Was ist so verwerflich an der EUGENIK?

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5 Antworten

Was eine Verbesserung oder Verschlechterung darstellt, entscheidet die Evolution. Und wohin die geht, weiß niemand.

"Gute und Schlechte Gene sind relativ und hängen von den Idealen einer Gesellschaft ab." Nein. Gute Gene ermöglichen einem das Überleben, schlechte erschweren es einem.
Was bringt es, ein paar positive Eigenschaften zu nennen? Wenn es danach geht, müsste man fast alle aussortieren. Wenn du Menschen in intelligent und dumm aufteilst, musst du in der Mitte die Grenze ziehen. Fällt da schon mal die Hälfte weg, etc...
Machtwille ist eine positive Eigenschaft? Wie bitte? Macht um der Macht willen haben zu wollen ist krankhaft und irrational. Macht ist Mittel zum Zweck und nicht der Zweck selbst. Das ist Ego-Befriedigung, sonst nichts. Beißt sich zB schonmal mit Intelligenz.

Wie die Fortpflanzung und damit die Vererbung einer Spezies aussieht, entscheiden jeweils die Individuen, die daran teilnehmen. Alles andere ist unnatürlich und anmaßend. Womit wir das mit der Verwerflichkeit geklärt hätten. Das fängt schon mit Begriffen wie "Dysgenik" an.
Wem nicht passt, wie andere ihr Leben gestalten, soll woanders hingehen.

Warum sollte der Umstand, dass du irgendeinen Leistungsgedanken toll findest, eine Rolle spielen? Außer für dich? Dann paar dich halt mit anderen, in deren Leben auch der Leistungsgedanke eine Rolle spielt. Genauso funktioniert das.
Wenn du archaische Fortpflanzungsverhältnisse haben willst, stell dich darauf ein, dass irgendwelche Alpha-Männchen alles vögeln, was ihnen vor die Linse kommt und 9 Monate später versuchen alles umzubringen, was nicht von ihnen ist.

"Grob gesagt kriegen die Menschen die sich am Ehesten in unserer Gesellschaft durchsetzen können rein statistisch gesehen seit jeher weniger Kinder, als diejenigen, die das nun mal nicht können."
Na dann zeig mal her, die Statistik.

Und trenne bitte Geno- und Phänotyp. Bzw. wirf nicht Genetik und Psychologie und sonstwas in einen Topf. Oder erläutere bitte den jeweiligen genetischen Kontext von Dingen wie Intelligenz, Machtwille, Durchsetzungskraft oder Neugierde (da musste ich ein paar mal lachen :D). Würde mich wundern, wenn du da schon weiter bist als die heutige Erkenntnisforschung, die diesbezüglich noch in den Kinderschuhen steckt. Da ist die Grundlagenforschung in 50 Jahren noch nicht vorbei...

Demnächst fängst du auch noch mit Phrenologie an.


Man könnte natürlich sagen, wir haben uns verschlechtert. Unsere körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit hat abgenommen, unser Wissen hat sich in vielen Bereichen verschlechter bzw. ist verloren gegangen. Wir fürchten uns vor Brutalität, Schmerz, Tod. Auch in kulturellen Disziplinen sind wir handwerklich deutlich schlechter. Unsere Kindererziehung hat sich verschlechtert. Solidarität schwindet immer mehr, das ist ein wichtiges Überlebenswerkzeug. Wir verschwenden unsere Energie auf Blödsinn, der niemanden weiterbringt. Und die Energie rauben wir dem Planeten, auf dem wir uns befinden, ohne sie ihm wieder zurückzugeben. Denn wir sch**ßen nun mal nicht mehr in die Natur oder lassen die Leichen irgendwo in der Pampa verrotten (bester Kompost!). Wir ernähren uns ungesünder, atmen schlechtere Luft, bewegen uns weniger, der Bezug zwischen Geist und Körper geht verloren, was beides schwächt. Wir leben in viel zu großen Gemeinschaften, die von Bürokratie und Regierungen abhängig sind und überlebenstechnisch keinen Sinn ergeben. Wir erfinden Tauschmittel, nur um sie zu behalten, statt sie zum Tauschen zu benutzen. Wir erlauben einigen wenigen alle anderen auszubeuten und ihnen das Leben schwer zu machen....in einem Wolfsrudel würde das nicht passieren. So jemand wird zurechtgewiesen, verbannt oder totgebissen. Je nachdem wie unnachgiebig er ist.
Man muss sich nur fragen, was davon schlimm ist und für wen oder was.

