Was kann ich tun - Einnässen?

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Okay...

Frag dich erst mal folgendes: Wie kam es dazu das die Windel über Nacht weggelassen wird? Was war der Auslöser? Von wem aus ging das?

Dann frage dich: Wie gut klappt das tagsüber bereits? Muss man das Kind erinnern oder geht er selbständig, ohne das er erinnert werden muss?

Dann kommt die Frage nach der abendlichen Trinkmenge und ob der Junge vor dem Schlafengehen (im Zuge des "fürs Bett fertig machen") nochmal aufs Klo geht und die Blase entleert.

Zusätzliche Faktoren: Schläft dein Sohn sehr fest/ tief? Kann ja sein das er so dermaßen im Schlaf drin ist das er es in dem Moment garnicht merht das die Blase drückt. 

Ist der Weg zur Toilette weit? Ist der Weg sehr dunkel oder problematisch wegen irgendwelcher Möbel die irgendwo im Weg stehen/ Lichtschalter die schwierig zu drücken sind bzw. kaum erreicht werden können? Vielleicht ist es zu dunkel, zu unheimlich? Geh das mal Schritt für Schritt durch - um für dich dann eingrenzen zu können ob das Einnässen einfach nur die Folge eines Vermeidungsverhaltens ist.

Ich empfehle dir übrigens einen Matratzenschutz (die gibts ja in der Größe der Matratzenliegefläche). Wir haben einen der via Gummizug an den vier Ecken der Matratze befestigt wird. Er saugt Urin auf, lässt nichts bis zur Matratze durch.

In den ersten Monaten, seit unser Nachwuchs über Nacht keine Windel trägt, hatte ich auch zusätzlich eine Einwegunterlage zwischen Bettlaken und Matratzenschutz. So musste "wenn" dann nur das Laken gewechselt werden. Nach einigen Monaten war unser Nachwuchs schon so lange unfallfrei und sicher genug das ich diese Einwegunterlagen auch weglassen konnte (die restlichen Pakete stehen nur noch zur absoluten Sicherheit in einem unserer Schränke).

Er entschied keine Windel mehr zu tragen und er wird hysterisch wenn ich ihm eine anziehen möchte. Er sagt er sei schon groß und will nochmal probieren. Das finde ich toll. Aber das Bett ständig nass inkl  Kopfkissen und Decke ist auf Dauer eine Herausforderung. 

Tagsüber klappt es im Moment leider auch nicht so gut. Deshalb wollte ich eigentlich zurück zur Windel bis es tagsüber wieder klappt 

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@Familientrupp

Hmm, versuch doch mal in Erfahrung zu bringen ob das wirklich die alleinige Entscheidung deines Kindes ist - oder ob da irgendwelche älteren Geschwister/ Freunde oder die Großeltern/ andere Verwandte oder sogar die Erzieher im Kindergarten ihre Hand im Spiel haben.

Kinder sind ja recht leicht zu beeinflussen durch negative Kommentare a la "Mensch, du bist doch viel zu groß für ne Windel - oder bist du noch ein Baby? Haha, nur Babys brauchen Nachts noch eine Windel!".

Beispiel:

Ähnliches bekam mein Nachwuchs und ich damals auch von hier und da zu hören... "Was soll das Kind denn machen wenn es erst mal in der Schule ist?" etc pp.

Ich habe das aber häufig in ruhigen Momenten mit meinem Nachwuchs besprochen, versucht darin zu bestärken "das jeder anders ist, jedes Kind anders schnell ist in der Entwicklung, man selbst entscheidet wann man denkt das man soweit ist". Ich habe regelmäßig beim Zubettbringen angeboten "Mit oder ohne Windel?"

.... Es brauchte Monate bis dann auch mal abends kam "Heute probiere ich es mal ohne Windel in der Nacht". Die Entscheidung lag also ganz beim Nachwuchs. 

Gut, unser Nachwuchs war entsprechend "spät" vollkommen trocken.. erst innerhalb der ersten Grundschulklasse... Aber das war mir lieber als tausend Rückschläge oder ein Kind das eine Abneigung gegen den Toilettengang entwickeln könnt.

