Was kann ich meinem Pferd zusätzlich füttern?

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8 Antworten

Das Pferd ist ein Pferd und braucht keine Abwechslung.

Das Pferd ist ausgelegt auf trockenes spärlich wachsendes Gras, auf Äste und Rinden, auf Erden und natürlichen Salzlecken, auf Wasser und auf Beerenfrüchte bzw. auch wenige Knollenfrüchte.

Zu deiner Liste:

1 Nein

2 Nein (bzw. nur bedingt, da Doping)

3 Nein

4 Als Kräuter ja (muss man aber wissen, welches Kraut man da füttert und für was das ist.

5 Nein

Heu und Gras und Stroh (Basis zu 99,9%) und 0,1% Mifu.

Als Reitbeteiligung würde ich dir verbieten etwas zu füttern, das nicht von mir abgesegnet ist. Man fragt den Besitzer des Pferdes und nicht jemand fremden.

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Kommentar von fanina10
17.01.2016, 12:10

Zu deinem letzten Punkt: Alles was ich füttern möchte spreche ich natürlich vorher mit der Besi ab, aber bevor ich die für nicht gesunde Sachen frage, kann man ja mal vorher hier fragen. Außerdem kann es ja evtl sein, dass die erlaubt dass ich was füttere, was das Pferd eigentlich garnicht darf.

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Die Mashfütterung wird das Aufmuskeln grade gut verhindern und alles, was Du unten drunter genannt hast, verhindert das Aufmuskeln noch mehr, weil es Zucker enthält, weil es schwer verdaulich ist ... wie kommen die Leut nur auf solche Sachen.

Ich versteh auch den Grund für dieses Salbeipulver nicht, was soll das jetzt genau bringen? Und unten les ich was von zuckrigen Bonbons ... wenn Du nicht sofort die Fütterung umstellst, wird dieses Pferd nie mehr wieder aufmuskeln, aber Du kannst schonmal sparen auf die Tabletten, die es im Alter wegen seiner Stoffwechselerkrankungen nehmen muss. Da bist zum Teil mit bis zu 400 Euro pro Monat dabei!

Ja, ich schreib das jetzt drastisch, aber da sind diese Müslis, von denen sie sonst immer kranke werden, ja noch Kinderkram dagegen, Deine Aufzählung ist noch viel haarsträubender.

Dein Pferd sollte nun mindestens ein Jahr lang nichts mehr bekommen außer:

Heu - rund um die Uhr, wird es von frei verfügbarem Heu zu dick, was bei Vollblütern nicht so leicht passiert, dann eben in Portionen oder mit Fressbremsnetz. Die Portionen mindestens alle 2 Stunden eine zur Verfügung stellen.

Hafer - nur dann, wenn es bei der Arbeit kraftlos ist, ansonsten lieber kein Kraftfutter und wenn, nur so viel, dass das Pferd wieder kräftig wirkt und nur im ganzen Korn, denn durch das vermehrte Einspeicheln, wenn sie kauen müssen, wird die Magensäure gepuffert und dadurch kann sich der Darm schneller von der bisherigen Fehlfütterung erholen.

Weidegras

Mineralfutter - ich hoffe, Du hast da eines mit organischen Bindungen und vor allem mit einem Ca-P-Verhältnis von etwa 2:1, 3:1 (der normal übliche Grenzwert) wäre für so ein fehlgefüttertes Pferd, das schon zu wenig Muskulatur hat, schon zu viel. Sonst kannst es gleich neben dem Pferd in den Gulli geben, hilft etwa genauso viel.

Im Fellwechsel kannst ein paar Sonnenblumenkerne geben, aber stell Dir eine billige Waage in den Stallschrank, dass es nicht mehr als 40 Gramm werden, denn sie sind zwar tolle Zinkspender (Zink ist gut für Immunsystem, Muskulatur und Hautgesundheit), enthalten aber auch viel Öl.

In der Reha-Zeit KEINE Karotten, KEIN sonstiges Obst, KEIN anderes Getreide, KEINE Leckerli, auch KEIN Brot, einfach GAR NICHTS außer dem obigen, denn das alles ist schwer verdaubar und die Verdauung soll sich ja grade erholen.

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Kommentar von Baroque
17.01.2016, 11:18

Öha, ich hab das RB nicht gesehen!

Dann hast Du überhaupt nichts zu geben, was nicht angeschafft ist, kannst höchstens die Besitzerin versuchen zu beraten, dass ihre Fütterung dem Pferd bereits Schaden zufügt.

Ich selbst würde solche Besitzer nicht unterstützen, denn beraten lassen sie sich meist eh nicht und ich könnte es nicht, dem Pferd etwas geben, von dem ich weiß, welchen Schaden das anrichtet. Ich würde den Vertrag kündigen mit der Begründung, dass ich das dem Pferd nicht antun kann ... wenn das alle machen würden, würden die Leut anfangen, nachzudenken und vielleicht mal einen Profi fragen, der ihnen bestätigt, was für gravierende Fehler sie machen.

