Was ist wichtiger Gottvertraun oder Gottesehrfurcht(und strenge Gehorsamkeit)?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Gottvertraun 50%
Ehrfurcht/Gehorsamkeit 50%

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Gottvertraun

Zentral bei jeder Handlung, egal ob Gottvertrauen oder Gottesehrfurcht, ist, aus welchen Gründen etwas getan wird.

Wollen wir Gott gefallen? Tun wir etwas, weil wir Angst vor Gott haben. Weil wir fürchten, dass wir in die Hölle kommen. Sehen wir das Ganze wie ein Punktesystem, je mehr wir etwas für Gott tun, desto mehr wird er uns belohnen.

Gehorsamkeit ist oft auch mit Verhaltensregeln verbunden, die gar nicht von Gott stammen. Die nicht durch die Bibel begründet sind. Oder es wird nach Gesetzlichkeiten gelebt, die durch den Tod von Jesus am Kreuz aufgehoben wurden. Dort fehlt "die Freiheit eines Christenmenschen".

Sind vor jesus mehr menschen in die hölle gekommen als nachher?

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@Anonymus1234902

Ich glaube eher nachher, weil es nachher mehr Menschen gab/gibt, als vorher, und weil die Menschheit noch nie so bösartig war, wie seit dem 19. Jh.

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@Stefan2598

Was ist mit Folter(folterkammer im Mittelalter und hexenverbrennung) das war lang vor dem 19. Jh.

Ich glaube da war die Menschheit noch viel schlimmer

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@Anonymus1234902

Ich rede vom Ausmaß.

Und Folterkamnern etc. gab es im Mittelalter nicht, sondern zur beginnenden Neuzeit.

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@Stefan2598

Das Ausmaß hat sich einfach so ergeben(nicht weil es jemand beabsichtigt hat)

Ich glaube heutzutage würde kaum jemand auf die Idee kommen solche Foltermethoden wie damals anzuwenden oder eine Frau zu verbrennen weil sie z.B Kräuter im Wald gesammelt hat(was damals als völlig normal gegolten hat)

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Gott danken und ihm helfen, kommt am besten für das hin, was Gott bedeutet.

Gott ist das Sein, Wahrheit und Gerechtigkeit sind Gottes Wille. Auch für einen selber. Muss man sich Respekt einfordern, wenn andere ungerecht gegen einen sind.

Ehrfurcht/Gehorsamkeit

Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.

Die Bibel spricht wiederholt von dem furchtbaren, glühenden und vernichtenden Zorn Gottes.

Er ist ein Gott der bitteren Rache, ein Gott der unerbittlichen Vergeltung.

Er ist ein eifernder Gott, ein Gott der Strafe.

Er ist der Richter der die finale Entscheidung trifft.

Und „schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“. (Hebräer 10,31 Luther 2017)

Diese Eigenschaft Gottes ist so zentral in der ganzen Bibel, und doch so oft missverstanden.

Wie oft wird Gott als ein despotischer, unberechenbarer Herrscher verstanden, den wir Menschen durch unsere Handlungen günstig stimmen müssen. Als müssten wir uns seine Zuneigung verdienen.

Wir glauben, dass wir auf Gott irgendwie Einfluss nehmen können, und mühen uns ab, gute Menschen zu sein.

Gottes Zorn ist aber kein wildes, aufwallendes Gefühl, kein sich verändernder Gemütszustand.

So wie seine Liebe, ist auch sein Zorn ewig und unveränderlich.

In Gottes heiliger, nichts Unreines duldender Herrlichkeit

muss alles in Flammen aufgehen, was nicht seinem Wesen entspricht.

Seine bloße Gegenwart wirkt vernichtend auf das, was nicht geheiligt ist.

Und zwar mit einer so gewaltigen Kraft, dass diese oft als „verzehrendes Feuer“ bezeichnet wird (Hebräer 12,21 Luther 2017)

Das ist der Zorn Gottes.

Und daraus folgt die schlechte Nachricht, die der guten Nachricht vorangeht:

Wir können Gott nicht beeinflussen,

wir können ihn nicht umstimmen,

wir können ihn nicht überreden.

Wir können Gott nicht ändern!

Das einzige, das radikal verändert werden muss, sind wir.

In dieser Hinsicht gibt es keine Grauzonen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Tanach und Bibelstudium über viele Jahre

Aber Gott kann alles vergeben wenn man Reue zeigt oder?

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Gottvertraun

Als Christ vertraue ich alleine auf Gott und nicht immer auf die Regeln, die doch häufig von Menschen aufgesetzt worden sind. Ich kann beispielsweise mit Paulus' Spruch "das Weib schweige in der Gemeinde" absolut nichts anfangen.

Das eine schließt das andere nicht aus.

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