Was kann ich noch gegen meine Depression tun?

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8 Antworten

Hallo Zerstoertex,

Ich weis das es schwer ist sich Hilfe zu suchen. Aber ich weis aus eigener Erfahrung das es das richtige ist. Ich selber habe bereits 7 Suizidversuche hinter mir, habe mich zeitweise mit Rasierklingen selbst verletzt. Ich war über 6 Monate in insgesamt 4 mal in 3 verschiedenen Abteilungen einer Psychiatrischen Klinik in der Schweiz. Ich will einfach das du weist das du nicht alleine bist, es gibt Menschen die das Gleiche oder ähnliches durchgemacht haben.

Zunächst mal will ich das du verstehst was ein Selbstmord(versuch) bedeutet und was das für Auswirkungen auf dich und dein Umfeld haben kann. Ich möchte dich abschrecken damit du nie im Leben auf die Idee kommst den gleichen dummen Fehler wie ich zu machen. Wenn du dich umbringst wirst du deine Familie, deine Bekannten und Menschen denen du etwas bedeutest in eine tiefe trauer stürzen. Das kann sogar unter Umständen Depressionen auslösen. Du würdest deinen Eltern das Herz brechen und für immer ein riesiges Loch in ihr Herz reißen. Wenn so ein Versuch fehlschlägt könntest du für immer bleibende körperliche Schäden davon tragen. Mit allen dir verfügbaren Suizidmethoden wären extreme schmerzen die Folge egal ob du es überleben würdest oder nicht. Die aller meisten Menschen, mich eingeschlossen bereuen es sofort nach dem sie es getan haben. Es ist absolut schrecklich und so etwas ist einfach nur schlimm. 

Das wichtige ist aber das du dir bewusst machst das es nicht schlimm ist wenn du diese Gedanken hast. Es gibt viele trigger und auch psychisch gesunde Menschen haben häufig in ihrem Leben mal Gedanken an den Tod und Suizid. Du musst lernen diese Gedanken zu akzeptieren, verurteile dich nicht dafür sondern kontrolliere sie und lebe sie einfach nicht aus.

Was ebenfalls wichtig ist das du dir einen ambulanten Therapieplatz suchst. Wenn ein stationärer Aufenthalt für dich nicht in Frage komme dann versuche es über einen ambulanten Kinder und Jugend Psychiater/Psychotherapeuten. Dir muss jedoch bewusst sein das es häufig Wartelisten gibt und das in manchen Fällen bis zu 6 Monate oder länger dauern kann bis du einen Therapieplatz kriegst. Wenn du es also nicht länger aushältst wäre ein stationärer Aufenthalt die bessere Lösung. Du solltest dich dem gegenüber nicht zu sehr verschließen, es gibt gute Kliniken die dir helfen können. Du musst dich jedoch darauf einlassen. Ein Tipp: Falls du gehst schau dir vorher mehrere Kliniken an und mach eine Hausbesichtigung um dir einen richtigen Eindruck  zu verschaffen. Es ist sehr wichtig das du eine richtige Diagnose durch deinen Hausarzt/Psychiater bekommst damit du auch Medikamentös behandelt werden kannst,

Zum selbst verletzen: es ist wirklich das dümmste was man machen kann. Desto schärfer die Klinge, desto grösser und hässlicher werden die Narben. Es wird dich stigmatisieren und die Menschen werden dich dafür verurteilen, was zwar absolut falsch ist aber so sind die Menschen leider. Meine Tipps für dich:

  • Versuche es mit sogenannten Skills: Skills sind Tätigkeiten und Dinge die als Substitution (Ersetzung) des Verlangens nach SV eingesetzt werden. Diese Methoden werden auch in Kliniken an Patienten vermittel. Solche Skills können sport, lesen, aufräumen etc. sein. Der heftigste skill und den Schmerz zu ersetzen waren auf Pfefferkörnern kauen oder einen Eiswürfel auf Salz an einer Hautstelle schmelzen zu lassen. Der Schmerz ist vor allem beim letzten Skills sehr extrem.
  • Wenn es nicht anders geht dann an Stellen die man nicht so gut sieht. Da wäre der Oberschenkel am idealsten.
  • Reinige und Pflege deine Wunde gut. Desinfiziere deine Klingen wenn du sie unbedingt benutzen musst. Kauf wie Wundsalbe und Salbe gegen Narben

Such dir bitte unbedingt professionelle Hilfe.Es ist absolut nichts verwerfliches daran. Viel Glück :)

LG, Anduri87

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Hallo,

in Deinem Alter ist einem so vieles unangenehm, worüber Du bestimmt mal später lachst.

