Was ist wichtiger, Nächstenliebe oder Glauben?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Nächstenliebe ist wichtiger als Glaube. 33%
Andere Ansicht 33%
In den Religionen ist Nächstenliebe wichtiger als Glaube 13%
Glaube ist wichtiger als Nächstenliebe 7%
Der Drang ins Paradies(Himmel) zu kommen, wichtiger als Nächster 7%
Der Nächste ist wichtiger, als Paradies und Himmel 7%
In den Religionen ist Glaube wichtiger als Nächstenliebe 0%

8 Antworten

Andere Ansicht

Beides ist - aus christlich-biblischer Sicht - untrennbar miteinander verbunden...

Was ist wichtiger, wenn man von "A nach B" fahren möchte? Das Auto (ohne Motor) oder der Motor? Man braucht beides...

Folgende Überlegung ist aber noch wichtig:

Die Bibel macht an vielen Stellen deutlich, dass ein Mensch allein aus Glauben errettet wird (Johannes 3,14-18; 5,24; Apostelgeschichte 16,31; Römer 3,21–26, Römer 6,23 u.a.) und nicht aus eigenen Werken (Epheser 2,8–9; Römer 3,20; 4,5; Galater 2,16 u.a.).

Alle Menschen sind Sünder und werden vor Gott in Worten, Taten und Gedanken schuldig. Da Gott rein, heilig und gerecht ist, kann er Sünde nicht tolerieren. Deshalb müssten eigentlich alle Menschen in die Hölle kommen, da niemand ein völlig sündloses Leben geführt hat.

Doch Gott hat uns einen Rettungsanker ausgeworfen. Er ist selbst in Jesus Mensch geworden, hat Versuchungen erlebt und hat als einziger jemals ein völlig sündloses Leben geführt. Deshalb konnte er am Kreuz als reines und makelloses Opfer zur Vergebung unserer Sünden sterben. Wenn wir dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen, bekommen wir die Vergebung unserer Sünden und können reingewaschen und geheiligt vor Gott stehen. Nach der Bibel gibt es nur diesen einen Weg.

Johannes 14,6: "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben."

Hebräer 11,6: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen."

Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

Allerdings sollte Glaube automatisch zu guten und gottwohlgefälligen Werken führen. Ansonsten ist es fragwürdig, ob der Glaube echt ist, wenn keine Werke folgen. Deshalb schreibt Jakobus, dass Glaube ohne Werke tot ist (Jakobus 2,20.26).

Das ist auch logisch, denn wenn ich Christ bin, wenn ich Jesus glauben, vertrauen und nachfolgen. Dazu gehören natürlich auch Werke, die sich auch in Nächstenliebe ausdrücken...

...hat als einziger jemals ein völlig sündloses Leben geführt.

Liest man zwar immer wieder, aber ich habe da meine größten Bedenken.

Was soll ich davon halten?

I 1. Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

I 2. Jetzt bringt mir meine Feinde, damit ich sie vor euch nieder machen kann.

I 3. Wer seine Familie mehr liebt als mich, kann nicht mein Jünger werden.

I 4. Du sollst deine Feinde lieben.

I 5. Trage deinem Feind das Gepäck (ca.32 Kg) 2 Meilen weit.

I 6. Wenn dein Sklave von der Arbeit kommt, dann soll er erst das Essen des Herrn zu bereiten, bevor er sich selber was zu essen macht.

I 7. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich.

I 8. Weib, meine Stunde ist noch nicht gekommen

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@Rudigems

Es kommt nur darauf an, die jeweiligen Stellen im richtigen Kontext auszulegen, um die Lehre Jesu zu verstehen. Zum Beispiel der erste Vers...

Im Walvoord-Bibelkommentar findet sich zu Matthäus 10,34-39:

"Jesus sagte, er sei diesmal nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern das Schwert, das entzweit und trennt. Eine Folge seines Kommens werde sein, dass sich Kinder gegen ihre Eltern auflehnen und seine eigenen Hausgenossen des Menschen Feinde sein werden. Zu dieser Situation kommt es, weil manche Anhänger Christi von ihren übrigen Verwandten geradezu gehaßt werden. Das war der Preis, den die Jünger unter Umständen für die Nachfolge zahlen mussten, denn die Liebe zur Familie darf niemals größer sein als die Liebe zum Herrn (V. 37).

