Was kann ich selbst gegen das Insektensterben tun?

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3 Antworten

Hi LetsPlayTube

Ich würde dir raten...tja. Wenn du den eigenen Garten nicht gestalten kannst... setz dich doch mal mit der nächsten NABU-Ortsgruppe in Verbindung. Alleingänge sind manchmal nicht so effektiv bzw. eigentlich kannst u ja auch nicht einfach irgendwo was aufhängen- praktisch schon, aber wenn es jemand anderes dann wieder wegmacht isses weg, und vielleicht sogar mit Recht.

Ich würde dir raten, dich auch einmal mit der in den Medien weniger präsenten Seite des Themas zu befassen oder auch mal einen anderen Blickwinkel auf die Problematik anzunehmen.

Also zunächst mal. Du erwähnst die Bienen. Medienberichte über das Bienensterben haben mit der Realität wenig zu tun. Dieses Video hier mal gucken: 

Das "Bienensterben" ist eine moderne Legende. Es findet nicht statt.

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Dann: Unsere Kulturlandschaft verändert sich durch die veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen und moderne Landwirtschaft in erheblichem Maße.

Die Nutzung hat sich reduziert, viele Flächen werden nicht mehr offengehalten, und ein konventionell bestelltes Feld kann im Extremfall kaum einen Wert für die hier durch die ehemals kleinräumige und viel umfangreichere Nutzung ermöglichte Artenvielfalt an Insekten.

Entsprechend ändert sich das Artenspektrum und z.T. auch die Menge bestimmter Insekten. Es ergibt sich aber keineswegs, dass dies nun unbedingt verlangsamt werden sollte, oder ein Status quo (aus welcher Zeit?) geschützt werden soll. Dies ist auch angesichts des Umfangs der Veränderungen gar nicht möglich. Es gibt hier Raum für Diskussionen, die natürlich nicht von Naturschutzaktivisten geführt werden- und die auch in den Medien selten sind.

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Ein "Insektenhotel" ist ein Tropfen auf den heißen Stein- und ein Eingriff, der, wenn er wirksam sein soll, für immer fortgesetzt werden muss- denn er ist ebenso künstlich und menschengeschaffen wie die Kulturlandschaft es immer schon war.

Ich finde die Art und Weise, wie Insektenhotels oft beschrieben werden und als wichtiger Beitrag glorifiziert werden, wenn man, z.B. mit Schülern oder so, so was baut, peinlich. Letztendlich sind die Dinger in ihrer Besiedlung (oder nicht-Besiedlung) ziemlich von den mikroklimatischen Verhältnissen abhängig- die erhofte Vielfalt stellt sich oft gar nicht ein. Und sie sind natürlich nur dann ein Vorteil, wenn tatsächlich ein begrenzender Faktor der Populationen vor Ort eben der Mangel an Unterständen ist- das ist nicht selbstverständlich. Und seltene Arten sind darin- selten.


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Kommentar von Grobbeldopp
18.07.2017, 00:47

PS durch die ersten 4 Minuten und die Machart von dem Video nicht abschrecken lassen.

Der Autor ist kein Verschwörungstheoretiker, und es ist anzunehmen dass er etwas über Bienen weiß. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard\_Liebig

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Insektenhotels bieten bestimmten Insekten Nistplätze und Überwinterungsmgölichkeiten. Auf dem Land mangelt es daran aber kaum.

Für alle Insekten kannst du die Umgebung, den Garten naturnah gestalten, mit heimischen Futterpflanzen, so dass möglichst lang im Jahr immer etwas blüht, für die Pollensammler/fresser (dazu gehören auch viele Käferarten z.B. Schwebfliegen und andere Insekten und nicht nur Bienenarten) Lippenblütler für die Nektartrinker usw. Zu letzeren gehören viele Küchenkrauter, die man draußen anbauen und ausblühen lassen kann, viele sind auch winterhart. 

Googel mal "Bauerngarten Pflanzen". Da ist alles dabei, was Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge mögen.

Dass Bienen beim Futtrsammeln nicht agressiv sind, weißt du ja sicher.  Ich hab mir als Kind die meisten Stiche beim Barfußlaufen auf mit Klee durchsetztem Rasen geholt.

Guck mal, diese Seite könnte für dich sehr interessant sein, genau dein Thema:   http://www.gartenkollektiv.de/tag/biotop/

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Kommentar von LetsPlayTube
17.07.2017, 23:33

Erstmal Danke für die wertvollen Tips! Ja das mit dem auf Bienen treten ist mir nur all zu gut bekannt. Ich wurde auch seid meinem "entscheidenen" Stich, der mich damals fast das Leben kostete, nicht mehr gestochen, allerdings möchte ich dahingehend kein weiteres Risiko eingehen. Ich denke das mit dem Garten umgestallten wird durch den Geschmack meiner Mutter eher schwierig. Jetzt mal nur auf das Feld und den Wald bezogen, würde es also helfen ab und zu einen Pfal, an dem Töpfe befestigt sind, in denen die eben von dir genannten Pflanzen wachsen, an verschiedenen Plätzen aufzustellen?

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0 Toleranz zu Chemie in Feld und Flur,Nistmöglichkeiten schaffen für Flug und Boden Insekten wäre da schon eine große Hilfe.

LG sikas

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