Was ist, wenn ich den Rechteinhaber eines Fotos nicht ermitteln kann, weil das Foto in den 70er Jahren in irgendeiner Zeitschrift veröffentlicht wurde?

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6 Antworten

Hallo Zwischenlicht,

da hast du dann leider keine Chance das Foto veröffentlichen zu dürfen. Du brauchst eben eine explizite Genehmigung des Rechteinhabers. Und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass du die praktisch nicht bekommen kannst.

Entweder meldest du dich bei dem Magazin (sofern es noch existiert) und hoffst, dass die entweder ein ausschließliches Nutzungsrecht an den Fotos haben, oder der Name des Fotografen in irgendwelchen Akten verzeichnet ist, und die auch Lust haben, ihn herauszusuchen.

Andernfalls kannst du nur rechtswidrig das Foto ohne Erlaubnis veröffentlichen und hoffen, dass man dich nicht erwischt. Oder ganz auf die Veröffentlichung verzichten.

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Dann kannst du das Foto privat, aber nicht gewerblich nutzen.

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Wenn nicht anders, dann hat zumindest diese Zeitschrift die rechte auf dem Foto. Die haben entweder das Bild gekauft oder dem Urheber eine Dividende gezahlt, dass sie es veröffentlichen können. Bei der Zeitschrift erfährst wer die Rechte hat

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Auch damals waren schon Bildunterschriften mit dem Namen des Rechteinhabers vorgeschrieben; sollte derlei nicht zu finden sein und die Zeitschrift nicht mehr am Markt sein, sollte ein Hinweis "Original veröffentlicht etwa 19XX in XY, Autor nicht eruierbar" Problemen vorbeugen.

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Kommentar von ThomasMorus
23.05.2016, 10:10

Unfug.

Erstens kann jeder Urheber, also auch ein Zeichner oder Fotokünstler auf sein "Namensrecht" verzichten (und das wird bei Zeitungen und Zeitschriften sehr häufig gemacht. Weshalb es eher der Normalfall als die Ausnahme ist, wenn der Name des Urhebers eines Bildes sich im Nachhinein nicht mehr ermitteln lässt)

Zweitens ist das eigentliche Hauptproblem, dass Zwischenlicht ja eine explizite Erlaubnis des Urhebers braucht, um das Foto überhaupt veröffentlichen zu können. Wenn die nicht vorliegt, hilft auch ein Hinweis nichts, dass der Urheber nicht ermittelbar war.

Im Gegenteil würde das vor Gericht als Schuldeingeständnis bewertet.

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Dann darfst du es nicht verwenden.

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