Was kann das Christentum von anderen Religionen lernen?

12 Antworten

Auf jeden Fall können viele im Christentum lernen, dass sie ihre eigene Heilige Schrift, also die Bibel, insbesondere das, was Jesus laut den Evangelien lehrte, ohne Interpretation zu akzeptieren - und zwar voll umfänglich. Es muss ja nicht gleich sein, dass man sich wegen gewisser Fehlleitungen verstümmelt, aber beispielsweise ist es schon sehr interessant, dass bei vielen Christen die Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Vergebungsbereitschaft sehr zu wünschen übrig lässt, während sie in den Evangelien als sehr wichtige Eigenschaften für die Menschen bezeichnet werden, die für Gott annehmbar sind.

Ebenfalls interessant ist, und das verdrängen ebenfalls viele Christen, dass beispielsweise Taufe für Verstorbene, die Vorstellung von Wiedergeburt und sogar die Möglichkeit ewiger Bündnisse keineswegs unbiblisch sind.

Was kann das Christentum von anderen Religionen lernen?

Religionen lernen und lehren nichts, können es auch nicht. Nur Menschen können lernen, wenn sie wollen, und lehren, wenn sie es können.

welche Sachen sind in den Religionen vllt besser,

Das ist reine Geschmackssache.

oder was könnt man ändern,

In der Religion bzw. der religiösen Lehre: nichts.

oder allgemein welche Dinge sind an diesen Religionen gut und das Christentum hat es nicht( und man könnte es einführen)

Nichts.

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Ich glaube, das wird nicht passieren, denn Christen haben ja einen Missionsauftrag statt eines Lernauftrags:

Matthäus 28:

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Grüß Dich Anna1648

Wenig bis nichts. Denn wenn Lehren, Vorschriften, Heilige Bücher, Dogmen, Priester und Indoktrination den Gläubigen formen, bewegen sich alle diese Gläubigen in einem System, das sich nicht um die geistig-seelische Befreiung der Seele kümmert.

Das der Mensch vom Wunder des Seins ergriffen werden kann, das er die Struktur der Welt bewundernd und staunend verinnerlicht und dieses Gefühl nicht beschreiben aber erleben kann, das erscheint mir evident. Victor Hugo hat dieses (religiöse) Gefühl am Beispiel der Musik beschrieben. Er sagt:

"Musik drückt das aus, was worüber man nicht reden kann, aber zu schweigen unmöglich ist." Das gilt wohl für alles was einen ergreift oder auch überwältigt. Das aber braucht keinen Vermittler, keine Lehren, Heilige Schriften usw. usw. wie bereits angedeutet, es kann ohne das direkt erfahren werden. Das könnte das Christentum von den Freireligiösen lernen. Nur: dann wäre es kein Christentum mehr und es hätte sich erledigt!

Und das bietet aufgrund meiner Erfahrung nur die Freireligiosität.

Hier ein Beispiel gezeigt mit der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz

https://www.freireligioese-pfalz.de/was-sind-grundsaetze-freier-religion-.

Wer sich in das Bild hier vertieft und auf sich wirken lässt und die Gedanken dazu verfolgt die einen dabei bewegen, der braucht keinen Gott oder Götter mehr. Es gibt viele unzählbar viele solcher Anblicke die das Wunder des Seins ohne Lehren, Vorschriften, Priester, Heilige Schriften und Dogmen vermitteln.

Für das unmittelbare Erleben und sich Ergreifenlassen bedarf es in dem Augenblick keines konstruierten Glaubenskonstruktes. Wer sich hier nicht entziehen kann, für den stellt sich automatisch auch die ethische Antwort, die zur Bewahrung der Natur und zur Selbstheiligung des Menschen führt, denn er ist ja ein Teil davon. Diese natürliche Religiosität ist in jedem Menschen von Natur aus angelegt. Die sonstigen Religionen sind da nicht notwendig.

Was für mich aus dem Bild und nicht nur aus diesem Anblick als ein nur klitzekleiner Teil des Seins deutbar wäre ist:

Die Welt sollte unser Tempel sein in den wir hingehen und das Leben verehren. Auch gerade dann wenn das Leben eben nicht nur schön ist.

Ich kann das auch anders ausdrücken. Es gibt auch intellektuelle Beschreibungen, die habe ich jetzt aber mal absichtlich weggelassen, ganz nach Victor Hugo.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
 - (Schule, Politik, Religion)

Das "Christentum" sollte m. E. vor allem von Jesus Christus lernen und sich die Beröer zum Vorbild nehmen, die alles anhand der Bibel überprüften (vgl. Apostelgeschichte 17,11b).

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