Interessant an deinem Kommentar ist für mich vor allem, dass du mit der Komplexität der Genetik versuchst mein Argument für eine bewusste Auslese zu widerlegen. Aber denk mal nach: In der Natur kommt es auch immer wieder zu einem evolutionären Gendrift!

Die treibende Kraft der Evolution ist die Selektion und sie ist ganz sicher nicht so komplex, wie du sie darstellen willst. Kein filigraner Prozess, den wir noch gar nicht verstehen können, sondern der verhältnismäßig simple ständige Überlebenskampf zwischen den Arten. 

Außerdem versuche ich mich nicht im pseudowissenschaftlichen Feld der Phrenologie! Es ist belegt, dass verschiedenste Eigenschaften, die uns ausmachen, gerade was unsere Psyche angeht in unerwarteter Intensität von unseren Genen abhängen.

Mag sein, dass es kein Mastergen für Intelligenz, Neugierde (Für mich am Wichtigsten) gibt, aber wir müssen gar nicht erst so tief in synthetische Evolutionslehre uCo. eintauchen, denn der simple Darwinismus bedingt eben jene komplizierteren Prozesse)

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@Demonoschwili

"Die treibende Kraft der Evolution ist die Selektion"
Genau. Und diese wird von Individuen übernommen, nicht von Gremien.
"und sie ist ganz sicher nicht so komplex, wie du sie darstellen willst"
Sie ist insofern komplex, als dass sich Ökosysteme ständig verändern und jede einzelne Art oder Spezies nur ein Faktor von Tausenden ist und damit nur sehr wenig Auswirkung auf ihr eigenes Schicksal hat. Kontrolle entsteht nicht durch das Streben nach ihr oder durch ihre beabsichtige Auswirkung. Kontrolle entsteht, sie lässt sich nicht gezielt einsetzen. Zumindest nicht in dem Ausmaß, von dem du sprichst.

"Es ist belegt, dass verschiedenste Eigenschaften, die uns ausmachen, gerade was unsere Psyche angeht in unerwarteter Intensität von unseren Genen abhängen."
Ist es nicht. Diese Gebiete sind noch extrem unerforscht und brauchbare Ergebnisse gibt es dazu noch nicht. Noch lange nicht.
Die Erkenntnisforschung wie wir sie praktizieren erfordert Geduld. Über Generationen hinweg.

Darwinismus ist ein Konzept, kein Phänomen.





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@knallpilz

Aber an dem Gedanken, dass der einfache Darwinismus komplexere Prozesse direkt bedingt ist doch nichts falsch?

Naja vermutlich siehst du das anders.

Aber dann könnten wir meiner Meinung nach mit sehr einfachen Maßnahmen effektiv Kontrolle über Dinge erlangen, die wir vielleicht erst in 50 oder 100 Jahren vollends entschlüsselt haben werden!

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@Demonoschwili

"Aber an dem Gedanken, dass der einfache Darwinismus komplexere Prozesse direkt bedingt ist doch nichts falsch?"
Keine Ahnung, ich kenne mich mit Darwinismus nicht aus.

Der Beitrag liest sich aber auch sehr kryptisch. Erklär mal genauer, was du damit meinst.

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@knallpilz

Stell dir mal vor ein nicht näher zu klassifizierendes Tier lebt in einem tropischen Umfeld und es gibt nur spärliche Nahrungsquellen. Allerdings höher gelegene Blätter, die für einen kurzen Hals nur extrem schwer zu erreichen sein müssten.

Nun werden sich ganz grob gesprochen die Tiere, die am Besten an das Blattwerk rankommen auch am Besten reproduzieren. Das geht dann über 1000ende Generationen und irgendwann haben ein paar sadistische Wahnsinnige auf Safari wieder was Neues zum schießen :) die Giraffen, wie wir sie kennen sind entstanden.

Soweit müsste alles klar sein. Aber wenn man darüber nachdenkt, ergibt sich, dass dieses einfache Konzept, wenn auch über Jahrtausende hinweg einen wesentlichen Teil der Giraffen-DNA verändert hat. Und Teile dieses Gen-Codes verstehen wir vielleicht heute noch nicht. Von mir aus!!

