Was ist, wenn es kein Leben nach dem Tod gibt? Und wie mit der Angst umgehen?

40 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kenne das sehr gut, es ist eines der wenigen Dinge, vor denen ich wirklich Angst habe, denn ich bin ungläubig und selbst die Idee, dann gar nicht mehr zu sein oder dergleichen, ist für mich genauso wenig selbstverständlich. Ich habe das Problem vorerst so "gelöst": Offenbar gibt es Menschen, die den Tod nicht fürchten. Das sind zwar einerseits Gläubige, was für mich nicht gilt, aber andererseits sind das, und das ist der Knackpunkt: zufriedene Alte. Es gibt diese alten Menschen, die sagen "Ich hatte ein schönes Leben, aber jetzt ist es genug, ich finde es in Ordnung, jetzt zu gehen." Mein Lebensziel ist, so ein Mensch zu werden. Noch bin ich es nicht, ich bin noch nicht bereit zu gehen, dazu will ich noch viel zu viel machen, aber wenn ich in meinetwegen 60 Jahren das alles gemacht habe, dann macht es mir auch nichts mehr aus, nicht mehr da zu sein. Ich kann davon ausgehen, dass sich meine Wünsche ändern werden, so wie ich es irgendwann nicht mehr schlimm fand, ohne Kuscheltier ins Bett zu gehen. Mein Ziel ist, diesen Punkt zu erreichen, also so lange zu leben - und zwar möglichst gut zu leben! - bis ich diesen Punkt erreicht habe. Ergo bin ich so vorsichtig, dass ich nicht durch einen bescheuerten Unfall sterbe (kann natürlich trotzdem passieren, aber ich will wenigstens nicht in meinem letzten Moment denken "Ich Vollidiot, das hätt jetzt wirklich nicht sein müssen!"), ich bin so vernünftig, mich nicht vollzusaufen, nicht zu rauchen und keine Drogen zu nehmen (denn das steht ja meinem langfristigen Ziel entgegen, auch wenn es für den Moment "glücklich" macht), ich bemühe mich um einen ordentlichen Job, bei dem ich aber noch Spaß habe usw.
Es gilt, die Balance zu finden zwischen Vorsicht und Freude, denn für eine gute "Jetzt kann ich gehen"-Bilanz nützt es mir weder, mit 30 bei einer Mutprobe zu sterben, noch mit 80 auf ein Leben im Kellerbüro zurückzublicken.

Zum Abschluss noch ein (meiner Meinung nach) sehr inspirierendes Lied: http://www.youtube.com/watch?v=NYB92jGPnlg
"And I know if I'll only be true
To this glorious quest
That my heart will lie peaceful and calm
When I'm laid to my rest"
Genau das ist das Ziel, das ich mir gesetzt habe. Es vertreibt die Angst nicht vollständig, aber ich kann mich ihr mutiger stellen.

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Ich bin Atheist und habe keine Angst vorm Tod. Das ist ein Luxus, der nicht nur Gläubigen und alten Leuten vorbehalten ist.

Mit der Vorsicht solltest Du es nicht übertreiben, daß das auch zur Belastung werden kann. Wenn Dich ein Unfall ereilt, hast Du Dein bisheriges Leben, daß zu bewerten ist. Unterm Strich ist es gar nicht so ausschlaggebend, ob das nun 30 oder 90 Jahre gedauert hat.

Lebe jeden Tag so, daß Du im Moment Deines Todes diesen erfüllten Rückblick hast, wie Du ihn bei alten Leuten siehst. Das gilt vom Prinzip her eben auch für Jüngere.

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@realsausi2

Es geht nicht um das, was ich bereits getan habe, sondern um das, was ich noch tun möchte, und davon gibt es noch zu viel, als dass ich jetzt schon freiwillig sagen würde "es langt". Das schließt nicht aus, mit meinem bisherigen Leben zufrieden zu sein, aber gerade weil ich mein Leben so mag, habe ich Angst, es zu verlieren. Es ist ein gewisser Trost, mit meiner Vergangenheit bis zur Gegenwart glücklich zu sein, doch wenn jetzt der Sensenmann vor meiner Tür stünde, ich würde ihn nicht anlächeln, dazu würde ich zu sehr das vermissen, was noch hätte kommen können.

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@Serela

Das ginge mir genauso. Aber dieses Empfingen bleibt dem Moment vorbehalten, wo der Sensenmann vor mir steht. In meinem Leben hat das keine Wirkung.