Aber so lang sie immer jemanden finden, der ihnen Geld dafür zahlt, beim Schaden anrichten mitzuhelfen, werden sie es weiter machen.

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Hier bei uns in der Gegend sieht man immer wieder Pferde um ein Lagerfeuer, die sich grad was warmes zu essen machen. Wie sie es halt schon seit Jahrhunderten tun.

Ironie Ende.

Ich bin kein Fachmann. Aber ich habe gelernt, dass ein Pferd täglich nur gutes Heu braucht. Und zwar ca. 1 - 1,5 % seines Gewichtes. Also ein 600 kg Pferd sollte am Tag 6 bis 9 kg Heu bekommen. (Ich hoffe jetzt, dass ich die Zahlen richtig im Kopf habe). Das reicht für ein normales Pferd. Als normales Pferd gilt auch ein Pferd, dass bis zu 2 Stunden am Tag freizeitmäßig bewegt wird. Bei Bedarf kommt Mineralfutter hinzu, Salzleckstein muss zur Verfügung stehen. Das Gras auf deutschen Wiesen soll für Pferde oft zu reichhaltig sein, weshalb man hier aufpassen muss. Sollte das Futter so nicht für das Pferd ausreichen, dann wird Kraftfutter zugefüttert. Also wenn ich mal irgendwann ein Pferd bekomme, dann kenne ich 2 Personen, die sich wirklich auskennen. Und davon ist eine wirklich, wirklich gut. Ich ständ direkt mit meinem Pferd bei ihm auf der Matte.

Bitte vergleicht ein Pferd doch nicht mit einem Menschen. Beide haben unterschiedliche Bedürfnisse. Wir Menschen können uns aussuchen, was wir essen. Können also selbst beeinflussen, ob wir etwas zu uns nehmen, was nicht wirklich gesund ist. Ein Pferd kann das in der Regel nicht. Wir bzw. der jeweilige Halter ist dafür verantwortlich.

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Babybrei auf keinen Fall! Warum möchtest du Industriezeug an das Pferd verfüttern? 

Wofür Malzbier? Zu viel Zucker.

Wofür Apfel- und Karottensaft? Meist auch viel Zucker drin, außerdem viele Zusatzstoffe. 

Tee? Nein. Kräuter ja, aber keine aus dem Tee! Und Kräuter auch nur, wenn das Pferd sie braucht. Du schluckst ja auch keine Medikamente aus Spaß. 

Haferflocken auch nein. Stichwort Klebereiweiß. 

Wenn überhaupt, dann einzig und allein Hafer im ganzen Korn, wenn er überhaupt Kraftfutter braucht. 

Wofür ist das Salbeipulver, das du fütterst? 

Beim Pferd ist weniger mehr. Klar findet das Pferd es aufregend, viele neue Dinge zu probieren, aber es braucht das nicht und es ist gesünder, den Verdauungstrakt immer auf die gleiche Nahrung auszulegen. 

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Kommentar von fanina10
17.01.2016, 10:50

Das Salbeipulver bekommt er schon seit langem ins Mash gemischt, er wurde auch seitdem noch nicht krank. Wir kochen es zusammen mit dem Mash auf. Ab und an futtert er auch 5 Kügelchen Anika Globolis pur. Eigentlich verträgt er ziemlich viel, allerdings wird das Fressen vom gleichen Futter mit der Zeit "langweilig". Seit er Eukalyptusbonbons bekommt (auch manchmal ins Futter gemischt, ist er wieder richtig gierig nach dem Mash bekommen, aber auch das lässt nach. Ich versuche ihm immer etwas abwechslungreiches zu Füttern, was er auch gut annimmt, aber er ist ein richtiges Schleckermäulchen was neues angeht. Das mit dem Tee und dem Malzbier hab ich schon von vielen gehört, dass das auch teilweise von Schmieden verschrieben wurde für eine verbesserte Hufqualität. Haferflocken hat er einmal probiert, war auch begeistert, wenn, dann würde er das sowieso aufgekocht bekommen ;)

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Das Pferd verträgt viel...ohoh wie lange wohl noch?

Der Fütterungsplan wirkt als würde man in einem Ponyhofspiel mit regenbogenbunten Pferdchen spielen.

Genügend Heu (wir füttern das in Heunetzen an verschiedenen Futterstellen). Mineralleckstein, an einer Stelle bieten wir Torf an, auch eine Holzstation in der wir immer mal Weide, Haselnuss und andere Verträgliche Hölzer anbieten an denen die Pferde gerne knabbern. Auch auf die Weide kommen die Tiere, je nach dem wie viel sie vertragen, da ist nicht jedes Pferd gleich. Vollblüter vertragen mehr, leichtfuttrige eher weniger fettes Gras. Abends bekommen sie eine gute Hand voll aufgeweichter Grascobs. Das ist nicht nötig aber wenn einmal ein Pferd Zusatzfutter braucht, gibt es keinen Futterneid wenn alle ihren Eimer haben. Und jetzt zum Muskelaufbau.