Dieser Logik nach könnte man nach simpelsten Selektionskriterien, wie zB. bei der Hundezucht (Aussehen, keine Erbkrankheiten...) auch beim Menschen vorgehen, ohne eine großartige Fehlerquote et cetera erwarten zu müssen.

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@Demonoschwili

Ja, aber die zukünftigen Giraffen wussten ja nicht, dass sie irgendwann lange Hälse brauchen würden. Das wussten sie erst, als die nicht anpassungsfähigen gef**kt waren.

Aber wer weiß, welche Artgenossen das alles waren, die es heute nicht mehr gibt. Oder was die alles für andere Optionen gehabt haben. Wer weiß, welche der Arten, die es noch gibt, mal Artgenossen waren und woanders hingegangen sind, statt lange Hälse zu machen.
Man weiß nur, dass Giraffen, wie wir sie heute kennen, noch nicht ausgerottet sind. Denn um zu wissen, wie genau sie überlebt haben,  müsste man wissen, was alles nicht überlebt hat (oder emigriert ist) und warum. Alles andere sind Vermutungen.

Und selbst, wenn man es wüsste, könnte man nicht in die Zukunft sehen. Und könnte sich nicht für Gefahren wappnen, die einem noch gar nicht bekannt sind.

Was gute Gene sind, weiß ich erst dann, wenn sie überlebenswichtig geworden sind, nicht vorher. Wer sagt, dass Intelligenz und Neugier uns nicht irgendwann zum Verhängnis werden können? Dann hast du alles verdrängt, was dich jetzt überleben und vielleicht sogar mitziehen könnte.

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@knallpilz

Es geht mir nicht nur um das blanke Überleben unserer Spezies, in der einen oder anderen Form, sondern auch um den Erhalt unserer einzigartigen Fähigkeiten! Intelligenz uCo. ist da zu nennen.

Bezüglich deiner Anspielung auf den Überlebenskampf, der auch uns bevorstehen könnte:

Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass eine Spezies, die Intelligenz, Kreativität und sonstige einzigartige Eigenschaften aufweist darwinistisch eher im Vorteil wäre, als eine, die auf Dummheit und Invalidität aufbaut!

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@Demonoschwili

Ja eben, da du mit dieser Ansicht und diesem Streben in der Minderheit bist, wird das nie gelingen. Bzw. werden diese Dinge nur so lange erhalten bleiben wie Leute sie erhalten wollen.

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@knallpilz

Nur weil dieser Gedanke nicht mehrheitsfähig ist (noch nicht) heißt das aber ganz sicher nicht, dass er falsch ist

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@Demonoschwili

Ob der Gedanke richtig oder falsch ist, lässt sich nicht überprüfen, da sich sowas nicht falsifizieren lässt. Er dürfte den meisten aber als verwerflich erscheinen, weil du Menschen in Klassen unterteilst und diskriminierst. Diskriminierung ist eine Form von Unterdrückung.

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@knallpilz

Wenn sich beide Seiten nicht falsifizieren lassen, dann gilt die philosophische Devise Bestehendes zu erhalten (In meinem Falle: aufzuwerten), anstatt fortschreitende Prozesse, die zu einem Verfall führen, einfach zu ignorieren oder sogar zu fördern!

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@Demonoschwili

Aber, dass es sich um einen Verfall handelt, ist eine Wertung deinerseits. Das meine ich ja. 
Ignoriert wird es, weil es niemanden sonst stört. Gefördert wird es nicht. Andere beschäftigen sich mit sowas nicht, sondern machen einfach.

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Das wird nicht passieren, da diese Eigenschaften wie du sie beschrieben hast nicht zwangsweise Vererbbar sind. Ausserdem ist unser überleben im Sinne der Evolution längst gesichert. Keine andere Spezies auf diesem Planeten kann mit uns Konkurieren.

Es gibt gar keinen Grund für so ein vorhaben.

Was ist mit dem Erhalt/der Intensivierung unserer "positiven" Eigenschaften?

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@Bitterkraut

Also sollte es mich auch nicht interessieren, wie man dem Klimawandel entgegen wirken kann? Nur weil es mich nicht betrifft.

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@Demonoschwili

Nö, mit deinen Anlagen hat das keinen Sinn. Niemand würde dich ernst nehmen. Das Klima verbessert sich nicht durch Geschwafel, kannste steckenlassen.

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Du vergisst Insekten und Pilze und dergleichen. Je primitiver die Lebensform desto überlebensfähiger. Wir sind da ganz weit hinten.

