Was ist so schön an animes?

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6 Antworten

Was ist so schön an Real Serien, was ist so schön an Beautysachen?

Die Frage kannst du im Prinzip zu allem stellen was man mögen kann oder auch eben nicht. Auch Anime sind Geschmackssache, während andere tief in die Story eintauchen, kannst du das eben scheinbar nicht. Ich z. B. habe dafür bei vielen Real Serien Schwierigkeiten das Interesse zu behalten und würde niemals eine Real Serie nach der anderen im Marathon runter schauen können, wie es so einige machen.

Für Anime fans sind Anime einfach was besonderes. Anime sind keine Zeichentrickfilme mit oberflächlichen Action Storys oder episodischen Abschnitten. Bestes Beispiel sind hier die Toons von WB wie Bufs Bunny und Co. die sich am Ende des Tages die Ambosse auf den Kopf schlagen, das Gesicht weg schießen und in urkomischer Haltung in wenigen Sekunden wieder fit sind.

Anime sind ein, mit japanischen Einflüssen vermischtes Abbild von Real Serien. Es gibt Anime für jedes Alter. Einfache Anime ohne viel Gewalt für jüngere bis hin zu tiefsinnigen Titeln für Ältere. Natürlich gibt es Mainstream und auch eher oberflächliche Titel, aber im Grunde eine unendliche Vielfalt die alle Genre die man sich vorstellen kann umfasst.

Davon ab hat man tolle Zeichnungen, durch die Animation eine unendliche Möglichkeit Welten und Charaktere zu schaffen und das verbunden damit eine Tiefe zu schaffen, dass man die Charakter nicht nur kurzweilig ertlebt, sondern teils ein komplettes fiktives Leben beobachten kann.

Wenn Anime etwas für einen sind und man sich auf die Charakter einlässt, kann man ohne Probleme in diese Welten eintauschen, fühlt mit den Charakteren, fiebert mit, jubelt wenn sie etwas schaffen und trauert wenn etwas schlimmes passiert und das ist wieder etwas das Anime trotz ihres Aussens haben können, Realität und Traurigkeit. Anime haben keine unsterblichen Toons sondern fiktive atmende Lebewesen. Ihr Leben kann enden auf so viele Weise. Es ist nicht nur ein Bösewicht der vernichtet wird, es kann auch das Ende des Lebens erreicht werden auf die ein oder andere Weise.

Hier möchte ich einen Titel wie Plastic Memories anfügen. Künstliche Wesen, so menschlich wie ein Anime Charakter sein kann stehen den Menschen zur Seite. Sie haben Emotionen, man kann sich in all diese Charaktere einfühlen in ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Ängste und Freuden und dann sehen wir ein für uns so lebendiges Mädchen und erfahren, dass diese künstliche Lebensform deren Grenzen zur Menschlichkeit längst überschritten ist, seinem Ende entgegen sieht. Das diese Wesen erschaffen werden mit einem gewünschten Verfall, mit einem festen Datum des "Ablebgens". Wie diese "Wesen" wie Familienmitglieder wurden und wie ein Mensch hinaus gerissen werden und wie ein junges Leben dem Ende entgegen sieht und dann denken wir nach. Was wäre wenn wir vor der Situation ständen, wenn wir hin und her gerissen wären zwischen dem Willen diese Person, sei sie im innersten auch kein echter Mensch, retten zu wollen oder sehen wir einfach dem Ende entgegen und was ist mit uns? Wie schwer mag es sein um sein Ende im Grunde schon zu wissen, jeden tag zu wissen, dass man in einer festen Anzahl an Jahren, Monaten, Wochen und Stunden gehen wird, egal was man tut. Wenn es kein Leben gibt ohne das genaue Wissen was man geht. Wie würde man damit umgehen, seine Zeit nutzen?

Anime sind, natürlich auch vom Genre abhängig, es gibt genauso eher auf Unterhaltung ausgelegte Titel wie eher philosophische, eine eigenständige Welt. Wir blicken in Sie hinein und wenn uns Anime mitreißen vergessen wir für diesen kurzen Augenblick, dass sich hier einfach nur Bilder bewegen, wir sehen Charakter mit einer eigenen Persönlichkeit und so blickt die Welt die wir sehen in uns zurück. Sie schenkt uns Freude, lässt uns den Kopf schütteln oder jubeln wenn unser Lieblingsheld den Bösewicht besiegt hat oder...nimmt uns mit. Zeigt uns Hoffnung, Verzweiflung, Liebe, Hass und so viel mehr.

Anime vereinen die Zeichenkunst mit der Realität. Sie nehmen unsere Realität und überspitzen sie, schaffen sie neu und hält uns wie ein Till Eulenspiegel den Spiegel unser selbst vor. Es werden gerne die großen Augen betont, doch sind gerade die auch das was oftmals menschliche Emotionen einfach nur verdeutlicht. Der Fokus, Ärger, Freude etc. alles ein fester Bestandteil der über diese so aufwendigen, großen Augen transportiert wird.

