Was ist, wenn man mit 20 in eine Wohnung zieht und dann das Leben nicht in den Griff bekommt?

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5 Antworten

Dann sollte man sich Hilfe suchen. Bei Freunden, Verwandten, einer Sozialberatungsstelle, beim Chef, beim Nachbarn, beim Hausarzt, beim Amt, beim Bäcker oder beim Müllmann. Im Notfall sogar hier.

Grundsätzlich sollte man nie mehr ausgeben, als man verdient. Wenn das nicht klappt, kann man sich an die Schuldnerberatung wenden, einen Nebenjob suchen oder einen Mitbewohner, oder herausfinden, ob es irgendwo Unterstützung gibt (Aufstockung, Wohngeld usw.).

Wenn man weiß, woran es liegt, kann man auch passende Selbsthilfegruppen (Kaufsucht, Spielsucht usw. ) aufsuchen.

Wer seinen Job verliert, muss das beim Arbeitsamt melden, dann hat er in aller Regel auch Anspruch auf ALGI, oder wenigstens auf HartzIV (und Miete!). Desweiteren kann man sich natürlich auch eine neue Beschäftigung suchen - 20jährige werden bei Zeitarbeitsfirmen eigentlich immer eingestellt. 

Wer wirklich komplett mit dem Leben überfordert ist, sollte sich in ärztliche Behandlung begeben und lernen, wie es geht. Oder sich (erst mal) einen Betreuer zuteilen lassen, der einzelne Bereiche (z.B. Finanzen oder Gesundheit) oder auch "alles" übernimmt.

Nannte man früher "Entmündigung", ist aber zumindest zur Zeit sicher angenehmer, als unter der Brücke zu pennen.

Und tu dir selbst einen Gefallen: hör auf, andere für deine Probleme verantwortlich zu machen! Einen eigenen Haushalt zu führen ist sicher kein Kinderspiel, aber man braucht auch keinen Doktortitel dafür.

Und das einzige, das einem im Weg steht, ist meist der eigene Stolz, weil man Fehler nicht zugeben kann/ will...

Paguangare 23.01.2017, 07:48

Ich kenne auch einen an sich ziemlich intelligenten Mann mit Abitur, abgeschlossener Berufsausbildung, mehrjähriger Berufserfahrung und angefangenem Zweitstudium, der sich einen gesetzlichen Betreuer zugelegt hat. Dieser Mann ist nämlich Alkoholiker und hatte dadurch die Kontrolle über sein Leben verloren.

Es ist also keine Schande, sich gesetzlich betreuen zu lassen, wenn man die Regelung der persönlichen Angelegenheiten, wie Behördengänge, Bezahlung von Schulden, Wohnungssuche etc. nicht hinbekommt.

Ich fürchte nur, dass ein Berufsbetreuer evtl. auch nicht genug Zeit hat, sich um alles zu kümmern, weil er gleichzeitig über 50 verschiedene Personen zu betreuen hat und entsprechend nicht einmal eine Stunde Zeit pro Woche und Person zur Verfügung hat.

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Dann hättest Du nicht erst bis zur Zwangsräumung warten müssen,(Siehe andere Frage von Dir), sondern handeln müssen. Es gibt Schulden Berater an die solltest Du Dich wenden. Caritas hilft auch in solchen Situationen.

und immerzu Rechnungen einflattern

Wenn du kein Geld hast, darfst du dir nichts kaufen. Dann flattern auch keine Rechnung ins Haus. Geld, das du nicht hast, kannst und darfst du nicht ausgeben. Mit 20 müßtest du das wissen.

Warum hast du deinen Job verloren? Warum hast du dir keinen neuen gesucht?

Du mußt dich mal selbstkritisch hinterfragen, was DU falsch machst. Deine Probleme sind alle selbstverschuldet (wie auch die Zwangsräumung in deiner vorherigen Frage).

Wende dich an eine Schuldnerberatung.

Wie lief das in den letzten 8 Jahren? Irgendwann sollte man sich mit dem Thema Geld mal auseinander gesetzt haben.

In deinem Fall wohl Arbeits- oder Sozialamt, Hartz4 melden, kleiner Wohnung, Privatinsolvenz anmelden...

Paguangare 23.01.2017, 00:24

Wieso die letzten 8 Jahre? Die Person "man" ist doch erst 20 Jahre alt (oder knapp darüber) und wahrscheinlich erst vor ein oder zwei Jahren von zu Hause (bei den Eltern) ausgezogen.

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Falkenpost 23.01.2017, 08:26
@Paguangare

Irgendwann sollte gelernt haben, dass es rechnerisch nicht aufgeht, auf Dauer mehr Geld auszugeben als einzunehmen. Und sowas lernt man i.d.R. schon mit dem Taschengeld und nicht erst, wenn man von Mutti auszieht.

Sollte dieses Wissen mit 20 immer noch nicht vorhanden sein, sollte dies schleunigst nachgeholt werden.

PS: Ein Kaffee selbst gekocht ist billiger als bei Starbucks. Auch wenn es dort "viiiiiiel coooler" ist.

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Irgendwie kommt man schon zurecht. Wirfst du einen Nichtschwimmer ins Wasser, kann er auch plötzlich schwimmen.

unlukcy 22.01.2017, 10:24

oder er geht eben unter...

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