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@Demonoschwili

Was wir wollen, ist der Erde schnurzegal. Und auf der findet unsere Evolution nun mal statt.
Es überlebt nicht der, der versucht, seinen Willen durchzusetzen (ob man ihn bekommt oder nicht, ist davon weitestgehend unabhängig), sondern der, der sich anpasst.
Evolution ist nichts, was erst vor ein paar hundert oder tausend Jahren angefangen hat. Die Geschichte der sesshaften Menschheit ist ein mikroskopischer Abschnitt in der Evolution.

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@knallpilz

Ja aber ich finde wir sollten unsere Chance dennoch nutzen.

Wenn die Möglichkeit höchste Erkenntnis bzw. den mit Abstand höchsten Zustand anzunehmen auch nur zu 0,000000001% vorhanden ist, dann sollten wir uns daran versuchen!

Alles ist besser, als den Tod und Verfall hinzunehmen und gar nichts zu tun (Bist du überhaupt ein wahrer Nihilist?)

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@Demonoschwili

Ich bin weder wahr noch Nihilist. Bzw. ordne ich mich selber nicht irgendeiner Kategorie zu. Das können gerne andere machen.

Ich versteh nicht, was an Tod und Verfall so absonderlich sein soll.
Man wird geboren, man lebt, man stirbt. Ist bei allem so.
Geht ja auch nicht darum, gar nichts zu tun. Jeder tut das, was er für richtig hält.
Wer definiert denn bitte "höchste Erkenntnis"?
Wenn du das nicht an evolutionären Maßstäben festmachst, dann können es nur subjektive sein. Und dann bist du halt nur ein Typ der rumheult, dass die Welt sich nicht so dreht, wie er es gerne hätte. Und das ist auch nichts außergewöhnliches, das machen viele. :D
Aber die Erwartung, dass andere mitmachen, obwohl es nur dich interessiert, verstehe ich nicht.

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@knallpilz

Das eine Argument, dass gegen den Sozialdarwinismus wirksam vorgebracht wurde, war der Vorwurf eines naturalistischen Fehlschlusses (Philosophisches Konzept: Der Fehlschluss von einem Sein-Zustand auf einen Sollen-Zustand, also das Verwechseln von Sinn- und Sachfrage.)

Da ich für mich persönlich nur eine Sinn-Frage in den Mittelpunkt meines Denkens gestellt habe und nahezu alle anderen philosophisch/ideologischen Folgen daraus resultieren, greift der NF nicht! Es besteht natürlich nur solange kein Fehler, wie mein Grundgedanke "richtig" (Schwierig in der Metaphysik) oder wenigstens zweckmäßig ist!

Höchste Erkenntnis und höchste Form der Existenz:

Das bedeutet für mich nicht weniger, als der absolute Endzustand alles Denkens und Seins, an dem die "Wahrheit" gefunden und keine weitere Aufwertung/Expansion des Lebens mehr möglich wäre!

Außerdem stört mich langsam, dass du versuchst mich niederzumachen, nur weil ich einen unpopulären Gedanken vertrete. Das heliozentrische Weltbild war vor der kopernikanischen Wende auch mal unpopulär. Das selbe gilt für Klimawandel, menschliche Evolution......

 

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eugenik ist quatsch, weil keiner weiss, was die menschliche gesellschaft braucht.

zudem ist quatsch, dass durchsetzungskraft von den genen bestimmt wäre: so was kann man lernen. genauso wie man machtwillen oder neugierde anerzogen oder ausgetrieben bekommen kann.

intelligenz ist in unserer gesellschaft das, was schulerfolg bestimmt- was eine ziemlich einseitige sichtweise ist. in anderen gesellschaften würde man damit auf die schnauze fallen.

und quatsch ist auch, dass man bei der idee das wohl der gesellschaft viel zu hoch über das des einzelnen stellt - noch dazu aus gründen, die total fadenscheinig sind. wenn man nicht wirklich weiss, was die gesellschaft braucht oder was ihr schadet, dann kann man einzelnen nicht verbieten, sich zu vermehren.

ich hätte auch keine lust, kinder in die welt zu setzen, nur weil irgendeine behörde meint, meine gene müssten der gesellschaft erhalten bleiben.

