Was ist wenn ein Meerschweinchen stirbt , ins Tierheim?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Mia,

es kommt darauf an wie alt und in welchem Zustand das übrig gebliebene Tier dann ist. Tierheim finde ich keine gute Lösung, da sie dort eben kein "Zuhause" haben und auch in keiner Gruppe leben... ein Tierheim dient der Vermittlung und sollte immer nur eine (möglichst kurze) Zwischenstation sein... alte Tiere sind ohnehin schwer vermittelbar, die Chancen auf einen schönen Lebensabend stünden also denkbar schlecht.

Du könntest dich alternativ an eine Meerschweinchennothilfe wenden. Entweder können die deinem Tier einen neuen Platz vermitteln, den sie auch kontrollieren. Manchmal haben sie aber auch "Leihtiere". D.h. sie überlassen dir ein Partnertier solange bis deines gestorben ist. Danach nehmen sie das Tier zurück und kümmern sich um alles weitere. Vielleicht könntest du deine Mama ja zu sowas überreden!? Dann kann dein Tier bis zum letzten Tag bei dir bleiben und hat Gesellschaft und deine Mama hat danach keinerlei Verpflichtungen mehr.

P.s.: ich finde es sehr toll, dass du dir da so Gedanken drum machst... kein Tier sollte einsam sterben müssen!

Doch, im Tierheim sind sie in Gruppen - zumindest bei dem in unsrem Landkreis

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@Cheetah6921

aber die Gruppen ändern sich dann doch ständig... Tiere rein, Tiere raus. Aus dem Grund ist es in den meisten Tierheimen wohl nicht so.

Die, die ich kenne, lassen Tiere zusammen, die zusammen gekommen sind und vermitteln sie auch gern gemeinsam, aber fremde Tiere werden bei uns nicht vergesellschaftet, weil es durch den ständigen Wechsel mehr Stress wäre als alles andere... vielleicht sind unsere "Umschlagquoten" aber auch höher als bei Euch.

Unabhängig davon aber ist das Tierheim wohl kein schöner Platz, den Lebensabend zu verbringen, oder? Soviel Mühe sich die Vereine und einzelnen Mitarbeiter geben, aber ein richtiges Zuhause ist schon was anderes...

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@Cheetah6921

Ich kenne zwei Tierheime sehr gut. In dem einen bestände die Gefahr, dass es monatelang alleine sitzen müsste, weil Meerschweinchen sehr selten abgegeben und genauso selten nachgefragt werden.

In dem anderen Tierheim werden alle zusammengesetzt, sofern genug Platz da ist. Wenn in dem Gehege, in dem die Vermittlungstiere untergebracht sind, nicht genug Platz ist, werden einige im Keller in kleinen Käfigen "zwischengelagert". Die Tiere sind einem ständigen Wechsel ausgesetzt.

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@Annielue: Ich stimme Dir voll zu, folgende Anmerkung:

alte Tiere sind ohnehin schwer vermittelbar, die Chancen auf einen schönen Lebensabend stünden also denkbar schlecht.

Natürlich gibt es Leute, die bevorzugt Jungtiere nehmen, da sind die Babys gleich weg, die Mütter bleiben sitzen. Aber manche Leute - dazu habe ich auch schon öfters gehört - suchen ganz bewusst nach einem älteren Tier, weil sie nach einem Todesfall wieder ein Partnertier brauchen.

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Sind die Meerschweinchen ähnlich alt und eines stirbt aufgrund seines hohen Alters, dann kannst du das andere bis zu seinem Ende in der Vertrauten umgebung halten - ein umzug und vergesellschaftung in eine neue Gruppe wären glaub ich mehr stress für ein altes Tier als dass man ihm damit gutes tut.

Sollte vermutet werden, dass es um einiges länger durch hält als das andere, kannst du über fb vll mal auf deiner Seite posten wer dein Meerli zu seinen tun würde, wenn nicht ist das Tierheim eine gute option. Die Tiere werden nur vermittelt, wenn die Menschen auch eine Artgerechte Haltung garantieren können. An Gnadenhöfe könntest du dich bei einem einzelnen älteren Tier auch wenden.

