was ist schlimmer? hilfe?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

Tod 46%
Krebs 34%
Epilepsie 20%

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Epilepsie

Den Tod Moines Hundes, meiner Oma und meiner Uroma mitzubekommen, war nicht so schlimm, man erholt sich und das Leben geht weiter.

Irgendwo wusste ich, dass es irgendwann passiert wäre.

Krebs

Der Tod ist nicht schlimm. Man stirbt und ist weg vom Fenster. Der Betroffene leidet nicht unter der Nicht-Existenz.

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Epilepsie ist zwar schlimm, aber es sind Anfälle. Der Moment ist nicht schön, er hört aber wieder auf. Und wenn Deine Mum schon 1 Jahr keinen Anfall mehr hatte, ist es natürlich gut. Sie kann am Leben teilnehmen.

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Krebs hingegen, kann regelrechte Folter werden. Man hat Schmerzen, teilweise große Schmerzen. Man hat Chemo, die echt widerlich ist. Wenn es im Glücksfall heißt, der Krebs ist besiegt und er kommt ein paar Monate wieder und hat dann sogar noch gestreut, brechen Welten zusammen.

Meine Oma hatte Krebs. Mein Opa ebenfalls. Beide sind nach langer Qual, daran gestorben. Meine Oma ist regelrecht verhungert, weil sie nichts mehr zu sich genommen hat. Sie war wochenlang nicht ansprechbar und hat nur im Bett gelegen und die Augen geschlossen gehabt. Vorher kam noch hinzu, dass sie anfing uns nicht mehr zu erkennen..

Wir waren bei ihr, als sie starb. Was mit das Schlimmste ist, was man miterleben kann.

Sie hat sich irgendwann gewünscht, dass sie endlich sterben kann. Sie hat so dermaßen unter Schmerzen gelitten...

Mein Opa war kurz vor seinem Tod, schon komplett abgemagert. Er konnte nur Buttermilch zu sich nehmen, nichts anderes. Er hatte wahnsinnige Schmerzen beim Schlucken. Er hatte auch Hunger. Konnte & wollte aber einfach nichts essen. Er konnte nicht mehr gehen und er konnte nicht mal mehr lachen.

Je nach schwere der Krebserkrankung, kann man wirklich sagen: Mehr Folter geht nicht.

Tod

Mit dem Tod ist man weg, da kommt keiner wieder. Mit Krebs und/ oder Epilepsie hast du noch etwas von deiner Mutter.

Mit Epilepsie lässt es sich mal mehr, mal weniger gut leben. Das kommt ganz auf die Schwere drauf an und ob man therapiressistent ist oder man die Krankheit mit Medikamenten eindämmen kann.

Krebs hat man dauernd. Wenn er auch im Gegensatz zur Epilepsie heilbar ist, spürt man die Auswirkungen (nehme ich mal an) jeden Tag.

Bei Epilepsie ist das Leben eingeschränkt, aber man ist physisch nur an den Tagen rund um den Anfall kaputt, sonst ist alles gut (eigene Erfahrung).

Mit der Angst haben viele Betroffene und Angehörige zu kämpfen, aber damit muss man einfach umgehen lernen. Anders macht man sich sein Leben kaputt.

Tod

Epilepsie ist zwar furchtbar (gerade für Angehörige), es lässt sich damit aber (wenn auch eingeschränkt) leben.

Krebs reicht, je nach Art und Stadium, von gut behandelbar ohne Nachwirkungen bis Tod in 2 Monaten.
Im besten Fall also überhaupt nicht schlimm, im schlimmsten Fall ist es ein aufgeschobener Tod.

Der Tod hingegen ist endgültig. Keine Heilung, keine Behandlung, keine Medikamente, die Symptome vorbeugen oder das (restliche) Leben angenehmer machen.
Die Person ist dann weg und kommt nie wieder.

Krebs

Es besteht hier genaudo die Gefahr, dass das Elternteil stirbt, außerdem kenne ich eine Person, welche seine Mutter so verloren hatte, schwere Depressionen waren die Folgen.

Aber ich denke es kommt auch drauf an wie alt das Kind ist und es je nach dem mitbekommt.

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