Zumal ich genau wusste "da wo der Körper noch nicht weit genug entwickelt ist, so das der Harndrang rechtzeitg bemerkt wird und geschaltet wird das umgehend die Toilette aufgesucht wird, da kann man herumprobieren wie man will... mit kaum Erfolg"

Dazu folgendes: Ich würde nicht tagsüber zurück zur Windel greifen.
Lieber regelmäßig an die Toilette erinnern, bzw. dort hin schicken. Harntreibende Getränke (bei uns löst selbst eine Tasse Tee schon wahre Wasserfälle aus) evtl einschränken.

Die Toilettenzeiten auch an bestimmte Geschehnisse knüpfen. Morgens direkt nach dem Aufstehen, bevor man das Haus verlässt, vor oder nach einer Mahlzeit, bevor die Lieblingssendung im TV anfängt (so muss das Kind nicht währenddessen.... das Argument zog bei meinem Nachwuchs). Wenn man heimkommt direkt erst mal aufs Klo, bevor es ins Bett geht.... Solche Situationen eben.

Warum ich nicht zurück greifen würde zur Windel über den Tag? Weil das nur wieder ein Schritt zurück wäre. Obwohl dein Sohn doch tagsüber schon so viele Erfolge (a la trockene Zeiten) hatte.

Überlegt euch daheim auch mal ob es eine gravierende Veränderung im Familienleben gab, ein einschneidendes Erlebnis das dies vielleicht ausgelöst haben könnte.

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Das ist wirklich toll, dass er meint, er sei ja schon groß. Wie groß wir Menschen aber tatsächlich sind, das bestimmen nicht wir, das bestimmt die Natur. 

Um ohne Windel auskommen zu können müssen erst mal bestimmte Muskeln so weit entwickelt sein, dass sie bestimmten Nervenbahnen ihren Zustand mitteilen können. Und diese Nervenbahnen müssen dann auch fähig sein, den Zustand an unser Bewusstsein weiter leiten zu können. 

Auch und gerade so kleine Kinder verstehen die Natur durchaus sehr gut. Gehe also mit ihm raus in die Natur und gönne ihm reichlich Zeit zu entdecken, dass kein Blatt wie das andere ist, keine Blüte, kein Halm. 

Dann zeige ihm zuhause die Seite von tena. tena bietet Windeln für Erwachsene an. In unterschiedlichen Größen. 

Wenn es Windeln für Erwachsene gibt, was hat dann das Einnässen Deines Sohnes mit seinem Alter zu tun, mit der Frage, ob er schon groß ist oder nicht?

Die Unlogik wird Dein Sohn selbst sehr gut erkennen. Und er hat auf diese Weise gelernt, dass das Geschwätz anderer Menschen oft nur dummes Geschwätz ist, auf das Wert zu legen keinen Sinn macht. 

Kam mir so in den Sinn. 

Ach ja: Groß Jungs können dann schon lernen in der Küche und sonst im Haushalt zu helfen. Also lernen, sich selbst zu versorgen, mit den verschiedenen Instrumenten angemessen und vorsichtig und sorgfältig umzugehen. :) 

Es ist etwas peinlich...Aber ich war auch bis zu meinem 10. Lebensjahr Bettnässer...Zwar nicht jede Nacht, aber bestimmt 2/10 Nächten...Meine Mutter war auch sehr verzweifelt und wusste nicht, was sie machen sollte, deswegen suchte sie sehr oft einen Kinderarzt auf, alle konnten uns nicht helfen, bis die eine mal sagte, dass es daran liegen kann, dass das Kind (ich) irgendwie Stress hat oderso (Genauso war es auch) Habe dann mit meinen Eltern darüber gesprochen und alles war gut, nun weiß ich aber nicht, obn das auch  mit einem 4 jährigen Kind so ist...

Geht es in den Kindergarten und hat doch etwas Stress mit den anderen oderso?

Liebe Grüße titit

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