Man könnte so viel noch schreiben, denn es ist Spaß, Freude, Leidenschaft, wenn man Anime mag. Nicht jeder findet diesen Zugang und das ist auch völlig OK. Anime sind ein Hobby, etwas wunderschönes wenn man sich für eben diese begeistern kann, ebenso sind für andere andere Dinge wunderschön. Sei es derjenige der Fußballspielt und sich nichts schöneres als das Gefühl eines Tores vorstellen kann oder der Briefmarkensammler, der bei einer seltenen Marke ein zufriedenes Grinsen auf den Lippen hat. Jeder hat etwas das einem etwas bedeutet, zum Teil ein zentraler Bestandteil des Lebens ist, aber nicht jeder wird es gleich bewerten. All das was ich beschrieben habe muss für dich völlig utopisch scheinen wenn du einen Anime siehst, sogar andere Anime Fans werden wieder eine eigene Sicht haben, aber es ist einfach eine Verbundenheit zu etwas das einem viel bedeutet.

Ich würde dich auch einfach raten mal nicht das zu kucken was Freunde dir nennen oder alle schauen. Wenn dich das Thema wirklich interessiert geh mal auf eine Anime Datenbank und ließ quer was DU wirklich interessant findest. Oft ist das beliebteste im Bereich Shonen, also Anime die einem Held haben der Kämpfe besteitet etc. aber vielleicht ist für dich Comedy, Romance, Horror, Drama oder irgendetwas anderes eher was. Ein Genre oder Titel die eben nicht die populärsten sind. Da würde ich zu anisearch oder myanimelist raten um mal wirklich Titel quer zu lesen. Wenn es dir nichts sagt und nicht gefällt, dann ist dem eben so. Dann steck deine Zeit in Dinge die dir Spaß machen, denn das ist wirklich wichtig. Du musst nicht überall mitreden können, aber du solltest deine Zeit mit den Dingen verbringen, die dir, neben deinen Pflichten, wirklich etwas bedeuten.

Lachsrolle 08.07.2017, 16:33

Plastic Memories kopiert nur das Asimov'sche Gesetz, welches bereits in vielen anderen Titel schon vorkam.

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Kuro48 08.07.2017, 16:38
@Lachsrolle

Es war ein blanke Beispiel um deutlich zu machen wie man mit Anime Charas mitfühlen kann, Themen die behandelt werden reflektieren kann etc. Natürlich erfinden Anime oftmals nicht gleich das Rad neu. Das wäre vermessen zu behaupten, dass Anime nicht auch Stereotypen etc. besitzen.

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Hmm,

  • Ich finde, dass Anime mitreisender sind als "normale Serien"
  • Hat mein (und vermutlich auch die) Kindheit (von vielen anderen) geprägt
  • Im Vergleich zu "normalen Serien/Filme" bekomme ich wesentlich öfters gänsehaut, etc.
  • Mentalität mancher Anime (viele sind leider von Ecchi durchzogen und nicht gerade ernst zu nehmen)

Allerdings kann ich durchaus verstehen, dass Animes nicht für jeden was sind.

Lg Tobi

Anime ist wie jedes andere Medium extrem umfangreich, was Welten, Charaktere sowie Stories angeht. Das was die Japaner im Laufe der hundertjährigen Geschichte "entwickelt" haben, ist einfach nur Bemerkenswert. Es kommt ja nicht von ohne, weshalb Japan oft mit Anime und Manga asoziiert werden, das ist eine riesige Industrie dort, wo viele Jobs mit drin hängen.

So wie jedes Unterhaltungsmedium gibt es auch bei Anime und Manga "schwarze" Schaafe, welche natürlich dann selbstredend für das gesamte genommen werden.

Ich will dir jetzt keineswegs irgendwelche Titel aufzwingen (wie so manch anderer hier >_>), jedoch kann ich dir eins sagen. Einen Blick "hinter" den bekannten Serien lohnt sich definitiv. Allein die Produktion eines Animes oder Mangas ist extrem vielschichtig und ein Referat (z.B) wert.

Viele dt. Animefans (deine Klassenkameraden inbegriffen) sehen in Anime nunmal den Nostalgiefaktor als immensen Treibfaktor um Anime zu schauen. Viele sind praktisch mit den Dingern aufgewachsen und beharren natürlich drauf das es das beste ist etc. - deshalb ihre Reaktion.

WladimirWPutin 08.07.2017, 14:50

Wäre Japan nicht 2mal von einer Atombombe getroffen worden, gäbe es keine Animes heute. Damit will ich sagen, dass nach dem 2.Weltkrieg Japan nun sowas bringt. Früher waren die Japaner ehrenvolle Krieger. Heute: Hentais, Ecchi und was weiß ich noch was fürn Müll

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Kuro48 08.07.2017, 16:30
@Lachsrolle

Vorläufer der Manga gab es in Japan sogar schon im 8. Jahrhundert. Das ganze ist sehr tief in Japan verwurzelt.

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Hast du schon mal dragonball oder one piece gekuckt einfach göttlich die story und alles

gymgym18 08.07.2017, 14:38

Hab ma Dragon Ball geguckt ich kann die Leute nicht ernstnehmen die schreien ganze Zeit rum und ach Ka

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Schau einfach mal Attack on Titan, dann kannst du es ernst nehmen glaub ich.

Bei Serien spielen die Schauspieler bloß ein Rolle.
Die Figuren in animes sind aber echt so.
Zb muss ich bei Serien immer denken "ist ja eh nur ein Schauspieler und der stirbt nicht in echt"
In Animes stirbt die Person aber wirklich.
Verstehst? XDDD

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