was kann ich tun, um mein ISDN zu retten?

4 Antworten

Also erstmal plant die Telekom die Umstellung auf das IP-basierte Netz für Ende 2018 (siehe Link im Kommentar von Telekom-Hilft). Aber wie das so ist mit Zeitangaben, das wird sicher später werden. Außerdem habe ich so meine Zweifel, ob ISDN völlig verschwinden wird. Was wird mit den ISDN-Telefonanlagen von Firmen, die zu Hunderttausenden in Betrieb sind? Was wird mit den Alarmanlagen? Die funktionieren momentan nicht über IP. Also gut Ding will Weile haben. Keine Panik, IP wird kommen, aber langsamer...

ISDN, korrekt Universal, wird definitiv irgendwann abgeschaltet, aber erst dann, wenn die IP Telefonie auch überall funktioniert. Ich bin vor 3 Monaten freiwillig von ISDN auf IP, weil besserer Tarif, umgestiegen und es gibt null Probleme. Im Gegenteil, die Upload Rate des DSL hat sich sogar verdoppelt.

Die Telekom ist der letzte Anbieter, der überhaupt noch ISDN anbietet, aber es wird auf jeden Fall noch länger als bis 2016 dauern, um alle Anschlüsse umzustellen.

danke, dass ISDN universal Data Network heißt, ist mir bekannt,. ich hatte halt eben nur schiss, dass ich mich dann mit einer halbherzigen Nötlsung begügen muss,

so richtig vorstellen konnte ich mir das so wie so nicht, dass die T-Com einfach einen Dienst einstellt, ohne einen guten ersatz bereit zu stellen...

lg, Nicki

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@NickiLittle

Nee, keine Angst, das wird keine Notlösung und auf keinen Fall ein Rückschritt.

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@NickiLittle
dass ISDN universal Data Network heißt, ist mir bekannt,

Falsch. ISDN heißt Integrated Services Digital Network. "Universal" ist die Bezeichnung der DTAG für diesen Anschlußtyp.

so richtig vorstellen konnte ich mir das so wie so nicht, dass die T-Com einfach einen Dienst einstellt, ohne einen guten ersatz bereit zu stellen...

Doch, genau das ist der Fall. Denn die NGN Netze (also auch All-IP der Telekom)

  • bieten keine Notspeisefunktion mehr an. Stromausfall = Keine Telefonie mehr = keine Feuerwehr/Polizei/Notarzt

  • haben eine schlechtere vertragliche Netzverfügbarkeit als ihre Vorgänger: All-IP Telekom = 97% (d.h. 11 beliebige Tage im Jahr ohne Telefon, und Sie können nichts tun)

  • haben teils abenteuerliche Latenzzeiten, damit sinkt auch die Gesprächsqualität deutlich.

  • können keine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mehr aufbauen.

  • ermöglichen das einfache Hacken von Telefonanschlüssen. Durch den massenhaften Einsatz an universellen Modemroutern (z.B. Fritzbox, Speedport etc.) werden Telefonanschlüsse leichte Beute für Hacker (wie bereits im letzten Jahr bei AVM Fritzbox gesehen).

  • bedingen die Zwangstrennung Ihrer Telefonverbindungen, wenn Sie gerade 24h nach der letzten Trennung telefonieren (gleiche Technologie wie beim aktuellen ISDN).

  • Haben ggf. Probleme bei der Anschaltung von Faxgeräten, Alarmanlagen, Hausnotrufgeräten, ec-cash-Terminals etc.

  • bieten keine Möglichkeit eines Backups mehr: Bei DSL via ISDN funktionert Internet-by-Call im Falle der DSL-Störung über ISDN, bei einer ISDN-Störung könnte man über SIP via DSL weiter telefonieren. Das ist dann Geschichte.

  • haben einen klassischen single-point-of-failure: Das den Router. Ist der defekt, war es das mit der Telefonie. Einziger Vorteil Telekom: Sie können Ihren eigenen benutzen und sich damit Redundanz schaffen. Andere Anbieter haben einen Routerzwang und damit weder Konfigurationsfreiheit noch Backup beim Endkunden.

Und so weiter.

Sichere Telefonie UND schnelles Internet (VDSL) auf einer Leitung wie bisher wird es nicht mehr geben. Man muß sich entscheiden, welchen der beiden Dienste man bevorzugt und dann zu einem entsprechenden Anbieter wechseln.

Wechseln schon alleine deshalb, weil TROTZ der massiven Einsparungen, die die Telekom durch die Umstellung auf die neue Technologie im Betrieb realisiert, die Anschlüsse genau so teuer sind wie ihre Vorgänger. Kurz gesagt: Eine Frechheit. Von den Zwangskündigungen, die bereits breit gestreut laufen, ganz zu schweigen.

Diese Profitgier auf Basis eines schlechteren Produktes kann man unterstützen, muß man aber nicht !

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@baindl
Nee, keine Angst, das wird keine Notlösung und auf keinen Fall ein Rückschritt.

Falsch. Siehe Antwort auf NickiLittle's Kommentar vom 23.03.14 / 15h20

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