Was ist so schlimm daran, dass die gletscher und die eiskappen der pole schmelzen?

15 Antworten

Neben den Treibhausgasen und den Trinkwasserquellen auch der steigende Meeresspiegel. Einige Länder werden dann zu großen Teilen ggf. unter Wasser sein. Außerdem bietet der Klimawandel gute Voraussetzungen für steigende Unwetter und größere Wüsten. In einigen Ländern um die Äquatorzone, besonders in Afrika, wird die Trinkwasserversorgung bereits zu einem Problem, da ein See nach dem anderen austrocknet.

Die Gletscher sind wichtige Süßwasserspeicher. Im Winter, wenn  die Natur wenig Wasser braucht, wird Wasser in der Form von Schnee und Eis gespeichert. Im Frühling und Sommer schmilzt es und sorgt im Tal für genügend Wasser in der warmen Jahreszeit, wo die Natur viel Wasser braucht.

Die wichtigsten Flüsse der Welt entspringen Berggletscher, ob Donau oder Ganges, Nil oder Yangtze. Lebensader für Milliarden Menschen.

Die größte Folge ist ja das Ansteigen des Meeresspiegels. Bei dieser Diskussion hört man aber meistens nur vom Anstieg bis zum Jahr 2100 oder zum Jahr 2200. Der Anstieg wird aber noch lange danach weitergehen, und könnte bis zu 25 Meter in zehntausend Jahren betragen. http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/meeresspiegel-ueber-die-jahrtausende/

Die nächste Folge ist eine in der Arktis stark steigende Temperatur, die auch die globalen Temperaturanstiege weiter verschärft. Die hellen und stark reflektierenden Eis- und Schneeflächen der Arktis reflektieren eine großen Teil der eintreffenden Sonnenstrahlen wieder zurück in den Weltraum. Wenn diese Flächen abgeschmolzen sind und die Sonnenstrahlen auf dunkles Wasser treffen, wird ein Großteil nicht reflektiert sondern aufgenommen und in Wärme umgesetzt. (Eis-Albedo-Rückkopplung) Etwas ähnliches passiert auf Grönland, wenn abschmelzendes Eis die Schutzpartikel, die sich aus der Luft abgelagert haben, zurück lässt und die Oberfläche dadurch immer dunkler wird. https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article153022063/Der-Eispanzer-in-Groenland-wird-dunkler.html

Die Eisfläche sorgt auch vor allem im Winter für stabile Wetterlagen. Dadurch kann sich ein durchgehendes System aus Höhenwinden, den Jet-Streams bilden, der "Polar Vortex". Dieses System wird immer instabiler, je weniger Meereis vorhanden ist. Dadurch werden starke Wetterschwankungen nicht nur bei uns in Mitteleuropa immer wahrscheinlicher und häufiger. https://www.theguardian.com/environment/2016/nov/25/arctic-ice-melt-trigger-uncontrollable-climate-change-global-level

Als letztes kann das Schmelzwasser aus Grönland Teile des Golfstrom-systemes unterbrechen, indem das süße Schmelzwasser die Dichteunterschiede als einen der Antriebe der Tiefenwasserbildung in der Arktis verringert. Dazu forscht auch Prof. Rahmstorf:

https://youtube.com/watch?v=EmiVhT5cHpw

Und ich habe noch das Auftauen der Methanhydrate am Meeresgrund der Arktis sowie das freigesetzte Methan bei Abtauen des Permafrostbodens in Sibiren und Kanada vergessen....

Dadurch würden große Mengen an Methan und damit letztendlich nach dem natürlichen Abbau dessen, an Kohlendioxid freigesetzt, die die Erwärmung weiter verstärken würden.

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