Ein wahrer Jünger muss sein Kreuz auf sich nehmen und Jesus folgen (vgl. Mt 16,24). Er muss bereit sein, nicht nur den Hass seiner Familie, sondern auch den Tod zu ertragen, wie ein Verbrecher der damaligen Zeit, der sein Kreuz zu seiner eigenen Hinrichtung schleppen mußte. In der Zeit der Entstehung des Neuen Testaments war die Tatsache, daß ein Verbrecher sein Kreuz selbst zum Hinrichtungsort trug, außerdem ein Zeichen dafür, daß er stillschweigend die Rechtmäßigkeit des Urteils, das das römische Reich über ihn gefällt hatte, anerkannte. In ähnlicher Weise brachten auch Jesu Nachfolger zum Ausdruck, dass sie ihr Leben Jesus übergeben hatten. Doch wer so sein Leben aufgibt, wird es zurückerhalten."

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Die "Liebe" beinhaltet auch den "Glauben" (1.Kor.13,13).

Der "Glaube" seinerseits ist durch "Liebe" tätig (Gal.5,6).

Die  "Liebe" beinhaltet auch den " Glauben"

Nein, tut sie nicht. Glaube ist immer etwas Erzwungenes. Es wird mit den schlimmsten Folgen gedroht, wenn sich jemand weigert, das zu glauben was er vorgegeben bekommt. Dadurch wird mit Angst geglaubt. Angst ist aber kein schönes Gefühl. Daher ist es auch keine Liebe. Liebe ist es nur, wenn alle Beteiligten das als schön und angenehm empfinden, was sie freiwillig machen wollen.

Der  "Glaube" seinerseits ist durch  "Liebe" tätig

Nein, Glaube ist immer etwas Erzwungenes, das man gegen erhebliche Zweifel leisten muss. Da kann man keinerlei Liebe erkennen.

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Nein, Liebe geht auch ohne Glauben. Und Glauben geht auch ohne Liebe.

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Andere Ansicht

Glaube OHNE Liebe ist tot. Du kannst also das eine nicht ohne das andere haben:

„Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“

‭‭1. Johannes‬ ‭4:7-8‬ ‭SCH2000‬‬ https://bible.com/bible/157/1jn.4.7-8.SCH2000

Schönen Text hast du da rausgesucht. Allein, mich brauchst du nicht zu überzeugen. Aber selbst hier bei dieser Frage, gibt es Antworten, wo dargelegt wird, wie wichtig Glauben ist.

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Andere Ansicht

Nächstenliebe, wer jetzt bitte? Meine Familie, meine Kumpels? Soll ich nun alle Leute, die mir im Bus begegnen, lieben? Oder sonst wo? Oder gar alle? So wie mich selbst, so wie es heißt? Wie den, der seine Frau erschlagen hat? Der kann ja eigentlich auch nichts dazu, die böse Welt hat ihn dazu gebracht!

Mein Glaube hat damit überhaupt nichts zu tun! Mir schreibt keiner vor, wen ich zu lieben habe. Ich würde jemandem helfen der in Not ist, falls ich das könnte, weil ich das so will, ob Liebe oder nicht. Ich würde auch auf einen schießen, wenn es nötig wäre, ich könnte ihm ja noch eine gute Reise wünschen. Mein Glaube erlaubt das.

An Jesus und die Büchergötter glaube ich nicht, oder an Teufels u.Co., diese gesamte Hybris der Religion erlaubt mein Glaube nicht.

Woher ich das weiß:Hobby – Habe den Mut, mich meines eigenen Verstandes zu bedienen
Der Nächste ist wichtiger, als Paradies und Himmel

Und zwar "praktizierte", als angewandte Nächstenliebe, die sich also in positiven Handlungen zeigt!

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!" (Erich Kästner)

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