Was kann ich außer reiten noch so machen?

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9 Antworten

Gerade wenn das Pony so unerzogen ist bzw. eher respektlos dir gegenüber, hilft es, Bodenarbeit zu machen. Das Pferd konsequent dorthin schicken, wo es laufen soll, wenn du führst. Wenn es vordrängelt, anhalten, nicht zaghaft rückwärts richten und neu angehen. Und das kann man auch 45 Minuten lang machen, denn das sind Basics. Bevor das nicht sitzt, braucht man meiner Meinung nach auch nichts anderes anfangen. 

Die Bodenarbeit selber ist sehr weit gefächert: 

Freiarbeit (mit und ohne Stangen), Longieren, Doppellonge, Langzügel, Handarbeit/klassische Arbeit an der Hand, Gelassenheitstraining, und, und, und. 

Auch die Stangenarbeit kann man, mit sinnvollem Training, im Freilauf auf eine lange Zeitspanne ausdehnen. Mein Pony trabt auch locker 30 Minuten durchgehend über Stangen im Freilauf, 3 Stangen auf der einen langen Seite, 2 auf der anderen. Klingt erstmal nach nicht viel, aber das ist verdammt anstrengend fürs Pferd! Stangenarbeit bitte nie unterschätzen und langsam (!!!) aufbauen. 

Über die Handarbeit kann man herrlich die Dressurarbeit verfeinern. Hierzu gibt es ein ganz tolles Buch von Hilberger. 

Ich kombiniere auch ganz gerne die Möglichkeiten: So arbeite ich vor dem Reiten gerne kurz an der Hand, stelle ihn schonmal im Genick, fordere erste Seitengänge, setze mein Pony mehr auf die Hinterhand, bevor ich aufsteige. Damit mache ich mich selber warm und löse schon vor dem Aufsitzen mein Pony. Oder ich mache Langzügelarbeit und entwickle daraus die Doppellonge, um dann wieder bei der Langzügelarbeit zu landen und hier gezielt vor allem die Hankenbeugung anzugehen. 

Wenn man die Übungen korrekt macht, langweilt sich das Pferd auch nicht, egal in welcher Sparte. Das Pferd langweilt sich, wenn der Reiter sich langweilt-  und der langweilt sich meistens, wenn er sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigt hat. (Gerne sagen Springreiter, Dressur sei langweilig - aber die können mir dann auch nicht erklären, was anatomisch gesehen mit der Hüfte, dem inneren Hinterbein, dem Altas und Axis und der Schulter passiert, wenn sich das Pferd biegt, aber genau das ist Dressur) 

Longenarbeit kann ebenso alles andere als langweilig sein - man muss es nur spannend und korrekt aufbauen. Klar, das Pferd 45 Minuten (viel zu lange!!!) zentrifugieren - das ist absolut schädlich und langweilig, auch fürs Pferd. Aber welche Motivation hat das Pferd denn, wenn der Mensch das schon langweilig findet? Kleines Beispiel der Motivation: Ich habe früher Schritt reiten gehasst, soooo langweilig. Dann wurde ich zu mehreren Wochen Schrittarbeit von meiner Trainerin verdonnert - und zwar jeden einzelnen Schritt spüren, also im totalen Schneckentempo. Dadurch, dass ich den Schritt nie geschätzt habe, konnten wir das natürlich nicht. Schon nach einer Woche dieser konsequenten Schrittarbeit habe ich unglaubliche Veränderungen gesehen und gefühlt - seitdem reite ich viel mehr Schritt und auch viel gezielter. Warum? Ich habe die Schrittarbeit zu schätzen gelernt, habe Spaß daran gefunden, wodurch mein Pony inzwischen etwa genauso fühlt. Er präsentiert sich viel mehr im Schritt, geht von sich aus diesen langsamen Takt inzwischen. 

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Du solltest zunächst mal an Dir selbst arbeiten. Lerne, konsequent zu sein. Das bedeutet nichts anderes, als dass Dinge entweder immer erlaubt oder immer verboten sind. Dann setze Dich mit Pferdeverhalten auseinander, lerne, wie ein Pferd tickt. Wenn das sitzt, klappt auch gute Bodenarbeit, z.B. im Roundpen/Longierzirkel freilaufend. Über Zirkuslektionen gibt es gute Bücher, z.B. von Nathalie Penquitt. Man braucht dazu nicht mehr als eine lange Gerte und eventuell Leckerchen (aber nur, wenn er nicht ausschließlich darauf fixiert ist).

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Kommentar von Otakumitherz
09.11.2015, 13:49

ohne leckerli tut er nix, aber wenn ich welche habe sieht er nichts anderes mehr ._.'

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Keiner will auf dir rumhacken, wenn er sagt, such dir für ein solches Pferd einen Trainer, der dir zeigt, worauf du achten musst.

