Was ist Wut, Ärger, Aggression für eine Energie auf physikalischer Ebene, basierend auf der Quantenphysik?

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9 Antworten

obgleich es wotan schon auf den Punkt gebracht hat, hier nochmal eine Erläuterung in anderen Worten:

Nehmen wir mal ein Buch, voll mit "negativer Energie" (was immer das sein soll), welches aus elementaren Bausteinen, "Buchstaben" genannt, besteht, die ihrerseits komplexere Strukturen bilden, welche "Worte", "Sätze", "Abschnitte" und "Kapitel" genannt werden. Nehmen wir ferner ein sehr "negatives" Buch, z.B. "mein K*mpf" von A.H.

Kann man dann die negative Aussage des Buches mit Eigenschaften der Buchstaben erklären?

Wie andere (wotan) bereits dargelegt haben, gibt es unten, ganz unten bei den Buchstaben keine Unterschiede zu "guten Büchern" - sagen wir mal dem "Handbuch der Rauschrogen" oder dem "Reiseführer durchs Universum".

Die ganze Verwirrung kommt durch eine verschwommen mystische Annahme zustande, es gäbe so etwas wie Geist, Lebensenergie, Information an sich, also ohne ein Speichermedium, usw.

Letztendlich durch die Vorstellung einer Dualität von Geist und Körper.

Die Information steckt aber im Aufbau der höheren Strukturen, NICHT in einer irgendwie gearteten Eigenschaft der elementaren Bausteine.

Genauso wie sie im Hirn in der Anordnung sowie dem aktuellen Inhalt (sowohl chemisch als auch elektrisch) steckt. Oder in einem Computer im Inhalt und Aufbau des Speichers.

Ohne die speichernde Struktur verliert sich die gesamte Energie in ungeordneter Wärme. Wer also mit dem Energieerhaltungssatz argumentiert, daß unsere "Lebensenergie" nicht verloren gehen kann, und ja irgendwo bleiben müsse, macht hier einen Kategoriefehler, und vernebelt den (an sich schon nebulösen) Begriff der "Lebensenergie" mit dem physikalischen Begriff "Energie". Wenn der Computer ausgeschaltet wird, geht das Programm (die Information) auch nicht hinüber in ein Scheme-Nirwana (jeder ersetze "Scheme" durch seine Lieblingsprogrammiersprache).

Nun zu Quanteneffekten:

die Informationsverarbeitung funktioniert mittels Übertragung von Eingangssignalen und dem Level-Abängigen Feuern von Ausgangssignalen der Schaltelemente. Etwas komplexer als im Computer, aber im Prinzip analoge Schalter mit anregenden und unterdrückenden Signalkomponenten.

Hier spielen viele, z.T. verstandene, z.T. noch offene Mechanismen eine Rolle. Wann ein solcher Schaltprozess stattfindet, lässt sich nicht genau vorhersagen: er hängt neben der reinen Verdrahtung, vom Vorhandensein diverser Transmitterstoffe, den Signalstärken, den aktuellen Ladungszuständen, usw. ab. Wer schon mal die eine oder andere Droge genommen hat, weiß was ich meine. Um es nocht komplizierter zu machen: selbst die Berdrahtung (Struktur) ändert sich dynamisch, und dies sogar in Abhängigkeit des gerade gedachten (!). Jeden tag sterben Zellen, und neue enstehen und die Verdrahtung ebenso.

Im Allgemeinen spielen da Quanteneffekte keine Rolle und können vernachlässigt werden, weil:

natürlich ist es theoretisch möglich, daß bei einem Level exakt an der Schaltgrenze ein einzelner Quanteneffekt den Ausschlag macht und eine einzelne ja/nein Entscheidung auf Neuronenebene beeinflusst. Wer aber mal kurz durchrechnet, wieviele Atome, Elektronen, Photonen usw. daran beteiligt sind, sieht schnell, daß die Wahrscheinlichkeit für so etwas unglaublich gering ist. Ich bezweifle, daß so etwas im Lauf eines Lebens überhaupt einmal eintritt. Auch werden wir zigMilliarden mal öfter von hochenergetischen Photonen aus dem Weltall getroffen, die weitaus heftiger einschlagen dürften...

