Was ist Wirtschaftslieberale?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das sind Leute, die die freie Marktwirtschaft unterstützen. Egal, ob dabei ein Teil der Bevölkerung ins Elend sinkt. Wir haben hier - noch- eine soziale Marktwirtschaft, die die sozialen Gefahren der freien Marktwirtschaft ausgleichen soll.

Was für eine Schwachsinnsantwort! Die freie Marktwirtschaft ist das beste Mittel gegen eine kleine herrschende Elite.

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@HSSS0114Q0182

??? Nicht ganz richtig. Die freie Marktwirtschaft führt prinzipiell (absolut unvermeidbar) zu einer Beherrschung des Staates durch ein paar wenige, die richtig viel Geld haben. Also in Richtung einer Art von Geldadel. Die anderen werden dann mehr oder weniger unterdrückt. Denn das Geld kann die Regeln allein bestimmen.

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@BurkeUndCo

zurzeit gibt es viel zu viel geld auf dem markt dank keiner goldwährung mehr?

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"Wirtschaftsliberal" ist inzwischen ein politisches Schlagwort, meist mit negativem Touch. Eine Gemeinschaft handelt zur Sicherstellung seiner Lebensgrundlagen immer in starkem Maße ökonomisch. Es wird produziert, weil nicht einmal Brote einfach so vom Himmel fallen, es wird gehandelt, weil es günstiger ist, wenn nicht jeder alles alleine macht und alles Gewusel dieser Art muss irgendwie organisiert und geordnet werden, mit Gesetzen dafür gesorgt werden, dass es möglichst fair zugeht. Zu alledem müssen ständig Entscheidungen getroffen werden und die Frage ist, wer trifft mehrheitlich diese Entscheidungen? Der Staat als Organisation aller oder die einzelnen, selbstverantwortlichen Bürger?

Zwischen den Extrempositionen "nur der Staat" oder "nur die einzelnen Bürger" gibt es viele Stufen, die man auf einer Linie zwischen "nur Staat" und "nur Bürger" eintragen könnte.

"Nur der Bürger" wird vertreten vom Anarchismus, die einen Staat entweder ganz ablehnen oder nur in den allernötigsten Funktionen akzeptieren.

Dann kommen die Wirtschaftsliberalen, die auch staatliches Handeln nur in seinen der Allgemeinheit und der gesellschaftlichen Organisation dienlichen Funktionen gutheißen. Hier gibt es eine gewisse Bandbreite der Auffassungen, wieviel vom Staat zu regulieren wäre. Liberal nennt man sie, weil sie dem einzelnen Bürger soviel Rechte und Verantwortung lassen wollen, als es für ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht schädlich ist, dass staatliche Kompetenzen eingeengt werden.

Die Sozialliberalen oder Vertreter der Sozialen Marktwirtschaft kommen dann, denn sie sind der Meinung, dass der Staat in begrenztem Maße auch in Wirtschaftsentscheidungen eingreifen sollte, z.B. um Fehlentwicklungen hin zu Monopolen zu unterdrücken, um wirtschaftlichen Schwankungen gegenzusteuern. Bei einer Massengesellschaft wie Deutschland ist der Staat von seiner Größe her als Arbeitgeber und Nachfrager und seinem gesamten wirtschaftlichen Gebaren so einflussreich, dass er allein schon dadurch Wirtschaft mitgestaltet, wie effektiv er organisiert ist (Negativbeispiel Griechenland). Hier ist die Bandbreite groß, von der FDP über die CDU oder die neue ALFA (die ist eben nicht wirtschaftsliberal) bis zur den Realos der SPD und der Grünen. Man streitet auch, ob Wirtschaftslenkung mehr mit Geldpolitik oder mit Fiskalpolitik gestaltet werden soll.

Die Position "ganz viel Staat" und "mehrheitlich Staat" oder "nur Staat" sind sowohl von den linken der SPD, der Grünen (verordneter Veggieday) wie den LINKEN (Planwirtschaft - was sie nicht offen aussprechen) besetzt. Doch auch rechte Diktaturen, Clangesellschaften und noch rest-feudale Staaten wie Saudi Arabien sind, was die Frage "Macht des Staates" angeht, Brüder und Schwestern im Geiste. Der Streit z.B. zwischen Bernd Lucke (Gründer der AfD) und der jetzt rechten Rest-AfD ging im Kern um die Frage, wieviel Staat. Wer den Staat "sauber" machen will, braucht erst mal ganz viel Staatsmacht und will Bürgerentscheidungen ausschalten.

Gerade an dieser Position sieht man, dass man da nicht einfach rechts oder links zuordnen kann. Die ganz rechten und die ganz Linken wollen über die Bürger bestimmen und wollen ganz viel Staat, natürlich um ihre Vorstellungen durchzudrücken. Deren natürliche Gegner sind Liberale und auch Sozialliberale, weil die Staatliche Bevormundung begrenzen wollen. Interessant ist, dass Anarchisten oft mit Linksradikalen in einen Topf geworfen werden, obwohl sie gerade das extreme Gegenteil sind.

»Interessant ist, dass Anarchisten oft mit Linksradikalen in einen Topf geworfen werden, obwohl sie gerade das extreme Gegenteil sind.«     

Oder mit der korporatistischen FDP. ;-)

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@HSSS0114Q0182

Das ist jetzt ein guter Witz. Die FDP-Vorderen geben sich gerne wirtschaftsliberal, sind aber vom Programm wie von der Praxis her Wirtschaftssoziale, die aber die Rolle des Staates noch nicht so richtig durchschaut haben.

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"Wirtschaftsliberale" sind Menschen, denen das Funktionieren der Wirtschaft und die Möglichkeiten des eigenen Profits besonders wichtig sind und die dabei  Eingriffe des Staates in die Wirtschaft ablehnen, deshalb "liberal" (was im Prinzip "frei" bedeutet).   Wirtschaftsliberal sind Teile der FDP und die neue Partei Alfa. Wirtschaftsliberale sind deswegen natürlich nicht "links", müssen deshalb aber keineswegs "rechts" sein.

In den USA bedeutet "liberal" dagegen meist  seltsamerweise soviel wie "links".

ja im namen des großkapitals sind alle die nicht super gehorsam sind lings? aber es gibt welche die sich sehr bemühen?

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@robi187

Schon beim marxistischen Begriff "Großkapital" wendet sich der denkende Mensch mit Grausen.

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@Bswss

nenne es wie du willst? wieviel% haben wieviel % des kapital? wie soll man es sonst nennen? heute gibt es mehr planwirtschaft denn je nur von unternehmen gesteuert und nicht von einem staat?

lieberal = nicht an feste formen gebunden?

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