Was ist schwerer zu ertragen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meine Oma hat beides erlebt und ich denke, der Tod des eigenen Kindes übersteigt - zumindest für sie - alles andere an Leid.

Pflegt man das kranke Kind, ist es zwar unfassbar schwer, es leiden zu sehen und natürlich ist das für Außenstehende eine unglaubliche Dauerbelastung für den / die Pflegende/n. Aber der Schmerz, den man als hinterbliebenes Elternteil des eigenen Kindes verspüren muss, ist wohl mit nichts anderem zu vergleichen.

Wenn die Sorgen und die Angst übermächtig werden ist der Tot ein wirklich guter Freund.

Für diese Situation ist die Entscheidung was "schlimmer" ist mMn einfach nicht zu treffen.

Es ist das Schlimmste an sich, dass Eltern sich sowas tatenlos ansehen müssen.

Zumal was macht dieser schwerstkranke (behinderte) Mensch, wenn niemand mehr da ist, der für ihn sorgt ?

Das ist meiner Ansicht nach nicht zu vergleichen.

Auch ein schwerkrankes Kind kann Lebensfreude empfinden. Dann ist seine Pflege für die Eltern zwar eine enorme Belastung, aber sie sehen den Sinn dahinter und ihr Kind gedeihen.

Der Tod eines Kindes ist endgültig. Man kann für sich als Elternteil einen wie auch immer gestalteten Abschluss finden. Aber das ist sehr schwer und nicht wenige Eltern zerbrechen daran.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich über den Verlust irgendwann hinweg käme und später ein normales Leben führen könnte. Ein behindertes Kind begleitet mich ein ganzes Leben lang.

Ich würde sagen es kommt auch drauf an ob es geistig oder körperlich oder beides eingeschränkt ist, es auf jeden fall beides schrecklich da kann man glaub ich keine Faire und eindeutige Antwort drauf geben..

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