Was kann gegen feuchte Innenwände unternommen werden?

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1 Antwort

Das Styropor wurde mal angebracht, um die Oberflächentemperatur innen zu erhöhen, um Kondensat und Schimmel zu vermeiden, denn die Ecke war offensichtlich sehr feucht und ist es heute noch.

Ich sag aber, immer dort, wo keine Wärme der Heizung hin kommt, hilft auch keine Dämmung, um eine Oberfläche zur Kondensatvermeidung zu erwärmen, weil die Dämmung selbst nicht heizt.

Hilfreich ist es für mehr Wärme auf der Wandoberfläche zu sorgen. Dadurch trocknet die Wand, der Dämmwert wird dadurch wieder hergestellt (Heizkosteneinspaung) und man kann sich die zusätzliche Dämmung sparen.

Für mehr Wärme auf der Wandoberfläche sorgt schon das einfache Heizrohr als Heizrohrschleife unten vor der Aussenwand entlang geführt. Man kann das Heizrohr auch im Wandobeflächenkontakt an der Scheuerleiste oder dicht unter dem Putz verlegen (siehe Temperierung nach Großeschmidt im Internet) oder man installiert sich hydraulische Heizleisten.

Das alles sorgt für mehr Wärme auf der Wandoberfläche. Dadurch wird die wandoberflächennahe Luftschicht erwärmt und steigt oberflächennah nach oben. Warme Luft wird tockener und kann mehr Feuchte aufnehmen.

Die trockenere Luft nimmt nun die Oberflächenfeuchte der Wand auf. Die Oberfläche wird trockener. Nachfolgend kommt kapillar das Wasser aus dem Kern der Wand zur trockeneren Oberfläche und verdunstet dort.

So wird die gesamte Wand getrocknet und in die Kapillaren und Poren kommt wieder Luft, anstelle von Wasser, die natürlich besser dämmt. Dadurch steigt der Dämmwert der Wand entscheidend an, was sich an den gesunkenen Heizkosten bemerkbar macht.

Wer nun meint, nur mit mehr heizen - das geht auch, der irrt.

Der Heizköper unter dem Fenster erwärmt in erster Linie die Raumluft. Die überträgt die Wärme auf die Aussenwandoberfläche, wobei sich die Luft abkühlt!

Kühlt Luft aus, steigt jedoch die rel. Luftfeuchte an. Die Wand wird dadurch eher befeuchtet, als getrocknet. So entsteht Feuchte an der Wand, vor allem in den unteren Wandbereichen und in den Ecken, wo die warme Heizungsluft aus geometrischen Gründen schlecht hin kommt.

Danke für die ausführliche Antwort.

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