Mit Depressionen, Selbstverletzung ist nicht zu spaßen und Deine Eltern sind vielleicht wirklich nicht so die richtigen Ansprechpartner.Aber vielleicht eine Ärztin?

Du bist wahrhaftig nicht alleine mit diesen Problemen und ich fände es sehr schade, wenn Du durch langes Aussitzen chronische, also langjährige psychische Probleme bekämst.

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Schritt 1: Ablenkung ist das A und O um eine Depression im Keim zu ersticken. Such dir Hobbys, über diese kannst du auch neue Freunde beziehen.


Schritt 2: Eine echte Vertrauensperson finden, die stark genug ist dein gebrochenes Herz zu tragen. So jemanden zu finden ist schwer. Diese Menschen müssen psychologische Veranlagungen haben, um genug feingefühl zu zeigen. Außerdem muss diese Person deine Probleme aus seinem Leben fern halten. Wenn diese Person das nicht kann, wird sich die Gebrochenheit übertragen. (siehe dein 150 km Freund)


Schritt 3: Das Leben lieben lernen: Es ist wichtig dass du anfängst dich selbst zum lächeln zu zwingen, es ist einfache Psychologie. Das Lächeln kann dein Gehirn programmieren mehr endorphine auszuschütten, was dich algemein glücklicher macht. Außerdem solltes du anfangen die Dinge positiver zu sehen, und für eine bestimme Sache im Leben eine echte Leidenschaft zu entwickeln, eine die dir Zeigt, dass das Leben es wert ist, gelebt zu werden.


Ich stehe natürlich gerne weiter mir Rat und Tat zur Verfügung.


Ich hoffe ich konnte dir helfen.

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Eyyy, bin in deinem alter, du bist nicht allein :) Töte dich bitte nicht, es... es ist es einfach nicht wert. Ich war selber depressiv, da ich nach dem Umzug einfach keine Freunde gefunden habe... aber irgendwie, keine ahnung bin ich aus dem Loch rausgekommen. Echt, ich hab noch nie so ne dicke freunding gehabt, aber keine ahnung, hab ich angefangen mega poritiv zudenken, ob wohl ich das nicht mal vorhatte. Ich hab mir animies reingezogen, die zwar kindisch waren, aber auch motiviernt. So nen Charakter bei Yu gi oh Zexal, yuma, der hat mich irgendwie voll motoviert, obwohl er nicht mal existiert. Deine Zukunft ist einfach in dir, und wenn du erstmal richtig aufgewacht bist, gibst du dem Himmel high five. Ich bin dann einfach kindisch geblieben. Meine neue klasse war hat so erwachsen, das hat mich bedrückt. Und dann hab ich random auf sie geschissen, und blieb ich selbst. ( srry für die Rechtschreibung, schreib grad relativ schnell) Ich heule manchmal immer noch, aber dann gehts weg, wir beide sind 14 alter, wir haben (hoffentlich) noch 70 Jahre zuleben. Es kann sich viel ändern, unfassbar viel. Ich hasse umarmungen.

Fühl dich von mir umarmt.

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Psychiatrische Behandlung....am besten in einer Klinik...wird dir helfen.Es kann doch so nicht weitergehen! Und wenn du dort merkst,dass es dir wirklich nix bringt,kannst du auch wieder entlassen werden.Wünsche dir Mut dazu und natürlich gute Besserung :)

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Wenn du dir das Leben nehmen würdest, würdest du Menschen in deinem Umkreis im Stich lassen und diese eventuell auch zu Depressionen ziehen. Jeder Mensch ist auf seine eigene Art & Weise wundervoll.

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Jeder denkt am Anfang, dass er sich nie vor einem Therapeuten öffnen und nicht über seine Gefühle reden kann. Fakt ist aber, dass die Angst total unbegründet ist. Am Anfang fällt es schwer ja, aber es wird besser und am Ende wirst du froh sein, dass durchgezogen zu haben :)

Mach bitte eine Therapie! :)

Ansonsten hilft auch eine Selbsthilfegruppe zu besuchen (parallel zur Therapie natürlich).

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Und wer hat die Depressionen diagnostiziert? 

Wohl doch dein Therapeut. Und mit dem solltest du auch darüber reden.

Ach du hast sie selber diagnostiziert? 

Auch dann solltest du dir einen Therapeuten suchen

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