Was kann ich nach Skoliose OP noch machen?

5 Antworten

Der operierte Bereich wird versteift - dort ist KEINE Bewegung mehr möglich. Weder beugen, neigen oder drehen. Jedoch wird i.d.R. nur ein Teil der Wirbelsäule versteift. Die restlichen Wirbel und die angrenzenden Gelenke werden einen Teil der fehlenden Beweglichkeit mit der Zeit kompensieren können aber sicher nicht alles. Wie sehr genau und bei welchen Bewegungen du diese Bewegungseinschränkung spürst, hängt u.a. davon ab, wie lang deine Versteifungsstrecke ist und auf welcher Höhe sie sitzt.  Ist die Lendenwirbelsäule versteift, wirkt sich das natürlich anders aus, als wenn es die Brustwirbelsäule ist. Ein "knacken" wird in dem Bereich wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, bzw sollte auch nicht versucht werden. ;) 

Nach der OP darfst du für ca 1 Jahr überhaupt keinen Sport machen. Erst danach ist es komplett ausgeheilt und du kannst dich versuchen wieder an Sport zu wagen. Auch hier kommt es sehr auf die einzelne Person und die Versteifungsstrecke an was geht oder nicht. Ich selbst würde mit vielen Sportarten nicht zurecht kommen, andere schaffen erheblich mehr... pauschal kann man das nicht sagen. Man ist auf alle Fälle nicht mehr so "wendig", auch sind Sportarten wo man sich viel nach unten Beugen muss usw natürlich schwierig. Was definitiv wegfällt sind Sachen wie Bodenturnen, Breakdance o.ä.  Auch Sachen wo eine detaillierts Gewichtsverlagerung von Nöten ist (zb Ski) kann für manche schwierig sein. Generell gilt es da, die gewünschte Sportart vorsichtig und ggf mit entsprechendem Schutz bei Sturzgefahr (Rückenprotektor...) auszuprobieren und schauen was geht. Man muss auf alle Fälle damit rechnen, dass man nicht mehr die gleiche "Leistung" wie vorher erbringen kann, da die Wirbelsäule letztendlich bei allen größeren Bewegungen beteiligt ist. 

Leute die als Jugendliche operiert werden, können die Bewegungseinschränkung normalerweise besser kompensieren als ältere. Da kann sich der Körper noch besser anpassen.

 Ich wünsch dir viel Glück für deine OP, falls du konkrete Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben. Bin selber operiert und kenne auch einige andere, die die OP hinter sich haben. 

So, so, ein Jahr kein Sport nach der OP! Wer sagt denn so etwas? Ich bin genau 7 Wochen nach der LWS-OP wieder als Ballettänzerin auf der Bühne gestanden - auf Spitze! Erst nach den HWS-OPs musste ich das Handtuch werfen, aber nicht, weil ich mich nicht mehr bewegen konnte, sondern weil die Technik, die man für Pirouetten braucht, nicht mehr durchführbar war. Abgesehen davon, konnte ich auch da nach drei Monaten wieder trainieren. Es folgte noch eine weitere LWS-OP und ich kann mich bis heute gut genug bewegen, um zu unterrichten und zu choreographieren.

Es ist also individuell wohl sehr verschieden, wie schnell oder langsam man wieder Sport betreiben kann. Von einem einjährigen Sportverbot, kann sicher keine Rede sein!

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@Tanzistleben

War das bei dir auch eine Skoliose OP oder eine andere OP an der Wirbelsäule? Mehrere führende  Skoliose-OP-Kliniken (Werner Wicker, Neustadt, ...) haben zumindest das ein einhähriges "Sportverbot" eingeführt, damit der Bereich anständig verknöchern kann. Das habe ich von sehr vielen Skoliose-Operierten gehört und war bei mir auch so. 

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Hallo,

bitte lies meinen Kommentar, den ich unter die Antwort von "Gege3210" geschrieben habe.

Sonst kann ich mich nur den anderen anschließen: Frag bitte deine behandelnden Ärzte, nur sie können deine Fragen schlüssig beantworten. Dazu muss man nämlich wissen, wo genau versteift werden soll und mit welchen Techniken du operiert wirst. Die Medizin macht laufend so große Fortschritte, dass nicht einmal Antworten von jemandem, der vor fünf Jahren operiert wurde, heute mehr zutreffen müssen.

Sei ganz beruhigt, die Ärzte werden das Bestmögliche für dich tun und dafür sorgen, dass du noch einige Sportarten machen wirst können.

Ich wünsche dir alles Gute für die OP und ganz baldige Genesung. "Blaue Häschen" sollen ja angeblich ganz besonders schnell wieder gesund werden! 😉😄

Hallo !

Es scheint mir, dass Ihnen das nur die Klinik sagen kann/darf, welche die Versteifung gemacht hat, nach radiologischer, nerflicher und physiologischer Untersuchung. Und vielleich ein paar Wochen Reha, stationar, in Klinik.
Da sollte man sehr vorsichtig sein. Leider...

Ich habe Schwierigkeiten mit C2 bis D1 und L3 bis S, wo kein Chirurge ran will, weil ich sicherlich durch die vielen Operationen querschnittsgelähmt würde, sagen sie. "An Ihrer Stelle würde ich so lange so weiterleben, wie es geht. Solche schweren Operationen machen wir nur, wenn wirklich kein anderer Ausweg mehr ist. Wenn schon Alles verloren ist".
Aber die sind nicht "an meiner Stelle".