Selbstverständlich hast du recht, wenn du sagst, dass Eigenschaften, wie ich sie zu Anfang beschrieben habe zu einem erheblichen Teil durch Prägung bedingt werden. Aber es besteht auch kein Zweifel daran, dass natürliche genetisch-bedingte Eigenschaften dabei eine große Rolle spielen.

Und ich glaube dabei sehr wohl das oben genannte Eigenschaften und noch so einiges mehr, was für den Menschen bezeichnend ist, direkt von der Genetik herrührt.

Allerdings sollte erwähnt werden, dass man den IQ der Menschen per Bildung zB. in der westlichen Gesellschaft um vielleicht 50%, jedoch durch Genmanipulation jeglicher Form soweit bekannt unbegrenzt steigern könnte.

Daher sollte diese Möglichkeit niemals vernachlässigt werden.

Und zu guter Letzt zählt für mich im Besonderen, dass es sicherlich sinnvoller ist die Eigenschaften zu erhalten oder gar zu intensivieren, die uns an die Spitze der Nahrungskette befördert haben, als das genaue Gegenteil passiv oder aktiv anzustreben! 

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@Demonoschwili

Und ich glaube dabei sehr wohl

glauben ist nicht wissen. und da es unzählige dicke bücher darüber gibt, was genetik und was umwelteinfluss bewirken (das heisst: experten sind sich nicht einig), sollte man sich als laie mit seinem urteil zurückhalten, vor allem wenn es dabei um die beschneidung der grundrechte anderer menschen geht.

Daher sollte diese Möglichkeit niemals vernachlässigt werden.

behaupten kann man vieles. eine angenommene möglichkeit wird dadurch aber nicht zur gewissheit/realität.

und unbegrenzt steigern geht sowieso nicht. auf der erde hat so ziemlich alles eine grenze, vielleicht der blick zum himmel in die unendlichkeit als einziges nicht.

IQ bedeutet ein verhältnis. es ist die anzahl der aufgaben, die jemand löst, im verhältnis zum durchschnitt der aufgabenzahl, die seine altersgruppe löst.

wenn sich dies unbegrenzt steigern liesse, dann müsste sich jemand irgendwann mit lichtgeschwindigkeit oder schneller bewegen, um unendlich viele aufgaben zu lösen.

unbegrenzt steigern geht also nicht.

und was die eigenschaften betrifft, die uns an die spitze der nahrungskette gebracht haben: welche waren das nochmal? so im rückblick ist das nämlich schwer zu sagen.

ich für meinen teil denke, dass eine riesige portion glück = externe ursache verantwortlich war: hätte es kein großes artensterben gegeben, wäre das erste säugetier vielleicht nicht aus seiner ökologischen nische herausgekommen.

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@Schokolinda

Ich gebe zu, dass die Formulierung "unbegrenzt" an dieser Stelle unangebracht war. Allerdings können wir von unserer Perspektive kaum abschätzen, welch enorme Sprünge unser Denkvermögen noch machen könnte!

2)Dass Glück uns an die "Spitze der Nahrungskette" bzw. zur dominanten Spezies machte, mag zwar sein. Das wird einem schon klar, wenn man sich die unfassbar niedrige Wahrscheinlichkeit ansieht, dass Leben überhaupt entstehen, ganz zu schweigen sich fortentwickeln konnte!

Nichtsdestotrotz sorgten Intelligenz, Herdenverhalten und vor allem Neugierde sicherlich am Ehesten für unseren "Aufstieg" 

Alles natürlich nur Spekulation! Aber was steht denn auf der anderen Seite? Die Möglichkeit zuzulassen, dass das absolute Gegenideal irgendwann die Mehrheit stellt. Für mich ist sicher, dass es einen Versuch wert wäre, wenn dafür die Chancen gut stehen die Menschheit, so wie wir sie kennen zu retten (oder gar noch in ihren "positiven" Eigenschaften aufzuwerten)!

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@Demonoschwili

Allerdings können wir von unserer Perspektive kaum abschätzen, welch enorme Sprünge unser Denkvermögen noch machen könnte!

auf deutsch gesagt, heisst das: es könnte auch keinen sprung machen.

Alles natürlich nur Spekulation!

ganz genau. du weißt nicht, was du wie erreichen könntest. aber du weißt, dass du trotzdem menschen vermehrung vorschreiben möchtest- die einen dürfen nicht, die anderen müssen. du würdest also einen großen eingriff in die grundrechte vornehmen, ohne das ergebnis auch nur abschätzen zu können.

beantrage mit der überlegung mal einen kredit für eine firma- du kriegst nirgends geld.

