Was kann der Arbeitgeber hier verlangen?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Er dürfte nach Rücksprache mit dem Integrationsamt der Arbeitnehmerin personenbedingt kündigen. Bei derart langen Abwesenheitszeiten besteht eine sog. negative Gesundheitsprognose, sodass die Kündigung wohl rechtmäßig wäre.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er kann den Arbeitsvertrag aus betrieblichen gründen lösen. Schwerbehindertenvertretung und Integrationsamt müssen vorher gehört werden. Er kann der Arbeitnehmerin die Rentenantragsstellung nahelegen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nini97
14.06.2016, 10:32

in Vorruhestand zu gehen hätte sie mit 51 Jahren nichts dagegen, zumal sie noch ihren Haushalt versorgen kann und gut Auto fahren kann, also noch ziemlich beweglich ist. Da sie keine Familie hat, - außer Eltern die betagt sind und weiter weg wohnen - wären die finanziellen Einbußen nicht so tragisch und die würde sie in Kauf nehmen.

0

Integrationsamt einschalten. Ich finde es positiv vom Betrieb, wenn man Lösungsmöglichkeiten sucht und nicht gleich an Kündigung denkt. Aber im Integrationsamt gibt es möglicherweise Experten, die eine Handvoll Tipps zur Verfügung haben und auch der Kollegin vielleicht mal aufzeigen, wie es aus der Sicht des Betriebs aussieht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nini97
14.06.2016, 14:39

kann man so eine Arbeitnehmerin auch zur Umschulung zwingen (z. B. ins  Büro ?)  also dann keine stehende Tätigkeit mehr - wie vorher - aus der Klimaanlage raus (die angeblich krank macht) , wobei sie aber nur diesen einen Job gelernt hat und schon 20 Jahre ausübt. Und noch eine Frage, da sie jetzt 2 x in Kur war, wird dann nicht erwartet dass sie jetzt wieder eingesetzt werden kann ?

0

Er kann sie kündigen, da auf Grund der erheblichen häufigen Erkrankungen der Betriebsablauf gestört ist, er muss dabei aber die besondere Gesetzeslage für Schwerbehinderte beachten.

Der Arbeitgeber kann auch bei der Kasse des Arbeitnehmers einen sogenannten Arbeitgeberzweifel beantragen.

Darauf hin prüft die Kasse, durch MDK Untersuchungen, ob der Arbeitnehmer durch seine Erkrankungen in der Lage ist weiter arbeiten zu können oder ob er als Erwerbsunfähig eingestuft werden kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nini97
14.06.2016, 10:33

was würde erwerbsunfähig dann bedeuten ?

0

Was möchtest Du wissen?