Was ist das Vermieterrisiko in einer Rechtsschutzversicherung?

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7 Antworten

3 Wohnungen in einem Haus: Ohne Rechtsschutz geht gar nichts. Die Risiken, die bei gleich 3 Mietern auftreten können, sind so vielfältig. Aber nicht nur die Risiken. Allein schon, dass man gefordert ist, selbst alles so korrekt zu machen, dass man nicht einem böswilligen MIeter "ins Messer rennt". Vorschlag: Die Organisation Haus & Grund ist bundesweit, in den einzelnen Ländern und regional gut organisiert. Sucht Euch den regional zuständigen Verein raus und erkundigt Euch nach Mitgliedsbeitrag und Leistungen. Die über Haus & Grund angebotene Vermieterrechtsschutzversicheurung ist deutlich günstiger, als alle anderen Angebote am Markt, weil Rechtsberatung bereits im Mitgliedsbeitrag inbegriffen ist. Bei diesem Verein gibt es die jeweils aktuellen MIetvertragsformulare, individuellen Beratungsservice zu allen - nicht nur Rechtsthemen - rund ums (Miets)-Haus und sie übernehmen es auch, passende Briefe zu schreiben, Vergleichsmieten zu sammeln und ggf. kann sie auch äußerst erfahrene und fachkundige Rechtsanwälte nennen, wenn es wirklich einmal ernst wird. Das ist so etwas, wie der ADAC für Autofahrer. Da man regional jeweils gut aufgestellt ist, kennt man sich auch gut mit der Situation am jeweiligen Standort aus und kann so zielgenaue Hilfestellungen geben. Unsere Erfahrungen mit dem Verein sind überaus positiv.

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Beispiel:

Gleiches gilt für das Vermieterrisiko. Ich habe bereits Immobilieneigentümer mit Tränen in den Augen vor mir sitzen sehen, wenn sie nach gewonnenem Räumungsprozess, weil der Mieter seit Monaten keine Miete mehr zahlt, dann noch zu den Kosten des Rechtsstreits mehrere Tausend Euro für die Räumungskoten vorschießen sollen. Eine Erstattung durch die Mieter ist meist mehr als ungewiss.

Das Vermieterrisiko kann aber gesondert versichert werden. Frag bei der Versicherung nach, was das alles umfasst.

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Hallo wortfinder,

hier noch ein Beispiel für das Vermieterrisiko:

  • Rechtstipp 11/09 - Vermieterrisiko Scheidung

Oft wird es für den Vermieter problematisch, wenn seine Mieter sich trennen und/oder scheiden lassen. Dabei kann dem Vermieter passieren, dass ein mit einem der Ehegatten eingegangenes Mietverhältnis von dem anderen fortgesetzt oder ein von beiden Ehegatten eingegangenes Mietverhältnis nur noch mit einem von ihnen fortgesetzt wird. Hierzu ist nur Folgendes erforderlich:

Die Ehegatten müssen dem Vermieter mitteilen, dass das Mietverhältnis nur von einem von ihnen (wenn beide angemietet hatten) oder von dem bisherigen Nichtmieter-Ehegatten fortgesetzt wird. Aus der systematischen Stellung der einschlägigen Vorschrift (§ 1568 a BGB) im Gesetz wird geschluss-folgert, dass diese Mitteilung erst ab Rechtskraft der Ehescheidung der Mieter möglich ist. In der Trennungszeit kann das Mietverhältnis also noch nicht umgestaltet werden.

Besonders problematisch erscheint, dass das Gesetz für die Mitteilung an den Vermieter keine besondere Form vorsieht, die Mitteilung muss also nicht von beiden Ehegatten unterzeichnet sein. Dies birgt große Rechtsunsicherheit in sich, denn wie soll der Vermieter Gewissheit darüber erhalten, ob wirklich beide die Umgestaltung des Mietverhältnisses wünschen?