Hallo Mia042,

ich hole alle meine Tiere aus Tierheimen oder Meerschweinchenhilfen. Wenn ich jedoch ein Tier abgeben müsste, würde ich es auf jeden Fall eher in einer Meerschweinchenhilfe abgeben.

Grundsätzlich wird in den verschiedenen Tierheimen und Meerschweinchenhilfen unterschiedlich mit Abgabebedingungen verfahren. Wenn man ein Tier aus dem Tierheim holt, schließt man einen Vertrag und macht eine Selbstauskunft. In der Selbstauskunft wird durchaus z. B. nach Käfigmaßen gefragt, die Abgabe wird allerdings recht großzügig gehandhabt. Die meisten Tierheime machen keine Vorkontrolle sondern eine Nachkontrolle. Hier habe ich schon erlebt, dass die Nachkontrolle ein ganzes Jahr später vorgenommen wurde - was nützt das dann noch viel? Auch die Inspektoren des Tierheims, die die Kontrollen durchführen, sind sehr großzügig. Ich habe mich schon etliche Stunden mit den Leuten unterhalten, letztendlich sind sie zufrieden, wenn die Tiere ernährt werden und nicht in ihrem Kot sitzen.

Eine Meerschweinchenhilfe sieht sehr genau hin, wo ein Tier untergebracht wird, und dies, bevor das Tier abgegeben wird. Hierbei wird z. B. die Vorgeschichte berücksichtigt, die ein Tier hat, genauso der Charakter, das Alter. Das Tier, das abgegeben wird, soll gut in eine bestehende Gruppe integriert werden können oder aber zu einem einzelnen Partnertier passen. Es wird ggf. berücksichtigt, ob dasTier bisher in Außen- oder Innenhaltung gelebt hat, etc. Wenn eine Meerschweinchenhilfe ein Tier abgibt, ist i. d. R. daher sehr viel eher sichergestellt, dass es dem Tier zukünftig gut geht hinsichtlich Artgenossen, Gehege, etc.

Wie Annielue schon schreibt, besteht auch die Möglichkeit, ein Leihmeerschweinchen aufzunehmen, das man nach dem Tod des eigenen Tieres zurückgeben kann. Man darf es aber auch behalten, wenn man sich doch entschließt, mit der Meerschweinchenhaltung fortzufahren und entsprechend wieder ein Partnertier besorgt.

LG Goldsuppenhuhn.

Hallo Goldsuppenhuhn, ich habe mich jetzt etwas im Internet nach Leihmeerschweinchen erkundigt (was es alles gibt :D) und finde das klinkt sehr gut. (: Auch dass das Leihschwein nur einmal verliehen wird, also nicht als "Wanderpokal" benutzt wird. Nur habe ich bis jetzt noch nichts in meiner nähe gefunden-(Potsdam oder Berlin) naja, aber wenn ich da nicht noch was finde dann suche ich nach einer Meerschweinchenhilfe! Ich fände es nämlich schön wenn das über gebliebene Meerschweinchen noch bei uns wohnt und ein Leihmeerschwein fände ich ganz spannend!!  

Ich freue und bedanke mich ganz herzlich für die so ausführlichen Antworten! :)

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@Mia042

Hallo Mia,

schau mal bei www.notmeerschweinchen-loewenzahn.de

von denen habe ich meine Louisa bekommen und sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Tier wird persönlich bei dir vorbeigebracht, die Haltungsbedingungen geprüft und der Erstkontakt begleitet. Die nehmen sich wirklich Zeit um zu gucken, ob die Schweinchen sich verstehen und die Bedingungen gut sind. Tipps in allen Lagen inklusive :-)

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@Mia042

@Mia042, gerne. Ich habe auch schon zwei Meerschweinchen von einer Meerschweinchenhilfe bekommen (keine Leihmeerschweinchen) und kann nur bestätigen, was Annielue über die Abgabe schreibt.

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