Was kann ich machen wenn mein Hund bei bestimmten Hunden einfach nicht mit mir weiter gehen will?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo dezember73,

Hab eine Nacht über deiner Frage geschlafen.... ;)

So ein ähnliches Verhalten kenne ich auch bei meinen "Wächtern" welche nicht mehr vorwärts laufen können - wenn hinter uns jemand läuft und eher schnell (bei meinen Bummelhunden kein Wunder) auf uns sozusagen "aufschließt"

Da wird das "Weiter" zu einem Drama bei welchem sich Hund "ins Sitz schmeißt" - Inzwischen lasse ich solche "Dinge" passieren, gehe - je nachdem was es ist einen Bogen und erlaube meinen Hunden an ausreichend langer Leine ihre Körpersprache zu zeigen.

Notfalls drehe ich auch um - auf dem Weg wenn ich frontal einen anderen Hund "dicht passieren" müsste. Dieses Führen meiner Hunde habe ich auf einem sehr gutem - Rasse bezogenen Seminar in der Schweiz gelernt - und seitdem gehen wir wesentlich entspannter spazieren.

Nun weiß hier auf GF niemand um was es sich genau bei deinem Hund für eine Ursache handeln könnte. Ist es typisches HSH Verhalten, ist dein Hund einfach nur Jung und in die Pubertät gekommen. Oder ist er territorial veranlagt und du gehst immer im selben "Gäu" spazieren, so dass dein Hund das als "sein" Territoriumsgebiet empfindet....

Wichtig ist es immer einen Hund nicht auf dicht an einem anderen Hund - mittels kurzer Leine und Ruck-Druck vorbei zu zwingen, so dass Hund erstarren muss.

Hunde sollen auch auf Distanz - an der Leine - ihre Körpersprache auf Entfernung zeigen dürfen. Das klärt oft vorab Situationen und dein Hund muss Deiner Anleitung gegenüber nicht unsicher werden.

Möglich also, dass es sich um so etwas handeln könnte. Also - Du musst dich nicht durchsetzen - mit Kraft, denn dein Hund lernt dadurch nur exakt dasselbe = wer nur kräftig genug zieht oder die Beine in den Boden stemmt - der bekommt Recht.

Das hättest du deinem Hund dann persönlich beigebracht - dass es zu einem Kraftakt wird wenn er das nicht macht - sondern lieber steht und guckt.

Lieber einmal - nach dem Zubilligen der Körpersprache auf Entfernung - kehrt gemacht und an eine Ausweichstelle gegangen - als deinem Hund mit einem Kraftakt erfolglos versuchen dicht an einem fremden Hund vorbei zu gehen.

Zudem wäre eine sehr gute Hundeschule für ein paar Training- und Lehrinhalte zu empfehlen.

Solche findest du unter folgenden Begriffen:

Animal learn, BerufungHund,CumCane,doginform, Easy Dogs, IBH-hundeschulen

Du findest darüber ganz sicher einen geeigneten Hundefachmenschen in deiner Region.

Zudem solltest Du mit deinem Hund "aktiv & kommunikativ" spazieren wandern. Das hilft dir dass dein Hund bei dir in Zukunft "Spiel, Spass und Spannung" sucht - statt sich nur an anderen Hunden zu orientieren.

Guck dir einmal das Video an, das zeigt schön was damit gemeint ist "kommunikativ mit dem Hund" zu laufen.

http://www.youtube.com/watch?v=28w63ryqRaE

Noch nachgeschoben:

Bitte schreibe doch mal um welchen Rassetyp (auch Mischung) es sich handelt. Es ist nämlich ein großer Unterschied ob du z.b. einen Hovawart oder einen Labrador an der Leine führst - speziell im Verhalten und Benehmen anderen Hunden gegenüber.

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@YarlungTsangpo

Das was du da schreibst könnte hinkommen wir wohnen beim Park wo wir immer gassi gehen und daher könnte sie denken es ist ihr gebiet und wenn ich sie an der langen schleppleine habe benimmt sie sich anders als an der kurzen. Hier aber nun der Rassemix die Mutter ist ein Schäferhund-Labradormischling und der Vater war ein Wolfspitz. Ihr alter ist 1 Jahr und 7 Monate.

Danke das hat mir schon etwas geholfen. Will ja auch nicht zu viel falsch machen. Den falsch beigebrachtes wieder ausbügeln ist nicht so einfach.