Noch unwahrscheinlicher wird der Effekt, wenn man bedenkt, daß die Struktur auch ohne Quanteneffekte ständiger Veränderung unterworfen ist. Ein Glas Wein oder eine Zigarette, ein Wurstbrot, und schon sind zig-Tausende der Hirnzellen futsch, ohne daß wir gleich Aussetzer haben (naja, da kann man anderer Meinung sein, bei so manchem Mitbürger gibt es durchaus Aussetzer, aber das ist eine andere Geschichte).

D.h. auch im Hirn gibt es Redundanzen, mehrfach vorhandene "Baugruppen" und Strukturen die sich gegenseitig die Arbeit abnehmen, bzw. Mittelwerte bilden und den Ausfall einzelner Zellen kompensieren.

PS:

Ich persönlich kann NICHTS mit dem Begriff "Lebensenergie" anfangen, und denke, er wurde von Leuten erfunden, die einerseits im Physikunterricht lieber Karten spielen oder Wollschals stricken, andererseits schlau klingen wollen, indem sie zuerst Begriffe frei erfinden, diese nicht oder nebulös definieren, um am Ende andere der Dummheit zu bezichtigen, sie nicht zu verstehen.

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Kommentar von WotansAuge
28.11.2015, 13:07

Danke für diesen ausführlichen und gut strukturierten Beitrag, der auch mir noch einiges an Wissen vermitteln konnte.

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Bei Wut und Ärger erzürnt der Mensch und schreit. Dies versetzt Luftmoleküle in Schwingung, was eine Form der kinetischen Energie ist. Das Erzürnen und damit der Schweiß sorgt für das Verdunsten, wodurch der Körper abkühlt. Also haben wir es mit einer Form der thermischen Energie zu tun.

Die bei Aggression entstehenden Gewaltakte sind ebenfalls in Verbindung mit kinetischer Energie zu bringen. Weiterhin basieren die Grundlagen dieser Energien, auf den chemischen Energien in unserer Nahrung. 

Diese basiert auf Pflanzen, welche ihre Energie aus der Sonnenstrahlung beziehen. In der Sonne wird Energie durch Kernfusion erzeugt. Bei dieser spielt die Quantenphysik eine Rolle (mehr dazu werde ich hier nicht mehr erläutern, im Internet steht da genug zu).

Somit sind also Ärger, Aggression und Wut auf die Kernfusion zurückzuführen (bzw. was vor der Sonne kam bis zum Urknall).

Allerdings ist deine Frage etwas merkwürdig (meiner Meinung nach) und eher in Einklang mit spirituellen Energieformen zu bringen.

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Kommentar von Astroknoedel
08.11.2015, 20:50

Von vorne bis hinten absoluter Unsinn.

Ich bemühe mich stets, höflich mit anderen Menschen umzugehen, jedoch ist das gerade sehr schwierig.

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Kommentar von sarahj
27.11.2015, 15:54

"Somit sind also Ärger, Aggression und Wut auf die Kernfusion zurückzuführen (bzw. was vor der Sonne kam bis zum Urknall)."

genau, und am Urknall war gott schuld.

Und daher ist am Ende gott dafür verantwortlich, daß jetzt gleich ein paar Leute sauer werden.

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Meine Kenntnisse der Quantenphysik sind bestenfalls rudimentär. 

Ich meine auch das Emotionen als physikalisches Phänomen der Thermodynamik unterliegen.  

Wut oder Ärger zu unterdrücken, weil man denkt das es sonst irgendwo im Universum schaden anrichtet, ist meiner Ansicht nach, auf den Menschen nicht anwendbar. 

Wenn du als Mensch negative Emotionen unterdrückst, wirst du Krank. Deswegen sollte man diese bei passender Gelegenheit ausleben und in eine andere physikalische Energie umwandeln. Kinetische Energie bietet sich z.B. an, in Form von an die Wand geworfene Kissen :) 

Lg

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Kommentar von Astroknoedel
08.11.2015, 20:06

Das hat nichts mit Physik zu tun.