Arbeit, arbeiten, arbeiten.... Wie soll ein Pferd vom Futter Muskeln aufbauen? Es wird aufbauen, aber eher Speck. Und bei deiner lustigen Liste kommen vieleicht noch Stoffechselerkrankungen dazu. Eine nette Rehe, oder nur Leberprobleme?

Ich meine es nicht böse, aber frage einen Fachmenschen. Deine Besi scheint das auch nicht zu sein. Du liebst das Pferd, dann füttere es nicht tot. Am besten fragst du einen Tierarzt der sich auf Pferde spezialisiert hat. Oder du fragst in einer guten Reitschule oder bei einem Züchter nach.

Liebe Grüße

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Hallo Fanina,

ein Pferd benötigt zum Muskelaufbau Heu (oder Gras), ein gutes Mineralfutter (ich füttere gern das von Agrobs) und bei Bedarf (wenn es zu dünn wird oder kraftlos wirkt) ganzen Hafer. Mag es den Hafer nicht recht fressen, kann man den mit einem Spritzer Wasser anfeuchten.

Füttert man noch zuckerhaltiges Zeug, wie das genannte, wird das Pferd bei gutem Training und passender Ausrüstung natürlich trotzdem Muskulatur aufbauen. Dann aber nicht wegen, sondern trotz der "Süßigkeiten". Allerdings steigt mit der Gabe das Risiko auf Stoffwechselstörungen im Alter.

Pferde sind "Gewohnheitsfresser". Alles was man nicht regelmäßig gibt (wie z.B. 1x pro Woche Mash) belastet das Verdauungssystem. Natürlich steckt ein gesundes Pferd das weg und man merkt nix, aber warum sollte man Geld für etwas ausgeben, was nix bringt?

Muskulatur braucht Zeit sich zu entwickeln und es ist wichtig, dass sie langsam wächst! Angefütterte (oder angezüchtete) Muskeln sind "Luftpumpen", so wie bei Bodybuildern und helfen der Pferdegesundheit nicht weiter.

LG - Feivel

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Bis auf Tee würde ich das nicht machen. Teebeutel kann man prima aufschneiden und ins Mash packen.

1. Bist du die RB. Jegliche Futterumstellung sollte die Besitzerin /der Besitzer zu entscheiden.

2. Bleib doch einfach bei natürlichem Futter. Gutes Heu enthält unglaublich viel Energie! Dazu ist nach wie vor Hafer der beste Energilieferant.

3. Muskulatur baut sich nicht über Futter Zusätze auf, sondern über ca. 9 Monate durch korrekte Arbeit mit dem Pferd. Longenarbeit nach Teschen, klassische Handarbeit und korrektes reiten. Nach etwa 9 Monaten ist die Muskulatur so weit, dass man auch was sieht.

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Kommentar von fanina10
17.01.2016, 12:07

Also zu 1): Die Besi ist mit sowas einverstanden, ich fütter dem Pferd ja nichts von ungefähr ;)

Zu 2) Das Pferd hat natürlich genügend Heu und Stroh zur Verfügung, bisher hat es sich auch ziemlich gut entwickelt. WIr wollen aber, dass es nur mehr Muskulatur aufbaut und nicht noch Energiegeladener wird. Mittlerweile kann man es nur noch reiten, wenn es vorher eine Stunde lang ablongiert wurde, weil es sonst komplett weg ist.

Zu 3) Wir trainieren das Pferd natürlich auch täglich, aber durch kleine Zusätze hat er bereits gelernt, dass er etwas gut gemacht hat (der lernt ziemlich schnell!).

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Kommentar von friesennarr
17.01.2016, 12:15

Sorry aber Teebeutel aufschneiden und ins Futter geben finde ich ehrlich gesagt nicht gut.

Kräuter fertig im Reformhaus oder bei der Kräuterwiese zu holen und dann als Kraut zu verfüttern ist super.

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Kommentar von Punkgirl512
17.01.2016, 12:37

Wenn man Guten Tee hat, sibd die Kräuter darin nicht schlimm. wenn du hier nach solchen Futterzusätzen fragst, kommt das von ungefähr. wenn das Pferd doch schon so energiegeladen ist, warum noch mehr Zucker ins Pferd rein stopfen? Heu, Hafer, fertig. Muskulatur braucht etwa 9 Monate, um sich zu entwickeln. Da kann Man nichts mit Futter beschleunigen.

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Eine kleine Menge Haferflocken geht auf jeden Fall. Tee auch, zB Kräutertee

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Kommentar von friesennarr
18.01.2016, 14:51

Warum, bitte erkläre warum diese Dinge gehen?

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