Was kann ich gegen starke Selbstzweifel zun?

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6 Antworten

Du kommst vom Fach und stellst hier in diesem Forum, welches überwiegend von Leien bewandert ist, eine tiefgründige Frage in der Hoffnung die Antwort zu bekommen die Dir hilft Dein Selbstwertgefühl aufzustocken?

Dein Problem besteht nach Deinen Schilderungen zu Urteilen,  bereits sei Deinem 11 Lebensjahr.

Ich habe mir Dein ganzes Leidbild durchgelesen, welches mich völlig kalt lässt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du hier nach Selbstmitleid suchst?

Zumindest finde ich, dass Du, anstatt Psychologie zu studieren, eher einen guten Psychologen brauchst. Denn von Psychologie hast Fu offenbar nicht die geringste Ahnung.

Dennoch möchte ich versuchen Dir hier zu helfen. Ich hoffe nur, dass Du imstande bist meine Antwort zu verstehen!

Denn die menschliche Psyche ist ein Denkprodukt. Sie wird einzig
durch unsere Erinnerungen und die damit gekoppelten Gedankengänge
als Ich - Betrieb am Leben erhalten. 

Real, aber ohne die sie
hervorbringenden Ideenbilder, existiert sie überhaupt nicht.Und
dieses Gebilde erzeugt in uns nun pausenlos Wirkung – fast könnte
man meinen, ein Böser Kobold habe es eigens dafür erfunden uns zu
quelen, und zu piesacken.

Nun wäre es leichtfertig, zu behaupten, bloß, wenn Du nicht mehr
daran denkst, ist der Spuk verflogen. Derjenige, nämlich Du selbst,
der ständig sich selber als Ich denkt, das von der Außenwelt
abgesondert existiert, als individuelle Einheit, ist letztlich
zugleich der Täter. 

Von der intelektuellen Seite oder seitens des
Willens her ist keine Hilfe oder Lösung des Konfliktes zu erwarten.

Doch es gibt ein anderes Mittel: in dem Augenblick, wo der
menschliche Verstand, das Denken selbst (das schließlich nicht blöd
oder dumm ist) ganz real erkennt, wie aussichtslos jeder Versuch ist
sich von sich selber und seinen gewachsenen Irrtümern zu befreien,
wird der Spuk nach und nach besser.

Woran sehr viele Menschen heutzutage leiden, sind unbekannte, unerkannte Spätfolgen traumatischer Kindheitserlebnisse. 

Man sagt kurzer Hand Neurosen dazu. Da beeinflußt tief aus den unbewussten kommend eine einst gemachte Erfahrung unser heutiges Leben und wirkt wie eine Zeitbombe fort und vergällt uns die Freude am Alltag.

Analysen können mit einiger Mühe und viel Zeit solche Traumen
ins aktuelle Bewustsein förden, und nach affektivem Nacherleben der
alten Geschichte ist, ist Erleichterung möglich. Freilich auch bloß
in diesem einzigen Punkt aus der Vergangenheit.

Der Rest, unsere gesamten Lebenserfahrungen, gute und böse,
bilden zusammen den Bodensatz, aus dem das Denken unsere Psyche,
unser Ich oder Selbst pausenlos im Alltagsleben strickt und uns die
Illusion vermittelt, es gebe einen Denker, der unsere Gedanken denkt. Den gibt es nämlich gar nicht. 

Darum kann niemand wirklich sein Denken kontrollieren, wie sollte er wenn dieses Denken ihn erst jeweils erzeugt.

Im Grunde ist die Psyche ihrer Struktur nach selber eine einzige
voluminöse Neurose. 

Es ist wichtig dies zu erkennen und zu
verstehen.

Jede Einzelreparatur von Traumen bleibt Flickwerk, angesichts der
Tatsache, daß das ganze Gebilde der Vergangenheit angehört und in
der lebendigen Gegenwart nichts als Störungen und Reaktionen
hervorruft.

Untersuche einmal Dein Innenleben daraufhin, ob es nicht stimmt,
was hier geschrieben steht. 

Sofern Dir real, nicht bloß als Idee,
als Einbildung klar wird daß dem so ist, wird der Spuk aufhören.

Leg Dir dazu ruhig eine robustere Lebensauffassung zu. Spuck gegen
den Wind und sag den Angstgespenstern aus Deiner unbekannten
Vergangenheit, sie mögen sich zum Teufel scheren.

Genau genommen brauchst Du nichts zu tun als Deine wirkliche
Position in der Welt und im Universum zu erkennen, real, wirklich,
ohne Vorurteile und ohne Deine gewachsenen Meinungen.

