einem langsam und stetig Schritt für Schritt besser geht.

Ein grundsätzliches Ziel kann es auch sein, dass eigene Verhalten zu reflektieren und Probleme anzugehen, die nur im indirektem Zusammenhang zur Krankheit stehen.

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Dann würde ich das auch so sagen. Eine Behandlung, und die psychologische insbesondere, kann nur in beiderseitigem (Arzt & Patient) Einvernehmen zum Ziel führen. Einen Arzt sucht man sich aus und bekommt ihn nicht vor die Nase gesetzt. Es erfordert nämlich ein bestimmtes Vertrauensverhältnis.

Was Dein Hausarzt gemacht hat, ist Unfug. Er kann Dir in Ermangelung eigener Fähigkeiten einen anderen Arzt empfehlen, ihn Dir aber nicht aufzwingen.

Du könntest ja Wünsche notieren, wenn Du denn welche hast. Vielleicht von irgendwelchen Beschwerden befreit zu werden. Aber vornehmen willst Dir gar nichts. Vielleicht kommst Du irgendwann mal an den Punkt, wo Du Dir vornimmst, Dir von einem Psychologen helfen zu lassen.

Gruß Matti

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Hallo Jisatsuchan,

du bist sicher nicht wegen Langeweile zum Hausarzt gegangen.

Er hat deine ungünstigen Neigungen oder Verhaltensweisen erkannt und dir eine Therapie empfohlen.

Nun sitzt du bei der Therapeutin und weißt nicht wozu das gut sein soll.

Ich meine, du brauchst folgende Fähigkeiten:

Wegkommen von Fremdbestimmtheit,
Erkennen eigener Ziele und Motivation, diese zu erreichen,
Antriebslosigkeit in gesunde Faulheit umwandeln,
Freude empfinden und das tun, was dir Freude macht,
Wieder lebendig werden und am sozialen Leben teilhaben.

Alles Gute...

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Den Leidensdruck zu mindern ist das Ziel  einer Therapie, das Leiden kann ein Therapeut selten entfernen, denn es sind sehr oft verdrängte Traumen die für ein depressives Leiden verantwortlich sind.

Ich bin  Neurotiker mit Hochbegabung, habe autistische Züge, Borderlinesymptome, habe mehrere Therapien gemacht, die nur halfen mich selber zu akzeptieren. Dann wurde ich zeuge eines dreifachen Selbstmordattentats in Jerusalem, da starben 13 Kinder und Jugendliche einige hundert wurden durch die Nagelbomben verletzt.

Ich bekam eine posttraumatische Belastungsstörung in dessen Verlauf sich ein verdrängtes Kindheitstrauma öffnete, meine Sandkastenfreunde (8+4J) wurden mit Mutter, Oma und Opa von ihrem Vater erschossen.

Ich habe nie aufgehört mit mir selber zu spielen, das war mein Geheimnis, das habe ich auch keinem Therapeuten erzählt, erst bei der Traumaöffnung erkannte ich den Zusammenhang.

ein verdrängtes Trauma kann sehr starke Leiden auslösen, ein offenes Trauma ist ähnlich wie ein LSD Trip, dauert nur keine 8 stunden, sondern auch mal Jahre.

Erste Traumöffnung dauerte etwa 3 Jahre, zweite Öffnung 7 Tage, die dritte Traumeröffnung hält seit August 2015 an, erste Öffnung war 2002, zweite 2010. Ich habe ein sehr hochgradiges Doppelgewalttrauma. Ich bin 54 Jahre alt und habe das Gemüt eines 9 jährigen, das bedeutet sehr viele Tränen, ich bin eine Heulsuse!

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Ohne Grund wird deine Hausärztin dich sicherlich nicht überwiesen haben...

Und da du selber sagst, dass du an Depressionen leidest hat es ja auch seine Berechtigung.

Viel wichtiger als das Therapie Ziel ist jedoch, dass du dich auf die Therapie einlässt, dass du Hilfe annimmst um deine Probleme zu lösen.

