Was ist von diesen am gesündesten und warum?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Komplexe Kohlenhydrate sind in der Regel gesünder, da sie den Insulinspiegel nur langsam ansteigen lassen, während dieser bei Monosacchariden hingegen sehr schnell ansteigt und wieder abfällt. Bei einer sehr zuckerreichen Ernährung hat man beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Übergewicht, da Zucker wenig sättigt und das Insulin, das ausgeschüttet wird die Fettverbrennung hemmt.
Außerdem enthalten Nahrungsmittel mit komplexen Kohlenhydraten (z.B. Vollkornprodukte) oft etwas mehr Vitamine und Mineralstoffe als Nahrungsmittel mit einfachen Kohlenhydraten (z.B. Weizenmehl).

Auch Weizenmehl gibt es als Vollkornmehl.

Das mit den komplexen Kohlenhydraten hast du, wie auch viele andere Abschreiber , nicht verstanden.

In Mehl gibt nur "komplexe" Kohlenhydrate und das ist Stärke. Im Vollkornmehl kommen noch einige Schalenanteile dazu, die nicht nur als nützlich, sondern z.T. auch als ungünstig angesehen werden können.

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@Mandibula

Stimmt. Der Anteil "komplexer Kohlenhydrate", vulgo Stärke unterscheidet sich in Vollkornmehl (Type 1100) und Auszugsmehl (Type 405) nur unwesentlich. "Weizen" ist nur die Angabe der Getreideart und gibt keine Aussage über den Ausmahlungsgrad.

Weizenmehl der Type 405 enthält 71 % Stärke (Mischung aus Amylopektin und Amylose), also komplexe Kohlenhydrate.

Einfache Kohlenhydrate enthält das Weizenmehl der Type 405 auch, aber nur in sehr geringen Mengen. Dies sind laut Bundeslebensmittelschlüssel:

0,67 % Disaccharide (Saccharose und Maltose) und

0,06 % Monosaccharide (Glucose und Fructose).

http://www.cook-it-yourself.com/layer/sustenanceinfo/recipeID/10081/eatablesID/896/ingredientID/1/

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@Paguangare

Solche Spuren von einfachen Kohlenhydraten sind in jedem Mehl, auch in Vollkornmehl.

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Weizenmehl Typ 1050 hat einen glykämischen Index von 70 und Typ 405 sogar von 85, lassen also den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Vollkornmehl hingegen hat nur einen glykämischen Index von 40.

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Bis auf Fructose, die anders verstoffwechselt wird, kommt da am Ende jeweils Glucose bei raus. Somit ist das im Mund (Zähne) und im Darm mehr oder weniger das selbe, der enzymatische Abbau dauert nur Minuten.

Gesund/ungesund ist da erstmal garnichts, es kommt auf die Menge an. Glucose können wir speichern und gut verwerten. Fructose (und damit auch Saccharose="Zucker") sollte man am ehesten einschränken, denn sie wird nur in der Leber abgebaut, begünstigt eine Leberverfettung und somit Übergewicht und Diabetes.

Am "gesündesten" sind vermutlich diejenigen kaum verdaulichen Oligo-/Polysaccharide die eine Ballaststoffwirkung entfalten. Einfach ausgedrückt: Alles wovon man pupsen muss. Egal ob das nun Pektin aus Quitten oder Raffinose aus Hülsenfrüchte oder Pentosan aus Roggen ist.

Nicht für jeden Menschen (und nicht in jeder Situation) ist ein bestimmter Nährstoff oder eine bestimmte Nährstoffzusammensetzung der Ernährung grundsätzlich "gesünder" als eine andere.

Insbesondere auf dem Gebiet des Glucosestoffwechsels hat hier die Arbeitsgruppe "Personalisierte Ernährung" des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universitätsklinik Lübeck eine hohe Kompetenz.

https://www.uksh.de/Ernaehrungsmedizin_Luebeck/Wissenschaft/AG+personalisierte+Ern%C3%A4hrung.html

Hier kannst du dich näher darüber informieren.

Es gibt z.B. unterschiedliche Frühstückstypen. Für die einen ist es ratsam, Haferflocken mit Milch zu essen, für die anderen Vollkornbrot und für andere wiederum Weißbrot.

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