Gerade bei einem ungehorsamen Pferd bzw. wenn das Tier dir keinen Respekt beibringt, ist es wichtig zu wissen, was man tut (punktgenau), damit das Pferd nicht immer mehr lernt, dass der Mensch eigentlich nichts zu melden hat....

Oft können sich solche Situationen ja hochschaukeln... Zuerst kann man nur nicht spazieren gehen, weil das Pferd sich nicht benimmt, am Ende kann man möglicherweise das Pferd nicht mal mehr ruhig am Putzplatz stehen lassen, weil es immer weiter getestet hat und gelernt hat, das Mensch nicht wirklich was dagegen setzen kann. 

Leckerlie bei solchen Pferden ganz weglassen. Der sieht dich nur als Futterspender, nix anderes.... Der arbeitet nicht gerne mit, weil ihm die Arbeit mit dir Spaß macht, sondern weil er das Futter will. 

Richtiges Longieren ist definitiv was anderes als das Pferd 45 Minuten nur im Kreis um sich herumlaufen zu lassen. Damit fördert man nur die Kondition, was man bei einem ungebändigen Pferd auch nicht unbedingt möchte. 

Wirklich, wenn dir die anderen auch raten, dass du nicht soooo lieb sein sollst, dann wäre es definitiv hilfreich, dir einen guten Trainer zu suchen; eventuell mal fragen, ob man bei einem Bodenarbeitskurs mal zuschauen kann (nicht immer kostet die Teilnahme als Zuschauer was). Im Zweifelsfall wenn jemand am Stall ist, der mit seinem Pferd Bodenarbeit macht, dann frag den, ob du mal zuschauen kannst oder er hilft....

Derlei Dinge lernt man ganz schlecht übers Internet. Gerade wenn man selber noch unsicher ist. Bodenarbeit ist mit Körpersprache des Menschen verknüpft. Bist du selber unsicher, kannst du oft deine eigene Körpersprache nicht richtig einschätzen. 

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Kommentar von Otakumitherz
09.11.2015, 16:08

Ich kann mir keinen trainer leisten, einen guten schon gar nicht! theoretisch könnte ich mir niemals eine reitbeteiligung leisten (ist aber zu meinem unfassbaren glück kostenlos) :(

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Es gibt sehr viele zirkuslektionen wo du nur Leckerlis brauchst:)
Schau dir mal bei YouTube Videos an:)
Hab ich auch gemacht :)

Du musst konsequent sein!
Ich hatte zum beispiel das Problem dass mein Pony immer fressen wollte wenn wir im Gelände waren..
Also hab ich sofort raufgezogen und daran geübt
Lass ihm/ihr nichts durchgehen was du nicht willst.
Und Wenns Beim spazieren gehen Probleme gibt oder es los laufen will dann geh sobald er schneller wird sofort einen Kreis und wenn du nach jedem Meter einen Kreis gehen musst, dann musst du das halt:)
Irgendwann wird es ihm auch zu blöd..
Und mach die Trense drauf beim spazieren gehen.. ;)

Hoffe ich konnte helfen:)
Lg

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Kommentar von DCKLFMBL
09.11.2015, 14:19

eine Trense ist nicht die Lösung:)

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Kommentar von PetJana
09.11.2015, 14:20

man kann das Pferd mit Trense besser kontrollieren als mit Halfter..

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Kommentar von Cookie5309
09.11.2015, 16:57

Probiers doch aus, so könnt ihr wenigstens spazieren gehen :)

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Kommentar von PetJana
10.11.2015, 17:43

du musst ja nicht anziehen :D aber wenn etwas ist dann gerät er dir nicht außer Kontrolle

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Zu den Problemen die Du mit Deiner RB hast hast Du in den letzten Wochen doch echt viele, ausführliche Tipps bekommen... Willst Du da nicht erstmal dran arbeiten?

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Kommentar von Otakumitherz
09.11.2015, 16:09

Dieser Account  wird von mehreren Leuten genutzt^^

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Kommentar von hupsipu
09.11.2015, 16:37

Aber die können dann ja alle auch das lesen was bei den fast gleichen Fragen der letzten Wochen geantwortet wurde...?

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Anti-Schreck-Training, Horsemanship und vlt Freiheitsdressur, wenn er es gelernt hat, vor dir Respekt zu haben

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Dann ob am Spazierengehen. Ganz einfach! Hab mit meinem Pferd übrigens das gleiche Problem... (Bezüglich Spazierengehen)

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Pass vorallem auf das du nicht so oft Nein sagst 

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Du kannst longieren, geschicklichkeitstest zum beispiel ein apfel in ein eimer voll mit wasser ung gucken wie lange er braucht um den apfel rauszuholen und zu fressen manche kippen den eimer aus und andere trinken ihn aus oder wenn du stangen hast mit ihm ein L Legen mit den staangen und rückwärts durchgehen üben

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