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@dezember73

Danke für die Meldung und Anerkennung, denn es macht mir Freude wenn ich einen Feedback bekomme, dass ich einem Hund samt Halter helfen konnte.

Du hast da einen Wolfspitz mit drin in deinem Hund und auch der Schäferhund ist weniger Hütehund denn Herdengebrauchshund und dazu - bei Beiden gehört das territoriale Verhalten zum Wachen und Schützen.

Läufst du nun immer das selbe Areal mit deinem Hund wird er das als "euer Territorium" betrachten und - andere Hunde, dort auch ausgeführt begehen in Augen solcher Hunde (geförderter Instinkt durch Zucht) den Fehler euer Territorium "rechtswidrig" zu betreten.

Daher das Erstarren mit hoher Rute und das Blickfixieren.

Der Labrador ist ein Hundetyp der überall - zu Hunden Hindüsen, ja hinhoppeln muss - sofort Körperkontakt sucht - zum Spielen.

Du solltest - wenn du die Möglichkeit hast - das Ausgeh Areal häufiger wechseln, öfter in neutralem Gebiet mit deinem Hund laufen und wie oben beschrieben Vorgehen, auch so wie im Video beschrieben.

Guck einmal hier:

Animal learn Verlag

Hier findest du Bücher und DVD (gemeinsam unterwegs) welche dir eine gute Unterstützung sein können. Auch das Buch & DVD "Calming Signals, von Turit Rugaas möchte ich dir empfehlen

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@YarlungTsangpo

Hallo! Habe mal eine Frage an dich. Mit dem vorbeigehen an Hunden klappt es mal mehr mal weniger. Manchmal legt sie sich oder setzt sie sich prima hin und wartet bis der andere Hund vorbei ist. Dann gibt es aber auch andere Momente da könnt ich schreien. Da hilft kein Sizt Platz und so weiter. Kommt aber auch darauf an wer oder was vorbei geht und im Moment ist sie läufig. Kann es sein das sie da bei Weibchen mehr rum zickt als bei Männchen. Weiß manch mal gar nicht was ich machen soll. Finde wenn ich sie etwas hin lasse aber nicht ganz nah ran dann geht es besser als wenn ich sie kurz nehmen muss aber die anderen Besitzer wollen ja gar nicht das sie auch nur einen Schritt näher kommt und bleibena auch noch direkt gegenüber von uns stehen. Hast du da eine Rat für mich. Ansonsten kann ich nicht klagen hört gut und spiel mit mir kann sie auch im Spielen abrufen bei Hunden die wir kennen was ich natürlich nur in ausnahmenfällen mache. Hilfe sag ich nur noch mal. Danke für deinen Rat jetzt schon. Dezember73

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Wenn der Hund ficiert, was deiner ja wohl tut. dann sezt dich durch, Auf jeden Fall weitergehen, den Hund fest an die Leine nehmen, evtl auch ein wenig verkürzen und ggf. auch die Richtung geringfügig ändern, das Verhalten gar nicht erst zulassen. Mach dich groß und sei bestimmt.

Kommst Du den anderen Hunde auf gerader Strecke schnurstracks entgegen? Das mag kein Hund, weil es so gar nicht hündisch ist. Hunde umkreisen sich eher, machen einen Bogen, werden langsamer, zeigen damit auch, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht, beschwichtigen...

Du könntest Deinem Hund also den Gefallen tun, wenn sie jemanden aus dem Weg gehen möchte bzw sich entziehen möchte (was sie bei Dir an der Leine nicht kann, deshalb bleibt sie vllt lieber gleich hocken), schon früh einen weiten Bogen zu schlagen. Ihr seht einen Hund, es fängt an, ihr unbehaglich zu werden, Du verlässt den Weg und läufst ein paar Meter parallel bis der andere Hund vorbei ist... Und keine Quitschebällchen zum Ablenken, sondern ohne ein Wort vorbei.. So nimmst Du der Situation etwas die "Spannung"..

Sie zu zwingen, wäre eher kontraproduktiv und verstärkt letztendlich noch.

Und Ihr solltet an ihrem Grundgehorsam arbeiten bzw an Eurem Verhältnis zueinander. Ich rufe meine im Spiel seltenst ab, weil irgendwie will die ja auch mal ihre Ruhe haben ;), aber wenn irgendwas ist und ich will, dass sie kommt, dann macht sie das... Dann freue ich mich aber auch - ganz kurz- wie ein Dupp.

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