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@Schokolinda

Wenn ich meinen Kreditgebern eine praktikable Möglichkeit anbieten würde Antworten auf ursprünglichste Fragen der Menschheit zu erhaschen (Was für die Investoren jetzt mit irrsinnig viel Geld gleichzusetzen wäre), natürlich nur im Gegenzug für eine zu verkraftende Investition, einen verhältnismäßig kleinen finanziellen Verlust in Anbetracht dieser universellen Möglichkeiten (Im Bankerdeutsch = Geld, Geld, Geld), was glaubst du würden sie mir für eine Antwort geben?

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@Demonoschwili

sie würden dir sagen: lass mal beweise sehen. oder zumindest irgendwas, das den erfolg deutlich wahrscheinlich macht.

während du hast: spekulation.

und du zur umsetzung brauchst: einen vehementen eingriff in die grundrechte, was wir mal hier gleichsetzen können mit einer riesigen, riesigen masse geld.

antwort also. NEIN.

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@Schokolinda

Es hat eigentlich nie irgendein fachkundige Experte die Wirksamkeit der Eugenik per se angezweifelt! Es hieß immer nur sie wäre "unmenschlich".... aber rein wissenschaftlich gesehen gilt das kaum als Agument.

Und dennoch will mir immer irgendjemand das Gegenteil erklären. 

Man braucht nur das Beispiel der Tierzucht heranzuziehen. Sie funktioniert hervorragend, natürlich nur bei richtiger Anwendung . Sonst müssen Kälber per Kaiserschnitt geboren werden und Schäferhunde mit unterschiedlich langen Vor- und Hinterbeinen kommen zur Welt.

Aber, wenn Menschen bereits vor 13.000 Jahren dazu befähigt waren zahlreiche Tierarten per genetische Isolation zu Domestizieren und schließlich langsam nach ihren Forstellungen zu züchten (Ohne auch nur eine grobe Ahnung von der Evolutionstheorie zu haben), dann wird das unsere Gesellschaft wohl auch schaffen! Wichtig ist es nur, das muss ich klar betonen: Es muss sehr behutsam geschehen (Vielleicht sogar Gewaltfrei mit positiver Eugenik durch das gezielte Fördern "guter" Gene in der Population, ohne igendwelche autoritären Maßnahmen = Mord oder Massensterilisation)

2)Und natürlich wussten diese Menschen nicht zu 100%, was aus dem domestizierten Wolf noch werden sollte! Aber sie hatten eine ungefähre Ahnung, sonst hätten sie überhaupt nichts vollbracht.

Und was in heutigen Zeiten alles an Möglichkeiten besteht, um den Prozess sicher und fehlerfrei ablaufen zu lassen! 

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@Demonoschwili

Es hat eigentlich nie irgendein fachkundige Experte die Wirksamkeit der Eugenik per se angezweifelt!

das kann man leicht behaupten, wenn man sich selbst zur instanz erklärt, die über angebliche fachkundigkeit entscheidet.

aber rein wissenschaftlich gesehen gilt das kau mals Agument.

und in einer welt, die nicht nur aus wissenschaft besteht, kann man nicht nur einzig allein wissenschaft als einen von vielen aspekten, die die welt insgesamt ausmachen, entscheiden lassen.

Vielleicht sogar Gewaltfrei

wenn man den satz umdreht, heisst das: du würdest den einsatz von gewalt billigen. war eigentlich klar.

Aber sie hatten eine ungefähre Ahnung,

nein, hatten sie nicht. es hat bestimmt keiner gedacht: wir züchten jetzt einen wolf mit extrem kurzen beinen, damit wir ihn in fuchsbauten hetzen können. nein: es ist eine mutation aufgetreten, die den dackel hervorbrachte. und der wurde dann, weil er in fuchsbauten eindringen konnte, dafür eingesetzt, es zu tun.

mal als denkanstoß: ich wäre dafür, dass sich nur menschen vermehren dürfen, die die rechtschreibung und grammatik beherrschen - damit wärst unter anderem du weg vom fenster. und, hattest du kinder geplant?

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@Schokolinda

Komm damit klar! die klassische Eugenik würde funktionieren (würde man nicht zu viel erwarten und vorsichtig sein). Das hat niemals jemand in der Evolutionsbiologie angezweifelt.