Man stelle sich etwa vor, es gibt Miet- und/oder Nebenkostenrückstände oder noch sonstige alte Forderungen des Vermieters, der Ehemann ist ausgezogen und teilt dann nach der Scheidung im Namen beider mit, das Mietverhältnis werde zukünftig nur auf seine geschiedene Ehefrau laufen. Diese ist damit überhaupt nicht einverstanden, weil, wozu ich sogleich komme, wenn der Ehemann dadurch aus dem Mietverhältnis mit sofortiger Wirkung entlassen wird, haftet sie für die Altverbindlichkeiten allein. Weitere Konstellationen, wie einer dem anderen zumindest versuchsweise einen Streich spielen kann, sind absolut denkbar.

Nach dem Gesetzeswortlaut ist davon auszugehen, kommt es zu einer Umgestaltung des Mietverhältnisses, wie vorstehend beschrieben, dann sieht es nach dem Gesetzeswortlaut so aus, als werde der aus dem Mietverhältnis ausscheidende Ehegatte sofort aus allen mietvertraglichen Pflichten entlassen. Rechtsprechung und Literatur hierzu gibt es noch nicht, wenn man sich allerdings die Gesetzesbegründung ansieht, ist es offenbar tatsächlich so gewollt, dass der aus dem Mietver-hältnis ausscheidende Ehegatte von allen Mietvertragsverpflichtungen frei werden soll.

Als einzige Reaktionsmöglichkeit wird dem Vermieter das Recht eingeräumt, das Mietverhältnis mit gesetzlicher Frist von drei Monaten binnen eines Monats nach Zugang der Mitteilung der Ehegatten über die Mietverhältnisfortführung zu kündigen, wenn dafür in der Person des verbleibenden Mieters ein wichtiger Grund vorliegt. Dies kann sein Zahlungsverzug, anstößiger Lebenswandel, persönliche Feindschaft zum Vermieter, erhebliche Störungen im Mietverhältnis, etc.. Hierbei muss der Vermieter auf die Einhaltung der Frist von einem Monat ab Zugang der Mitteilung über die Mietverhältnis-fortsetzung achten.

Achten wird der Vermieter auch darauf müssen, dass bei Fortsetzung mit nur einem oder dem anderen Ehegatten diesem eine etwa gezahlte Kaution auch allein zur Rückzahlung zusteht, wenn es hierzu keine anderslautenden Vereinbarungen der dann geschiedenen Ehegatten gibt.

Die neue gesetzliche Regelung gibt, wenn man sie, wie vorstehend beschrieben, nach der Gesetzesbegründung anwendet, den geschiedenen Ehegatten die Möglichkeit, dem Vermieter sozusagen den wirtschaftlich schwächeren Teil aufs Auge zu drücken und den wirtschaftlich stärkeren Teil für die Vergangenheit und Zukunft von Mietvertragsverbindlichkeiten freizumachen. Im Gesetzes-entwurf hat dies zeitweise etwas anders ausgesehen, sodass abgewartet werden muss, inwieweit die Rechtsprechung derartige Gestaltungen mit macht oder wegen Missbrauches ablehnt.

Mir persönlich erscheint die vorgestellte Neuregelung gründlichst misslungen!!!

Rechtsanwalt Thomas Stein, Zehntenstein 23, 65549 Limburg*

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Kommentar von ottiman
18.10.2012, 08:44

Finde ich toll, dass ein Anwalt auch mal bereit ist ohne Bezahlung zu helfen. Das imponiert mir!!! Ihre Adresse kopiere ich mir gleich mal.

Gruss ottiman

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Also für den Vermieterrechtsschutz gilt folgendes:

Lohnt der Abschluss einer Vermieter Rechtsschutzversicherung ?

