Was kann ich tun? Tochter ADHS wird wieder ausgeschlossen.

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich rate dir ebenfalls ab von einer medikamentösen Behandlung. Ich würde sie in eine Verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Gruppe tun , das sie dort lernt wie man mit anderen Kindern klar kommt. Es liegt bei ihr wahrscheinlich ein mangelndes Unrechtsbewusstsein vor, daher kann sie sich nicht in andere hineinversetzen , reagiert empört über die Vorwürfe die man ihr macht und beschwert sich , das andere nichts mit ihr zu tun haben wollen. Ich betone das Wörtchen KANN ; nicht will ( das gibt es auch) aber so wie du sie hier beschreibst , kann sie es mit aller Wahrscheinlichkeit nicht einordnen. Dafür gibt es eben ein gruppen- angebot , in der sie das lernen kann. Wie wirke ich auf andere ? wann sage ich was zu wem? wie kann ich lernen , was ich zu wem sagen darf und was nicht ? Sie kann praktisch in einem geschützten rahmen diese Erfahrungen machen mit anderen Kindern. Wenn du noch Fragen hast zu dieser Gruppentherapie ,nur zu..... LG

Kniffelig. Das ist so eine Frage die man eigentlich nicht beantworten kann ohne das Kind zu kennen. Wenn sie nicht mal im Spiegel merkt dass sie andere Beleidigt deutet das im übrigen über ADHS auf Autismus. Schon mal untersuchen lassen? Viele leichte Asperger-Autisten werden lange für ADHSler gehalten. Aber auch das kann man per Forum nicht wirklich beurteilen, da muss ein Profi ran.

Klar ist dass im Gegensatz zur allgemeinen Stammtischmeinung die häufigste Indikation für Methylphenidat soziale Schwierigkeiten sind und nicht, wie immer behauptet, schlechte Noten. Das Medikament stärkt nicht nur die Impulskontrolle sondern schärft auch die Selbstwahrnehmung, auch im sozialen Kontext, da klemmt es bei vielen ADHSler extrem - die nehmen sich komplett falsch wahr. Durch das Medikament können Freundschaften aufgebaut werden, eine Therapie hilft dann das eigene Verhalten zu verstehen, die Freundschaften sind eine positive Rückmeldung die diese Therapie wirksam machen (pubertierende ADHSler machen sehr gerne dicht) und nach einer Weile können die meisten auch ohne Medikamente weiter Kontakte halten ohne sie sofort wieder zu zerstören.

Wenn ihr noch nie Ritalin & Co ausprobiert habt - versuch es aber NUR (!!!) in Kombination mit einer Verhaltens- Psycho- oder Ergotheapie (was bei den konkreten Problemen halt am besten passt). Du musst es so sehen: Das Medikament unterstützt die Therapie, nicht andersrum! Ritalin ist keine Zauberpille aber es kann helfen.

hallo, nicht jedes kind das adhs hat muss automatisch ritalin schlucken, ein weit verbreiteter irrtum. meine tochter hat auch adhs, mal zeigt es sich mit voller wucht, mal ist es gar nicht groß zu spühren.

wichtig ist das du einen guten arzt hast, der nicht immer mit den medis um sich wirft. es gibt verhaltens therapien, gruppen therapien etc. pp. auch du kannst viel tun um den umgang mit deiner tochter einfacher zu gestalten. ich hüte mich jetzt aber da tipps zu geben... such dir hilfe...

im notfall gibt es sogar, deutschlandweit, schulen die extra für kinder mit adhs ausgelegt sind. allerdings ist es nicht ganz einfach das ein kind dort aufgenommen wird, da diese oft nicht staatlich sondern von sozialeinrichtungen wie cartias etc. geführt werden.

auch solltest du dringend gespräche mit den lehrern und dem direktor führen, oftmals werden diese kinder einfach als stöhrenfriede und nicht unterrichtbar eingestuft und rutschen somit noch mehr ab. auch wenn hier die gabe von medikamenten gefordert wird, würde ich dies nicht so akzeptieren. diese kinder sind mühsam, man muss sich damit befassen etc. pp. viele lehrer haben darauf keine lust oder eben zu wenig kentniss.. sollte die schule sich hier total quer stellen, so würde ich in ruhe nach einer schule suchen die mit adhs kindern erfahrung haben, da gibt es auch staatliche schulen !

und dann beschäftige dich mit dem thema, desto besser du verstehst wieso dein kind so reagiert um so besser kannst du es anderen auch erklären und verständniss erhalten.

leicht wird es nicht werden, du wirst viel rumrennen, ärzte aufsuchen, therapeuten finden müssen.. gespräche über gespräche führen, aber es wird sich lohnen ;O)

ich wünsch dir ganz viel kraft und gute ärzte, therapeuten und lehrer!

Bevor ich zu Medikamenten greifen würde, würde ich noch versuchen, was anderes zu machen: sie mal aufnehmen. Irgendwie lässt sich das bestimmt bewerkstelligen, dass man sie bei manchen Aktionen einfach mal filmt.

Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass sie das selbst gar nicht bemerkt, wenn sie ausfallend wird. Aber wenn man ihr das dann zeigt und beweist... Dann wird sie eventuell bereit sein, selbst auf sich zu achten und an sich zu arbeiten.

Wäre zumindest einen Versuch wert.

Sie flunkert und verhält sich asozial. Das musst du ihr klipp und klar machen, dass so ein Verhalten nicht geht und die Reaktionen der andren Kinder darauf angemessen sind.

Zeige ihr, wie man sich in entsprechden Situationen ("die andren mach etwas falsch") besser benehmen kann. Ohne Beleidigungen zu gebrauchen.

Ritalin und Beleidigung: Hat nichts miteinander zu tun

Was möchtest Du wissen?