Es wird höchstens vor den Gefahren der Eugenik gewarnt.

Es ist also vor allem eine ethische Debatte, die wir fühen sollten!

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@Demonoschwili

hätte, hätte, fahrradkette.

du hast immer noch keinerlei argumente für deine zuversicht und bist trotzdem bereit, menschen drastisch in ihren grundrechten und damit auch in ihrem wohlbefinden zu beschneiden.

da braucht man nicht weiter diskutieren: dass DAS ist unethisch ist, liegt auf der hand!

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Bezogen auf deinen letzen Absatz - du würdest dann entscheiden, welche Gene das sind (ich glaub nicht, dass das genetisch bedingt ist) und wer nicht leben darf. Aber du wolltst ja das Thema nicht aufladen, nicht wahr? 

Heuchelei gehört auch zu den negativen Eigenschaften, sondere dich bitte selbst aus.

Wenn wir Garnichts tun, dann wird vorher beschriebener Prozess weiter stattfinden!

Was ist dir lieber: Die erbärmlichste Art für die Menschheit zugrunde zu gehen oder ein Gremium, dass sich um diese Form der aktiven Bioethik kümmert?

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@Demonoschwili

Die natürliche Auslese. 

Abgesehen davon ist es mir völlig egal ob und wie die Menschheit zugrunde geht. Ich halte die Menschheit nicht für eine besonders wertvolle und erhaltenswerte Art.

Für ein Erhaltungszuchtprogramm ist es eh noch zu früh.

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@Bitterkraut

1)Die natürliche Selektion findet wenn überhaupt nur noch entgegensetzet statt.

2)Wir sollten es wenigstens versuchen, anstatt unsere Chance wegzuwerfen (siehe. Fermi-Paradoxon)

3) Lieber zu früh als zu spät!

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@Bitterkraut

warum schon wieder so emotional? Ich werde mich jedenfalls nicht "aussondern", bevor es eine Gesetzgebung oder Vorgabe gibt, die auch die Unwilligen dazu bringt! 

Das wäre im höchsten Maße sinnbefreit.

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@Demonoschwili

Und du glaubst, du wirst ins Gremium gewählt oder von ihm favorisiert? Träum weiter.
Menschen erbärmlich zu finden, weil sie nicht intelligent oder machthungrig sind, ist nun wirklich keine positive Eigenschaft.

Keine Spezies kann ihre Evolution gezielt steuern. Das passiert instinktiv. 
Schlechte Nachricht also: Du hast die falschen Instinkte.

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@Demonoschwili

"Die natürliche Selektion findet wenn überhaupt nur noch entgegensetzet statt."
Entgegengesetzt zu was? Zu sich selbst? Was in der Natur passiert, ist natürlich. Deswegen heißt das Wort so.

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@knallpilz

"Entgegengesetzt zu was? Zu sich selbst? Was in der Natur passiert ist natürlich..."

Wir greifen direkt in die Natur ein, indem wir die Selektion ausschalten! Dennoch heißt es immer, man würde Gott spielen, wenn es um Stammzellen, Genmanipulation oder eben um Eugenik geht. 

Besser im "für uns positiven" Sinne eingreifen, als nur so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung.

"Keine Spezies kann ihre Evolution gezielt steuern. Das passiert instinktiv..." 

Ich beanspruche für mich ein Mensch zu sein, der von seinem Verstand nicht von niederen Instinkten geleitet wird.

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@Demonoschwili

"Dennoch heißt es immer, man würde Gott spielen, wenn es um Stammzellen, Genmanipulation oder eben um Eugenik geht."
Man spielt nicht Gott, man unternimmt bloß den vergeblichen Versuch es zu tun.

"Besser im "für uns positiven" Sinne eingreifen, als nur so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung."
Was für uns positiv ist kann bloß niemand langfristig abschätzen. Das ist unmöglich. Nicht nur für Menschen. Dazu müsste man in die Zukunft sehen können.
Man bloß tun, was man für richtig hält und hoffen, dass man dabei nicht dem Handeln oder Verhalten anderer zum Opfer fällt.