Manchmal entwickelt sich das Mietverhältnis - ob Wohnung oder Gewerbeeinheit - zwischen den Vertragsparteien negativ. Gründe hierfür kann es viele geben: Vertragswidriger Gebrauch der Mietsache seitens des Mieters, Mißverständnisse oder Fehler in der Betriebskostenabrechnung, aber auch einfach nur das Nichtzahlen des vereinbarten Mietbetrages seitens des Mieters. Schnell kann der Streitwert jedoch auch die Höhe der Brutto-Jahresmiete erreichen, entstehende Kosten für Anwälte, Sachverständiger und Gericht erreichen dann schnell 5-stellige Summen. Dieses Kostenrisiko kann durch den Abschluss einer günstigen Vermieter Rechtsschutzversicherungen versichert werden. Gut wenn man da über einen Vermieter Rechtsschutzversicherung Vergleich den passenden Vertrag gefunden und abgeschlossen hat.

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Die üblichen Rechtsschutzbereiche Privatleben Beruf sowie Straßenverkehr können bei vielen Versicherungen um Streitigkeiten im Umfeld von Wohnstreitigkeiten erweitert werden.

Dabei unterscheidet man zwischen Mieterrisiko und Vermieterrisiko - teils auch als Wohnungseigentümerschutz bezeichnet. Eine Mitversicherung des Vermieterrisikos ergänzt somit die Deckung der klassichen Privat-/Berufs-/Verkehrs-Rechtsschutzversicherung um genau solche Streitigkeiten, wie sie für den Vermieter aus einem Mietverhältnis erwachsen können.

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Kommentar von siola55
17.10.2012, 23:14

Du meinst hier wohl den Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz, welcher um den Mietrechtsschutz erweitert werden kann! Hat aber mit dem in der Frage genannten Rechtsschutz überhaupt nichts zu tun! Diesen Mietrechtsschutz kann man gegen einen geringen Aufschlag in dem PBV-Rechtsschutz einschließen.

Was der wortfinder für sein MFH mit 3 Wohneinheiten benötigt, nennt sich wie er richtigerweise in der Frage schreibt: Rechtsschutz für Vermieter und dieser richtet sich nach der Bruttojahresmiete (hier: Mieteinnahmen insgesamt ca. 14000 p.a. zuzgl. Nebenkosten).

Ein Ausschluß des Vermieterrisikos würde diesen Schutz ja wieder aufheben - ist also im Rechtsschutz für Vermieter so nicht vorgesehen!

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Ich habe bei der D.A.S. Rechtsschutz den Optimal-Rechtsschutz-Privat-Berufs-Verkehr-Immobilien- für Nichtselbstständige (§26A Absatz 9 ARB 2009) für monatlich €. 29,83 abgeschlossen, mit €150,- Selbstbeteiligung. Denke das ist günstig. Habe im Haus eine 2 Zi.-Whg. vermietet und somit gilt dass noch als Privatvermietung, wie es bei Dir aussieht weiß ich nicht, aber kannst Dich ja mal bei denen erkundigen? Normalerweise zahlt man sich als Vermieter dumm und Dämlich an Prämien.

Gruss ottiman

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Kommentar von holger1st
18.10.2012, 14:05

Aufpassen ob auch der separate Baustein für die vermietete Wohnung abgeschlossen wurde. Immobilien-RS bezieht sich normal auf die selbstgenutzte Wohnung (oder selbstgenutzes Haus) und die vermieteten Objekte sind zusätzlich zu versichern.

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Kommentar von siola55
21.10.2012, 14:08

Hallo ottiman,

da hast du in den Bedingungen nur die erste Hälfte gelesen, in der zweiten Hälfte wird beschrieben, für welche Rechtsschutzfälle überhaupt Deckung besteht:

Der Versicherungsschutz umfasst:

Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz für alle selbst genutzten Wohneinheiten im Inland sowie im Ausland (§ 6 Absatz 1) (§ 2 c)

Steuer-Rechtsschutz für versicherte selbst genutzte Wohneinheiten im Ausland (§ 6 Absatz 1) besteht auch vor ausländischen Finanz- und Verwaltungsbehörden sowie -gerichten...

Also für deine vermietete 2-Zi-Wohnung hast du keinen Rechtsschutz für Streitigkeiten mit deinem Mieter!!!

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glaub auf www.askme-forum.de hatte ich mal dazu eine sehr interessante und ausführliche antwort gelesen!

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