Was ist wenn (Katze)

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

Tierheim 88%
Bauernhof 11%

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

mein hund flogge kommt von einem bauernhof. ich würde an deiner stelle an beiden orten mal nachsehen und mit den leuten reden. für was du dich dann entscheidest, überlasse ich dir.

Bauernhof

Vom Bauernhof - da kannst du mit den Leuten reden, kennst die Mutter, usw. Meist werden sie ansonsten einfach getötet, du tust also was Gutes damit. Vom Tierheim sind die armen Tieren meist traumatisiert oder (dauerhaft) geschädigt -> ich würde mir nicht die Aufgabe antun, hier den Versuch zu starten, aus einem traumatisierten Tier ein wieder "normales" zu machen. Aber wenn du das kannst und gerne tust und den Aufwand nicht scheust und die Geduld nicht verlierst, dann ist das natürlich auch wunderbar :-)

was hast du für vorstellungen von tierheimen oO ich hab einige katzen von da, traumatisiert war genau einer: der ist vom vorbesitzer misshandelt worden. und dass der zeit erfordern würde wusste ich vorher

alle anderen katzen waren perfekt normal im kopf. nicht begesitert von ihrem lebensumständen aber ganz sicher nicht traumatisiert

in bauernhofkatzen investierst du oft viel mehr zeit weil bauern nicht allzu freundlich mit ihren katzen umgehen. die handzahm zu machen kann schonmal 2 bis 5 monate dauern. bei kitten gehts etwas flotter weil die natürliche neugier eines kindes einem da in die hände spielt

tierheime haben nur begrenzte kapazitäten. wenn die erreicht sind wird ein aufnahmestopp verhängt. leider ist das oft fatal für herrenlose katzen für die kein platz mehr ist...

3
@palusa

Also suessf, du hast offenbar keine Ahnung von Tierheimen oder Tierschutzorganisationen. Ich halte seit 35 Jahren Katzen, ausschließlich vom Tierschutz. Mir würde es niemals in den Sinn kommen, einen Bauern dahingehend zu unterstützen. seine Kitten an den Mann zu bringen. Im Gegenteil sollte man Bauern anzeigen, wenn sie ihre Katzen nicht kastrieren lassen, und ihnen den Tierschutz ins Haus schicken. Tierheimtiere sind keineswegs traumatisiert, wie kommst du denn darauf. Die Mitarbeiter und Pflegestellen gehen liebevollst mit den Tieren um. Natürlich kann es mal Katzen aus schlechter Haltung geben. Deswegen heißt das nicht, dass die nicht bei dir zuhause aufblühen. Ich habe zwei Katzen aus einem Tiermessiehaushalt, die dort nichts zu fressen bekamen, und sich selbst versorgen mußten (herumliegende Lebensmittel bis hin zum Putz an der Wand...). Ich habe eine Katze aus einer sogenannten Vermehrerzucht übernommen, wo die Katzen mit Füßen weggetreten wurden, sich ständig weitervermehren mußten, um Geld für die Kitten zu bekommen, so dass der Tierschutz diese vermeintliche Zucht kurzerhand aufgelöst hat. Und ich habe eine Katze, die eine Stadtstreunerkatze zur Mutter hat, welche vom Tierheim aufgegriffen und anschließend kastriert wurde. - Alle meine 4 Katzen aus schlechter Haltung und ungewisser Herkunft sind sowas von liebenswert. - Was aus einer Katze wird, das hat der Mensch selber in der Hand. Das erfordert natürlich bei manch einem Tier etwas Gespür. Aber wer kein Gespür für Tiere hat, der braucht auch keins vom Bauernhof. Denn auch die kann man mit Gefühlskälte verkorksen! - Im Übrigen kann man bei Bauernhofkatzen nahezu sicher sein, dass sie irgendwelche Parasiten und Krankheiten mit sich bringen. Da hat man zuerst eine Riesentierarztrechnung. Bei Katzen vom Tierheim wurde dies alles schon erledigt (Impfung, tierärztliche Untersuchung, Entwurmung, Parasitenbehandlung, je nach Alter auch die Kastration...).

Auf jeden Fall solltest du dich hier mal zurückhalten, Tierheimtiere schlecht zu machen. Gerade DIE brauchen ein Zuhause. Und glaubst du nicht, dass zigtausend Katzen in Deutschlands Tierheimen ursprünglich mal von Bauern waren? Sind die dann deiner Meinung nach auch traumatisiert? Dann ist aber der Bauer dran schuld ;o) .. . Also was nun ;o) ?

2
Tierheim

Auf gar keinen Fall darf man Bauern darin unterstützen, ihnen die Katzen abzunehmen, die sie durch mangelnde Kastration produziert haben. Leider wollen immer noch viele Bauern nicht einsehen, dass Katzen kastriert werden müssen, um das Katzenelend, dass in Deutschland herrscht, einzudämmen. Es gibt zwar bereits in vielen Gegenden Deutschlands auch eine Kastrationspflicht, was aber manche Bauern nicht sonderlich belastet. - Dadurch, dass man den Bauern die Kitten immer wieder abnimmt, lernen sie nichts draus. Daher sollte man die Finger von Bauernhofkatzen lassen. Zudem sind Bauernhofkatzen meist viel zu jung, wenn sie abgegeben werden (Mindestalter muß 12 Wochen sein), sie sind weder geimpft noch entwurmt, noch haben sie jemals einen Tierarzt aus der Nähe gesehen... . Sie haben möglicher Weise ansteckende Krankheiten, wie Katzenschnupfen, Katzenseuche, FIV....

In den Tierheimen sind die Katzen tierärztlich untersucht, grundimmunisiert (sprich zweifach geimpft), entwurmt und auf Parasiten behandelt. Du bekommst einen Impfpass und einen Schutzvertrag. Dafür bezahlst du lediglich eine kleine Gebühr von etwa 50€ pro Katze. Beim Bauern hättest du das alles selber bezahlen müssen, und da wären locker gleich mal für den Anfang pro Kitten um die 100-150€ fällig gewesen.

Und bitte denke dran, dass man Katzen nicht einzeln hält. Kitten müssen immer zu zweit sein, oder mehr. Eine erwachsene Katze könnte (zur Not) auch alleine leben, aber nur, wenn sie in Freigang darf, sonst nicht. Wenn du also Katzenkinder möchtest, dann mindestens zwei, und mindestens 12 Wochen alt.

Ansonsten informiere dich vorher bitte gründlich über Katzenhaltung. Einen Anfänger-Link kann ich dir ja schonmal schicken:

http://www.sandrabrand.de/downloads/katzen_tipps.pdf

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