"Ich beanspruche für mich ein Mensch zu sein, der von seinem Verstand nicht von niederen Instinkten geleitet wird."
Das sagen meist Menschen, die nicht von Vernunft, sondern von ihrem Ego gelenkt werden. Und das ist nichtmal ein "niederer Instinkt". Instinkte sich Überlebensmechanismen. Ohne die ist man langfristig ziemlich chancenlos.
Selbst wenn du dich korrekt einschätzt, das heißt nur, dass du dir selbst minimale Chancen zuschreibst.
Verstand ist übrigens auch bloß eine Teilmenge von Intelligenz. Und je abstrakter etwas ist, desto weiter ist es in der Regel vom Verstand entfernt.

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@knallpilz

Ich habe niemals für mich beansprucht beurteilen zu können, welche Eigenschaften und Fähigkeiten die Menschheit fördern!

Ich bin auch für eine Aristokratische Gesellschaft, ohne darin direkt der "unbestrittene Ober-Maker" sein zu müssen

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Für mich sind zB. die Erbanlagen gut, die ihrem Träger Intelligenz, Durchsetzungskraft, Machtwillen und Neugierde verleihen!

Machtwillen - ist für mich schon mal nicht gut, denn es läuft auf Verdrängung anderer hinaus.

Und schon haben wir den Salat - wer soll entscheiden, was besser und schlechter ist?

Das haben wir zum Glück hinter uns gelassen, und dort soll es auch bleiben!!

Was Konkret ist am Streben nach Macht "schlecht"? Es ist nur natürlich und ist der Hauptanreiz für neue Innovationen.

Außerdem soll das eugenische Konzept ja gerade auf die kontrollierte Verdrängung Anderer hinauslaufen!

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@Demonoschwili

"Was Konkret ist am Streben nach Macht "schlecht"?" Es dient nicht dem Überleben, sondern ist temporäres Futter fürs Ego der Einzelnen und Nicht-Intelligenten.

"Es ist nur natürlich."
Beleg? Streben nach Macht ist bloß bei einer sehr kleinen Anzahl von Menschen bekannt.
"und ist der Hauptanreiz für neue Innovationen."
Da fehlt mir der logische Zusammenhang. Hauptanreize für "neue Innovationen" sind Neugierde, Kreativität, Intelligenz und Altruismus. Was soll Macht damit zu tun haben? Oder das Streben nach jener? Das ist evolutionär gesehen verschwendete Ressource.

"Außerdem soll das eugenische Konzept ja gerade auf die kontrollierte Verdrängung Anderer hinauslaufen!"
Erstens ist das das Gegenteil von nachhaltiger Überlebensstrategie, da man sich damit seinen Lebensraum kaputtmacht. Anpassungsfähigkeit ist notwendige Voraussetzung zum Überleben.
Und zweitens...du fragst da ernsthaft noch, was daran verwerflich ist?



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@knallpilz

Der Wille zur Macht mag für den einzelnen egoistisch sein. Für ein Kollektiv, das ihm nachgeht ist er von Vorteil.

Außerdem ist das nur eine von vielen Eigenschaften, die ich betonen wollte. Du hast einige andere davon bereits aufgezählt.

2)Woher nimmst du denn dein moralisches Urteil, von wegen dieser Schluss wäre amoralisch?

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@Demonoschwili

"Der Wille zur Macht mag für den einzelnen egoistisch sein. Für ein Kollektiv, das ihm nachgeht ist er von Vorteil."
Nein. Für ein Kollektiv kann ein Anführer von Vorteil sein. Und ein Anführer der an Macht interessiert ist, ist nicht lange Anführer.
Wie gesagt, ist rede hier von langfristigen Dingen. Ein Anführer beschützt und versorgt.

"2)Woher nimmst du denn dein moralisches Urteil, von wegen dieser Schluss wäre amoralisch?"
Moralische Urteile nehme ich in der Regel von meinen moralischen Vorstellungen.
Und in diesem Fall war das kein moralisches Urteil, sondern eine auf Empirie basierende Überlegung. Dir muss doch klar sein, dass fast jeder die kontrollierte Verdrängung anderer verwerflich findet, oder? Und ich meine damit moralisch motivierte Urteile, ohne Angst oder Druck oder sonstige Beeinflussung.

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@knallpilz

Das das die Mehrheit so sieht ist vielleicht so, aber worin steckt deine ominöse Empirie bezüglich deines moralischen Urteils?

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@Demonoschwili

Du hast betimmt extra ein Fremdwörterbuch auswendig gelernt, um diesen ganzen Unsinn von dir zu geben.

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@latricolore

Das kam mir selbst zwar auch schon ein wenig geschwollen vor, aber ich musste mich auf sein Vokabular beziehen!

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