Ich habe mehrere Aufenthalte in Rehas gemacht, um versuchen, Operationen hinauszuziehen. Das half mir jeweils ein paar Monate. Danke !
Jetzt lehnt man mir das jedoch ab. Letzte Woche. Weil "nichts mehr zu wollen ist". Mist...

Vor zwei Jahren war ich fünf Wochen in einer speziellen Rehaklinik, hier in Frankreich. Die Klinik wohin sie ziemlich alle versauten Rückgratsoperationen hinschieben. Da habe ich Leute mit argen Schmerzen kennengelernt. Fürchterliche Schreie. Hauptsächlich waren da Leute, denen sie plastikene Vollkorsette machten. Was jedoch ihren Schmerzen nicht viel half. Auch ich schreie.

Bei Manchen waren sogar die Schrauben schlecht, schräg, eingesetzt worden, was das Rückenmark kaputtmachte. Und die Wirbel noch weiter zerbrochen hatte. Das hatte mich etwas "geheilt". Ja, weg da. Durchhalten.

Es tut mir Leid, nichts bBesseres mitteilen zu können. Ich hoffe, dass es vielleicht in Deutschland mit derart Sachen vielleicht etwas besser geht (?).
MfG
Gerhard

Bitte erzähle doch nicht solche Schauergeschichten, schon gar nicht einem jungen Menschen VOR der OP!

Ich habe selbst 4 Wirbelsäulen-OPs hinter mir (C3 - Th1, LW2 - S1)! Sie sind komplikationslos verlaufen. Nach den LWS-OPs habe ich noch einige Zeit als Ballettänzerin (!) gearbeitet, seit den HWS-OPs unterrichte ich noch und arbeite als Choreographin.

Es war natürlich nicht lustig und ich hätte mir Schöneres vorstellen können, aber ich hatte immer Vertrauen in meine Ärzte. Weder der Neurochirurg, noch der Orthopäde haben mir vermittelt, sich nicht drüberzutrauen. Natürlich war ich über alle Risiken informiert und wurde bestens aufgeklärt. Vor der ersten HWS-OP wurde mir sogar auf meinen Wunsch hin, anhand eines Filmes gezeigt und erläutert, was mit mir geschehen würde.

Nach den OPs wurde ich erstklassig intensivmedizinisch und schmerztherapeutisch betreut und werde das bei Bedarf auch heute noch.

Es tut mir ja leid, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest. An Frankreich generell kann es nicht liegen, denn mein Mann ist Franzose und wir leben jeweils ein gutes halbes Jahr in Paris. Wir haben Ärzte aller möglichen Fachrichtungen, die uns und unsere Kinder versorgen und haben noch nie schlechte Erfahrungen gemacht!

Auf keinen Fall sollte man dem jungen Skoliose-Patienten hier Angst machen und ihn/sie verschrecken. Ich bin überzeugt, das "blaue Häschen" wird bestens betreut werden. Nach der OP und einer Reha wird "es" wahrscheinlich überrascht sein, was noch alles möglich ist, und wie viel sich der Zustand verbessert haben wird!

Für dich gute Besserung und für unser "blaues Häschen", mach dir nicht zu viele Sorgen, alles wird gut!

Liebe Grüße 

Lilly "Tanzistleben"

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@Tanzistleben

Ich danke Ihen. Schön, wenn das für Sie hingehauen hat ! :-)

Verzeihung, dass ich derart pessimistisch bin. Aber nach derart vielen Jahren Behinderung und Schmerzen geht mir eben manchmal einfach die Puste und der Willen aus :-(

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@Gege3210

Ich hatte erfahren, dass jemand in Kopenhagen (Stadtkrankenhaus dort ?) Operationen machte, der anstelle von Versteifung Kugeln zwischen die Wirbel reinsetzte, und Verstärkung mit zwischengeschobenen Querplatten machte.

Als ich mich dort erkundigte, war es leider schon aus. Der dortige Staatsdienst hatte diese Technik auf ihre eigenen Staatsbürger beschränkt, weil da schon die halbe Welt Schlange stand.

Z'esrscht hatten sie das für teuer bezahlende Ausländer reseserviert. Ich habe nicht genug Geld. Seitdem bekomme ich keine Antwort mehr.

Wenn ich Unichirurgen hier darauf anrede, wissen sie von nix, sind voll erstaunt. War mal scheint's ein Chirirurge in der Normandie/Bretagne, der so was machte, für teueres Geld. Er iste jetzt scheint's unauffindbar.

Falls Sie etwas brauchbares/machbares wissen/kennen, wäre Ihnen sehr dankbar, es mitzuteilen.

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@Tanzistleben

Ich kann nicht verstehen, weshalb Sie arg angeschlagenen Leuten vielleicht unmögliche Hoffnung machen wollen.
Ich ziehe es vor, die allerschlimmsten Fälle die ich kenne, zu sagen. Erlebte Wahrheit sagen.
Wenn es Jemandem besser geht, als das Schlimmste, um so besser !`
Aber mir deshalb noxh in's bereits oben und unten kaputte Rückenmark zu hauen, auch wenn nur schriftlich, finde ich nicht nett.
ich hoffe, dass es Ihnen bessre geht, und Sie vielleicht sogar sich heilen können.

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