Kurzum: Du kannst nichtst tun, Du brauchst auch nichts zu tun. Wer
einfach sich komentarlos, vorurteilslos, neutral beobachtet, ohne zu
sagen, ich bin so oder ich bin so, der kommt ganz alleine hinter die
Mysterien seiner Identität. Es taucht einfach auf.

Gewöhn Dir an, daß Du merkst, wie Dein Geist aus einem Zentrum
heraus agiert und handelt. Und begreife; dieses Zentrum ist selber so
erfunden wie eine Romanfigur, bloß mit dem Unterschied dass der
Stoff für den Roman Deine Vergangenheit ist!

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Weißt du was ich mir bei sowas denke?

Du hast nur ein Leben. Nur eine einzige Chance. Und willst du dir jetzt echt den Spaß daran verderben lassen, nur weil ein paar Honks von früher meinten, dir vorhalten zu müssen, wie hässlich du aussehen würdest? Willst du echt nachher sagen "ich konnte mein Leben nicht genießen, weil ich hässlich war"?

Das war deren Meinung, und dir kann erstens am A*sch vorbeigehen und zweitens ist es Vergangenheit. Lös dich davon. Wenn du gedanklich in der Vergangenheit hängst wirst du nie voran kommen. Was du brauchst sind neue Gedanken, neue Erfahrungen, neue Sichtweisen.

Du hast dich durch die Sachen von damals von anderen manipulieren lassen, jetzt nimm das Zepter in die Hand und manipulier dich selbst zu etwas anderem. ;)

Alles wird gut!!

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Ich bin auch vom Fach :)

Mach dir eine Liste, auf der steht, was du alles kannst und welche positiven Eigenschaften du hast.
Zwing dich in den Spiegel zu schauen und such so lange, bis du etwas findest, das dir an dir gefällt. Es kann auch eine Kleinigkeit sein. Das schreibst du dann auf. Das nächste mal suchst du wieder. Deine Liste wird länger werden und du musst sie dir oft anschauen und in Erinnerung rufen. Es ist quasi wie auswendig lernen. Das Gehirn soll die guten Eigenschaften automatisch mit dir verknüpfen, sodass du jedes Mal, wenn du in den Spiegel blickst oder dich auf einem Foto siehst, ein gutes Gefühl bekommst.

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Deine eigenen Selbstzweifel kannst du nur besiegen, wenn du  eine für dich glaubhafte Bestätigung erhälst, nicht mehr die Person zu sein, in der du dich aktuell noch wahrnimmst.

Das klappt nach meiner Erfahrung, am besten in einem eher nicht gewohnten Umfeld, in dem du allein ohne den Einfluss von bekannten Interagieren kannst. Der Sinn dahinter sollte sein, das du dich nicht in die gefestigte Hierarchie deines gewohnten Umfeld begibst. 

Versuche parallele an dir zu arbeiten, indem du, z.B. Sport treibst, dich herausputzt, bringe andere Leute zum Lachen, oder vertiefe dich mit ihnen in Diskussionen.  Wie genau du dies umsetzt ist sei dir überlassen, es sollte nur in deinen Augen, eine Eigenschaft sein die du selbst als Verbesserung deiner selbst betrachtest

Mein Tipp, fahre wenn du das nächste mal aus gehst, einfach mal allein in einen dir unbekannten Club, am besten in einer anderen Stadt, und beobachte die Leute wie sie reagieren. Ein Zentraler Verkehrsknoten, ist immer ein guter Ort, für solcherlei Experimente. Sei aber nicht enttäuscht wenn nicht sofort positive Rückmeldungen eintreten, du musst erst langsam lernen ein anderes Bild von dir zu vermitteln.

Man sieht Selbstwertgefühl einer Person durchaus an, wenn meist auch nur indirekt, entscheidet z.B. eine aufrechtere oder Dominantere Körperhaltung, bei anderen in Sekunden über Sympathie oder missfallen.

Versuche so deine Selbstdarstellung in deinem Sinne, positiv zu beeinflussen.

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Ich bin 5 jahre nach china gegangen, da gab es in dieser Hinsicht kein mobbing, Selbt der Kosename war ein kompliment, sie nannten mich nettes dickerchen und ich bin nicht dick. Bei der Rückkehr sahe ich das Mobbing gelassen, in Deutschland  ist man sehr direkt verletztend, das fällt jedem schwer...

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Musik könnte vielleicht helfen

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Kommentar von PsyScieStudent
16.09.2016, 22:37

Curt Cobain ist glaub ich kein so gutes Beispiel

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