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Die Basis für Fragen der Energie ist die Thermodynamik und nicht die Quantenmechanik.

Aus Sicht der Thermodynamik, speziell des 2. HS, sind das stark entropierzeugende Energien, da sie zerstören und nicht aufbauen.

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Kommentar von Astroknoedel
08.11.2015, 20:09

Aha, Ärger erzeugt also zunehmende Entropie in einem System?  ;)

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Denkprozesse, also auch Emotionen haben sehr wohl etwas mit der Quantentheorie zu tun. Schon vor langer Zeit haben Physiker (zB Pascual Jordan) darauf hingewiesen, dass das Verhalten des Menschen nie exakt vorausberechnet werden kann, da Entscheidungsprozesse ihren Ursprung letzen Endes innerhalb der Neuronen haben, und dass in dieser mikroskopischen Größenordnung die Gesetze der Quantentheorie (zB die Nichtkausalität von Abläufen) zu greifen beginnen. So kann man physikalisch begründen,
dass der Mensch einen 'freien Willen' hat.


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Kommentar von Dollmminode
09.11.2015, 02:15

Das sehe ich etwas anders. Ich bin kein Experte in der Neurologie, aber Denkprozesse sind doch in einer anderen Größenordnung als es für Quantenphysik nötig wäre? Sonst müsste man ja jedes Problem auf die Quantenmechanik zurückführen können, aber das ist meist nicht möglich.

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Kommentar von sarahj
27.11.2015, 17:26

Nur weil der "freie Wille" irgendwie was mit Zufall zu tun haben scheint, und "Qaunteneffekte" irgendwie zufällig erscheinen, ist das noch lange kein Beweis, daß diese "sehr wohl" etwas miteinander zu tun haben.

Mal abgesehen davon: was ist "Wille", wenn mein Denken von zufälligen Effekten gesteuert wird, die ich ihrerseits nicht willentlich beeinflussen kann?

Was überhaupt ist "freier Wille"? Gibt es das überhaupt, oder war es eine Erfindung der Philosophen, um aus dem Theodizee Dilemma herauszukommen.

Oder sucht man (damit meine ich jetzt nicht Dich) verzweifelt einen neuen Ort, eine neue Lücke, in die man einen "würfelnden Gott" hineinstecken kann, dessen Wege unergründlich für uns sind?

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Du beschreibst Emotionen, die sich quantenphysikalisch nicht beschreiben lassen. Emotionen lösen biochemische Reaktionen hervor, die den Blutdruck steigen lassen z.B. Sicher könnte man auch die biologischen Prozesse auf die Quantenphysik herunterbrechen, aber das würde garnichts erklären

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Kommentar von feminam
08.11.2015, 17:51

Doch, es könnte vielleicht die Entstehung von Krebs, Depressionen etc. erklären.

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Könnte man den Sinn eines Buches immer tiefer und besser erfassen, indem man die Buchstaben des Buches mit immer moderneren und besseren Mikroskopen untersucht? 

Jede Lebensäußerung ist ein Kampf um begrenzte Ressourcen zwecks der Autokatalyse. Dies trifft sowohl auf Wut, Ärger und Aggression zu, als auch auf Liebe, Fürsorge, Genugtuung u.s.w. 

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Kommentar von feminam
08.11.2015, 20:16

:)

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Kommentar von Hamburger02
09.11.2015, 03:41

stimmt. Autopoiese wäre als Begriff aber besser als Autokatalyse gewesen. ;-)

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ich kann dir die Handynummer von Einstein mailen.

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Kommentar von feminam
08.11.2015, 17:53

Du darfst auch selbst einen Beitrag hier leisten, auch wenn die Meinung Einsteins höchst spannend sein dürfte.

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Hallo feminam,

solche Dinge gehören in den Bereich der Psychologie oder Biologie und nicht  in den Bereich der Physik bzw. Quantenphysik. Solche Gefühle sind neurobiologisch bedingt und haben nichts mit Physik zu tun.

Grüße, Astroknoedel

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Kommentar von feminam
08.11.2015, 20:24

Alles ist Physik :)

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