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Irgendwie finde ich es gerade total cool, dass jemand genau so denkt wie ich... genau so :)

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Ich denke im Grunde hat jeder Angst vor dem Tod. Das liegt in der Natur jedes Lebewesens begründet. Selbsterhaltung ist ein starker Trieb. Das Leben wie wir es heute kennen ist durch Evolution entstanden, die Millionen von Jahre gedauert hat. Evolution bedeutet "Willkür" (Mutationen im Genmaterial sind "zufallsgesteuert" und nicht zielgerichtet) und anschließende Selektion. Es hat (und wird) sicherlich Lebewesen geben, die keinen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb aufweisen, allerdings werden sich diese vermutlich nicht lange halten. ;-)

Ich bin Atheist und glaube nicht an die Existenz einer vom Körper unabhängigen Seele und somit auch nicht an ein Leben nach dem Tod. Für mich ist meine Persönlichkeit eine Eigenschaft meines Nervensystems und somit unmittelbar an die Substanz meines Körpers gebunden. Und wenn mein Nervensystem irgendwann nicht mehr funktioniert, dann kann ich auch nicht mehr agieren und nichts mehr wahrnehmen. Die Frage, wie sich das "anfühlt", stellt sich für mich daher nicht.

Wenn ich mich einer gefährlichen Situation ausgesetzt sehe, würde ich selbstverständlich versuchen, das Risiko zu mindern, etwa indem ich die Situation vermeide, aber ich habe keine generelle Angst davor, dass ich "irgendwann sterben werde". Wenn ich mich beispielsweise in ein Flugzeug setze, mache ich mir im Regelfall keine Gedanken darüber, ob es abstürzen könnte. Im Gegenteil. Ich denke mir "der Pilot hat den gleichen Selbsterhaltungstrieb wie ich, von daher wird er schon alles daran setzen, die Maschine sicher ans Ziel zu bringen". Wenn es hingegen unterwegs tatsächlich einen Zwischenfall geben sollte, würde ich mir wohl schon eher Gedanken machen.

Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mehr Angst davor, "zu lange zu leben" und alt und gebrechlich zu werden, als "zu früh", beispielsweise bei einem Unfall, ums Leben zu kommen. Lieber kurz und heftig gelebt, als lange und langweilig.

Also ich frage mich auch immer wieder was kommt nach dem Tod... und die Leute die behaupten dass es nichts geben wird nach dem Tod, diese Behauptung kann ich nicht nachvollziehen, weil das Leben ist ein WUNDER...

Es ist ein Wunder dass es uns gibt... dass es auf der Erde so viele Gestalten gibt... und das Ganze in einem System voller Zusammenhänge funktioniert... wie Beispielsweise ohne Wasser gäbe es uns nicht ohne Sauerstoff können wir nicht überleben ohne Sonne gäbe es kein Ökosystem kein Licht keine Wärme... ohne Frau oder Mann gäbe es keine Kinder... und wenn ich darüber nachdenke wie ein Mensch entsteht zum Beispiel... ich frage mich dann sachlich gesehen... wie bin ich zustande mit einer Frau ein Kind zu erzeugen... und wo ist das Kind in mir bevor es dazu kommt... Samenzellen und so weiter ist mir klar... das ist der Körper ... aber die Seele wo ist sie? in Mir? versteckt... wohl kaum... die muss doch irgendwo her kommen... und nach dem Tod wird die Seele abgeholt... nach dem Motto deine Zeit ist abgelaufen... aber das Thema ist viel komplizierter als wir es begreifen können... Ich glaube daran dass es einen WEISEN GOTT einen ALLWISSENDEN gibt, der das Ganze ins rollen gebracht hat... aber die FRage ist WARUM? diese Frage habe ich analysiert und versucht für mich zu beantworten...

Im Leben gibt macht man Erfahrung, das heißt man lernt im Verlauf des Leben... Es gibt auch nebensächliche Dinge die wir tun... SPaß haben Geld verdienen Haus bauen...Heiraten Kinder kriegen...jedoch all diese Lebenserfahrungen die wir machen, die dient dazu dass wir MEnschen aus unseren Fehlern lernen...es gibt böse Menschen von dem wir lernen nichts BÖSES zu tun weil es den anderen Menschen schadet, im schlimsten sogar tötet... es gibt gute MEnschen von den wir lernen in Frieden zu leben ... Nachbarn die einen helfen beispielweise... es gibt auch gegensätze selbsverständlich...

zurück zum Thema es kann nicht sein dass das GANZE grundlos existiert... das das Ganze ohne durch ein Inteligenz (Gott) erschaffen worden ist...

ist das für dich nicht logisch?

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