Die Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn du es auch willst und mitarbeitest.

Viele Menschen mit gleichen Symptomen wie du müssen monatelang auf eine Therapie warten...

Ziele sind natürlich sehr individuell, die einen wollen dass die quälenden Gedanken aufhören, andere wollen wieder mehr soziale Kontakte oder sie wollen zukünftig medikamentenfrei leben....

Oder sie wollen nur die Krankheit verstehen und lernen damit umzugehen.

Auf jeden Fall wollen Patienten die unter Depressionen leiden wieder eine bessere Lebensqualität.

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Hallo,

sorry-ich werde keine Vorschläge machen,was DEIN Ziel oder der Wunsch an Deine Therapie wäre......

Ich wünsche Dir und Deiner Therapeutin nur,dass ihr ein vertrauensvolles Verhältnis zueinander aufbauen könnt und dass Du irgendwann vielleicht sogar gerne da hin gehen kannst,weil Du merkst,dass aktive Mitarbeit Dir weiterhilft.!

Alles Gute.

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Dann formuliere halt deine Träume. Welche Träume möchtest du gerne in deinem Leben realisieren? Träume wirst du doch wohl haben.

An deinen Träumen wirst du dich auch messen lassen müssen. Hast du realisierbare Träume oder bist du ein Traumtänzer der Wunschträumen hinterher jagt?

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Meine Therapieziele bei Depression waren, meine alten Fähigkeiten im Bezug auf konfliktfahigkeit, Konzentration und kritikfähigkeit zurück zu erhalten.

Wenn du z.b Körperliche Symptome Hast kann das z.b auch ein therapieziel sein

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Hey Jisatsuchan,

was ich hier lese schockt mich und deine Therapeutin auch etwas. Ich kenne diese Art von Therapeuten mit ihren "Hausaufgaben". Das Problem vieler Antworten hier ist, dass sie auf deine Frage eingehen oder dich noch mehr belasten mit eigenen Erfahrungen. Ich weiß nicht was genau du hast, was sehr nützlich zu wissen wäre, um dir irgendwie weiterzuhelfen.

Meine Antwort: Nichts. Du hast dir nichts zu überlegen klar? Es ist DEINE Therapie und ich verspreche dir, dass wenn du in die Therapie gedrängt wirst ohne sie zu wollen, wird sie DIR rein gar nichts bringen! Es stimmt schon - es wird schon einen Grund geben wieso du dort bist... aber trotzdem: überlege doch mal für dich, ob du dort sein willst und wenn nicht, wieso nicht? Wenn du absolut gar nicht hinwillst, versuch da rauszukommen, sonst kriegst du dort nur das Gefühl, dass du krank bist. Was ich dir aber mehr anrate: Versuche zu überlegen, wieso das für dich wertvoll sein könnte und sei aktiv in der Therapie, lass es nicht einfach über dich ergehen. Therapeuten, Psychologen, Psychiater etc. sind sehr schlaue Leute, die dir viel mitgeben können. Mach das Ganze zu deiner persönlichen Entscheidung.

Wie alt bist du denn? Was ist das Grundproblem wieso du hinmusst? Wieso hast du keine Lust auf die Therapie? LG

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Ziel : herausfinden, was Deine Probleme sind und wodurch sie verursacht werden.

Mit dem Therapeut herausfinden welche Denkmuster, Verhaltensweisen, dir das Leben schwer machen und an diesen arbeiten.

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Wenn du von deinem Hausarzt "genötigt" wurdest, wäre das erste Therapieziel überhaupt die Beantwortung der Frage: "Will ich das überhaupt."

Niemand sollte dich nötigen zu einer Therapie.Das wäre zudem für dich und die Therapeutin Zeitverschwendung.

Also:

Frage Nr. 1 wäre: "will ich Therapie?"

Wenn die Antwort Nein ist, dann lass es bitte sein.

Wenn die Antwort: "ja" ist, dann fallen dir weitere Therapieziele automatisch ein.

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sie machts sich das leichter..sie soll das mit dir persönlich besprechen

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