Was ist, wenn er doch recht hatte?

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5 Antworten

Nahtoderlebnisse dieser von dir geschilderten Art kann man als echt bezeichnen, wenn danach eine Lebensänderung erfolgt. Also kann man davon ausgehen, dass dein Kollege von Gott berührt wurde und dadurch die Gnade der Umkehr erleben durfte. Du meinst nun, das "Bekehre dich" gilt auch für dich, weil du aus dienstlichen Gründen oft die Sonntagsmesse ausfallen lassen musst und deshalb gewisse Tricks anwendest, die deinen Job gefährden.

Die Verpflichtung, an Sonn- und Feiertagen die Hl. Messe zu besuchen, ist ein Kirchengebot, das die Kirche auf Grund ihrer Binde- und Lösegewalt verbindlich für jeden Katholiken machen kann - aber auch lockern könnte. Sie macht es deshalb verpflichtend, um deutlich zu machen, wie wichtig die Hl. Messe ist, in der Christus in besonderer Weise gegenwärtig ist in Wort und Sakrament. Sie führt damit die Tradition der ersten Christen weiter, die sich jeden Sonntag versammelten, um das Abendmahl zu feiern.

Die Hauptpflicht des Sonntagsgebotes besteht darin, dass sich das "Volk Gottes" versammeln muss und dass dazu die Gelegenheit gegeben wird. Wenn kein Priester verfügbar ist, soll es wenigstens ein Wortgottesdienst mit Kommunionfeier sein. Der einzelne Katholik ist verpflichtet, daran teilzunehmen, wenn keine Gründe dagegen sprechen. Jesus stellt ganz eindeutig fest, dass die Gesetze für den Menschen da sind und nicht der Mensch für die Gesetze. Das heißt im Klartext:

Die Sonntagspflicht besteht nicht in jedem Fall. Sie besteht beispielsweise nicht

- bei Krankheit oder Pflege eines Angehörigen oder wenn Kleinkinder zu versorgen sind

- wenn man eine Arbeitsstelle hat, bei der auch Sonntagsdienst verlangt wird

- wenn man auf Reisen ist oder im Urlaubsort keine Gelegenheit ist

- wenn das Wetter zu schlecht ist und wenn der Weg zu weit ist

Ja selbst, wenn es eine Feier gibt oder eine Veranstaltung, darf man dies mitmachen und als mündiger Katholik selbst darüber  entscheiden. Es kann sogar eine Verpflichtung sein, auf die Messe zu verzichten - wenn eine andere Pflicht den Gehorsam verlangt und Gehorsam hat immer höchste Priorität.

Eine Sünde liegt- objektiv betrachtet -  nur dann vor, wenn man die Hl. Messe gering achtet, keine Lust hat, seiner Bequemlichkeit folgt oder einfach oberflächlich mit dem Glauben umgeht. Es geht nicht um die Beachtung eines Gebotes dem Buchstaben nach, sondern um die Beziehung zu Jesus und die Herzensgesinnung.

Deiner Schilderung nach bist du - auch vor Gott - im Gehorsam verpflichtet, deinen Job gut zu machen und kein Ärgernis zu geben. In diesem Fall stellst du nicht irgendwelche Menschen über Gott, sondern du tust deine dienstliche  Pflicht im Gehorsam - wie nicht nur dein Chef, sondern auch Gott ihn von dir verlangt. Es ist nicht Gottes Wille, dass du deine Arbeit vernachlässigst um in die Kirche gehen zu können. Gott weiß, worauf es dir ankommt und das alleine zählt.

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Kommentar von Waldfrosch4
27.10.2015, 17:35

Bei dem Fragesteller geht es um die Zeit des Abrufdienstes ...er besucht in der Zeit die Hl . Messe ,(so weit ich mich erinnere ...) und das ist seinem Vorgesetzten ein Dorn im Auge ..zum Oktoberfest könnte er ohne Probleme gehen ...

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Vielleicht passt dazu folgendes Gleichnis von Jesus recht gut: "Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast? So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!" (Lukas 12,16b-21).

Nach der Bibel ist der Weg zur Errettung der Glaube an Jesus Christus und die Annahme seines stellvertretendes Opfers am Kreuz zur Vergebung unserer Sünden.

Die Bibel sagt ganz klar, dass wir alle gesündigt haben in Worten, Gedanken und Taten (Prediger 7,20; Römer 3,10-23). In Römer 7,18-19 schreibt Paulus: "Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich."

Die Konsequenz daraus ist, dass wir es alle verdienen haben, nicht zu einem heiligen, reinen und gerechten Gott kommen zu können: "Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!" (Römer 3,12).

Deswegen ist Jesus stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Ob man das jetzt gerecht oder ungerecht findet, Gott hat diesen einen Weg gewählt (Johannes 14,6), der zur Errettung und zum ewigen Leben führt. Nach Gottes Plan war das notwendig, damit wir gereinigt und geheiligt vor einem völlig reinen und heiligen Gott stehen und das ewige Leben im Paradies erhalten können: "Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde" (1. Johannes 1,7b).

Gott lädt uns ein, Jesus Christus als unseren Erlöser anzunehmen und Seinen Tod als vollständige und gerechte Bezahlung für unsere Sünden zu akzeptieren. Gott verspricht jedem, der an Jesus als seinem alleinigen Erlöser glaubt, dass er gerettet wird und nicht in die Hölle kommt. Der einfache Glaube, auf Jesus Christus als Erretter zu vertrauen, ist der Weg,

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen" (Johannes 5,24).

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Dass Glaube automatisch zu guten Werken führen sollte (Jakobus 2,20), wäre wieder ein anderes Thema...

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Du hintergehst Deinen Chef und führst ein Christliches Leben. Und Du pfeifst auf Deine Mitmenschen, wenn es gegen ein Gebot von Gott verstößt... irgendwie beißt sich das. Was ist mit dem Gebot der Nächstenliebe? Und sind vor Gott nicht alle gleich? Oder sind manche doch gleicher und (schein) heiliger? Ist es nicht eine Sünde, andere im Namen Gottes zu hintergehen, will er das wirklich? Will er die Selbstaufgabe des Menschen um seines Willen? Oder wollen Menschen in Führerqualität dies in seinem Namen.... Die wissentlich Menschen mit seinem Namen betrügen? Sind nicht die die wahren Sündigen, die mit aller Gewalt seinem Namen, sei es Gott oder Allah oder sonst was, durchsetzen wollen, ohne Rücksicht auf die anderen, auf die Nächstenliebe?

Ich weiss warum ich mich von dieser irdischen Kirche oder besser noch sämtlichen Splittergruppen und Sekten, die nur aus Macht, Geld und Wahnsinn bestehen, distanziert habe.

Und ich glaube, Deine Frau hat den Realitätssinn zu wissen, wohin der Glaubensfanatismus führen wird....

Mfg.
SixFeedUnder

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Wenn deine Frau sich des Geldes oder der Arbeit wegen scheiden lässt dann ist sie absolut keine gute ehefrau wofür du nichts kannst.

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es hieß ja mal "in guten wie in schlechten zeiten"... soviel zur christlichen ehe ;)

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Kommentar von Waldfrosch4
27.10.2015, 17:36

So heisst es immer noch ! 

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